Ideen für schöne Vorgärten

Ideen für schöne Vorgärten

Er ist die Visitenkarte des Hauses – der Vorgarten ist der erste Eindruck eines Besuchers. Stil und Gestaltung ist hier ein Muss, dieser Eingangsbereich ist der Repräsentant des Hausbesitzers. Daher sollte gerade in diesem Bereich alles harmonisch zusammenpassen und der Vorgarten ein Vorgeschmack auf das Haus sein: Ob gepflastert, als Rundbogen, mit hohen Zäunen und Hecken oder als offene Fläche – die Gestaltung dieses Platzes sollte gut durchdacht sein.

Planung und Stil des Vorgartens

Wer einen Vorgarten neu gestalten möchte, sollte sich zunächst ganz sicher sein, wie der Platz genutzt werden soll. Der Vorgarten kann sowohl Parkplatz, Sitzfläche, Blumenmeer oder auch Nutzfläche sein – das hängt von den Vorlieben des Besitzers ab. Auch der Ort des Hauses spielt eine Rolle: Vorgärten auf dem Land haben einen anderen Stil als moderne Vorgärten in der Großstadt. Die Instandhaltung sollte ebenfalls bereits vor der Gestaltung beachtet werden: Schöne Beete erfordern viel Aufwand und Zeit für dessen Pflege, ein Rasen macht weniger Arbeit. Wie viel Zeit steht über das Jahr zur Verfügung, kann der Aufwand überhaupt bewältigt werden? Nichts ist abschreckender als ein ungepflegter Vorgarten mit Unkraut und verblühten Pflanzen. Auch im Gesamtkonzept bedacht werden sollte die Umzäunung: Holz oder Metall? Hier kann die Optik, aber auch der Pflegeaufwand wieder ausschlaggebend sein. Wege und kleine Willkommensgrüße auf den Fensterbrettern runden den Vorgarten ab – hier zählt jedes Detail.

Der Baum für das Leben

Zum Hausbau gehört für so manchen Mann auch die Pflanzung eines Baumes. Und das nicht zu Unrecht. Die Entscheidung für Bäume im Vorgarten ist eine Entscheidung fürs Leben. Die Pflanzung eines Hausbaumes hat eine lange Tradition: Zu Taufe, Geburt oder Hochzeit wurde ein solcher in die Erde gesetzt. Heute dienen die Bäume im Vorgarten eher praktischen Gründen: als Schattenspender oder optischer Hingucker. Doch nicht jeder Baum ist geeignet. Eichen und Kastanien sind meist zu groß, klein bleibende Kugelkronen dagegen eignen sich hervorragend für die grüne Oase vor dem Haus. Der Kugel-Ahorn und die Kugel-Robinie bieten sich hierfür an. Letztere entwickelt eine Kronenbreite von nur 150 Zentimetern. Der Kugel-Trompetenbaum zeichnet sich auch für seine hellgelbe Färbung der Blätter im Herbst aus. Die Baumwahl kann auch spirituell erfolgen: Weißdorn schützt beispielsweise vor bösen Geistern. Ein Baum mit einem lockeren Wuchs eignet sich vor allem in einer ländlichen Gegend. Traditionell kann in einem Vorgarten auch ein Baumpaar gepflanzt werden. Achtung: Zu nah am Haus kann der Baum später stören, zu viel Licht wegnehmen oder bei Sturm das Haus gefährden. Daher sollte auch bei der Platzwahl gut überlegt werden.

Die richtigen Pflanzen

Wo sollen, wann welche Pflanzen erblühen? Bei der Planung sollte auch auf die Jahreszeit geachtet werden. Wer ein Blumenmeer vor dem Haus mag, sollte daher Pflanzen auswählen, die den Vorgarten das ganze Jahr ein schönes Aussehen schenken: Pfingstrosen für den Frühling, Astern für den Herbst beispielsweise. Immergrüne Sträucher und Bäume schenken das ganze Jahr ein grünes Flair. Die Blütezeit sollte auch bei der Anpflanzung beachtet werden. Wenn der Vorgarten nur einseitig erblüht, wirkt das eher unfertig.

