Ingwer – Eine rundherum heilsame Knolle

Ingwer – Eine rundherum heilsame Knolle

Ingwer oder Zingiber officinale ist eine beliebte Heilpflanze auf Grund der entzündungshemmenden Wirkung. Im naturheilkundlichen Bereich gilt die Knolle Zingiber officinale als überaus heilsam. Ingwer schmeckt als Tee und hilft beispielsweise gegen Erkältungen. Dem Ingwer werden auch weitere heilsame Wirkungen zugesagt, wie zum Beispiel für Diäten oder verbesserte Organfunktionen.

Ingwer – Eine rundherum heilsame Knolle

Der Ingwer ist eine knollenartige Pflanze, deren Rhizom als Küchengewürz und als Arzneipflanze zum Einsatz kommt. Der Ingwerwurzelstock wird für den Verzehr von einer dünnen Haut befreit, die einfach abgeschnitten werden kann. Es genügen kleine Mengen des Ingwers für die Küche oder für einen Arzneitee. Der Ingwer schmeckt auf Grund seiner Scharfstoffe zunächst eher scharf, jedoch anders als durch den Wirkstoff Capsaicin.  Capsaicin ist im Ingwer nicht enthalten. Der Geschmack enthält weiterhin eine zitronige Note.

Ingwer enthält den Wirkstoff Gingerol, der in der Anwendung als Arznei viele Vorzüge aufweist. Eine entzündungshemmende Wirkung bei Erkältungen ist nahezu erwiesen. Darüber hinaus wird dem Ingwer eine positive Wirkung für den Stoffwechsel zugesagt und eine heilsame Wirkung für den Magen. Ist der Magen etwa überfüllt oder übersäuert, soll Ingwer helfen können. Speisen werden durch die Würze des Ingwers nicht nur schmackhafter, sondern auch bekömmlicher.

Anbau, Aussaat und Pflanzung

Die Herkunft der Ingwerpflanze ist nicht gesichert. Vielleicht ist es Sri Lanka, aber auch eine Herkunft im pazifischen Raum wird vermutet. Sie wächst sehr weit verbreitet in den Subtropen und Tropen. Die Knolle gehört zu der Familie der Ingwergewächse. Die Ingwerwurzel gedeiht beispielsweise in Frankreich, China, Indonesien, Japan, Indien oder auch in Australien.

Die Ingwerpflanze kann in Form der Wurzel an der Zimmerluft aufbewahrt werden. Dort treibt sie nach einigen Wochen und bildet neue Wurzelabzweigungen. Sie treibt umso besser, je feuchter es ist. Ein kleines, einige Zentimeter großes Stück von der Ingwerwurzel wird deswegen am besten leicht befeuchtet oder teilweise in ein Wasserglas gestellt. Sobald neue Triebe ausreichend lang sind, kann der Ingwer in einen Topf mit Erde eingesetzt werden.

Die Wurzel muss nur leicht mit Erde bedeckt sein. Oberhalb der Erde bilden sich grüne Pflanzentriebe. Die Erde sollte leicht feucht sein, aber niemals nass. Der Ingwer benötigt Wärme und gedeiht deswegen gut im Innenraum. Nach etwa acht bis zehn Monaten hat sich eine größere Knolle gebildet, die abgewaschen und verzehrt werden kann. Am besten wird nicht zu viel Ingwer geerntet, sondern nur der Bedarf. Die Knolle kann abgeschnitten werden oder es wird gleich mit einem Reststück weiter gezüchtet.

Die Ingwerknolle kann auch an der Luft liegen bleiben und neue Triebe dort laufend verwendet werden. Ein Einsetzen in die Erde muss nicht nötig sein.

Der Anbau von Ingwer
StandortIn der Küche
BodenNormale Blumenerde
VorkommenIn den Tropen und Subtropen
HerkunftDie Herkunft ist unbekannt

Merkmale, Aussehen und Wuchs

Die Ingwerwurzel ist eine Knolle, die sich weit verzweigen und zu einem großen Ingwerwurzelstock heranwachsen kann. Die Ingwerknolle besitzt kleine Abschnitte, die von ringartigen Strukturen abgegrenzt sind. Die Knolle ist von einer dünnen, beigefarbenen Schale überzogen. Nach oben hin wachsen grüne Zweige, etwas ähnlich dem Schilf. Der Ingwer blüht beispielsweise Rot und Gelb und verfügt über große, lanzettförmige Blätter. Das Gewürz Ingwer wird niemals zusammen mit dem oberen Teil der Pflanze verwendet. Die Wurzel ist an zahlreichen Verzweigungen zu erkennen.

