Sicherheitstüren, Innenraumtüren und Co.

Sicherheitstüren, Innenraumtüren und Co.

Türen für den Wohnungsbau sind für die Gestaltung und Sicherheit enorm wichtig, werden sie doch tagtäglich genutzt und stellen mitunter die einzige Barriere im privaten Raum dar. Spätere Anpassungen, wie auch ein Austausch oder eine Renovierung defekter Elemente, sind mit finanziellem wie zeitlichem Aufwand verbunden. Die Tatsache, dass mittlerweile eine Reihe von Verbundstoffen und Technologien im privaten Wohnungsbau ihren Platz gefunden hat, ermöglicht insbesondere Modernisierern und Bauherren eine kostengünstige und breite Wahlmöglichkeit. Hier kann unter verschiedenen Qualitätsstufen, Farbausprägungen und Ausstattungsvarianten gewählt werden.

Wir geben Ihnen Informationen über einzelne Türsysteme und deren Technik, um daraufhin Anhaltspunkte für eine spätere Auswahl zu erhalten.

Sicherheitstüren für Kellereingänge, Werk- und Hobbyräume

Kellereingänge, aber auch unzureichend gesicherte Zugänge über Garagentüren, sind neuralgische Punkte für Einbrecher. Nach aktuellen Statistiken steigt die Anzahl der Einbrüche, die über solche Eingänge einen Zugang zum Haus erhalten haben. Dabei dienen nicht nur Feuerschutztüren dem umfangreichen Schutz, sondern bieten darüber hinaus noch wesentlich höhere Einsparungen hinsichtlich der Wärmedämmung. Man kann also demnach von Multifunktionstüren sprechen, die Sicherheit und Energieeinsparung miteinander verbinden. Elemente der modernen Sicherheitstüren sind insbesondere thermisch getrennte Türblätter, die einerseits eine hohe Wärmedämmung bieten und andererseits eine einbruchhemmende RC2-Sicherheitsausstattung vorweisen. In Deutschland führend ist in diesem Segment insbesondere Hörmann, weitere Informationen dazu finden Sie auch unter www.hoermann.de.

Derartige Ausführungen können vornehmlich als Außenabschluss für Keller, Garagen oder andere Nebengebäude genutzt werden. Klassischerweise werden sie als einbaufertiges Türelement angeboten, Türblatt und Zange sind hier thermisch getrennt, verzinkt und ähnlich RAL 9016 lackiert. Für den hohen Wirkungsgrad verantwortlich ist der PU-Hartschaum, welcher hier das Türblatt ausfüllt und doppelte Dichtungen zusätzlich verstärkt. Derartige Wärmedämmwerte wurden in den Jahren zuvor lediglich von Haustüren erreicht, allerdings bieten diese Multifunktionstüren eine sichere Einbringung in Altbauten mit wärmedämmtechnisch schwierigen Strukturen. Der oben bereits angesprochene Sicherheitsstandard wird serienmäßig durch zwei konische Schwenkriegel mit integrierten, zusätzlichen Sicherungsbolzen und Schlossriegeln gewährleistet. Versicherungen gewähren auf Basis dieser Modernisierung womöglich auch einen Preisnachlass bei klassischen Hausversicherungen.

Hochwertige Optik und praktische Anwendbarkeit bei Innentüren gefragt

Etwas andere Ansprüche und insbesondere Anforderungen stellt man mittlerweile an Innenraumtüren, die Struktur und Form von Räumen nicht unwesentlich beeinflussen. Vor allem flächenbündige Optiken mit Holztürblatt und Stahlzarge liegen im Trend, bieten aber auch darüber hinaus eine hohe Funktionalität. Verdeckt liegende Bänder geben der Oberflächenstruktur eine gleichmäßige und dezente Form. Qualitätshersteller setzen in der Produktion auf massive Vollspan-Türblätter, die mit 4-seitig umlaufenden Schichtholz-Verstärkungsrahmen und Massivholz-Einleimer ausgestattet sind. Gerade regelmäßige, starke Beanspruchungen würden normalerweise bei klassischen Türblättern mit Wabeneinlage oder Röhrenspan zu einem sich verziehenden Türblatt führen. Dieser Effekt, mitunter der stärkste Verschleiß bei Innenraumtüren überhaupt, wird hierdurch spürbar eingedämmt.

