Energiesparende Maßnahmen im Haushalt

Energiesparende Maßnahmen im Haushalt

Wenn Laptop, Fernseher und Küchengeräte auf Hochtouren laufen, das heiße Badewasser lockt und die Heizung kräftig aufdreht, dann spürt das die Familie spätestens auf ihrer Energierechnung. Nur in den wenigsten Fällen reichen die monatlichen Vorauszahlungen für Wärme, Strom und Wasser aus, meistens flattert die Rechnung für eine Nachzahlung ins Haus. Dass das nicht nur den Geldbeutel betrifft, sondern auch die Umwelt, zeigen die Folgen des Klimawandels und der Erderwärmung. Denn noch immer stammt ein großer Teil des Stroms in Deutschland aus fossilen Energieträgern wie Kohle und Atomkraft – und die tragen enorm zur übermäßigen Freisetzung von Kohlendioxid bei.

Wie aber können Verbraucher ihre Energiekosten im Haushalt sinnvoll senken? Welche Möglichkeiten bieten sich, spürbar Energie zu verringern und das ohne Abstriche im Wohnkomfort? Wer glaubt, dass Energiesparen viel Geld und Aufwand verschlinge, der irrt: in jedem Haushalt steckt verborgenes Energiesparpotenzial, dass nur wenige Handgriffe erfordert. Wer langfristig umweltfreundlich leben möchte, für den eignen sich dann gezielte Investitionen in einen Umbau oder beim Neubau – zum Beispiel bei der Dämmung.

Kleine Handgriffe – große Wirkung: Heizen für Einsteiger

Das Verhalten in den eigenen vier Wänden beeinflusst den Energieverbrauch enorm. Umso stärker wirken sich alltägliche Veränderungen auf den Verbrauch von Wärme, Strom und Wasser aus. Wie viel dabei gespart werden kann, das zeigen die folgenden Beispiele: so beträgt allein das Sparpotenzial der Wärme etwa 44 Prozent. Damit können vier-Personen-Haushalte ihren durchschnittlichen Verbrauch von 135 Kilowattstunden pro m² fast um die Hälfte verringern. Der erste Schritt ist es, die Raumtemperatur zu senken: Schon 1°C weniger spart auf das Jahr gerechnet 6 Prozent. Ein ebenso simpler Trick ist es, nachts die Vorhänge zu schließen. Dadurch vermeiden die Bewohner, dass bis zu 50 Prozent der Wärme verloren geht. Besonders überraschend: Schon drei bis fünfmaliges Stoßlüften täglich spart bis zu 15 Prozent Energie.

Mit einem Klick vom Netz: Stromsparen leicht gemacht

Der durchschnittliche Stromverbrauch für einen vier-Personen-Haushalt beträgt 3400 kWh. Hier liegt das Sparpotenzial sogar bei 59 Prozent. Einfach, aber effektiv ist das Steckerziehen: Indem man Geräte vom Stromnetz trennt, die gar nicht in Gebrauch sind, kann man 10 Prozent Strom sparen. Und der Standby-Modus vieler Elektrogeräte ist zwar praktisch, doch die Geräte verbrauchen durchgängig Strom. Wer viele solcher Elektrogeräte im gleichen Zimmer hat, für den eignen sich ein- und ausschaltbare Steckleisten. Mit einem Klick trennt ein Schalter alle angeschlossenen Geräte vom Stromnetz und spart 60 Prozent des Stroms.

Heimliche Stromfresser und Energiefallen im Haushalt sind z.B.: Wasser auf dem Herd erhitzen, Vorwäsche der Waschmaschine, der Standby-Modus von Elektrogeräten, Geräte in der Steckdose, die gar nicht in Gebrauch sind oder die Klospülung mit mehr als 10 Litern.

Sparpotenzial im Badezimmer: effizienter Umgang mit dem Wasser

Die Deutschen lieben ihre Wohlfühloase im Badezimmer. Doch der Wasserverbrauch beim Baden ist fast doppelt so hoch, als wenn regelmäßig die Dusche genutzt würde. Neben der Dusche kann auch bei der Toilettenspülung der Wasserverbrauch reduziert werden: Indem der WC-Spülkasten auf maximal zehn Liter pro Spülgang eingestellt wird, können bis zu 30 Prozent an Wasser eingespart werden. Und wer beim Wäschewaschen auf die Vorwäsche verzichtet, spart mit 15 Euro im Jahr auch noch etwas ein.

