Gartenmöbel pflegen: Wie sie auch nach Jahren wie neu aussehen

Gartenmöbel pflegen: Wie sie auch nach Jahren wie neu aussehen

Gartenmöbel sorgen während der warmen Jahreszeit für Entspannung unter freiem Himmel. Im Gegensatz zu den Möbeln in den Innenräumen sind diese aber der Laune von Mutter Natur ausgesetzt: Regen, Wind, Hitze und Kälte – all diese Einflüsse sorgen dafür, dass die Möbel ohne entsprechende Pflege nicht wie neu aussehen. Nachfolgend gibt es praktische Gartenmöbel Pflegetipps, damit ihre Gartenmöbel wie neu aussehen.

Die 5 häufigsten Fehler bei der Pflege von Gartenmöbeln

  1. Herstellerhinweise: Gebrauchsanleitungen und Herstellerhinweise werden von vielen Verbrauchern gerne „übersehen“. Ein fataler Fehler, denn selbst die hochwertigsten Gartenmöbel sind nicht von einem natürlichen Verschleiß verschont. Der Alterungsprozess lässt sich nur mit einer entsprechenden Pflege und Reinigung verlangsamen. Unter Missachtung der Herstellerhinweise nutzen die meisten Hausbesitzer und Mieter allgemeingültige Pflegehinweise. Holz ist aber nicht gleich Holz – ungeeignete Reinigungsmittel können die Möbel beschädigen. Halten Sie sich also an die Vorschriften des Herstellers!
  2. Holzmöbel: Bei der Pflege von Holzmöbeln geschehen die meisten Fehler. Typisches Beispiel: Geölte Esstische darf niemand mit einem Mikrofasertuch reinigen, da dieses Material die Ölschicht angreift. Mikrofasertücher sorgen bei Lackmöbeln für feine Kratzer. Eine Reinigung mit Leinöl ist dagegen fast immer die beste Lösung.
  3. Absaugen: Bevor die Pflege beginnt, saugen viele Menschen die Möbel zunächst ab. Kein schlechter Gedanke, jedoch kann die Bürste die empfindlichen Oberflächen zerkratzen. Besser ist das Abstauben der Gartenmöbel.
  4. Reinigungsmittel: Aggressive Reinigungsmittel versprechen, innerhalb von wenigen Minuten mit dem hartnäckigsten Schmutz fertig zu werden. Tatsächlich wird der Schmutz meist restlos entfernt, genauso wie die Oberfläche der Gartenmöbel.
  5. Viel hilft viel: Zu viel des Guten kann genauso schädlich sein. Möbelpolituren und Sprays dürfen nicht zu aufgetragen werden, weil sie sonst einen feinen, glanzmindernden Film hinterlassen.

Grundwissen über Gartenmöbel

Gartenmöbel bestehen aus folgenden Basismaterialien:

  • Holz:
    • Weichholz
    • Hartholz
  • Metall:
    • Aluminium
    • Eisen
    • Stahl
  • Kunststoff

Zusätzlich zu Möbeln aus den drei „Grundmaterialien“ gibt es auch Kombinationen aus verschiedenen Materialien. Die Materialliste wird mit Rattan, Korb, Bambus, welchen man sogar im eigenen Garten anbauen kann, sowie Textilbespannungen komplettiert.
Für welches Material man sich auch entschieden hat, es sollte robust und widerstandsfähig sein, denn in den Monaten zwischen April und Oktober sind sie diversen Witterungsverhältnissen ausgesetzt. Sonne, Regen, Hitze, Kälte, UV-Strahlung und der normale Nutzungsverschleiß setzen den Möbeln jährlich zu. Die verschiedenen Materialien zeigen unterschiedliche Reaktionen auf diese Belastungen. Dementsprechend variieren der Pflegeaufwand und der Einsatz von Pflegemitteln.

Gartenmöbel aus Holz: Charmant und pflegeleicht

Ob Gartenstuhl, Gartentisch oder Gartenbänke aus Holz – sie sind absolute Klassiker, langlebig und robust, während sie gleichzeitig eine natürliche Ausstrahlung bewahren. Trotz oder gerade wegen ihrer zahlreichen Vorteile sind sie in der Anschaffung teurer als vergleichbare Gartenmöbel.

