Badespaß im eigenen Garten: Swimmingpools aus GFK statt Fliesen

Badespaß im eigenen Garten: Swimmingpools aus GFK statt Fliesen

Ein Swimmingpool im Garten wird von vielen Immobilienbesitzern mit einem Traum verbunden, den sie sich nicht leisten können. Dabei ist dieses kühle, nasse Vergnügen nicht zwingend Millionären vorbehalten. Inzwischen gibt es günstige Lösungen, die sich jeder Hausbesitzer leisten kann.

Der Garten ist für Immobilienbesitzer das Synonym für Entspannung und Sorgenfreiheit. Insbesondere im Sommer, wenn die Sonne die Erde erwärmt, bietet sich diese grüne Oase als perfekter Rückzugsort vor der Hitze an. Was diesen himmlischen Ort perfekt machen würde, wäre ein Swimmingpool.

Rechtliches: Darf ich einen Pool überhaupt bauen?

Grundsätzlich darf natürlich jeder Immobilienbesitzer einen Pool in seinem Garten bauen. Eine Baugenehmigung wird aber in vielen Bundesländern benötigt, wenn das Wasservolumen größer als 50 bis 100 Kubikmeter ist. Das übliche Schwimmbecken für den Otto-Normalverbraucher erreicht eine solche Größe in der Regel nicht.

Dennoch sollte man sich vorher genau über die lokalen Baugenehmigungen informieren, bevor man mit dem Bau beginnt. Die Erteilung einer Baugenehmigung kann ein langer Prozess werden, da verschiedene Richtlinien in puncto Grenzbebauung, Sicherheit und Abstandsflächen geprüft und eingehalten werden müssen. Eine erteilte Baugenehmigung ist nur drei Jahre lang gültig, sodass der Bau des Swimmingpools zügig erfolgen sollte.

Die Qual der Wahl: Die verschiedenen Poolarten

Swimmingpools kommen in den verschiedensten Formen und Materialien daher. Je nach Bedarf, Aufbau des Gartens und Budget kommen unterschiedliche Poolarten infrage.

Abseits der GFK-Schwimmbecken, auf die wir im Anschluss genauer zu sprechen kommen, sind noch folgende Poolarten erhältlich:

  • Aufblasbare Pools: Sie bieten unkomplizierten Badespaß in kleinen Gärten und sind für unter 100 Euro im Baumarkt erhältlich. Sobald der Sommer vorbei ist, können diese Becken wieder abgebaut werden. Langfristig gesehen sind aber sie keine Lösung.
  • Stahlwandbecken: Wer mehr Platz in seinem Garten besitzt, ist mit einem Stahlwandbecken gut beraten. In diesem Fall wird ein ovaler oder runder Korpus aus Stahl gefertigt und mit einer wasserdichten Folie ausgekleidet. Der Pool benötigt nur noch passendes Zubehör wie eine Leiter und einen Filter.
  • Polyester-Schwimmbecken: Diese vorgefertigten Schwimmbecken aus Polyester ähneln GFK-Pools, werden jedoch aus einem anderen Material hergestellt. Auch sie werden in die Baugrube eingesetzt und sind nach einer kurzen Installation einsatzbereit. Im Vergleich zu GFK-Varianten sind diese Pools relativ teuer.
  • Pool aus Beton: Ein Schwimmbecken aus Beton punktet mit seiner Robustheit und langen Haltbarkeit. Weder Nageltiere noch Wurzeln von Bäumen haben hier eine Chance, Schaden anzurichten. Auch kann ein Pool aus Beton in jeder Form und Größe errichtet werden. Leider ist diese Variante sowohl in puncto Kosten als auch Arbeitsaufwand sehr aufwendig.
  • Pool aus Schalsteinen: Schalsteine oder Styroporbausteine eignen sich dazu, ein Schwimmbecken zu mauern. Die Vorteile sind dieselben wie bei der Betonvariante. Selbes gilt für die Nachteile.

Der GFK-Swimmingpool: Wie er sich von anderen Poolarten absetzt

Da die obigen Varianten viele Vorteile und Nachteile besitzen, haben Hersteller nach einer Möglichkeit gesucht, ein Schwimmbecken herzustellen, welches kostengünstig, leicht zu verbauen und doch individuell anpassbar ist, ohne auf Langlebigkeit verzichten zu müssen.

GFK ist die Abkürzung für glasfaserverstärkten Kunststoff. Wie der Name bereits andeutet, handelt es sich um einen Verbund aus Kunststoff und Glasfasern. Das Material ist nicht neu, da es bereits seit 1935 industriell gefertigt wird. GFK, welches man unter anderem auch als Fiberglas bezeichnete, wird unter anderem im Bereich der Luftfahrt, Brückenbau, Hallentore und vielen mehr verwendet. Der Grund ist seine hohe Resistenz und relativ günstige Fertigung. Diese Eigenschaften sind auch der Grund, warum Swimmingpools aus GFK gefertigt werden.

Swimmingpools aus GFK können auf Wunsch in Handarbeit individuell angefertigt werden. Die Herstellung erfolgt in der Regel in der Werkhalle des Herstellers und wird als fertiges Produkt zum Kunden geliefert. Immobilienbesitzer können auf diese Weise einen Pool erwerben, der genau zu ihrem Budget, ihren Vorstellungen und ihrem Garten passt, ohne Kompromisse eingehen zu müssen. Als Fertigpool muss das Produkt lediglich in das vorher angelegte Loch im Garten eingesetzt und installiert werden.

Bei der Herstellung von GFK-Pools kommen lediglich moderne Herstellungsverfahren zum Einsatz. Sie resultieren in einem Schwimmbecken, weil es stabil, robust und gegen Umwelteinflüsse geschützt ist. polyfaser.com nennt außerdem folgende Vorteile des Materials:

  • fugenlos
  • robust
  • langlebig
  • salzwasserbeständig

Konstruktion eines GFK-Pools und sein Zubehör

Swimmingpools aus GFK können im Grunde mit einer Badewanne verglichen werden. Auch ihre Funktion ist ähnlich, denn auch die Badewanne wird mit Porenbeton abgemauert. Bei GFK-Pools läuft es ähnlich: In der Fertigungshalle des Herstellers wird die Wanne nach dem Kundenwunsch gefertigt, zu diesem geliefert und anschließend in die Baugrube eingesetzt.

Der Faktor Individualität spielt bei Fertigpools aus GFK eine große Rolle. Interessierte haben die Möglichkeit, ihren Pool in jeder gewünschten Form und Größe zu bestellen. Praktisch ist auch die Möglichkeit, Stufen direkt in die Wanne zu integrieren. Eine Leiter, die man separat anbringen muss, entfällt auf diese Weise.

Auch wenn ein GFK-Pool in puncto Ausstattung vieles zu bieten hat, benötigt er Zubehör, welches ihn komplettiert. Die zwei wichtigsten Zubehörteile sind die Einlaufdüsen sowie der Skimmer. Erstere ermöglichen, dass Frischwasser hinzufließen kann. Der Skimmer ist ein Oberflächenabsauger, der die Oberfläche von Schmutz befreit und den Pool sauber hält.

Artikelbild: © Minerva Studio / Shutterstock

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