5 Maßnahmen für ein gesundes Raumklima in Ihrer Wohnung

5 Maßnahmen für ein gesundes Raumklima in Ihrer Wohnung

Die hohe Konzentration an Schadstoffen in der Luft ist ein Problem, das viele Menschen unterschätzen. Industrieabgase, Autos und Waldbrände sorgen für eine hohe Schadstoffbelastung unter freiem Himmel. Gerade die Innenstädte sind davon betroffen. Doch auch in Ihrem eigenen Zuhause atmen Sie automatisch ungesunde Luft ein – zumindest, wenn Sie nicht wissen, wie Sie in geschlossenen Räumen für ein gutes Raumklima sorgen können.

Schuld daran sind zum einen die Schadstoffe, die beim Lüften mit der Außenluft nach drinnen getragen werden. Zum anderen enthalten aber auch Möbel, Farben und Lacke, Haushaltsreiniger und Pflanzen gesundheitsschädliche Allergene, Giftstoffe und Feinstaub. Lesen Sie in diesem Artikel von Heimhelden.de fünf konkrete Tipps, die Ihnen dabei helfen, die Raumluft in Ihren eigenen vier Wänden zu verbessern und somit einen wertvollen Beitrag für Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden zu leisten.

Gutes Raumklima – was bedeutet das?

Doch was bedeutet eigentlich „ein gutes Raumklima“? Diese Frage ist gar nicht so einfach zu beantworten, weil die Antwort auch von Ihrem persönlichen Empfinden abhängt. Manche Menschen fühlen sich wohl, wenn es etwas kühler ist und haben sogar im Herbst und Winter die Fenster im Schlafzimmer geöffnet, während andere schon im Spätsommer abends am liebsten mit der Heizung für wärmere Temperaturen sorgen würden. Nichtsdestotrotz gibt es objektiv drei Faktoren, von denen abhängt, ob das Raumklima gesund oder ungesund ist:

  • Luftfeuchtigkeit
  • Luftqualität
  • Temperatur

Diese drei Faktoren können Sie selbst durch richtiges Heizen und Lüften sowie eine clevere Einrichtung Ihrer Wohnung beeinflussen.

Tipp 1: Auf die perfekte Luftfeuchtigkeit achten

Die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung ist ideal, wenn sie zwischen 40 und 60 Prozent liegt. Natürlich ist es kein Problem, wenn Ihre Raumfeuchte kurzzeitig von den Idealwerten abweicht. Allerdings kann eine zu hohe Luftfeuchtigkeit auf Dauer eine Schimmelbildung begünstigen. Zu trocken sollte die Luft hingegen auch nicht sein, denn dadurch trocknen die Schleimhäute aus, was zu einer erhöhten Infektanfälligkeit führt.

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Mit einem Hygrometer können Sie am besten nachmessen, ob die Raumfeuchte in Ihrem Zuhause optimal ist.

Bei Bedarf sollten Sie durch geeignete Maßnahmen wie regelmäßiges Lüften, eine Luftbefeuchtung oder auch Zimmerpflanzen dazu beitragen, die Luftfeuchtigkeit in Ihrer Wohnung zu erhöhen oder zu reduzieren.

Tipp 2: Lüften – aber richtig!

Grundsätzlich ist Lüften das beste Mittel gegen Staub und Schimmel. Dabei kommt es aber darauf an, dass Sie auch wirklich richtig lüften. Das Kippen der Fenster für wenige Minuten am Tag reicht nicht zum Lüften aus. Falsch ist es ebenso, die Fenster den ganzen Tag über zu kippen. Gerade im Winter wird bei dieser Vorgehensweise viel Wärme nach draußen transportiert, was zu einem Anstieg der Heizkosten führt. Stoßlüften oder Durchzugslüften ist viel effektiver. Gehen Sie dabei wie folgt vor:

  1. Öffnen Sie alle Türen in Ihrer Wohnung und platzieren Sie Türstopper, um ein Zuschlagen zu verhindern.
  2. Stellen Sie alle Heizkörper aus.
  3. Öffnen Sie die Fenster, die einander gegenüberliegen, so weit wie möglich.
  4. Lüften Sie Ihre Wohnung auf diese Weise fünf Minuten.

Diesen Vorgang sollten Sie mindestens zweimal täglich wiederholen.

