Gartenteich anlegen: die Kosten

Gartenteich anlegen: die Kosten

Ob zum Schwimmen oder nur zum Bestaunen, ein Gartenteich ist in jeder grünen Oase ein echter Hingucker. So mancher Gärtner wünscht sich solch ein Gewässer für die Atmosphäre im Garten. Der Bau kann auf unterschiedliche Art und Weise realisiert werden. Welche Kosten auf den Gartenbesitzer zukommen, hängt dabei von verschiedenen Faktoren ab.

Die Material- und die Arbeitskosten eines Gartenteichs

Wer einen Gartenteich anlegen will, muss zunächst zwischen den Material- und Arbeitskosten unterscheiden. Die Materialkosten hängen von der gewählten Art des Teiches. Grundsätzlich gehören dazu:

  • Fertigbecken oder Teichfolie
  • Vlies
  • Sand
  • Gerät zum Aushub
  • einzusetzende Technik
  • Pflanzen
  • Tiere

Bei den Arbeitskosten kann durch Eigenleistung viel gespart werden. Hier gehören dazu:

  • Ausheben der Erde
  • gegebenenfalls Entsorgung der Erden
  • Gelände modellieren
  • Sand einsetzen
  • Becken einsetzen oder Teichfolie verlegen
  • Technik verlegen
  • Pflanzen einsetzen

Die Arbeitskosten sinken pro Quadratmeter Wasserfläche, sodass größere Gartenteiche in diesem Bereich günstiger werden. Die Materialkosten steigen. Daher lohnt es sich vor allem bei großen Teichen, die Gesamtkosten mit Eigenleistung zu senken.

Unterschiedliche Typen – unterschiedliche Kosten

Teich ist nicht gleich Teich: Ein Gartenteich kann klein und flach sein, aber auch große und tiefe Gewässer sind denkbar. Soll er zum Schwimmen geeignet sein, naturbelassen bleiben oder gar Fischen ein Heim bieten? Es gibt zahlreiche verschiedene Arten von Gartenteich, die gebaut werden können. Die Kosten dafür sind dementsprechend auch unterschiedlich. Generell sind die Kosten von folgenden Faktoren abhängig:

  • Bauart
  • Fläche
  • notwendige Technik
  • Flora und Fauna

Bauart:

Grundsätzlich kann ein Teich mittels Folie oder einem Fertigbecken errichtet werden. Die einfache Bauweise ist der größte Vorteil von Beckenteiche, denn hier muss lediglich eine Grube für den Teich ausgehoben werden. Mit Sand werden eine gerade Fläche geschaffen und auch Hohl- und Zwischenräume gefüllt. Alle anderen Funktionen des Teiches werden mit der fertigen Schale gegeben, die im Handel gekauft werden kann. Jedoch ist der Gärtner auf vorgefertigte Größen festgelegt.

Die zweite Möglichkeit, einen Teich zu bauen, kann mittels Folie realisiert werden. Sie ist vor allem für Biotope geeignet. Soll der Teich besonders natürlich aussehen, ist die Folie ebenfalls die Wahl Nummer eins – denn im Gegensatz zum Becken sind hier keine Ränder zu sehen. Bei dieser Variante fallen mehr Arbeiten an, denn neben Teichfolie braucht es auch Teichvlies und ebenso Sand. Die Teichgrube braucht zudem auch eine Flachwasser- und Sumpfzone, sodass auch das Ausheben aufwendiger ist. Wird ein großer Teich gebaut, muss die Teichfolie, die zumeist dann in Bahnen verlegt wird, miteinander verschweißt werden.

Die Kosten der Teichfolie sind von Tiefe und Gegebenheiten abhängig, denn sie hat unterschiedliche Stärke. So kann kaum mit pauschalen Kosten gearbeitet werden. Ein Folienteich ist immer individuell.

Vergleicht man beide Varianten im Punkt Kosten, ist der Bau mittels Fertigbecken in der Regel dennoch teurer, wie eine Vergleichsrechnung eines Handwerkerportals zeigt. Einfachheit schlägt sich hier auf den Preis nieder.

Kosten für Folienteich pro Quadratmeter:

  • Aushub 41 – 133 Euro
  • Sand 13 Euro
  • Folie und Vlies 27 – 53 Euro
  • Folie einsetzen 26 – 40 Euro
  • Summe: 107 – 239 Euro

Kosten für Folienteich pro Quadratmeter:

  • Aushub 41 – 133 Euro
  • Sand 13 Euro
  • Becken 106 – 133 Euro
  • Becken einsetzen 13 – 26 Euro
  • Summe: 173 – 305 Euro

Fläche

Ein weiterer Faktor, der wichtig für die Gesamtkosten beim Anlegen eines Gartenteichs ist, ist natürlich die Größe. Die Fläche beeinflusst unter anderem die Größe des zu kaufenden Beckens oder wie viel Teichfolie gebraucht wird. Ein kleines Becken kann schon ab 100 Euro gekauft werden, Becken mit großem Fassungsvermögen kann aber auch schon 2000 Euro kosten.

