Dahlien düngen: So versorgen Sie diesen Pflanzen richtig mit Nährstoffen

Dahlien düngen: So versorgen Sie diesen Pflanzen richtig mit Nährstoffen

Sie sind einer der beliebtesten Blumen im Garten und auf dem Balkon. Die Dahlien haben ihre Hochzeit, wenn so manche andere Pflanze bereits verblüht ist. Ab Juli bis weit in den Herbst hinein bezaubern sie die Pflanzenwelt mit ihren prachtvollen Blüten – jedoch nur, wenn die Pflanzen richtig gepflegt werden. Dazu gehört das Düngen. Die Dahlie kann schnell falsch gedüngt oder sogar überdüngt werden. Wie Sie Ihre Knollen mit den richtigen Nährstoffen versorgen, verraten wir hier.

Ihre Bedürfnisse: Diese Nährstoffe und Faktoren braucht die Dahlie in der Pflege

Die Dahlie gehört zu der Familie der Korbblüter. Die ursprüngliche Heimat dieser Pflanzen ist in Mexiko und Guatemala zu finden. Sie ist eine ausdauernde Knollenpflanze, die jedoch nicht winterhart ist. Die meisten Dahliensorten gelten als einjährig, aber auch mehrjährige Knollen gibt es. Von Juli an bis kurz vor den frostigen Wintertagen erfreut sie den Gärtner mit ihren Blüten: in den Farben Weiß, Orange, Rosa, Violett, Rot und mehrfarbigen Kombinationen. Das Laub kann mit Farbspielen von Dunkelgrün bis Bronzefarben punkten.

Diese Blütenpracht macht die Dahlie besonders beliebt in den deutschen Gärten. Doch schon mit der Auswahl des richtigen Standorts beginnt die optimale Versorgung und Pflege der Pflanzen. Georginen, wie die Pflanzen auch genannt werden, bevorzugen humus- und nährstoffreichen Boden. Die Erde im Garten sollte nicht zu lehmig sein. Optimalerweise hat sie einen leicht sauren pH-Wert von 6,5. Zudem ist ein heller Standort wichtig, Dahlien gedeihen nicht gut im Schatten. Staunässe mögen die Knollen ebenfalls nicht. Auch Wasser auf den Blüten ist unerwünscht – der Gärtner sollte immer am Boden gießen.

Der Name Dahlie geht auf den schwedischen Botaniker Anders Dahl zurück. Die weitere Bezeichnung Georgine ist einem Irrtum zu verdanken. Ein Berliner Botaniker nannte die Pflanze Ende des 18. Jahrhunderts so, da er dachte, „Dahlie“ sei schon vergeben – dennoch wurde damit die gleiche Pflanze gemeint.

Welcher Dünger für Dahlien? Vorsicht bei mineralischen Varianten im Garten!

Dahlien brauchen sowohl im Garten als auch im Kübel auf Balkon und Terrasse die pflegende Hand des Gärtners. Nährstoffe müssen mithilfe von Dünger zugegeben werden. Hier raten Experten immer zu organischen Dünger oder Volldünger. Denn mineralische Dünger sorgen zwar für ein gesteigertes Wachstum der Pflanzen, schaden aber der Blüte. Das bedeutet: Die Dahlie schießt zwar in die Höhe, büßt jedoch ihre Farbenpracht ein.

Kunstdünger enthält zu viel Stickstoff, der das Austreiben der Dahlie fördert, aber auch das Entwickeln von mittellangen und dünnen Trieben. Zuviel Blattwerk ist die Folge. Blüten hingegen werden kaum entwickelt. Und die wenigen Knospen, die die Dahlie dann noch vorweist, können leicht braun werden und anschließend abfaulen. Auch die Substanz und die Lagerfähigkeit der Knolle leiden bei der Gabe von Kunstdünger.

Daher sollten Dahlien im Freien immer mit einem organischen Dünger unterstützt werden. Dazu gehören unter anderen:

So mancher Gärtner greift auch nicht selten zu Pferdemist als Dünger für die Dahlien. Dieser ist nur bedingt geeignet. Pferdemist sollte nur gegeben werden, wenn er gut gelagert ist. Anderweitig enthält er zu viel Ammoniak, das den Knollen durch seine Hitzeentwicklung schaden kann.

Gerade im Kübel sind eine dauerhafte Pflege und die Versorgung der Dahlie mit Nährstoffen besonders wichtig, denn hier sind diese in der Erde schnell aufgebraucht. Im Gegensatz zu den Pflanzen im Garten kann hier auch auf einen handelsüblichen Flüssigdünger zurückgegriffen werden. Diesen braucht die Dahlie im Kübel alle zwei bis drei Wochen.

Die beste Nährstoffversorgung wird jedoch schon durch eine Zugabe beim Einpflanzen erreicht. So sollte der Erde Kompost beigemischt werden. So mancher Gärtner schwört auch auf einen Teelöffel Hornspäne im Pflanzloch. Andere geben bereits beim Einpflanzen Blumenzwiebel-Kraft hinzu. Denn dieser Dünger schütze zudem vor Wühlmäusen und fördere die Wurzelbildung durch die enthaltenen Mykorrhizapilze.

Häufigkeiten und Menge: So viel und so oft sollten Sie die Dahlie düngen

Auch Dahlien können überdüngt werden. Daher ist die richtige Menge zur richtigen Zeit ebenso wichtig, wie die Auswahl des richtigen Düngers. So reicht es, die Pflanzen im Freien zweimal jährlich zu düngen. Die erste Zugabe sollte zum Zeitpunkt des Einpflanzens der Knolle sein. Das gibt der Dahlie die richtige Energiespritze für den Anfang und wird mit einer kräftigen Blüte belohnt. Eine zweite Düngung sollte im Juli oder August erfolgen, um die Dahlien für den Endspurt mit genügend Nährstoffen zu versorgen. Ist jedoch sehr viel Sand im Boden enthalten, kann auch eine zwischenzeitliche Verabreichung mit Dünger nicht schaden.

Ab Ende August sollte der Gärtner mit dem Düngen aufhören. Denn sonst werden die Knollen überdüngt, was ihnen beim Überwintern sehr schaden kann. Denn die meisten Knollen der Dahlie sollten beim ersten Frost ausgegraben werden und im Keller überwintern. Haben sie zu viele Nährstoffe für diese Zeit ins sich, können sie leicht faulen. Werden die Knollen zu früh ausgegraben, haben sie oft zu wenig Nährstoffe gespeichert, um im nächsten Frühjahr wieder kraftvoll blühen zu können.

So mancher Gärtner schwört darauf, die Erde im Garten vor dem Einpflanzen mit dem Grunddünger Thomas-Kali zu verbessern. Dieser versorgt den Boden vor Ankunft der Knollen mit Phosphor, Kalium, Magnesium und wichtigen Spurenelementen.

Zusammenfassung

Dahlien sind beliebte Pflanzen auf dem Balkon und im Garten, da sie im Spätsommer und Herbst eine tolle Farbenvielfalt liefern. Doch nur mit dem richtigen Dünger erstrahlt auch die Blütenpracht. Gerade bei den Knollenpflanzen im Freien sollte nur mit einem organischen Dünger nachgeholfen werden. Denn Kunstdünger stärkt Wachstum und Blattwerk, schadet aber der Blütenbildung. Dahlien im Kübel brauchen hingegen mehr Nährstoffe. Hier kann auf einen Flüssigdünger zurückgegriffen werden.

Artikelbild: © alfotokunst / Bigstock.com

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