Terrassenplatten streichen

Terrassenplatten streichen

Sonne, Wind und Feuchtigkeit, diesen Witterungseinflüssen sind die Terrassenplatten Tag für Tag ausgesetzt. Gerade bei Holzterrassenplatten ist es wichtig, deren Oberfläche zu schützen, denn so wird auch die Lebensdauer verlängert. Es gibt zahlreiche Pflegeprodukte für den Außenbereich, die aus alten vergrauten Terrassenplatten wieder gepflegt und saubere Flächen machen.

Nichts wirkt zerstörender als langfristige Witterungseinflüsse. Darunter leiden besonders Balkone und Terrassen. Früher oder später wird jede Terrassenplatte im Außenbereich sanierungsbedürftig. Sanierung bedeutet nicht automatisch Abriss und Neubau, eine praktisch und zweckmäßige Alternative dazu ist das Terrassenplatten streichen.

Terrassenplatten streichen – So wird es bei Naturstein und Beton gemacht

Dabei kommen

  • Betonfarbe und
  • Betonlaur zum lasieren zum Einsatz

Fällt der Begriff Betonfarbe, ist damit ein Anstrich gemeint, der auf der Oberfläche der Terrassenplatten hält und sich als deckend erweist. Die Mineralfarbe zieht in die Oberfläche ein. Auch für Terrassenplatten aus Naturstein eignet sich die Betonfarbe sehr gut. Als Alternative zur Betonfarbe gibt es dann noch Betonlaur, besser bekannt als Betonlasierung. Hierbei handelt es sich um eine mineralische Lasur, die anorganische Farbpigmente aufweist. Diese ist nicht deckend und lässt Struktur und Farbe der Oberfläche erkennen. Betonlasur und Betonfarbe sind lichtbeständig und vergilben nicht. Daher wirken die Terrassenplatten nach der Behandlung wie neu. Besteht die Platte aus Brech- oder Rundkorn ist eine Lasur nicht passend und es sollte zur Farbe gegriffen werden, die aufgesprüht wird.

Terrassenplatten aus Beton oder Naturstein streichen – So wird es gemacht

  • Besen
  • Eimer
  • Schrubber
  • Betonspachtelmasse
  • Betonreiniger
  • Grundierung
  • Betonfarbe oder Betonlasur
  • Malerkrepp
  • Schaumstoffrolle, die mit einem Teleskopstiel ausgestattet ist
  • Absperrband

Sauber machen mit dem Betonreiniger

Bevor die Terrassenplatten gestrichen werden, müssen sie sauber sein. Dafür kommt zuerst ein Besen zum Einsatz, gefolgt von einem Hochdruckreiniger oder einem Eimer Wasser, der mit einem speziellen Reinigungsmittel, dem Betonreiniger, vermischt ist. Die Terrassenplatten müssen dann trocknen. Der Vorgang des Trocknens kann schon mehrere Tage dauern.

Verbesserungsarbeiten erledigen

Wer seine Terrassenplatten neu streicht, für den macht es Sinn eventuelle Risse oder Löcher in den Platten vor dem Anstrich auszubessern. Dafür bedarf es einer Spachtelmasse aus Beton und 100 % trockene Platten. Die Platten müssen innen sowie außen komplett trocken sein, es darf keine Restfeuchte vorhanden sein.

Mit Malerkrepp wird abgeklebt

Wo gestrichen und gemalt wird, da muss auch abgedeckt werden, das Malerkrepp oder eine Folie helfen dabei, während des Abdeckens kann der Boden der Terrasse austrocknen.

Die Grundierung kommt vor der Farbe

Bevor die Farbe aufgetragen wird, sollte im Vorfeld eine Grundierung verwendet werden, so haftet die nachfolgende Farbschicht besser. Die Grundierung muss ein- bis zweimal aufgetragen werden und anschließend folgt die Trocknung. Es sollte darauf geachtet werden, dass die Farbe und die Grundierung aufeinander abgestimmt sind und zusammenpassen.

Es darf gestrichen werden

Steht das Streichen bevor, macht es Sinn dafür eine Schaumstoffrolle mit Teleskopstiel zu verwenden. Sie lässt sich ideal auf die Größe des Benutzers einstellen. Ein unnötiges Bücken gibt es dank ihr nicht. Es gibt unterschiedliche Arten die Bodenfarbe aufzubringen: aufrollen, aufsprühen oder aufstreichen. Das Aufstreichen ist die einfachste Form und wird so durchgeführt: Es wird eine Terrassenplatte nach der anderen bearbeitet.

