Zimmerpflanzen richtig umtopfen – so gehen Sie vor

Zimmerpflanzen richtig umtopfen – so gehen Sie vor

Die meisten Pflanzen gönnen sich im Winter eine Ruhepause. Der Stoffwechsel wird zurückgefahren und das Leben findet auf Sparflamme statt. Damit Ihre Zimmerpflanzen nach dem Winter wieder in voller Pracht gedeihen und blühen, benötigen sie mit dem Ende der kalten Jahreszeit Ihre Hilfe. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt zum Umtopfen. Wie Sie dabei vorgehen sollten, verraten wir Ihnen im folgenden Heimhelden.de-Ratgeber.

Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Umtopfen?

Das Frühjahr ist ideal, um Zimmerpflanzen einen größeren Topf und frische Erde zu spendieren. Grundsätzlich sollten Sie Topfpflanzen im Abstand von zwei Jahren umtopfen. Davon abgesehen hängt die Häufigkeit des Umtopfens aber auch von anderen Aspekten ab. Anzeichen, die darauf hindeuten, dass Ihre Zimmerpflanze neue Erde und einen größeren Topf benötigt, sind zum Beispiel:

  • Der Wurzelballen ist so groß, dass er das Substrat um ein Drittel verdrängt.
  • Die Wurzeln wachsen über den Rand des Topfes.
  • Der Kübel biegt sich.
  • Die Wurzeln treten aus den Abzugslöchern hervor.
  • Das Verhältnis zwischen Pflanze und Topfgröße stimmt nicht mehr.
  • Die Erde ist verschlämmt – also so dicht, dass sie kaum noch Wasser speichern kann.

Keinesfalls sollte der Topf zu groß gewählt werden, denn das könnte der Pflanze eher schaden. Dann bildet sich nämlich schneller Staunässe und die Wurzeln beginnen zu faulen.

Der neue Topf sollte lediglich drei oder vier Zentimeter größer im Durchmesser sein als der alte Topf. So wird gewährleistet, dass die Pflanze eine gute Stabilität erhält und die Wurzeln die neue Erde gut durchdringen können.

Mit einer Drainage aus Kies und Tonscherben Staunässe verhindern

Decken Sie das Abzugsloch des neuen Topfs mit einer Tonscherbe ab. So vermeiden Sie, dass die frische Erde sofort herausrieselt. Überschüssiges Gießwasser kann dennoch abfließen. Auf diese Weise verhindern Sie, dass sich Staunässe bildet. Zusätzlich können Sie eine Drainageschicht aus Kies, grobem Sand oder Blähton als erste Lage über die Tonscherbe füllen. Auch das verhindert Staunässe. Darauf verteilen Sie dann die neue Blumenerde.

Die Pflanze vorsichtig aus dem alten Topf herausnehmen

Im Anschluss lösen Sie die Pflanze vorsichtig aus ihrem alten Topf. Entfernen Sie die alte, lockere Erde. Oft kann der Ballen gelöst werden, indem Sie behutsam mit dem Topf klopfen.

Wenn sich der Wurzelballen nicht löst, kann auch ein Tauchbad Abhilfe schaffen.

Die Pflanze stellen Sie in die Mitte des neuen Topfs und füllen dann von allen Seiten her Erde auf. Der Wurzelballen sollte ungefähr zwei Zentimeter unter dem Rand des Topfs enden. Auf diese Weise entsteht ein nützlicher Gießrand.

Welche Erde eignet sich für Zimmerpflanzen?

Die neue Erde sollte hochwertig und für Zimmerpflanzen geeignet sein. Meist ist es gut, wenn das Substrat eine krümelige und lockere Struktur aufweist. Ein ausgewogenes Verhältnis aus feinen und groben Bestandteilen eignet sich gut, um den Wurzeln den notwendigen Halt zu verleihen. Zudem bekommen die Pflanzen so Sauerstoff und Luft.

Diese Erde ist nicht für alle Zimmerpflanzen gleichermaßen gut geeignet. Dementsprechend sollten Sie sich vorher immer informieren, welches Substrat für die jeweilige Pflanzenart optimal ist.

Verzichten Sie nach dem Umtopfen etwa sechs Wochen lang darauf, die Pflanzen zusätzlich zu düngen.

Zusammenfassung

Der beste Zeitpunkt, um Zimmerpflanzen umzutopfen, ist im Frühjahr, denn dann haben die Gewächse ihre Winterpause beendet. Beim Umtopfen spendiert man den Pflanzen nicht nur einen neuen Topf, sondern gleich auch mehr Erde, damit sie neue Nährstoffe erhalten.

Artikelbild: Wstockstudio / Bigstock.com

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