Ratgeber zur Möbelpflege

Ratgeber zur Möbelpflege

Möbel sind ausschlaggebend dafür, wie wohl wir uns innerhalb der eigenen Wohnräume wirklich fühlen. Sie sind nicht nur zweckmäßig und stilvoll, sie verschönern auch größere Räume auf vielfältige Weise und geben ihnen Struktur. Als Alltagsgegenstand sind sie jedoch auch einer massiven Belastung ausgesetzt, die gerade bei Hol als natürlichem Material dazu führt, dass Macken oder Kratzer mit der Zeit die Regel sind. In manchen Fällen macht dieser abgenutzt wirkende Stil etwas her, wie beispielsweise bei älteren Möbeln aus Naturleder – im Normalfall jedoch bedeutet dies einen starken Wertverlust, den es zu korrigieren gilt.

Wir geben Ihnen im Folgenden die nötigen Informationen dazu, wie Sie Möbel entsprechend pflegen und häufige Beschädigungen ganz einfach reparieren können.

Die Schäden analysieren

Holz eignet sich in Wohnräumen gerade deshalb, weil das angenehm warme Material für ein gutes Raumklima sorgt. Zwischen all den elektrischen Geräten und modernen Einrichtungsgegenständen, die vielfach aus Metall oder Aluminium bestehen, wird so der nötige Kontrast eingebracht. Holz ist aber ein Naturprodukt, relativ weich und deshalb verwundbar, was sich mit der Zeit immer auch zeigt.

  • Haben Sie einen beschädigten Holztisch, so muss zunächst überprüft werden, wie tief Kratzspuren oder Macken in das Holz eingedrungen sind. Tiefere Kratzer, die womöglich den Lack durchstoßen haben und unansehnlich sind, müssen mit passender Möbelpolitur behandelt werden. Hier muss darauf geachtet werden, die Farbtöne möglichst präzise zu treffen, denn kleine Anzeichen dieses Schadens sind auch danach noch sichtbar.
  • Kleinere Macken oder Schrammen jedoch, die nur leicht den Lack beschädigt haben, können einfach mit einer neuen Schicht überdeckt werden. Dazu wird jeweils die betreffende Stelle leicht angeschliffen, der Lack neu aufgetragen und schon ist das alte Aussehen erhalten. Bedenken Sie hierbei jedoch, dass eine zwischen diese beiden Schritte angesetzte Holzpflege sinnvoll ist, um das Holz etwas robuster zu machen.
  • Neuerdings gibt es sogar Möglichkeiten, Kratzer ganz einfach aufzufüllen und damit eine schonende Reparatur umzusetzen. Hierzu benötigt man spezielle Holzauffüller, die es in vielen Farbtönen im Baumarkt gibt, sowie ein Schleifgerät oder passendes Handwerkzeug. Der Kratzer wird entsprechend aufgefüllt, die hier entstehenden Überstände sind danach ganz einfach auszugleichen, indem sie in gleichmäßigen, rotierenden Bewegungen abgeschliffen werden.

Die letztgenannte Methode kann auch für hochwertige Regale genutzt werden, die erfahrungsgemäß weit mehr Macken und Kratzer aufweisen. Manche Regale weisen spezielle Schutzschichten auf – so kann bereits beim Kauf der spätere Aufwand zur Ausbesserung minimiert werden.

Bei Wasserflecken und dergleichen

Viele Menschen weisen bewusst darauf hin, dass Flaschen oder Gläser nur mit einer Abdeckung abgestellt werden können. Dringt hier nämlich Wasser ein, kann es bei fehlender oder unzureichender Lackierung dazu kommen, dass das Holz genau in der Form des Behältnisses quillt und unliebsame Flecken entstehen. Die Oberfläche kann mit der Zeit kleine Risse bilden, gerade älteren Möbeln sieht man diesen Umstand häufig an.

Entdecken Sie also solche Wasserflecken, sollte zunächst mit einem saugfähigen Papier versucht werden, diesem viel Feuchtigkeit zu entziehen. Es wird dann empfohlen, ein wenig Bienenwachs aufzutragen und anschließend mit dem Fön zu Werke zu gehen. Die flüssige Konsistenz breitet sich aus und gleicht sich zum Teil dem bisherigen Farbton an – nach einiger Zeit sollte noch versucht werden, mit einem trockenen Stoff die Oberfläche zu polieren. Ähnlich verhält es sich bei Kerzenwachs, denn dieser kann ebenso erhitzt werden, um anschließend mit einem weichen Tuch den geschmolzenen Kerzenwachs aufzunehmen. Es empfiehlt sich, danach ein mit Essigwasser aufzutragen und dieses zu verreiben, anschließend mit einem leicht feuchten Tuch darüber zu wischen.

Ein Hinweis: Benutzen Sie den Fön nur bis zum dem Zeitpunkt, wo sich der Fleck leicht verflüssigt. Anderenfalls laufen Sie Gefahr, die Lackschicht zu beschädigen und damit den Glanz zu entfernen.

Artikelbild: © Piotr Marcinski / Shutterstock

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