Sommerliches Flair für die Terrasse

Sommerliches Flair für die Terrasse

Die Deutschen lieben ihren Garten. Kaum entfaltet die Sonne im Frühjahr ihre Kraft, beginnen Pflanzen zu wachsen und Bäume zu treiben. In vielen Gärten sieht man geschäftiges Treiben in Vorbereitung auf den Sommer. Nach getaner Arbeit sitzen wir gerne auf der Terrasse und betrachten stolz unser Tageswerk.

Der Garten ist perfekt, aber könnte die Terrasse eventuell auch einen neuen Anstrich gebrauchen? Muss ein komplett neuer Look her oder sind einzelne Veränderungen schon ausreichend? Mit einer Erneuerung des Terrassenbelags erscheint unser Lieblingsort im Garten gleich ganz anders. Welcher Terrassenbelag ist der richtige? Was passt am besten zu Ihrem Haus, Ihrem Garten und zu Ihren Gewohnheiten?

Die bunte Vielfalt der Terrassenbeläge

Terrassenbeläge sind in den unterschiedlichsten Materialien erhältlich. Sie alle haben spezifische Vor- und Nachteile und die Auswahl des richtigen Materials, der passenden Farbe und Oberflächenstruktur ist immer von mehreren und sehr individuellen Faktoren abhängig.

Terrassenbeläge aus Holz und WPC

Holz wirkt auf uns zumeist sehr warm und gemütlich. Auch bei der Gestaltung einer Terrasse fügt sich der natürlich gewachsene Rohstoff äußerst harmonisch in die Gartenlandschaft ein. Je nach Geldbeutel und persönlichen Vorlieben, finden sich Kiefernhölzer, Dielen aus Buche oder aus robustem Bangkirai-Holz im Sortiment der Händler. Die Hölzer unterscheiden sich eindeutig in ihrer Widerstandsfähigkeit und in ihrer Eignung für unterschiedlich starke Beanspruchung.

Für eine geringe bis mittlere Beanspruchung eignen sich vor allem Fichte, Kiefer, Lärche und Bambus. Hier wird mit einer Haltbarkeit von 5 bis 15 Jahren gerechnet. Wer etwas für die mittlere und hohe Beanspruchung sucht, der plant besser mit Thermoholz, IPE oder Garapa. Diesen Hölzern wird eine Haltbarkeit von 15 bis 25 Jahren nachgesagt. Für eine hohe Beanspruchung, beispielsweise bei starker und unterschiedlicher Witterung, empfehlen wir Bangkirai, Cumaro oder Massaranduba Holz.

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Wer seinen Terrassenbelag aus Holz gerne extrem widerstandsfähig gestalten möchte, der schaut am besten nach Angeboten aus Teak, Massaranduba oder Bangkirai Holz und kann mit einer Haltbarkeit von 20 bis 30 Jahren rechnen.

Vor- und Nachteile von Terrassendielen aus Holz

Vorteile:

  • gemütlich
  • heizt nicht auf

Nachteile:

  • Verfärbungen möglich
  • benötigt eine stabile Unterkonstruktion (kein Erdkontakt)
  • pflegeintensiv

Als gute und pflegeleichte Alternative zu Echtholzdielen, haben sich in den letzten Jahren Angebote aus WPC durchgesetzt. WPC steht für Wood Plastic Composites und besteht zum Großteil aus Holz und zusätzlich hinzugefügtem thermoplastischen Kunststoff. Der Werkstoff splittert nicht, ist farbbeständig und die Dielen besitzen eine gute Ökobilanz.

Vor- und Nachteile von WPC-Terrassendielen

Vorteile:

  • widerstandfähig
  • pflegeleicht
  • lange Haltbarkeit
  • splittert nicht

Nachteile:

  • Farbveränderungen nach dem Verlegen möglich
  • benötigt eine stabile Unterkonstruktion (kein Erdkontakt)
  • bei direkter Sonneneinstrahlung wird das Materialgemisch sehr heiß

Terrassenbeläge aus Stein

Steinterrassen überzeugen durch eine besonders elegante und klare Optik. Inzwischen gibt es auch eine immense Auswahl verschiedenster Farben und Materialzusammensetzungen. Gängig sind vor allem feine Natursteinkörnungen, Steine mit besonders starker oder aus anderen Bereichen bekannter Oberflächenstruktur (z. B. Holz- oder Schieferstruktur), Steine in mediterranen Farben und unterschiedlichen Größen oder gestrahlt als Steinplatte.

Natursteinmanufakturen arbeiten gerne mit Mischkonzepten, bei denen grobe Körnungen der Steine durch nachträgliches Feinstrahlen verfeinert werden. Bei dieser Art der Bearbeitung entstehen Platten mit einer besonders weichen und samtigen Oberflächenstruktur.