Ein richtiges Stoßlüften ist spätestens dann erforderlich, wenn sich an den Fenstern Kondenswasser sammelt oder Sie einfach den Eindruck haben, dass die Luftqualität im Raum nicht mehr einwandfrei ist.

Eine Alternative zum beschriebenen Stoßlüften, die immer beliebter wird, ist die kontrollierte Wohnraumlüftung mit einem professionellen Belüftungssystem. Es sorgt tagsüber und auch nachts für genügend Frischluftzufuhr, ohne dass Sie selbst ans Lüften denken müssen. Die genauen Vorteile einer solchen Lösung sind in diesem Artikel beschrieben.

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Zu den wichtigsten Pluspunkten gehört auf jeden Fall, dass eine Lüftungsanlage die Konzentration von Feinstaub und Allergenen in der Wohnung im Vergleich zum händischen Lüften deutlich reduziert. In vielen Neubauten ist die Wohnraumlüftung schon Standard. In bestehenden Gebäuden kann sie auch nachgerüstet werden.

Tipp 3: Schimmelbildung verhindern

Schimmel ist ein wichtiger Faktor, der das Raumklima negativ beeinflusst. Er entsteht erst bei einer sehr hohen Luftfeuchtigkeit.

Um Schimmel zu bekämpfen, sind Wärme und Trockenheit ideal. Das klappt aber nur, wenn Sie richtig lüften und heizen.

Achten Sie darauf, dass in allen Wohnräumen eine Temperatur von wenigstens 16 Grad Celsius herrscht, wobei 19 bis 21 Grad Celsius ideal wären. Verzichten Sie auf zu viele  Zimmerpflanzen und vermeiden Sie zu häufiges Gießen. Trocknen Sie die Wäsche wenn möglich nicht in der Wohnung. Wichtig ist auch, große Möbelstücke in einem Abstand von fünf bis zehn Zentimetern zu den Außenwänden zu platzieren. Falls Sie merken, dass die Luftfeuchtigkeit in Ihrem Zuhause zu hoch ist, können Sie zudem Luftentfeuchtungsgeräte verwenden.

Tipp 4: Angenehme Temperaturen im Wohnraum schaffen

Für ein gesundes Raumklima kommt es auch auf die ideale Raumtemperatur an. Das Umweltbundesamt empfiehlt dabei folgende Richtwerte:

  • Wohnzimmer: 20 bis 22 Grad Celsius
  • Schlafzimmer: 17 bis 18 Grad Celsius
  • Bad: 22 Grad Celsius
  • Küche: 18 Grad Celsius

In der Nacht können Sie die Temperatur natürlich reduzieren, um Energiekosten einzusparen.

Tipp 5: Mit der perfekten Einrichtung das Raumklima verbessern

Die Einrichtung gehört zu den meist vergessenen und unterschätzten Einflüssen auf das Raumklima. Hierbei spielt insbesondere die Positionierung Ihrer Einrichtung eine Rolle. Die Möbel sollten, wenn möglich, nicht an die Außenwände gestellt werden. Wenn das nicht anders geht, lassen Sie einen Abstand von etwa fünf bis zehn Zentimetern zu der Wand. Dann kann die Luft gut zirkulieren, was dazu beiträgt, eine Schimmelbildung zu vermeiden.

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Auch auf Heizkörper sollten Sie bei der Einrichtung achten. Diese dürfen nicht zugestellt oder von Vorhängen zugehängt werden. Das würde zu einem Luft- und Wärmestau führen, wodurch die Räume nicht richtig warm werden. Darüber hinaus gehören Zimmerpflanzen zu den Bestandteilen der Einrichtung, die das Raumklima verbessern können. Sie filtern die Raumluft und sind in der Lage, etwaige Schadstoffe aus Farben und Möbeln zu binden. Zudem befeuchten sie die Luft. Besonders gute Raumklima-Verbesserer sind Bogenhanf, Grünlilie, Einblatt und Efeu.

Zusammenfassung

Ein gesundes Raumklima trägt zum Wohlbefinden und zur Gesundheit bei. Es wird im Wesentlichen durch die Luftqualität, die Luftfeuchtigkeit und die Temperatur beeinflusst.

Artikelbild: RossHelen / Bigstock.com

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