Wintereinbruch: Das Haus durch die kalte Jahreszeit bringen

Wintereinbruch: Das Haus durch die kalte Jahreszeit bringen

Die sinkenden Temperaturen setzen jeder Immobilie zu. Schmuddelwetter bringt Nässe, Eis und Dauerfrost, die der Substanz schaden und zu enormen Folgeschäden führen können. Hausbesitzer sollten im Winter deshalb besonders gut auf ihr Haus achten. Die wichtigste Regel für den Winter: Ausreichend und konstant heizen. Das Energiesparen ist zwar grundsätzlich sinnvoll und richtig, sollte aber niemals zu Schäden am Haus führen. Experten raten, Wohnräume immer auf mindestens 17 Grad zu heizen.

Nicht ratsam ist es, die Heizung nachts abzuschalten. Die Temperatur sinkt dadurch stark ab und schlecht isolierte Leitungen im Dachgeschoss oder Keller können einfrieren. Entgegen vieler Behauptungen bringt das Abschalten der Heizung auch keine Energieeinsparungen. Denn am nächsten Morgen dauert es weitaus länger, das Haus wieder auf eine angenehme Temperatur aufzuheizen.

Übrigens: Wer im Winter verreist, sollte die Heizung ebenfalls nicht komplett abschalten. Im kurzzeitig unbewohnten Heim sollte eine Temperatur von 16 Grad herrschen. Freunde und Nachbarn können in der Wohnung regelmäßig nach dem Rechten sehen.

Kellerräume

Bei Frost müssen Immobilienbesitzer auch auf die Räume im Keller achten. In der Waschküche stehen Fenster häufig das ganze Jahr über auf. So wird sichergestellt, dass Dunstschwaden und Feuchtigkeit abziehen. Doch Vorsicht: Eine regelmäßige Kontrolle ist wichtig. Temperaturen unter dem Gefrierpunkt können Wasserrohre beschädigen. Eingefrorene Heizungsrohre oder Wasserleitungen kann ein Fachmann auftauen. Der Schaden muss schnellstmöglich repariert werden, damit das Wasser nicht ausläuft. Dies würde zu Feuchteschäden in Böden und Wänden führen. Die Folge: Schimmel.

Achtung: Hausbesitzer sollten nicht mit Schweißgeräten oder Lötlampen das Auftauen der Rohre in Eigenregie durchführen. Offenes Feuer ist gefährlich und kann die Rohre noch stärker beschädigen.

5 Tipps für den Winter

1. Heizung testen

Zwischen Oktober und April arbeitet die Heizung etwa 1.500 Stunden. Ein hoher Brennstoffverbrauch ist häufig die Folge von schlecht eingestellten Brennern und Ruß. Mit einer jährlichen Wartung sparen Hausbesitzer bis zu fünf Prozent der Heizkosten.

2. Effektive Lampen

Mit dem Einbruch der Dunkelheit muss das Licht wohl oder übel eingeschaltet werden. Im Winter geschieht dies immer früher, teilweise bereits gegen fünf Uhr nachmittags. Das Problem: Auf den Glühlampen ist lediglich die Watt-Angabe beziffert. Das entspricht nicht der Lichtleistung, sondern der Leistungsaufnahme. Bis vor wenigen Jahren spielte das keine große Rolle, weil es ausschließlich „ineffektive“ Lampen gab, die lediglich fünf Prozent des Stroms in Licht umwandelten. Heute gibt es dagegen weitere Modelle. Eine 42-Watt-Halogenleuchte erzeugt genauso viel Licht wie eine herkömmliche 60-Watt-Glühbirne und spart somit 30 Prozent Energie. Eine 11-Watt-Energiesparlampe bringt sogar Ersparnisse von 80 Prozent. Ebenfalls beliebt sind LED-Lampen, die eine besonders lange Lebensdauer besitzen.

3. Heizkörper regeln

Mit dem Thermostatventil können Hausbesitzer die Wärmeabgabe dosieren. Die Stufe drei entspricht in der Regel etwa 20 Grad. Mit dem richtigen Dreh können sie bis zu 15 Prozent sparen. Praktisch: Mit einer Elektronik-Box, die das Wochenprogramm steuert, lassen sich weitere 13 Prozent sparen. Die Investition kann sich somit durchaus lohnen.

4. Kellerdecke dämmen

Wenn der Boden im Erdgeschoss klamm ist und die Füße kalt sind, dann hilft nur noch eins: Dämmen. Gerade im Altbau entschwindet bis zu 10 Prozent der Heizwärme nach unten. Das Dämmen von Fußböden ist dagegen aufwendig und teuer. Einfacher ist es, die Kellerdecke mit Steinwolle-Platten zu isolieren.

5. Automatische Lüftung mit Geräten

Wie häufig muss man lüften? Eine Frage, die sich pauschal nicht so einfach beantworten lässt. Grundsätzlich sollten Hausbesitzer Zimmer alle zwei Stunden lüften. Doch wer steht nachts alle zwei Stunden auf? Schlafen zwei Personen in einem kühlen Zimmer im Winter, ist die Raumluft nach wenigen Stunden bereits feucht: An kalten Stellen kann sich Schimmelpilz breitmachen. Die Lösung: Einzellüfter mit energieeffizienten Motoren. Diese lassen sich in die Wand einbauen und benötigen lediglich eine Steckdose.

Checkliste für einen unbeschwerten Winter

  • immer und regelmäßig heizen
  • konstante Raumtemperatur von mindestens 17 °C halten
  • Heizung nachts nicht abschalten
  • unbenutzte Räume leicht heizen
  • Nebengebäude, Keller frostfrei halten
  • Wasserleitungen schützen
  • auch während des Urlaubs heizen

Artikelbild: © Nestor Bandrivskyy / Shutterstock

  • Hat Ihnen dieser Artikel weitergeholfen?
  • JaNein

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.