Niemals kreuz und quer über die Terrassenfläche streichen. Da es meist schwer zu erkennen ist, wo bereits gestrichen wurde. Wer sich Platte für Platte vornimmt, der kann klar erkennen, wo bereits gearbeitet und ob genügend Terrassenfarbe aufgetragen wurde.

Es kann sein, dass es nötig ist, eine weitere Schicht Farbe aufzutragen. Deshalb ist es wichtig, die genaue Anweisung auf dem Gebinde zu lesen.

Fertig gestrichen, kommt das Absperrband zum Einsatz

Sind die Anstreicharbeiten erledigt, muss die Terrasse ordentlich trocknen. Die Trocknungszeiten variieren von Farbe zu Farbe. Das Betreten der frisch gestrichenen Platten sollte durch ein Absperrband verhindert werden.

Terrassenplatten streichen – So wird es bei Holz gemacht

  • Besen
  • Eimer
  • Hochdruckreiniger mit Aufsatz
  • Holzentgrauer
  • Farbe bzw. Öl
  • Malerkrepp
  • Pinsel

Sollte der Terrassenboden aus Holz an bestimmten Stellen bereits vergraut sein, macht es Sinn, die Fläche zuerst mit einem speziellen Pflegemittel, einem Holzentgrauer zu behandeln.

Sauber machen und den Holzentgrauer einsetzen

Es ist wichtig, zuerst die ganze Terrassenfläche zu säubern und ordentlich einzuwässern. Das reduziert die Saugfähigkeit der Platten. Anschließend wird mit einem dicken Pinsel der Holzentgrauer aufgetragen. In der Regel wird der Holzentgrauer mit Wasser vermischt, nähere Infos am Gebinde. Die meisten Holzentgrauer sind vom Farbton leicht bläulich und von gelartiger Substanz. Diese gelartige Substanz lässt sich gut verstreichen. Nach etwa 10 bis 20 Minuten Einwirkzeit werden die Platten mit genügend Wasser wieder abgewaschen. Dafür sollte eine Nylon- oder Wurzelbürste verwendet werden. Danach ist es wichtig, die Terrassenfläche wieder gründlich abzuschrubben, damit keine Rückstände vorhanden bleiben. Als Alternative zur Bürste bietet sich der Hochdruckreiniger mit Rundbürstenaufsatz an. Mit dem Hochdruckreiniger geht es deutlich schneller die Dielen wieder abzuschrubben.

Bevor die Terrassenplatten gestrichen werden, dürfen sie ordentlich austrocknen

Nach dem die Terrassenplatten mit der Bürste oder dem Hochdruckreiniger bearbeitet wurden, steht eine längere Pause an. Die Terrasse sollte nun Zeit haben, um zu trocknen. Der Vorgang des Trocknens kann schon mehrere Tage dauern. Aber schon beim Auftrocknen zeigt sich, dass die Platten schon weit heller wirken.

Mit Malerkrepp wird abgeklebt

Wenn die Terrasse trocken ist, darf bereits ein neuer Anstrich bzw. eine neue Ölung aufgetragen werden. Zuvor sollte die Fassade mit Malerkrepp abgeklebt werden.

Es darf gestrichen werden

Der Vorgang des Streichens gestaltet sich zügig. Es geht schnell voran, nur an der Fassade muss vorsichtig gearbeitet werden. Das spezielle Öl darf großzügig auf den diversen Terrassenplatten aus Holz aufgetragen werden. Wichtig ist es auch, auf die Stirnseite der Dielen und auf die seitlichen Flanken zu achten. Der erste Anstrich wirkt in der Regel schon sehr gelungen, trotzdem empfiehlt es sich meist einen zweiten Anstrich vorzunehmen und dann ist die Arbeit auch schon mit Erfolg erledigt.

Zusammenfassung

Das Terrassenplatten Streichen ist keine Aufgabe für einen Tag. Wer diese Arbeit gründlich erledigen möchte, muss Zeit und Geduld aufbringen, denn die Terrassenplatten sollten keine Restfeuchte aufweisen. Handelt es sich um Beton oder Naturstein, ist eine umfangreiche Grundierung sehr wichtig, bevor die Farbe aufgetragen wird. Handelt es sich um Terrassenplatten aus Holz sollte immer bei den Vorarbeiten ein Holzentgrauer aufgebracht werden und erst dann sollte die Ölung des Holzes vorgenommen werden.

Artikelbild: © astrall / Bigstock.com

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