Schachtringe: Ein Überblick über Preise und Einsatz

Schachtringe: Ein Überblick über Preise und Einsatz

Die meisten kennen sie nur aus kommunalen Bauvorhaben wie beispielsweise im Zisternenbau. Doch Betonschächte lassen sich auch wunderbar im eigenen Garten einsetzen – nicht nur für den Brunnen. Doch die Preise können hier sehr unterschiedlich sein. Worauf Sie beim Kauf von Schachtringen achten müssen, verraten die folgenden Zeilen.

Wie sieht ein Preisbeispiel für ausgewählte Schachtringe aus?

Wer jetzt keinen Überblick mehr über mögliche Preise hat, kann folgende Übersicht nutzen. Hier sind die oben genannten Ausführungen mit Preisen versehen:

Art des SchachtringsKosten
Bodenring 1.000 x 500 mm109 Euro
Bodenring 1.500 x 530 mm286 Euro
Bodenring 800 x 500 mm59 Euro
Schachtring Standard mit integriertem Steigeisen 800 x 500 mm36 Euro
Schachtring Standard mit integriertem Steigeisen 1.000 x 500 mm46 Euro
Schachtring Standard ohne Steigeisen 1.000 x 500 mm43 Euro
Schachtring Standard ohne Steigeisen 1.500 x 500 mm112 Euro
Schachtring als Sickerring 1.500 x 500 mm128 Euro

Kostencheck: Davon hängen die Preise für Betonschachtringe ab

Die Preise für Schachtringe sind nicht pauschal zu nennen, denn sie ändern sich mit Ausführung und Maße. Ist die Bauhöhe größer, ist der Preis ebenso höher. Die Kosten für Schachtringe hängen von folgenden Faktoren ab:

  • die Maße des Schachtrings
  • die Ausführung des Schachtrings
  • die Betonqualität
  • Zusatzausrüstung des Schachtrings

Die meisten Preisunterschiede entstehen durch die Maße. Wird der Durchmesser beispielsweise verdoppelt, verdreifacht sich der Preis. Das begründet sich im Aufwand der Herstellung im Betonwerk von größeren Maßen.

Ein einfacher Schachtring mit einem Durchmesser von 1.000 Millimeter und 500 Millimeter Bauhöhe kostet in der Regel um die 50 Euro pro Stück – netto. Ein Bodenring hingegen (1.500 x 530 Millimeter) kann schon fast 300 Euro kosten. Diese Ausführung ist generell mindestens doppelt so teuer als der Standardschachtring. Zudem sorgen Sickerring oder Steigeisen ebenso für höhere Preise. Hier müssen mit rund zehn bis 15 Prozent höhere Kosten gerechnet werden. Sonderausführungen und höhere Betonqualitäten erhöhen die Kosten ebenso.

Nicht nur die Anschaffungskosten sind bei Schachtringen wichtig. Denn auch die Lieferkosten müssen hier betrachtet werden. Selbst kleine Formate sind bereits schwer und können nur mit großem Aufwand transportiert werden. Daher vergleichen Sie nicht nur die Preise der Schachtringe selbst, sondern auch die Lieferbedingungen.

Einsätze im privaten Bereich: Dafür braucht es Schachtringe

Schachtringe sind im engen definitorischen Sinn gesehen Fertigteile aus Beton, die aus zwei Steinzeughalbschalen bestehen: Wie der Name schon sagt, sind sie ringförmig. Daher werden sie oft auch als Betonringe bezeichnet. Sie sind zumeist im Brunnenbau als Schachthals oder bei Abwasserleitungen zu finden. Daher werden Schachtringe oft in öffentlichen Bauvorhaben für die Verarbeitung von Betonschächten im Boden verwendet.

Doch auch im privaten Garten kann der Betonschachtring äußerst nützlich sein. Denn so mancher Gärtner wünscht sich hier ebenso einen Brunnen – der einen Schacht ohne viel Aufwand braucht. Die Schachtteile braucht es zudem auch im Bau von Zisternen. Doch auch als Hochbeet machen Betonschachtringe eine gute Figur, so mancher nutzt sie als Basis für eine Feuerstelle oder als Fundament für einen Gartentisch. Letzteres aus solchen Schachtteilen wird dann besonders stabil, die Feuerstelle lässt sich hervorragend aus Ausgleichringen bauen.

Als Alternative zu Betonschachtringen gibt es auch Schachtbauteile aus Kunststoff. Die sind deutlich leichter vom Gewicht her und können ebenso im Brunnenbau verwendet werden. Ihr Vorteil ist die Dichtheit. Der Nachteil ist der höhere Preis der Alternative aus Kunststoff.

