Familiengerechtes Badezimmer: Von der Einheitsnasszelle zur Wohlfühloase

Familiengerechtes Badezimmer: Von der Einheitsnasszelle zur Wohlfühloase

Die Zeiten sind längst vorbei, als das Badezimmer eine Nasszelle war, welches als Mittel zum Zweck diente. Früher beschränkte man sich auf Zähneputzen, Rasieren und Katzenwäsche in Rekordzeit. Heute ist das Badezimmer ein Wohnraum geworden, indem sich alle Bewohner des Hauses wohlfühlen.

Bei der Gestaltung und Planung eines Badezimmers gibt es heute entsprechend andere Anforderungen. Der Artikel unter http://www.hausmagazin.com/badezimmer-planen-und-gestalten-unser-grosser-ratgeber/ geht bereits im Detail auf die Badezimmerplanung und -gestaltung ein. Wir fokussieren uns im Anschluss auf die Optimierung des Badezimmers auf einen familiengerechten Wohnraum.

Sicherheit und Komfort: Von Baby bis Senior sicher wohlfühlen

Eltern verbringen die ersten Monate mit ihrem Neugeborenen im Badezimmer. Wenn es um die Ausstattung des Badezimmers geht, stellen Eltern entsprechend besondere Ansprüche. Das Badezimmer sollte komfortabel für die Eltern zu nutzen sein, gleichzeitig muss es aber auch sicher sein, um das Baby zu baden. Die Situation wird umso komplizierter, wenn mehrere Generationen in einem Haus zusammenleben. Dann sollte das Badezimmer – genauso wie jede andere Zimmer – den jeweiligen Bedürfnissen angepasst werden. Das Vorausdenken und die Entwicklung eines mitwachsenden Badezimmers erspart zukünftige Investitionen.

Erwachsene müssen sich zunächst in den Körper eines Kindes versetzen. Sie sehen die Welt aus einer anderen Perspektive: Selbst Sanitäreinrichtungen und Waschtische, Schränke sowie Armaturen sind für ihre kleinen Hände nur schwer erreichbar. Meist sind riskante Klettermanöver erforderlich, um sich die Hände zu waschen. Eine kindgerechte Badgestaltung ermöglicht Kindern, die tägliche Körperpflege selbstständig und mit viel Spaß auszuführen.

Selbes gilt natürlich für Senioren: Diese haben ebenfalls völlig andere Ansprüche an ein Badezimmer als Erwachsene und Kinder. Für sie stehen Sicherheit und Komfort an oberster Stelle. So sorgen zum Beispiel Haltegriffe in der Dusche und der Badewanne für Sicherheit beim Ein- und Aussteigen.

Wie das Mehr-Generationen-Badezimmer aussieht

Im Familienbad herrscht morgens Rushhour: Jeder möchte zum selben Zeitpunkt ins Bad und hat eigene Vorstellungen, wie der ideale Ablauf der täglichen Körperpflege aussieht. Das bereits verspätete Kindergartenkind möchte sich womöglich selbstständig waschen und die Zähne putzen, der Teenie nörgelt bereits beim Anblick des Geschwisterchens, da es selbst Stunden vor dem Spiegel verbringen muss. Wenn dann noch der Vater eine kalte Dusche und die Mutter ein entspannendes Bad nehmen möchten, ist das Chaos praktisch vorprogrammiert.

Damit der Start in den Morgen nicht im zuvor beschriebenen Szenario endet und jeder das Badezimmer in aller Ruhe nutzen kann, ist ein bis ins kleinste Detail geplantes, familiengerechtes Badezimmer von Nöten. Dieses ist kind- sowie seniorengerecht ausgestattet und so aufgeteilt, dass es einerseits genügend Rückzugsmöglichkeiten gibt, andererseits die gleichzeitige Benutzung mehrerer Familienmitglieder erlaubt.

Grundsätzlich sollte ein Familienbadezimmer mindestens acht Quadratmeter groß sein, um ausreichend Bewegungsfreiheit zu ermöglichen. Nutzen mehrere Familienmitglieder das Bad gleichzeitig, dann ist ein Doppelwaschtisch ein Muss. Für kleine Kinder gibt es spezielle Kindersanitärarmaturen und -möbel an denen sich der Nachwuchs eigenständig waschen kann. Leben Senioren im Haus, sollte man sich frühzeitig Gedanken um ein barrierefreies Badezimmer machen. Je früher man mit der Planung zum barrierefreien Wohnen beginnt, desto eher sorgt man für die Zukunft vor.

Gefahrenquellen im Badezimmer vermeiden

Für Senioren und Kleinkinder aber auch Erwachsene lauern im Badezimmer diverse Gefahren, die man auf den ersten Blick nicht vermuten würde. Bereits bei der Planung ist es möglich, Gefahrenquellen auszuschließen.

Die Armaturen sollten alle einen Verbrühschutz besitzen. Noch besser ist eine Thermostatbatterie, welche die Wassertemperatur automatisch reguliert. Des Weiteren spielen Kinder bekanntlich gerne mit Wasser und sind darüber hinaus sehr experimentierfreudig. Dusche, Badewanne und Waschbecken sollten mit einem Überlaufschutz ausgestattet werden, damit die Wohnung nicht plötzlich überschwemmt wird.

Beim Kauf der Badewanne ist darauf zu achten, dass sie keine scharfen Kanten besitzt. Für Senioren eignen sich Eckbadewannen mit Griffen zum Festhalten sowie Stufen für einen leichten Einstieg. Ein Zweisitzer ermöglicht Eltern, gemeinsam mit ihrem Nachwuchs zu baden. In der Wanne und Dusche darf eine Anti-Slip-Emaille-Oberfläche nicht fehlen, damit Groß und Klein sicher stehen können.

Artikelbild: © Andrey_Kuzmin / Shutterstock

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