Rigipswand-Kosten: Mit diesen Preisen müssen Sie rechnen

Rigipswand-Kosten: Mit diesen Preisen müssen Sie rechnen

Das machen wir mit Rigips!“ Diesen Satz formuliert so mancher Bauherr oder Architekt, wenn es um Bauplanungen oder Trennwände rund um das Haus geht. Gemeint ist der Trockenbau im Inneren mit Gipskartonplatten. Hier gibt es viele Ausbaulösungen, die zwar günstig sind, aber auch ihre Kosten haben. Welche Kosten bei solchen Trockenbauarbeiten auf Sie zukommen und wo Sie sparen können, erklären die folgenden Zeilen.

Kostencheck: Wie hoch sind die Rigipswand-Kosten im Allgemeinen?

Ohne Extras kann der Preis für eine von beiden Seiten mit Platten verkleidete Wand leicht mit der Fläche berechnet werden. Die Kosten werden hier von Handwerkern in Quadratmeter angegeben. Die üblichen Preise liegen hier zwischen 40 und 70 Euro pro Quadratmeter. Bei einer fünf Meter breiten und 2,3 Meter hohen Wand läge der Preis für die Errichtung hier also zwischen 460 und 805 Euro.

Position Kosten
Wand, beidseitig mit Platten verkleidet (Ausführung durch Handwerker) 40 – 70 Euro pro m²
Wand (5 m breit, 2,3 m hoch) (Ausführung durch Handwerker) 460 – 805 Euro
Bauplatte aus Rigips 3 – 4 Euro pro m²
Wand, beidseitig mit Platten verkleidet (Ausführung in Eigenleistung) 20 – 40 Euro pro m²
Wand (5 m breit, 2,3 m hoch) (Ausführung in Eigenleistung) 230 – 460 Euro
Metallprofile für Ständerwerk 2 – 5 Euro pro lfd. Meter

Wer in Eigenleistung bauen möchte, kann die reinen Kosten für das Material ebenso leicht kalkulieren. Pro Quadratmeter Bauplatte aus Rigips sind drei bis vier Euro einzuplanen. Hier sollte der Heimwerker jedoch Verschnitt einplanen – kaufen Sie ein wenig mehr, als benötigt.

Erforderliches Material und Zubehör

Die Metallprofile für das Ständerwerk sind im Fachhandel zu einem laufenden Meter zwischen zwei und fünf Euro erhältlich. Für eine Fläche von drei mal fünf Meter werden rund 20 Meter Profile benötigt. Oben drauf kommen noch die Kosten für das dämmende Material und Kleinteile wie Dübel oder Schnellbauschrauben.

Die selbst gebaute Wand aus Gipskartonplatten kann damit schon für einen Preis pro Quadratmeter von 20 bis 40 Euro errichtet werden. Das würde für die fünf Meter breite und 2,3 Meter hohe Wand Kosten zwischen 230 und 460 Euro bedeuten.

Dies sind jedoch nur die Kosten für die einfache Trockenbauwand. Kommen gesonderte Anforderungen hinzu, steigen sie schnell. Nicht nur Durchgänge, Installationen und Brandschutzvorschriften können hier die Preise erhöhen. Auch Designanforderungen wie eine geschwungene oder verwinkelte Ständerkonstruktion treiben die Kosten schnell in die Höhe.

Lassen Sie sich von mehreren Trockenbauern aus Ihrer Region einen Kostenvoranschlag machen, um die Leistungen miteinander vergleichen zu können. Auch auf Internetportalen lassen sich Angebote verschiedener Handwerker einholen.

Kostenberechnung für Rigipswand: Ein Beispiel!