Unterschiedliche Typen: Von der DIN-Norm zur Ausnahme

Schachtringe gibt es in unterschiedlichen Größen und mit verschiedenen Maßen, um sie optimal in das Bauvorhaben integrieren zu können. Grundsätzlich werden zwei Varianten nach der DIN-Norm geführt: DIN 4034-1 und DIN 4034-2 (jeweils mit Hinweisen zum Steigmaß). Beide Ausführungen gibt es entweder mit integrierter Falz oder mit integrierter Muffe. Muffe und Falz dienen bei solchen Schachtbauteilen zur Verbindung verschiedene Betonringe, müssen mehrere im Sickerschacht aufeinandergesetzt werden.

Es gibt unterschiedliche Muffenausführungen und auch verschiedene Falze. Jedoch sind das längst nicht alle Unterschiede bei Betonringen. Die Betonqualität ist nicht bei allen gleich, ebenso nicht die Belastungsklasse. Zudem gibt es Bodenteile, die einen vertikalen Schacht bilden können, ebenso wie Deckenteile mit Schachtabdeckplatte. Ein Schacht braucht eben oft auch eine Abdeckung, zumeist die Flachabdeckung.

Die Bauhöhe der Schachtteile ist ebenso unterschiedlich, der Innendurchmesser kann zudem variieren. Des Weiteren sorgen auch unterschiedliche Ausstattungen für eine große Vielfalt: Ist der Boden mit oder ohne Gerinne aus Steinzeughalbschalen, braucht es eine Schachtabdeckung oder unterschiedliche Größen für einen dünnen werdenden Schachthals? All das kann im Baumarkt im Regal der Schachtringe gefunden werden.

Viele verschiedene Ausführungen erhältlich

Generell ist zu sagen: Betonschachtringe gibt es in genormten Ausführungen ebenso wie in Ausnahmeformaten. Einige Beispiele sind:

  • Bodenring 1.000 x 500 Millimeter
  • Bodenring 1.500 x 530 Millimeter
  • Bodenring 800 x 500 Millimeter
  • Schachtring Standard mit integriertem Steigeisen 800 x 500 Millimeter
  • Schachtring Standard mit integriertem Steigeisen 1.000 x 500 Millimeter
  • Schachtring Standard ohne Steigeisen 1.000 x 500 Millimeter
  • Schachtring Standard ohne Steigeisen 1.500 x 500 Millimeter
  • Schachtring als Sickerring 1.500 x 500 Millimeter

Ein Steigeisen ist eine Aufkantung am Betonschachtring und gilt als Einstiegshilfe. Auch hier gibt es wieder eine DIN-Norm, nach der diese gefertigt werden können. Alternative Steighilfen bei Schachtbauteilen sind Steigmaß und Steigbügel.

Kostencheck: Sparen durch gebrauchte Betonschachtringe?

So mancher Handwerker schaut sich gern auch auf Internetplattformen wie ebay und Co, um übrig gebliebene Baustoffe anderer Heimwerker billig zu erstehen. Denn der eine oder andere Anbieter verschenkt sein Baumaterial sogar. Doch ist das bei Schachtringen überhaupt ratsam?

Die Lebensdauer von Betonringen spricht dafür. Denn ihr Einsatz ist sehr langjährig, auch in unterschiedlichen Projekten. Allerdings muss hier beachtet werden: Die schweren Betonringe brauchen auch einen Transport, der das gesamte Vorhaben wieder teurer machen kann. Hier spielt das Gewicht der Baustoffe eine Rolle. Wer kein Auto und entsprechenden Maschineneinsatz zum Lastausgleich zur Verfügung hat, sollte besser auf anderem Weg versuchen, Kosten zu sparen.

Durch Restposten im Baumarkt beispielsweise. Betonschachtringe aus Beton gibt es jederzeit im Fachhandel. Doch je nach Saison können die Schachtteile hier bis zu 70 Prozent preislich günstiger sein, da die Lagerware reduziert werden muss. Die Anlieferung der Ringe lässt sich im Fachhandel ebenso deutlich einfacher organisieren.

Zusammenfassung

Schachtringe braucht es nicht nur in kommunalen Bauvorhaben für Betonschächte. Schachtteile aus Beton können auch wunderbar im privaten Garten Verwendung finden: beim Brunnenbau, als Hochbeet oder sogar als Feuerstelle. Die Preise der Betonschachtringe hängen von zahlreichen Faktoren ab, aber vor allem die Maße sind hier ausschlaggebend.

Artikelbild: unkas_photo / Bigstock.com

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