Holz unterliegt wie jedes andere Naturmaterial äußerlichen Veränderungsprozessen, bedingt durch Sonne, UV-Strahlung, Nässe, Kälte, Hitze, Trockenheit, Ergrauen, Rissbildung und im schlimmsten Fall Fäulnis. Im Winter kann Wasser, welches das Holz aufsaugt, gefrieren und die Leimverbindungen schädigen. Dadurch wird das Möbelstück unstabil. Aus diesem Grund besitzen Holzmöbel einen hohen Pflegeaufwand. Folgende Tipps helfen bei der Pflege:

  • Holzmöbel im Winter an einem trockenen, kühlen Raum (Keller, Gartenhaus) unterbringen.
  • Im Frühjahr die Möbel mit Bürste und Seifenlauge gründlich reinigen und mit Wasser abspülen.
  • Hartnäckiger Schmutz lässt sich bei unlackierten Möbeln mit speziellen Mitteln zum Entgrauen entfernen.
  • Bei starken Beschädigungen das Möbelstück bis zum gesunden Holz abschleifen und gründlich von Schleif- und Staubresten reinigen. Anschließend ein geeignetes Pflegeöl beziehungsweise eine UV-beständige oder transparente Lasur auftragen.
  • Immer in Richtung der Holzmaserung streichen.
  • Zum Auftragen einen weichen Pinsel verwenden.
  • Nach dem Streichen die Lackierung etwa acht Stunden trocknen lassen.
  • Die Reinigung und das Auftragen von Öl sollten zweimal jährlich erfolgen. Eine Lasur ist alle drei bis vier Jahre notwendig.

Gartenmöbel aus Metall: Pflegeleicht und elegant

Alu-Möbel strahlen dank ihrer silbrigen Oberfläche puristische Eleganz aus. Sie sind nicht nur schicke Leichtgewichte, die praktisch nicht gepflegt werden müssen, sondern auch besonders langlebig und allwettertauglich. Es reicht aus, diese Möbel mit einem weichen Schwamm oder Tuch und einem handelsüblichen Reinigungsmittel abzuwischen. Die Verwendung von rauen Tüchern ist nicht zu empfehlen, da sie das weiche Aluminium zerkratzen. Im Winter gehören Alu-Möbel ins Gartenhaus, den Keller oder die Garage, um sie vor den kalten Temperaturen zu schützen.

Gartenmöbel aus feuerverzinktem Stahl fallen meist durch ihr ansprechendes Design auf, welches aber auch seinen Preis hat. Dafür ist der Pflegeaufwand nahezu nicht existent. Aufgrund ihrer hochwertigen Oberflächenbehandlung rosten diese Möbel nicht und nehmen Ihnen auch gröbere Behandlungen nicht übel.

Guss- oder schmiedeeiserne Möbel schicken Besitzer zurück in das 19. Jahrhundert. Diese Gartenmöbel sind mit ihren runden Formen und zahlreichen Ornamenten äußerst charmant und sorgen für einen Hauch Romantik im Garten. Dank modernen Herstellungsmethoden wird eine Rostbildung weitestgehend verhindert. Besitzer müssen diese Möbel deshalb nur regelmäßig mit einem Tuch und Reinigungsmittel säubern.

Gartenmöbel aus Kunststoff: Bequem, resistent und vielseitig

Gartenmöbel aus Kunststoff sind kostengünstige, pflegeleichte Alternativen zu den teureren Möbeln aus Stahl und Aluminium. Sie sind in zahlreichen Farben erhältlich und passen so in jede Umgebung. Kunststoff ist ein sehr leichter Stoff, wodurch sich die Möbel sehr leicht transportieren und verstauen lassen. Billige Gartenmöbel haben jedoch den Nachteil, dass sie Hitze auf Dauer nicht vertragen. Das Material wird spröde und verbleicht durch die UV-Bestrahlung. Deshalb ist der Kauf von hochwertigen Modellen mit UV-Schutz von großer Wichtigkeit. Diese lassen sich mit schonenden Haushaltsreinigern sowie einem Schwamm oder Tuch reinigen. Für hartnäckigen Schutz kann durchaus auch ein Hochdruckreiniger zum Einsatz kommen. Im Winter müssen Kunststoff-Gartenmöbel an einem trockenen, geschützten Ort gelagert werden.

Artikelbild: © fotoknips / Shutterstock

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