Natursteinterrassen aus zum Beispiel Granit, Travertin oder Schiefer stehen in vielen verschiedenen Farben und Formaten zur Verfügung. Die Muster beim Verlegen werden damit besonders variabel und lassen viel kreativen Freiraum für die Gestaltung der Terrasse. Terrassenbeläge zeichnen sich durch ein hohes Maß an Robustheit und Frostbeständigkeit aus. Nachteil: Mit den Jahren kann es zu farblichen Veränderungen kommen.

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Vor- und Nachteile von Natursteinen

Vorteile:

  • viele verschiedene Größen und Farbnuancen
  • robust und langlebig
  • leicht zu reinigen

Nachteile:

  • höhere Kosten
  • anspruchsvolles Verlegen bei unregelmäßigen Kanten
  • individuelle Anforderungen an die Steine, je nach Einsatzort
  • nachträgliche Verfärbungen möglich

Terrassenbeläge aus Keramik

Terrassenplatten aus Keramik vereinen eine schicke Optik mit besonderen Materialeigenschaften. Die Platten sind frostsicher und farbecht, die größten Vorteile sind aber die besondere Witterungsbeständigkeit und die Unempfindlichkeit gegenüber Schmutz. Durch die hohe Materialdichte von Keramikplatten kommt es nicht zu Kalkausblühungen, Grünbelag oder anderen Verschmutzungen. Die Oberfläche lässt sich bequem pflegen und Verschmutzungen können einfach abgewischt werden. Auch Keramikplatten gibt es in vielen verschiedenen Größen und Farben.

Vor- und Nachteile von Keramik

Vorteile:

  • viele verschiedene Farben und Formen
  • farbecht
  • schmutzabweisend
  • pflegeleicht

Nachteile:

  • empfindlich gegen Kantenabplatzungen
  • geringe Wasseraufnahme

Fazit

Es gibt eine Vielzahl an Materialien, Formen, Farben und Eigenschaften von Terrassenbelägen. Alle vorgestellten Möglichkeiten haben ihre Berechtigung und am Ende entscheidet vor allem der persönliche Geschmack. Festhalten können wir, dass sich mit sämtlichen Lösungen tolle und einzigartige Terrassen-Flairs zaubern lassen, die in jeden Garten und zu jedem Stil passen.

Artikelbild: Bignai / Bigstock.com

 

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5 Kommentare

  1. Ronja Oden 20.03.2020 09:06 Uhr

    Ich habe um meine Terrasse einen dünnen Bambuszaun gebaut um einen tropischen Flair zu erzeugen. Als Bodenbelag habe ich Naturstein gewählt, weil er langlebig, robust und leicht zu reinigen ist. Gut zu wissen, dass auch hierbei nachträgliche Verfärbungen möglich sind.

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  2. Franz Miller 31.03.2020 10:04 Uhr

    Interessant, dass man Holzterrassen mit Kiefernhölzern, Dielen aus Buche oder aus robustem Bangkirai-Holz anfertigen kann. Gut zu wissen, dass sich für geringe bis mittlere Beanspruchung vor allem Fichte, Kiefer, Lärche und Bambus eignen. Ich werde darauf achten, dass das Holz keinen Kontakt mit der Erde hat.

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  3. Birte Maurer 31.03.2020 11:47 Uhr

    Da wir uns entschieden haben eine Garten-Hochzeit zu feiern, wird die Terrasse unsere Hochzeitslocation sein. Dafür müssen wir sie aber erstmal wieder schick machen und werden uns für gemusterte WPC-Terrassendielen als Hingucker entscheiden. Gut zu wissen, dass WPC für Wood Plastic Composites steht und zum Großteil aus Holz und zusätzlich hinzugefügtem thermoplastischen Kunststoff besteht.

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  4. Nico Alberts 06.04.2020 10:26 Uhr

    Gut zu wissen, dass man für eine Terrasse Kiefernhölzer, Dielen aus Buche oder
    Bangkirai-Holz verwenden kann. Wir haben uns einen Terrassengestalter gesucht, der uns dabei hilft unsere Terrasse so schön und gemütlich wie nur möglich zu gestalten. Ich werde ihn direkt morgen fragen welches Holz wir am besten wählen sollten.

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  5. Sven Bergmann 21.04.2020 06:47 Uhr

    Unser Plan für diesen Sommer ist, dass wir endlich einen neuen Terrassenboden verlegen. Dabei hatten wir an Holz gedacht, weil das so warm und gemütlich wirkt. Gut zu wissen, dass sich die Haltbarkeit je nach Holzart doch sehr unterscheiden kann. Ich denke wir werden uns zwischen Garapa und Thermoholz entscheiden, da diese beide 15 bis 25 Jahre beständig sind und einer mittleren bis hohen Belastung standhalten.

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