Um die Kosten zu veranschaulichen, dient folgendes Beispiel: Ein Bauherr möchte sein Dachgeschoss ausbauen und in zwei Zimmer aufteilen. Dazu braucht es eine Wand, die von beiden Seiten mit Platten beplankt wird. Die Wand ist fünf Meter breit und 2,5 Meter hoch. Sie wird schallgedämmt. Ein Trockenbauer könnte in diesem Fall folgende Kosten in seinem Angebot auflisten:

  • Ständerwerk und Gipskartonplatten: 330 Euro
  • Material für Verkleidung (Schrauben etc.): 50 Euro
  • Anfahrt: 60 Euro
  • Arbeitskosten: 315 Euro
  • Gesamtkosten: 755 Euro

In diesem Angebot sind noch keine gesonderten Wünsche wie Türen und Durchgang berücksichtigt.

Vielfältig und modern: Der Einsatzbereich von Wänden aus Gipskarton

Die Rigipswand ist kurzerhand gesagt eine Trockenbauwand, die ein nichttragendes Element im Haus darstellt. Mit ihr lassen sich leicht Zimmer und Trennwände errichten. Die Wand besteht zum einen aus einem Ständerwerk, das in den freien Raum aufgestellt oder eine andere Wand verkleiden kann. Diese Träger werden anschließend je nach Bedarf mit einer Dämmung versehen, bevor sie die Verkleidung aus Gipskartonplatten bekommen.

Diese Platten sind schnell zu bauen und belasten das Raumklima nicht. Während früher eine Unterkonstruktion aus Holz bzw. aus Holzlatten gebaut wurde, findet sich heute vermehrt eine Metallständerkonstruktion hinter den Platten. Hier wird zwischen sogenannten UW-Rahmenprofilen für Boden und Decke sowie CW-Ständerprofilen für die senkrechte Aufstellung unterschieden.

Diese Bauweise kommt häufig zum Einsatz, wenn der Dachboden ausgebaut werden soll. Mit diesen Rigipsplatten lassen sich leicht im gesamten Obergeschoss Zimmer abtrennen. Auch der Kellerumbau für mehr Wohnraum wird oft mit solchen Trockenbauwänden realisiert. Die modernen Metallständer haben den großen Vorteil, dass auch Feuchtigkeit kein Problem ist. So können Platten aus Gipskarton sogar in Feuchträumen aufgestellt werden.

Ideal für den Innenausbau

Aber nicht nur für die Zimmeraufteilung kann solch eine Wand nützlich sein. Im Innenausbau hat sie noch weitere Einsatzmöglichkeiten. So kann mit dieser Wand aus Gipskartonplatten leicht eine Decke abgehangen werden – was vor allem im Altbau mit hohen Räumen gängig ist, um die Heizungskosten in der Wohnung zu minimieren. Mit der Wand aus Gipsfaser lassen sich auch Abluftkanäle, Klimaanlage oder Kabel verkleiden.

Auch als Licht- oder Akustikdecke eignet sich die Wand aus Gipskartonplatten. Am Fußboden kann sie gute Dienste bei Doppelböden für Installationen, Fußbodenheizung, Wärme- und Schallschutz leisten. Es gibt zahlreiche Einsatzgebiete für diese Systeme des Trockenbaus. Und ebenso vielseitig sind auch die Kosten für die Errichtung der Platten aus Gipskarton.

Unterschiedlicher Einsatz: Kostencheck

Rigipswand ist nicht gleich Rigipswand. Je nach Einsatzgebiet, Grundlattung und Qualität kann der Preis für die Errichtung hoch oder niedrig liegen. Generell hängen die Kosten einer Trockenbauwand von den notwendigen Arbeitsschritten und verbrauchten Materialien ab. Und diese unterscheiden sich je nach Vorhaben.

Zwar sind Aufstellung des Ständerwerks, Verkleidung mit dämmendem Material und Beplankung mit Gipskarton bei jeder Wand notwendig, doch drumherum können Faktoren existieren, die die Kosten in die Höhe treiben. Im Badezimmer beispielsweise kann der Bau der Gipsplatten um ein Waschbecken herum die Kosten erhöhen. Denn in diesem Fall muss die Wand schwere Lasten tragen, was die Kosten erhöht.