Auch Modernisierer profitieren von diesem Ansatz in Materialauswahl und Produktion, denn Ausführungen mit 2-schaliger Umfassungszange sind insbesondere auch in Leichtbau- und Massivbauwände integrierbar. Derartige Zargen sind heutzutage verzinkt, grundiert, seidenmatt pulverendbeschichtet und werden mit einem TPE-Dämpfungsprofil angeboten. Auch ökologische Ansprüche sind von Belang, insbesondere setzen Qualitätshersteller auf eine PEFC-Zertifizierung. Dennoch sind, vor allem dank hochwertiger Endbeschichtungen und Zargen mit unsichtbaren Gehrungen, nahezu alle RAL-Farben möglich. Hiermit können Küchen, ebenso wie Wohn- und Schlafzimmertüren in beliebigen Farbkreationen umgesetzt werden.

Praktisch integrierbar und optisch ansprechend: Garagen-Nebentüren

Nebentüren bieten Ihnen die Möglichkeit, an vorderster Front des Grundstücks angebrachte Berry- oder Sektionaltore in einheitlicher Optik zu gestalten, und zwar unabhängig von der Nutzung des Tores selbst. Wichtig war hier für Bauherren und Modernisierer gleichermaßen, dass Nebentüren ansichtsgleich integriert werden. Mittlerweile sind gar Ausführungen in exakt gleicher Sickenflucht zur Sektionaltoren möglich. In diesem Produktsegment sind Qualitätsunterschiede sehr stark bemerkbar, insofern empfiehlt sich eine Fokussierung auf wesentliche Punkte und Eigenschaften.

  • Einbaufertige, mit Profilzylinder-Einsteckschlössern und Drückergarnitur ausgestattete Türelemente sind die Grundlage. Wichtig sind insbesondere auch 3-dimensional verstellbare Bänder.
  • Qualitativ maßgebend sind Türblattrahmen aus hochwertigen Aluminiumprofilen, die vor allem witterungsbeständig und vor allem vollständig abgedichtet sind. Aufgrund des schwierigen Austausches empfiehlt sich eine Drückergarnitur aus beschichtetem Edelstahl, die resistent gegen Kratzer und Macken ist und dem Element auch noch eine hochwertige Optik beschert.
  • Um die Sicherheit zu gewährleisten, sollten gerade Türelemente mit einbruchhemmenden Eigenschaften in die nähere Wahl kommen. Eine 3-fach-Verriegelung kann in vielen Fällen als Sonderausstattung gewählt werden, insbesondere ist diese mit Falle, Riegel, mehreren Schließhaken und Sicherheitsrosette ausgestattet. Hier bietet die Klasse 2 nach DIN V EN V 1627-1630 eine sehr hohe Sicherheit.

Sicherheitsmerkmale bei Außen-Sicherheitstüren beachten

Außen-Sicherheitstüren sind mittlerweile mit rundum thermischer Trennung und 1-flügeliger Ausführung erhältlich, der Markt bietet jedoch ein breites und mitunter unüberschaubares Angebot. Hier haben sich in den letzten Jahren gewisse Eigenschaften herausgebildet, die gemeinhin eine umfassende Sicherheit gewährleisten.

  • Zwei konische Schwenkriegel, die insbesondere mit zusätzlichen Sicherungsbolzen und einem separaten Schlossriegel in die Schließbleche der Zarge einrasten, bilden die Grundlage. Hierdurch wird die Tür sicher und fest verzurrt.
  • Zur Sicherung vor einem Aushebeln sollte das Augenmerk auf mindestens drei weitere Sicherungsbolzen auf der Bandseite sowie weitere Rollenbänder gelegt werden, die selbst größeren Kraftausübungen gewachsen sind. Hier wird gerne eine Softblockfalle eingebettet, die ein sehr leises Schließen ermöglicht.
  • Eine Prüfung nach RC2, der Standard hinsichtlich einbruchshemmender Eigenschaften, gibt Ihnen weitere Anhaltspunkte.
  • Eine Materialsicherheit nach DIN EN 14351-1 zur Kennzeichnung als Außentür gilt als Standardeigenschaft.

Artikelbild: © Peshkova / Shutterstock

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