Insektenschutz: So bleiben die Sechsbeiner draußen

Insektenschutz: So bleiben die Sechsbeiner draußen

Das Wetter hat sich in den letzten Jahren verändert. Menschen müssen sich nicht nur an die klimatischen Bedingungen anpassen, sondern sich auch an neue Bewohner gewöhnen. In Deutschland hat die Asiatische Buschmücke ein neues Zuhause gefunden. Da sie für die Übertragung von Krankheiten bekannt ist, müssen sich Verbraucher vor ihr Schützen. Doch auch andere Insekten sind ungebetene Gäste. Nachfolgend erklären wir, wie die Insekten draußen bleiben.

Neue Tierchen in Deutschland

Durch die Einflüsse des Klimawandels ziehen neue Insekten und Spinnen in Deutschland ein. Die exotischen Tierchen zählen zu den unbeliebten Einwanderern. Sie bringen Krankheitserreger nach Deutschland und dann werden diese von heimischen Organismen verbreitet.

Experten sehen die Gefahr, dass hierzulande Tropenkrankheiten heimisch werden könnten. Seit Jahren weitet die Sandmücke ihren Lebensraum vom Mittelmeer in den Norden aus. In Baden-Württemberg wurden 1999 erstmals vier Exemplare entdeckt, 2001 waren es 117 Tierchen.

Um das Übertragungsrisiko zu minimieren, ist es empfehlenswert, Schutzmaßnahmen zu etablieren, die Insekten das Eindringen in die Wohnräume erschweren. Solche Maßnahmen stehen in süd- und osteuropäischen Ländern seit Jahren an der Tagesordnung. Nun sind sie auch in Deutschland gefragt.

Das Dachfenster: Ein Einfallstor für Mücken

Abends, wenn die Temperaturen warm, aber nicht heiß sind, werden die sogenannten Hausmücken aktiv. Die brummenden Blutsauger werden hungrig und suchen nach einem Opfer. Weibliche Exemplare werden von menschlichem Schweiß, Ausdünstungen sowie ausgeatmetem CO2 angezogen.

Im Sommer, wenn selbst nachts die Temperaturen unangenehm warm sind, lassen viele Verbraucher das Dachfenster gekippt, damit die erste Brise in den frühen Morgenstunden die Wohnräume kühlt – ein großer Fehler. Denn die Blutsauger nutzen jede Gelegenheit, um ins Hausinnere zu gelangen und die rote Lebensflüssigkeit der Menschen aufzusaugen.

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Eine simple Abwehrmaßnahme ist ein Insektenschutz wie dieser, der speziell für Dachfenster konzipiert ist. Das Produkt schlägt zwei Mücken mit einer Klappe:

  1. Er hindert die Blutsauger, durch das Fenster ins Hausinnere einzudringen.
  2. Als Plissee ist er ein Sonnenschutz, der tagsüber das Aufheizen des Raumes verhindert.

Das Fliegengitter wurde so konzipiert, dass es an jedem Dachfenster montiert werden kann.

Insektengitter für Fenster & Türen

Mücken sind nicht die einzigen ungebetenen Gäste. Auch Fliegen und andere Insekten gelangen tagsüber in die Wohnräume. Aus diesem Grund empfehlen wir die Installation von Fliegengittern an allen Fenstern. Dieser simple, aber effektive Insektenschutz erfordert keine große Investition, da es ihn in verschiedenen Ausführungen gibt:

  • einfache Varianten sind mit einem selbstklebenden Klettverschluss verfügbar, mit dem das Fliegengitter am Fenster befestigt werden kann
  • teurer und effektiver sind gerahmte Fliegengitter, welche an der Außenseite des Fensters montiert werden.

Für Balkon- und Terrassentüren empfiehlt sich der Kauf einer Fliegengittertür. Diese wird an der Außenseite der Tür befestigt und in die entgegengesetzte Richtung geöffnet.

Gerahmte Fliegengitter haben eine längere Lebensdauer als die Klebevarianten. Dennoch ist beim Kauf auf hochwertige Materialien zu achten. Empfehlenswert sind Varianten aus Aluminium oder Holz.

Wenn Ameisen im Haus nach Nahrung suchen

Ameisen sind nützliche Insekten, wenn sie nicht in der Küche auf Nahrungssuche gehen. Sie gelangen laut der Verbraucherzentrale Hamburg über undichte Türen und Fenster in die Wohnung. Findet eine Ameise Nahrung, markiert sie den zurückgelegten Weg mit Duftstoffen. Artgenossen folgen ihr und eine Ameisenstraße entsteht.

