Moos im Rasen dauerhaft entfernen

Moos im Rasen dauerhaft entfernen

Mit viel Arbeit und einer intensiven Pflege ist es Ihnen im letzten Jahr gelungen, einen lückenlosen und grünen Rasen zu erzielen. Umso ernüchternder ist das Bild, das Sie jetzt im Frühjahr vorfinden, wenn Sie nach draußen schauen: Der im Herbst noch dichte Rasen zeigt an vielen Stellen lästiges Moos, sodass nach und nach Lücken entstehen. Jetzt ist schnelles Handeln gefragt. Mit der richtigen Rasenpflege können Sie Moos dauerhaft aus Ihrer Wiese loswerden. Beachten Sie einfach die Tipps, die wir in dem heutigen Ratgeber für Sie zusammengestellt haben.

Gehen Sie den Ursachen auf den Grund

Um Moos langfristig zu bekämpfen, sollten Sie sich zunächst fragen, welche Gründe es für den Moosbefall in Ihrem Garten gibt. Oftmals sind die Grundvoraussetzungen für das Gras nicht ideal. Dadurch ist der Wuchs der Pflanzen geschwächt, sodass sich Moose besser durchsetzen können. Häufig ist die Ursache ein Boden, der zu sauer ist. Doch auch zu viel Schatten, zu viel oder zu wenig Feuchtigkeit und verschiedene andere Fehler in der Rasenpflege sorgen häufig für eine übermäßige Moosbildung. Versuchen Sie, diese Pflegefehler in der Zukunft zu vermeiden, um das Moos dauerhaft aus Ihrem Garten zu entfernen.

Moos mit geeigneten Maßnahmen vernichten

Sobald einmal Moos in Ihrem Rasen zu sehen ist, müssen Sie frühzeitig richtige Maßnahmen ergreifen, um das Unkraut zu entfernen.

Schritt 1: Düngen Sie den Rasen

Zuallererst sollte die Rasenfläche mit einem geeigneten Dünger versorgt werden. Diese zusätzliche Nährstoffzufuhr hilft den Gräsern dabei, sich nach der Entfernung des Mooses besser zu erholen. Ende März bis Mitte April, sobald die Bäume und Blumen ihre Knospen ausbilden, ist der richtige Zeitpunkt für die erste Düngung gekommen. In diesem Jahr sollten Sie aufgrund des zeitigen Frühlings jedoch damit rechnen, dass der perfekte Moment schon eher eintritt. Falls Ihr Rasen keine speziellen Mangelerscheinungen aufweist, sollte zum Düngen ein Langzeitdünger verwendet werden. Er gibt der Wiesenfläche über Monate hinweg alles, was sie benötigt:

  • Stickstoff, um das Graswachstum anzuregen
  • Phosphor für die Kräftigung der Wurzeln
  • Kalium für eine stärkere Widerstandsfähigkeit

Schritt 2: Mähen Sie den Rasen

Nach dem Düngen sollte der Rasen mit dem Rasenmäher gemäht werden. Gerade beim ersten Schnitt im Frühling können Sie einige Fehler machen, welche oft die ganze Saison nicht mehr auszubessern sind. Sie sollten das Gras nicht zu lang lassen, aber auch nicht zu kurz schneiden. Wichtig ist auch, dass Sie das optimale Wetter abpassen.

Schritt 3: Richtig vertikutieren

Sobald der Rasen gedüngt und gemäht ist, steht das Vertikutieren an. Der Vertikutierer ist als Moosvernichter am besten geeignet und daher jedem chemischen Mittel vorzuziehen. Vertikutierer sind Gartengeräte, die eine Messerwelle mit Widerhaken besitzen. Sie dringt in senkrechter Richtung in die Grasnarbe ein und reißt dort Moos, Unkraut und Flechten aus der Wiese. Achten Sie darauf, dass die Messer des Gerätes nicht tiefer als drei Millimeter in die Erde eindringen. Andernfalls besteht das Risiko, dass die Rasenfläche zu stark beschädigt wird. Wichtig ist auch, dass der Rasen vor dem Einsatz des Vertikutierers trocken ist.