Bei der Aufstellung einer Innenwand braucht es nicht selten eine Tür. In anderen Fällen sind besondere Anforderungen bzgl. des Brandschutzes an die Wand gestellt. Aber auch Kabel für Strom und Co müssen nicht selten durch die Wand gezogen werden, damit sich in den neu gebauten Zimmern Steckdosen oder unter der abgehangenen Decke auch Lampen befinden können.

Häufig sollen die Rigipsplatten der fertigen Trockenbauwand zusätzlich auch verspachtelt werden. Auch das ist ein Kosten-Faktor. Um die Kosten für eine Rigipswand zu kalkulieren, sollten daher folgende Fragen beachtet werden:

  • Wo soll die Wand aufgestellt werden?
  • Wie viel Material braucht es für die Wand?
  • Wie viel Arbeitsaufwand wird notwendig sein?
  • Sind Durchbrüche für Türen, Fenster oder Durchreiche in der Wand geplant?
  • Muss die Wand Lasten tragen (z. B. Waschbecken)?
  • Müssen Brandschutzanforderungen bei der Wand beachtet werden?
  • Sind Kabelinstallationen in der Wand notwendig?
  • Sollen die Platten aus Gipskarton anschließend mit Fugenspachtel verspachtelt werden?

Wer sein Bauvorhaben detailliert beschreiben kann, wird die Kosten für eine Rigipswand genauer berechnen können.

Um die Kosten für eine Rigipswand bei verschiedenen Angeboten vergleichen zu können, sollten Sie unbedingt im Fachbetrieb erfragen, welche Arbeiten bei den angegebenen Preisen inklusive sind.

Kann Eigenleistung helfen? Tipps zum Kosten sparen!

Auch beim Errichten einer Wand aus Gipskartonplatten gibt es Möglichkeiten, die Kosten zu verringern. Viele Heimwerker denken sofort daran, die Errichtung in Eigenleistung zu übernehmen und somit die Handwerkerkosten zu sparen. Die Ständerwand zu errichten und die Platten anzubringen, trauen sich viele Heimwerker zu. Doch ob das wirklich spart, ist nicht immer garantiert. Denn auch der Heimwerker investiert Zeit, in der er selbst in seinem Beruf kein Geld verdienen kann.

Zudem brauchen ungeübte Heimwerker gegenüber dem Handwerker für Arbeiten im Trockenbau oft doppelt so lange wie der Profi. So manches Werkzeug fehlt und muss geliehen oder gekauft werden. Auch das kann die Kosten wieder erhöhen. Zudem sind hier versicherungstechnische Fragen zu klären. Entscheiden Sie daher sorgfältig, bevor sie den Aufbau in Eigenleistung übernehmen. Lediglich das Verspachteln der Platten ist für den Laien oft kein Problem.

Gewusst wie!

Doch auch an anderer Stelle kann gespart werden. Wussten Sie, dass die Preise vieler Trockenbauer im Winter niedriger sind? Denn in diesen Monaten sind die Aufträge rarer. Wer bis zur kalten Jahreszeit warten kann, könnte somit Geld sparen und dennoch den Profi beauftragen.

Aber auch bei der Beschaffung des Materials gibt es Tricks. So manche notwendigen Materialien sind als Restposten günstiger. Sprechen Sie mit dem Trockenbauer und studieren sie Kataloge, Anzeigen und Sonderangebote von Platten aus Gipskarton.

Zusammenfassung

Eine Rigipswand kann im Eigenheim vielseitig eingesetzt werden – sie dient dazu, Zimmer abzutrennen, hohe Decken abzuhängen oder hässliche Installationen hinter ihr zu verstecken. Grundsätzlich kann der Bauherr entscheiden, ob er solch eine Wand selbst errichtet oder den Fachmann beauftragt.

Bei einfachen Installationen liegt der Preis pro Quadratmeter vom beauftragten Trockenbauer zwischen 40 und 70 Euro – Extras wie Durchgänge, Brandschutzvorschriften und Co können die Kosten jedoch erhöhen.

Artikelbild: Zazamaza / Bigstock.com

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