Um die ungebetenen Gäste loszuwerden, helfen Präventionsmaßnahmen. Von chemischen Bekämpfungsmitteln raten wir ab.

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Folgende Einfallstore nutzen Ameisen:

  • Spalten im Haus, an Fenstern und Türen: Diese kann man mit Silikon schließen.
  • Futterreste von Tieren: Wenn Hasso sein Futter nicht komplett gefressen hat, sollte man die Reste wegräumen.
  • Im Haus herumliegende Lebensmittel: Obstschalen sind schön anzusehen, können aber Ameisen anziehen. Selbes gilt für Lebensmittel, die nicht im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Sollten Sie bereits eine Ameisenstraße im Haus haben, können Sie diese mit duftenden Kräutern (Lavendel oder Farnkraut) blockieren. Die Kräuter vernebeln den Orientierungssinn der krabbelnden Tierchen.

Für den Fall, dass die Ameisen ein Nest im Haus gebaut haben, ist ein Profi zu beauftragen, der es entfernen kann.

Sich beim Grillen vor Insekten schützen

Nicht nur im Haus können Insekten zu Plagegeistern werden. Auch auf der Terrasse, dem Balkon oder im Garten werden die ungebetenen Gäste bei einem Grillfest magisch angezogen.

Der Nationalsport Grillen startet seine Saison ab Mai, wenn die Temperaturen angenehm sind. Man lädt die Familie, Freunde und Nachbarn ein, um zu speisen, sich zu unterhalten und abzuschalten. Die gute Stimmung wird häufig von Wespen und Fliegen getrübt, die sich über das Essen hermachen. Deshalb gilt die Regel: Nahrungsmittel und Getränke nicht offen stehen lassen. Die von ihnen ausgehenden Gerüche ziehen die Tierchen an.

Bei der Dekoration (insbesondere die Tischdecke) sollte auf die Farbwahl geachtet werden: Helle Farben ziehen Insekten an. Wespen mögen keine Zitronen, sodass man sie halbieren und auf dem Tisch verteilen sollte. Sie machen nicht nur eine gute Dekoration, sondern halten die fliegenden Tierchen vom Tisch weg.

Bei Dämmerung kommen neue Plagegeister an den Tisch: weibliche Stechmücken. Hellfarbige, dicke Kleidung erschwert den Mücken die Arbeit, da ihr Rüssel den Stoff nicht durchstechen kann. Damit die Mücken gar nicht erst zum Gartentisch kommen, helfen Räucherspiralen oder Knoblauchgeruch.

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Zusammenfassung

80 Prozent aller Tiere dieses Planeten sind Insekten. Man sollte die Tierchen nicht unnötig töten, denn sie erfüllen für unseren Planeten wichtige Aufgaben. Stattdessen sind artgerechte Maßnahmen zu etablieren, die die Insekten aus dem menschlichen Haus fernhalten.

Artikelbild: © Pitiya / Bigstock.com

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3 Kommentare

  1. Gerhard H. 05.04.2017 09:31 Uhr

    Danke für den interessanten Beitrag und die nützlichen Tipps. Es gibt wirklich unzählige Möglichkeiten Insekten aus dem Haus fernzuhalten, da kann man schnell mal durcheinander kommen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es sich oftmals lohnt Insektengitter vom Fachmann anbringen zu lassen, da diese wesentlich langlebiger sind.

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  2. Karlheinz 02.05.2017 17:30 Uhr

    Der informative Beitrag enthält viele nützliche Tipps. Bei wärmeren Temperaturen verbreiten sich auch die Fliegen immer mehr, so dass Schutzmaßnahmen ratsam sind. Hinzu kommt, dass man mittlerweile auch schon die ersten Asiatischen Tigermücken – Überträger von Krankheiten – in Teilen von Süddeutschland in den Sommer- und Herbstmonaten fand.

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  3. Franz Miller 17.03.2020 09:03 Uhr

    Mir ist zwar aufgefallen, dass es mitunter sehr viel mehr Insekten gibt, als früher aber ich hätte nicht gedacht, dass dies auf den Klimawandel zurückzuführen ist. Gut zu wissen, dass man ein Dachfenster mit einem Fliegengitter gegenüber Mücken abdichten kann. In Vorbereitung auf den Sommer werde ich auch Insektenschutz an meinen Fenstern anbringen, damit wenig bis keine Mücken und Wespen in meine Wohnung eindringen können.

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