Tipp:
Die besten Ergebnisse erzielen Sie, indem Sie den Vertikutierer gleichmäßig erst in Längsrichtung und anschließend in Querrichtung über die Fläche bewegen.

Mit dem Vertikutieren sorgen Sie dafür, dass Ihre Wiese besser belüftet wird. Daher erholt sich der Rasen schon nach kurzer Zeit.

Schritt 4: Kahle Stellen nachsäen

Nachdem Sie das Moos entfernt haben, wird die Rasenfläche sicher die ein oder andere kahle Stelle aufweisen. Dort, wo zuvor der Moosbefall erkennbar war, ist das Gras meist abgestorben. Damit Ihr Rasen schon bald wieder grün, dicht und saftig wächst, müssen Sie diese Flächen des Rasens besonders pflegen. Säen Sie an den kahlen Stellen mit geeignetem Samen nach. Im Handel gibt es dafür spezielle Mischungen, die zur Ausbesserung von Rasenschäden entwickelt wurden.

Alternative: Moos mit Eisendünger oder Quinoclamin bekämpfen

Sie möchten sich den Einsatz des Vertikutierers sparen? Dann können Sie versuchen, Ihren Rasen mit einem Eisendünger von Moos zu befreien. Ein solcher Moosvernichter, der in vielen Gartentipps empfohlen wird, basiert auf Eisensulfat. Dieses Eisensalz lässt das Moos relativ schnell absterben und dient zudem als Dünger. Auch Quinoclamin ist ein chemischer Moosvernichter.

Vorsicht: Eisendünger ist beim Verschlucken gesundheitsschädlich. Kleinkinder und Haustiere sollten daher nach dem Verteilen des Mittels von der Rasenfläche ferngehalten werden.

Es dauert etwa eine Woche, bis das Moos bei diesem Vorgehen abgestorben ist. Anschließend müssen die trockenen Kräuter, Gräser und Flechten mit einer Harke oder einem Rechen entfernt werden. Wenn Sie sich für diese Methode entscheiden, sollten Sie zwei Wochen warten, bevor Sie die kahlen Flächen nachsäen.

Einem neuen Moosbefall vorbeugen

Sobald Sie mit Ihrer Rasen- und Gartengestaltung so weit fortgeschritten sind, dass kein Moos mehr auf der Wiese vorhanden ist, gilt es einem neuen Moosbefall vorzubeugen.

Kalk hilft bei sauren Böden

Häufig entsteht Moos, weil der Boden zu sauer ist. Findet sich jedoch Klee im Rasen, dann ist die Erde höchstwahrscheinlich eher basisch. Gegen einen zu sauren Boden hilft Kalk. Wie stark Sie kalken müssen, richtet sich danach, wie der Boden beschaffen und wie sauer er ist:

  • Bei leichten und sandigen Böden mit einem pH-Wert von weniger als 5,5 reichen 150 Gramm Kalk pro Quadratmeter.
  • Bei einem lehmigen Boden sollten Sie etwa die doppelte Menge Kalk aufbringen.
  • Sobald ein pH-Wert von 6,9 erreicht ist, sollte kein Kalk mehr verwendet werden.

Im Garten-Center finden Sie Analysesets, mit denen Sie den pH-Wert der Erde überprüfen können.

Verhindern Sie Staunässe bei lehmigen Böden

Wenn der pH-Wert des Bodens optimal ist, sich aber dennoch immer wieder Moos im Rasen breit macht, kann das auch an Staunässe liegen. Sie entsteht besonders bei lehmigen Böden im Laufe der Zeit. Ein geeignetes Hausmittel gegen zu viel Wasser im Boden ist das Einarbeiten von Sand. Dies sollten Sie am besten schon beim Anlegen der Wiese erledigen. Oft reicht es aber, nach dem Vertikutieren von Hand ein wenig Sand auf der Rasenfläche zu verteilen.

Artikelbild: © kronnui / Shutterstock

 

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