Wo man beim Bauen sparen kann

Wo man beim Bauen sparen kann

Fast alle Bauherren führen auf dem Grundstück, im Rohbau und schließlich im errichteten Haus Arbeiten in Eigenleistung durch. Das kann eine Menge Geld sparen und heißt in der Umgangssprache nicht von ungefähr „Muskelhypothek“. Doch selbst für geschickte Heimwerker gibt es Grenzen, denn für den persönlichen Einsatz am Bau gibt es weder Gewährleistungsansprüche noch Garantie. Doch mit der richtigen Planung und dem notwendigen Fachwissen lässt sich einiges in Eigenregie ausführen.

Das Grundstück vorbereiten

Viele Grundstücke, die neu erschlossen oder in guter Stadt- oder Dorflage verkauft werden, sind mit Bäumen und Büschen bewachsen, mit Gartenhäusern oder Lauben bebaut, und das Unkraut sprießt und wuchert. Ein solches Grundstück kann sehr gut von den Käufern und deren Familienmitgliedern und Freunden in Eigenleistung geräumt und zum Ausheben der Baugrube vorbereitet werden. Notwendig für diese Arbeiten sind Hacken, Spaten, Schaufeln, Sägen, Äxte und Schubkarren sowie gegebenenfalls eine Motorsäge für Bäume und dichte Büsche. Letztere sollte allerdings nur eingesetzt werden, wenn die notwendigen Schutzmaßnahmen (Helm, Handschuhe, Sicherheitskleidung und –schuhe) eingehalten werden und der Umgang mit der Säge vertraut ist. Falls es die Gemeinde gestattet, Holz und Laub auf dem Grundstück zu verbrennen, kann ein Teil der Entsorgung preisgünstig erledigt werden. Für den Rest müssen Container bestellt und gefüllt werden. Bauschutt, falls ein Abriss vorhandener Bausubstanz notwendig ist, darf nicht mit Holz und Laub vermischt werden, so dass in der Regel mindestens zwei Container notwendig sind. Beim Beräumen des Grundstücks lassen sich bereits einige Tausend Euro sparen. Wird zusätzlich ein Bagger oder eine Planierraupe benötigt, sollte allerdings eine Fachfirma beauftragt werden.

Die Baustelle sauber halten

Beim Bauen fällt stets Schutt und Verpackungsmaterial an, das in Eigenleistung entsorgt werden kann. Auch wenn erneut ein Container notwendig ist, spart es deutlich Geld, wenn der Bauherr selbst anfasst, denn ansonsten werden im Zweifel zusätzliche Arbeitsstunden in Rechnung gestellt. Beim Innenausbau sollte mit den einzelnen Firmen vereinbart werden, dass sie die Handwerksarbeiten ausführen, aber nicht auch das notwendige Material liefern. Tapeten und Farben, Küchen- und Badarmaturen sowie Steckdosen und Lichtschalter sind im Baumarkt wesentlich günstiger zu haben als beim Handwerker.

Material selbst beschaffen und verarbeiten

Für einigermaßen geschickte Heimwerker dürfte es zudem kein Problem sein, Teppichböden oder Laminat nicht nur in Eigenregie zu kaufen, sondern auch selbst zu verlegen. Ähnliches gilt für die Durchführung vieler Malerarbeiten im Haus, besonders in Nebenräumen und im Kellergeschoss, und das trifft auch für den kompletten Ausbau des Dachgeschosses zu.

Grundstück weitgehend in Eigenleistung gestalten

Landschaftsbau ist sehr arbeitsintensiv und deshalb relativ teuer, so dass sich auch bei der abschließenden Gestaltung des Grundstücks viel Geld sparen lässt. Stehen die Zäune, ist die Terrasse angelegt und sind die Zufahrten und Gehwege gepflastert, kann gepflanzt und gestaltet werden. Koniferen eignen sich als Sichtschutz besonders gut und sind robust und pflegeleicht. Auch der Rasen kann in Eigenleistung eingesät werden, und der Bodenaushub für einen (Folien-)Teich lässt sich mit Hacke und Spaten in wenigen Tagen bewerkstelligen; die überschüssige Erde dient zum Auffüllen von Bodenunebenheiten.

Allerdings sollte bei jeder Eigenleistung gefragt werden, ob sich der Einsatz finanziell wirklich lohnt, und die Mühe am Ende auch tatsächlich von Erfolg gekrönt wird. Pfusch am Bau ist besonders ärgerlich, wenn er selbst verschuldet worden ist, und Mängel später teuer nachgebessert werden müssen.

Artikelbild: © Goodluz / Shutterstock

1 Kommentar

  1. Emmi 16.11.2018 13:21 Uhr

    Wir haben uns ein Häuschen in den Bergen gekauft. Wir wollen es mit Klimaanlagen ausstatten, um etwas gegen die Hitze im Sommer zu unternehmen, aber es soll auch möglichst Energieeffizient sein. Im Winter soll es natürlich nicht kalt sein.

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