Soll es beispielsweise ein Schwimmteich werden, braucht es eine gewisse Tiefe, ein größeres Becken oder mehr Material. Dann ist auch mehr Folie einzuplanen. Mehr Tiefe bedeutet auch mehr Aushub der Grube – je mehr Boden entfernt werden muss, desto höher die Kosten.

Technik

Auch die Art des Teiches bestimmt die Kosten, denn bei manchen braucht es keine Pumpe und Co. Soll es ein Naturteich bleiben, ist keine Technik notwendig, denn hier kann das Wasser gern trüb werden. Denn in der Regel sind diese Teiche ungefiltert, müssen aber von Zeit zu Zeit ausgeräumt werden. Bei größeren Naturteichen empfiehlt sich jedoch der Einbau eines Filtergrabens. Schwimmteiche hingegen sollten klares Wasser besitzen. Daher braucht es hier allerlei Technik, um dies zu erreichen. Pumpe, Filter und Co müssen auf die Kosten aufgeschlagen werden. Ebenso muss die Teichfolie einen UV-Schutz aufweisen, da die Sonnenstrahlen ungehinderte auf sie fallen.

Bei Schwimmteichen braucht es zudem spezielle Teichfolie, die vor allem am Einstiegsbereich rutschfest sein sollte.

Flora und Fauna

Soll der Gartenteich bevölkert werden, sind die Kosten ebenfalls anders. Fische fressen gern die vorhandenen Unterwasserpflanzen und der natürliche UV-Schutz entfällt hier ebenfalls. Zudem braucht die Teichfolie eine gewisse Stärke, um vor Beschädigung geschützt zu sein – eine Panzerung wird hier notwendig. Auch die Randgestaltung ist bei belebten Teichen eine andere. Hinzu kommen die beim Gartenteich anlegen Kosten für die Bepflanzung – die jedoch nicht immer teuer sein muss. Einheimische Gewächse machen hier ebenfalls eine gute Figur.

Auch die Sicherheit sollte beim Gartenteich nicht vernachlässigt werden. Jeder Gärtner sollte beim beim Gartenteich anlegen Kosten nicht zugunsten der Sicherheit sparen, wenn es darum geht, den Teich unzugänglich für Kinder unter drei Jahren zu machen. Zäune sind hier nur eine Lösung.

Selbstbau versus Profiauftrag: Verschiedene Modelle

Nicht jeder Gärtner ist auch ein begnadeter Heimwerker und kann mühelos den Teich selbst anlegen. Zweifelsohne ist dies meist die preiswerteste Bauweise. Kleine Geräte zum Ausheben der Teichfläche können oft ausgeliehen werden, die Kosten liegen bei rund 250 bis 500 Euro am Tag.

Doch nicht alle anfallenden Arbeiten können immer selbst ausgeführt werden. Wer sich das Ausheben beispielsweise nicht zutraut, kann einen Profi beauftragen – dann kostet das Ausheben rund 80 bis 100 Euro pro Stunde. Zudem kommt auch noch ein Abtransport der ausgehobenen Erde, die ebenfalls von einer Firma ausgeführt werden sollte, wenn keine Verwendung dafür da ist. Dieser kostet zwischen 10 und 20 Euro pro Kubikmeter.

In einem anderen Modell kann der Gärtner selbst die Grube für den Teich graben, aber für das Verlegen und Verschweißen von Teichfolie und Technik einen Profi beauftragen. Wiederum andere Gärtner legen die Planung in Expertenhände, führen den Bau aber selbst aus. Diese kostet meist rund 10 Prozent des Gesamtvolumens.

Aber auch der gesamte Bau des Gartenteiches kann in die Hand von Profis gelegt werden. Es gibt zahlreiche Gartengestaltungsfirmen, die das gern übernehmen. Je nach Größe, Art und Umfang des Auftrages wird der Preis jedoch steigen. Ein Komplettangebot, von der Planung bis zur Fertigstellung kostet gern mehrere Tausend Euro.

Zusammenfassung

Ein Gartenteich kann die grüne Oase bereichern. Doch die Kosten hängen davon ab, ob es ein kleiner oder großer Teich sein soll und wie der Gärtner ihn nutzen will. Vor allem bei großen Teichen lohnt es sich, viel Eigenleistung zu erbringen, denn dann können die Gesamtkosten deutlich sinken.

Artikelbild: © Yura White / Bigstock.com

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