Bewusst bauen, achtsam einkaufen: energieeffiziente Geräte & Dämmungen

Wer langfristig Energie sparen will und eine umweltbewusste Lebenseinstellung verfolgt, der kann durch gezielte Veränderungen am Haus für Jahrzehnte seinen Verbrauch verringern. Vor allem Dämmungen der Fassade und im Dach senken die Heizkosten um bis zu 19 Prozent bzw. 13 Prozent. Wer moderne Solarthermie nutzt, der kann sogar bis zu 60 Prozent seiner Heizkosten vermeiden. Beim Einkauf von Elektrogeräten sollten Verbraucher daneben auf eine angemessene Effizienzklasse Wert legen: Kühlschränke, Waschmaschinen und andere Elektrogeräte sind seit einigen Jahren in Effizienzklassen unterteilt.

Um Strom einzusparen, sollten Sie auf Geräte der Klassen A bis G komplett verzichten und sich nur noch A+ bis A+++ anschaffen. Eine lohnenswerte Großinvestition ist die Photovoltaikanlage auf dem Dach. Sie spart bis zu 25 Prozent an Hausstrom. Auch im Badezimmer und der Küche helfen kleinere und größere Umbauten, den Wasserverbrach zu begrenzen. So sind in allen Baumärkten mittlerweile praktische Spararmaturen für Wasserhähne und Duschen erhältlich. Sie reduzieren den Wasserverbrauch um bis zu 50 Prozent. Wer zusätzlich eine Regenwassernutzungsanlage im Garten installiert, kann weitere 50 Prozent an Wasser einsparen.

Umweltfreundlich wohnen: die größten Sparpotenziale

  • 50% Strom: Die wichtigsten Elektrogeräte wie Kühlschrank, Herd und Waschmaschine nur noch in den Energieeffizienzklassen A+ bis A+++ kaufen.
  • 60% Wärme: die ausgeklügelten Speichertechniken der Sonnenkollektoren von Solarthermie nutzen.
  • 50% Wasser: Regenwassernutzungsanlagen versorgen Toilette und Waschmaschine mit Regenwasser.
  • 80% Strom: Klein aber fein arbeiten Energiesparlampen, die lange halten.
Energiesparen im Haushalt

Energiesparen im Haushalt

Energiesparen kostet – zinsgünstige Kredite helfen

Trotz vieler kostenloser Maßnahmen wie Energiesparlampen müssen alle Haushalte tief in die Tasche greifen, die dauerhaft umweltfreundlich leben und unabhängig von fossilen Brennstoffen sein möchten. Aber nur durch eine angemessene Dämmung der Fassade und des Daches sowie nachhaltiger Wasser- und Energiekreisläufe im Haus können sie sich das volle Sparpotenzial sichern.

Diese Investitionen jedoch kosten: So sind Solarthermie-Anlagen für knapp 4.500 Euro erhältlich, kosten je nach Typ aber bis zu 10.000 Euro. Regenwassernutzungsanlagen schlagen mit 3.000 bis 5.000 Euro zu Buche und auch neue Dämmungen können einige Tausend Euro verschlingen. Auch deshalb lohnt sich der Blick auf Kreditmöglichkeiten. Wer sich einen Überblick verschaffen möchte, der ist mit einem Online-Kreditvergleich wie bei https://www.smava.de/kreditvergleich/ beraten. Hier muss er nur den Betrag für seine neue Regenwassernutzungsanlage sowie die Laufzeit eingeben und sieht sofort seine Kreditoptionen und die Zinsen. Entscheidet er sich für ein Angebot, kann er innerhalb weniger Tage mit der Umsetzung seiner Idee beginnen – und seine vier Wände energieeffizient gestalten.

Zusammenfassung

Strom, Wasser und Wärme zu verringern, schont nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel. Jedem Haushalt steht dafür eine ganze Palette einfacher Maßnahmen zur Verfügung: von schaltbaren Steckleisten über Energiesparlampen bis hin zur Toilettenspülung. Auch kleine Investitionen in Spararmaturen oder energieeffiziente Elektrogeräte senken den Energieverbrauch. Für Hausbauer und Eigentümer lohnen sich energieeffiziente Fassaden- und Wärmedämmungen sowie Photovoltaikanlagen, die langfristig den Energieverbrauch auch großer Häuser enorm verringern. Sie können auf zinsgünstige Kredite wie bei Kreditvergleichsportalen zugreifen und ihre Projekte in die Tat umsetzen.

Artikelbild: AndreyPopov / Bigstock.com

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.