Zusammengefasst:

  • Eine weit verzweigte Knolle
  • Pflanze mit großen, lanzettartigen Blättern
  • Blüte in Rot und Gelb
  • Hoher Wuchs der Pflanze

Die beliebte Knolle ist eine Pflanze der Gattung Zingiber oder einfach Ingwer. Diese ist ein Teil der Familie der Zingiberaceae oder Ingwergewächse. Es scheint vom Ingwer selbst keine weiteren Sorten zu geben. Das verwendete Gewürz von der Ingwerpflanze stammt von einer Ingwersorte.

SteckbriefIngwer
BezeichnungZingiber officinale
HerkunftPazifische Inseln, Sri Lanka
VerbreitungFrankreich, Südafrika, China, Indien, Japan, Indonesien, Australien
InhaltsstoffeGingerol, Zingiberon, Shogaol, Eisen, Magnesium, Calcium, Vitamin C, ätherische Öle
HeilwirkungArthrose, Magen-Darm-Beschwerden, Rheuma, Entzündungen, Gingivitis, Anregung der Gallenblase, Diäten, Erkältungen, Muskelschmerzen
EinsatzbereicheRezepte in der Küche, Ingwertee
Anbauim Blumentopf bei Raumtemperatur
Erntenach 10 Monaten
Pflegeregelmäßig gießen

Herkunft und Vorkommen des Ingwers

Der beliebte Ingwertee von der Wurzel des Zingiber stammt zunächst aus den Tropen und Subtropen. Die gedeiht auf nahezu allen Kontinenten sehr gut. Es gibt einige Länder, in denen die Ingwerpflanze optimal gedeiht. Die gesunde Heilpflanze wächst beispielsweise in China, Japan, Australien, Frankreich, Indonesien, Indien oder Nigeria und Südamerika. Es ist auf Grund der weiten Verbreitung nicht klar, woher genau der Ingwer stammt. Die Pflanze könnte von Sri Lanka kommen, aber auch die pazifischen Inseln kommen für die Herkunft in Frage.

Ernte und Lagerung (Blütezeit)

Der Ingwer kann bequem im Supermarkt gekauft werden. Der Anbau Zuhause gelingt überwiegend gut. In einem Blumentopf in einem warmen Raum und mit ausreichend Feuchtigkeit ist eine Ernte einmal im Jahr möglich. Die Lagerung der Wurzel erfolgt gut im Kühlschrank, aber auch an der Raumluft. In der leicht feuchten Raumluft der Küche kann der Ingwer neue Seitentriebe bilden. Auch auf diese Weise ist eine langsame Vermehrung möglich. Die Lagerung ist im Kühlschrank und an der Raumluft möglich.

Pflege, Krankheiten und Schädlinge der Ingwerwurzel

Die Ingwerpflanze ist pflegeleicht. Sie benötigt an sich keinen besonderen Dünger, sondern nur eine gute Blumenerde. Die Erde wird dann ausreichend feucht gehalten. Sie darf nicht nass stehen. Schädlinge sind zunächst nicht bekannt. In Europa sollten kaum Schädlinge im privaten Anbau der Ingwerwurzel auftreten. Es kann sein, dass der obere Bereich der Pflanze von Fliegen heimgesucht wird.

Zu viel Feuchtigkeit kann dem Ingwer schaden. Dann können durchaus Schimmel und Schädlinge auftauchen. Der Ingwer schützt sich sonst aber selbst gegen Angreifer.

Anwendungsgebiete und -beispiele, Nutzung und Heilwirkung

Der Zingiber ist eine Heilpflanze und Gewürzpflanze. Hierbei kommt allein die Wurzel zum Einsatz. Die Wurzel kann frisch oder auch als Pulver getrocknet genutzt werden. Es gibt Ingwer sogar in Kapselform, kandiert oder als Tropfen. Der entscheidende Wirkstoff heißt Gingerol. Die Heilwirkung ist überaus vielseitig. Von der Diät bis hin zur Erkältung findet die Ingwerknolle einen Einsatz. Bekannt ist der heilsame Zingiber ebenso bei Beschwerden im Magen-Darm-Trakt oder für die Anregung des Stoffwechsels.

In der Ernährung findet der Ingwer eine Anwendung in roher und gekochter Form. Ingwer passt zu asiatischen Reisgerichten oder zu vielen Gemüsegerichten. Im Ingwertee wird der Ingwer roh genutzt. Dabei erfolgt die Zubereitung für einen Tee oder für die gesunde Verwendung als Gewürz in Speisen sehr einfach. Hier nochmals die Anleitung für Tee:

  1. Ein kleines Stück Ingwer von etwa zwei Zentimetern genügt.
  2. Die feine Schale kann abgeschnitten werden. Alternativ kann sie nach dem Waschen auch mit genutzt werden.
  3. Der Ingwer wird in feine Stückchen oder Scheiben geschnitten.
  4. Sprudelnd heißes Wasser wird über den Ingwer in einen Teebecher gegossen.
  5. Der Ingwertee wird zehn Minuten abgedeckt und ist dann fertig.
  6. Ein Ingwertee kann mehrfach aufgegossen werden.

