Kabel von Elektrogeräten sicher verlegen

Kabel von Elektrogeräten sicher verlegen

Arbeiten am Stromnetz sind grundsätzlich mit hohem Risiko verbunden, insbesondere wenn man hier als Laie agiert und zu nachlässig mit den wichtigsten Grundsätzen der Eigensicherung verfährt. Dieser Bereich zählt dann auch zu den typischen Ursachen für Unfälle im häuslichen Bereich, obwohl man sich mithilfe der richtigen Anleitungen und vor allem durch Gebrauch passenden Werkzeugs, ausreichend wie umfangreich schützen kann. Elektrogeräte können deshalb nicht mal „einfach so“ repariert oder ausgebaut werden, schon allein aus Gründen des häuslichen Brandschutzes empfiehlt sich dies nicht.

Wir geben Ihnen die nötigen Informationen für die Verlegung von Elektrokabeln im Haushalt.

Die wesentlichen Voraussetzungen einhalten

Kupfer gilt als zentrales Element bei stromleitenden Kabeln, da es mit Abstand die besten Eigenschaften hierfür aufweist und zudem flexibel verbaut werden kann. Sie weisen eine äußere Isolierung auf und können dadurch im Haushalt problemlos an allen möglichen Stellen zum Einsatz kommen. Die Ursachen für eine Brandentwicklung sind vielfältig, lassen sich aber häufig auf eine unsachgemäße Verlegung oder unzureichende Sicherheitsabstände zurückführen. Auch eine Überlastung der Kabel, beispielsweise durch eine falsche Dimensionierung, kann zu Kurzschlüssen führen. Das Ganze hat aber noch in einem anderen Bereich eine Bedeutung, denn oftmals ist der Versicherungsschutz durch unzureichende Kabelverlegung gefährdet. Eine regelmäßige Inspektion durch versierte Fachleute, die anhand von Normen und Branchenempfehlungen vorgehen, gilt als wesentliche Grundlage zur Sicherung des Versicherungsschutzes.

Ursachen für Elektrobrand können deshalb auch darin begründet sein, dass defekte Geräte zu einer Materialermüdung führten. Diese Umstände sind häufig in nachgemachten oder ausgebauten Geräten erkennbar, die beispielsweise ohne das GS-Prüfzeichen verkauft werden. Eine genaue Vorgehensweise ist auch deshalb so wichtig, weil sich Defekte über längere Zeit ziehen können und Brände schlagartig entstehen. Wichtig sind deshalb vor allem hochwertige und insbesondere neue Kabelummantelungen, die zeitgemäße Sicherungen aufweisen und zudem über Sicherheitssteckdosen betrieben werden. Solche Maßnahmen haben jedoch ausschließlich dann einen näheren Sinn, wenn die Verlegung sachgerecht verlief.

Spannungsfreies Arbeiten

Sicherheit geht beim Verlegen von Kabeln vor, so auch die konkrete Kenntnis des Stromkreises von Bedeutung ist. Aus diesem Grunde muss zunächst überprüft werden, ob man wirklich spannungsfrei im Netz arbeiten kann. Dazu schaltet man den jeweiligen Stromkreis ab und nutzt einen Spannungsprüfer. Empfehlenswert ist der Gebrauch von zweipoligen Spannungsprüfern, bevor mit der Arbeit begonnen wird. Dabei wird eine Spitze des Spannungsprüfers an die stromführende Leitung, die andere abwechselnd an Kontakte des Neutral- und Schutzleiters gelegt. Vermeiden sollte man den Gebrauch von einpoligen Phasenprüfern, da die Ergebnisse zu ungenau und wenig präzise sind.

Ausschließlich dann, wenn Sie Anschlüsse an den Sicherungskasten koppeln möchten, bedarf es hierfür eines Elektrikers. Alle anderen Arbeiten, wie das Verlegen eines Stromkabels oder gar ganze Elektroinstallationen, können selbst vorgenommen werden. So zumindest die rechtliche Lage.

  • Im Wohnbereich verlegt man im Unterputz, ausschließlich in Kellern ist eine Verlegung im Aufputz üblich. Dies vorausgeschickt, muss ein genauer Plan erstellt werden. In diesem wird die Lage von Lichtschaltern, Steckdosen und anderen Anschlüssen skizziert. Markierungen direkt an der Wand sind hilfreich.
  • Zur Entfernung von Isolierungen sind ein Entmantler oder alternativ ein Kabelmesser nötig. Elektrozangen bieten eine Isolierung für jeweils aufgedruckte Spannungen.
  • Halten Sie genügend Abstand zu warmen Rohrleistungen, Fernmeldeleitungen und Blitzschutzanlagen.
  • Installationszonen sind bei Verlegungen im Putz vorgesehen, in Bezug auf Schalter und Steckdosen dürfen Kabel hier selbstverständlich nur senkrecht oder waagerecht verlegt werden.
  • Vorzugsmaßen bei horizontalen Verlegungen sind jeweils 30 Zentimeter unter der fertigen Deckenfläche oder Fußbodenflächen respektive 100 Zentimeter bei Letzterem. Bei vertikalen Verlegungen gelten Abstände von 15 Zentimetern neben Rohbaukanten und –ecken als sinnvoll.

Artikelbild: © Dmitry Kalinovsky / Shutterstock

1 Kommentar

  1. shooinggirl 07.04.2018 16:42 Uhr

    Was wäre ein genügender Abstand zu warmen Rohrleitungen ?

    direkt antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.