Grüner wird der Vorgarten, wenn Kletterpflanzen die Wände verzieren. Hier eignen sich Geißblatt, Trompetenblume oder Blauregen. Mit ihnen an Holzgittern können auch kleine Ecken für die Mülleimer gut abgeschirmt werden. Stauden eignen sich ebenfalls hervorragend in Vorgärten: Sie sind robust, benötigen wenige Pflege und Wasser und verdrängen durch ihren Wuchs wild wachsende Pflanzen. Immergrüne Ziergehölze bieten das ganze Jahr einen schönen Anblick. Hier sollte auf die Kombination geachtet werden. Rhododendron und Azaleen eignen sich für halbschattige Standorte, Koniferen sind ein ganz anderes Konzept, die keine direkte Sonne mögen – die Nadeln werden so schnell braun.

Rosen lassen den Vorgarten edler wirken – sie passen zu Holz- und Metallzäunen gleichermaßen. Rosen mögen es luftig, daher ist der Vorgarten besonders gut geeignet. Die farbenfrohe Auswahl ist ein weiteres Argument für Rosen im Vorgarten. Zu ihnen können Begleitpflanzen wie Lavendel, Schleifenblumen und Bartblumen gewählt werden. Frühblüher dürfen für die ersten Boten des Frühlings auch nicht fehlen: Zwischen Büschen und Rasen zeugen Winterlinge, Schneeglöckchen und Krokusse von der neuen Pflanzensaison auch im Vorgarten.

Fünf Konzepte für einen schönen Vorgarten

Im Idealfall verfolgt der Vorgarten einheitlich ein Konzept. Das kann eine fernöstliche Philosophie, Welten mit Wasser oder figurbetonte Anordnungen sein.

Der japanische Vorgarten begrüßt den Besucher mit einigen Stufen über einen geschwungenen Steinpfad. Quarzgesteine und Kies dienen als Trittfläche, Kissen aus Gräsern, kugelförmige Büsche sowie Schilf und Bambus sind hier die typischen Bepflanzungen. Accessoires wie ein Buddha oder Steinleuchten runden die Optik ab. Als Überdachungen am Haus bieten sich Fächerformen an.

Der überdachte Vorgang besteht aus einem Gang zum Eingang, den rechts und links mediterrane Pflanzen begleiten. Um das Licht nicht zu sehr zu verbannen, eignet sich ein ovales Glasdach auf einem offenen Metallgerüst.

Der Seegarten bietet mittig einen Holzsteg und rund herum zahlreiche Wasserelemente. Der Briefkasten kann als Schiff getarnt werden, ein Strandkorb zum Ausruhen locken. Wasserpflanzen runden das Konzept ab.

Der Heidegarten wird von niedrigen Steinmauern begrenzt und führt ebenfalls auf Steinen zum Haus. Abseits davon vermitteln Heidepflanzen, wilde Gräser und Eiben ein Gefühl wie aus der wilden Natur. Hinter ansteigenden Beeten können Mülltonnen, Fahrräder und Co versteckt werden.

Der runde Vorgarten zeichnet sich durch ein halbrundes Steinmosaik rund um den Hauseingang aus. Hier ist Symmetrie alles – zwei gleiche Accessoires rechts und links der Eingangtor, gleiche Bepflanzung mit Rosen und Nadelhölzern auf beiden Seiten. Ein gusseisernes Tor gehört hier dazu.

Wie auch der Vorgarten letztendlich aussehen mag, ist jedem Besitzer selbst überlassen. Dieser Platz ist die Abgrenzung der Öffentlichkeit: Ab hier ist es privat. Ob Gartenzwerg, Parkbereich oder blühende Oase – der Vorgarten ist auch Ausdruck. Der Hausbesitzer zeigt mit ihm, was ihm gefällt.
Artikelbild: © karamysh / Shutterstock

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