Der Ingwer wird wegen seiner virustatischen, entzündungshemmenden, antioxidativen und antiemetischen Wirkung gern eingesetzt. Zingiber kann zum Beispiel dabei helfen, Entzündungen im Körper zu bekämpfen. Sogar Mediziner empfehlen die Anwendung von Ingwer. Beliebte Anwendungsbereiche sind beispielsweise

  • Arthrose
  • Rheuma
  • Entzündungen
  • Gingivitis
  • Anregung der Gallenblase
  • Erkältungen
  • Muskelschmerzen
  • Übelkeit und
  • Magen-Darm-Beschwerden

Dies sind nur einige der heilenden Eigenschaften, die zu nennen sind. Seine Anwendung im Tee erfolgt sehr einfach. Hierfür wird sprudelndes Wasser verwendet. Der Ingwer wird ohne Schale in kleine Stücke oder Scheiben geschnitten und mit dem Wasser übergossen. Es ist empfohlen den Tee abgedeckt für etwa zehn Minuten ziehen zu lassen. Der Tee kann mehrfach aufgegossen werden und die kleinen Ingwerstückchen sind danach noch verzehrbar.

Darüber hinaus ist der Ingwer auch beliebt in der Homöopathie. Er wird in heißen Ländern wie Indien gern als vielseitige Heilpflanze gegen allerlei Leiden eingesetzt.

Inhaltsstoffe der Pflanze

Der Zingiber ist eine Knolle mit zahlreichen wertvollen Inhaltsstoffen. Auch als Lebensmittel ist die Ingwerpflanze aus diesem Grund durchaus wertvoll und sollte ruhig häufig verzehrt werden. Die Ingwerknolle verfügt zunächst einmal über Scharfstoffe. Diese verursachen seine Würze und wirken teils gegen Entzündungen. Gingerol, Shogaol und Zingeron heißen diese Scharfstoffe. Gingerol gilt dabei als ein Wirkstoff im Ingwer.

Wichtige Bestandteile neben Stoffen wie Zingiberen, Zingiberol und Diarylheptanoiden sind sicherlich die wertvollen Mineralien. Auch diese zeigen eine heilsame Wirkung im Körper und wirken gegen Mangelerscheinungen. Eisen, Phosphor, Magnesium, Calcium und Natrium sind im Ingwer in kleinen Mengen enthalten. Allgemein enthält der Ingwer außerdem Vitamin C, Cineol, Diarylheptanoide, Harzsäuren und ätherische Öle. 

Hier finden Sie einige der gesunden Inhaltsstoffe des Gewürzes nochmals in einer kurzen Übersicht:

  • ätherische Öle
  • Gingerol
  • Shogaol
  • Zingeron
  • Vitamin C
  • Diarylheptanoide
  • Harzsäuren
  • Cineol
  • Eisen
  • Natrium
  • Calcium
  • Magnesium
  • Phosphor 

Infos zur Giftigkeit der Pflanze

Der Ingwer als Knolle gilt als Gewürz in der Küche und Heilpflanze. Die Ingwerknolle ist als Ingwertee überaus bekömmlich. Zingiber sollte trotzdem aber nicht im Übermaß genossen werden. Gingerol kann auch eine unangenehme Wirkung erzeugen. Bei Erkältung, in der Diät und in der Ernährung ist die Ingwerpflanze natürlich gesund, aber nur bis zu einer bestimmten Menge.

In der Zubereitung sollte darauf geachtet werden, dass die Heilpflanze in Pulverform höchstens in einer Menge von fünf Gramm verzehrt wird. In frischer Form sind es maximal fünfzig Gramm. Die Ingwerknolle kann dann beispielsweise die Flora in Magen und Darm schädigen. Die Scharfstoffe und die weiteren Wirkstoffe der Ingwerpflanze dürfen nur in Maßen konsumiert werden.

Ingwertee oder Zingiber darf als Heilpflanze nur in Maßen konsumiert werden. Niemals mehr als fünfzig Gramm frischen Ingwer einnehmen.

Wissenswertes zur Pflanze

Gingerol zeigt eine hemmende Wirkung auf die Blutgerinnung. Diese Wirkung sollte beachtet werden, falls eine Anwendung bei Blutern vorgenommen wird. Die Ingwerpflanze ist sonst aber absolut unbedenklich und ist bekannt als Heilpflanze in der TCM und in der Medizin in Europa und etwa auch in arabischen Ländern. Die Heilpflanze gibt es günstig und einfach zu kaufen.

Zusammenfassung

Die Ingwerwurzel ist eine Heilpflanze, die am besten als Tee genossen wird. Sie ist ein Gewürz und eine Heilpflanze in einem. Zingiber wirkt gegen Erkältungen, Magen-Darm-Beschwerden, Entzündungen, bei Diäten und etwa auch gegen Rheuma und Arthrose.

Artikelbild: beats / Bigstock.com


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