Silberfische (Lepisma saccharina) -beseitigen und dauerhaft vermeiden

Silberfische (Lepisma saccharina) -beseitigen und dauerhaft vermeiden

Sie sind nicht wirklich schädlich, aber nervig und vor allem sehr ekelhaft für Wohnungsinhaber: Silberfischchen. Diese kleinen Insekten kommen nicht selten in der Wohnung vor, kriechen durch Bad, Keller und auch Schlafzimmer und treiben die Eigentümer zum Wahnsinn. Denn diese kleinen Insekten sind nicht immer leicht loszuwerden. Was hilft und was sonst über die Silberfischchen zu wissen ist, verraten die folgenden Zeilen.

Was sind Silberfischchen?

Hinter diesem niedlichen Namen verbergen sich schnelle, flügellose Insekten, die die Dunkelheit lieben. Ihren Namen haben sie von ihrem Körper, der silbergrau schimmert und stromlinienförmig gebaut ist. Spitzname dieser Gattung ist der „Zuckergast“, da das Insekt sehr gerne Kohlenhydrate wie Zucker oder Stärke frisst. Die Silberfischchen gehören zur Gattung der Fischchen – lateinisch „Zygentoma“ genannt. Diese Insektenordnung existiert seit 300 Millionen Jahren.

Aussehen

Die Silberfischchen sind nicht sehr groß, die Länge des Körpers beträgt rund einen Zentimeter. Sie können aber auch bis zu 22 Millimeter lange Körper besitzen. Er schimmert metallisch und ist von silbernen Schuppen überzogen. Dazu haben sie am Kopf zwei Fühler, die lang und fadenförmig erscheinen. Manche Exemplare haben Füße mit zwei, mit drei und andere mit vier Gliedern. Am hinteren Ende haben sie drei Anhänge, die als Sinnesorgane fungieren.

Arten

Die Silberfischchen gehören zur Gruppe der Fischchen. Diese umfasst etwa 240 Arten. Die Silberfischchen sind die bekanntesten unter ihnen, aber auch die Ofenfischchen und die Ameisenfischchen treten hierzulande auf. Insgesamt gibt es sechs Arten, die in Mitteleuropa zu finden sind.

Lebensraum

Diese kleinen Insekten verbreiten sich mit Vorliebe in menschlichen Behausungen auf. Silberfischchen bevorzugen warme Räume mit einer hohen Luftfeuchtigkeit. Temperaturen zwischen 20 und 30 Grad sowie 80 bis 90 Prozent Luftfeuchtigkeit sind ein Paradies für die Insekten. Wärme hilft den Tieren, schneller auszuwachsen. Sie sind lichtscheu und daher meist nur in der Nacht aktiv. Tagsüber verstecken sie sich in Ritzen und Ecken, hinter der Tapete oder Leisten. Aber auch unter Kühlschränken, in Toilettenräumen, die gut beheizt werden oder rund um die Bodenheizung sind sie oft zu finden.

Fortpflanzung und Entwicklung

Die Voraussetzungen für die Fortpflanzung sind ebenfalls warm und feucht – bei kalten und trockenen Bedingungen pflanzt sich das Insekt nicht fort. Auch erfolgt die Vermehrung in der Dunkelheit. Das Männchen hinterlässt nach einem Paarungstanz seine Spermien am Boden, wo das Weibchen sie später aufnimmt und damit die Eier befruchtet werden. Rund 20 Eier legt es dann in Ritzen und Spalten ab. Die Jungen brauchen je nach Lebensbedingungen vier Monate bis zu drei Jahren, bis sie ausgewachsen sind. Zimmertemperatur sorgt für ein Auswachsen innerhalb eines Jahres. Silberfischchen werden zwei bis acht Jahre alt und pflanzen sich bis zum Tod fort.

Die Silberfischchen häuten sich aufgrund ihres Wachstums. Bis sie ausgewachsen sind, bedarf es zehn bis 14 Häutungen. Ein geschlechtsreifes Exemplar kann sich weitere achtmal in seinem Leben Häuten.

Nahrung und Fressfeinde

Silberfischchen lieben stärkehaltige Stoffe. Ebenso bevorzugt das Insekt die Nahrungssuche in der Dunkelheit. Da sie Cellulose verdauen können, suchen sie ihre Nahrung in Klebstoffen, Kleister, Haaren, Hautschuppen und Hausstaubmilben. Aber auch in Bucheinbänden, Papier und Fotos finden sie ihre Nahrung. Baumwolle, Leine, Seide und Kunstfaser stehen ebenfalls auf dem Speiseplan. Tote Insekten oder sogar die eigene abgestreifte Haut verschmähen sie aber auch nicht. Gibt es nichts zu fressen, können Silberfischchen auch mehrere Monate ohne Nahrung überleben. Als Fressfeind gelten der Gemeine Ohrwurm und verschiedene Spinnen

Nützling

Silberfischchen sind nicht schädlich. Sie knabbern lediglich ihre Nahrungsquellen an und sorgen für Löcher in Büchern, Tapeten und Co. Jedoch gelten sie nicht als Krankheitsüberträger. Wenn sie einzeln auftreten, richten sie keinen Schaden an. Sind sie jedoch häufig und vermehrt zu finden, können sie darauf hinweisen, das Schimmel die Wohnung befallen hat. Feuchtigkeitsprobleme zeigen sie ebenso an. So können Silberfischchen auch nützlich sein, denn der Befall könnte sonst unentdeckt bleiben. Silberfischchen können den Schimmel sogar reduzieren, da sie sich von Pilzen ernähren. Auch Hausstaubmilben gehören zum Speiseplan und werden so natürlich bekämpft.

Woher kommen Silberfischchen?

Das Insekt stammt ursprünglich aus den Tropen und Subtropen. In Koffern, Kisten und anderem Gepäck haben sie den Sprung in hiesige Gefilde geschafft. Die Insekten halten sich bevorzugt in den Lebensräumen von Menschen auf. Denn hier haben die besten Bedingungen um zu überleben: Die optimalen Voraussetzungen für Silberfischchen sind:

  • Nahrungsangebot (Haare, offenes Tierfutter, Milben, viele Bücher und Co)
  • warme Räume
  • hohe Luftfeuchtigkeit
  • Schlupflöcher (Ritzen, Ecken, Tapetenlöcher)

Hier kriechen die Silberfischchen gern dahinter und werden dann in der Nacht aktiv. Mangelnde Hygiene und Unachtsamkeit kann diese Insekten daher ins Haus holen.

Silberfischchen in der Wohnung

Da das Insekt feuchte, warme Räume liebt, ist es oft im Bad, im Keller oder auch in der Küche zu finden. Gerade in letzteren sind oft gute Nahrungsquellen für Silberfischchen. Vorratsschränke und andere Küchenschränke bieten zudem oft die passende Dunkelheit. Unter Kühlschränken verirren sich gerne Lebensmittelreste, die von diesem Insekt geliebt werden, Lüfter sorgen oft für die beliebte Wärme. Aber auch im Schlafzimmer können Silberfischchen auftreten.

Silberfischchen im Bad

Im Bad herrscht meist eine hohe Luftfeuchtigkeit. Das ist der Grund, warum die lichtscheuen Insekten hier sehr oft zu finden sind. Hier können sie sich tagsüber nicht nur in Rissen, Ritzen und Spalten verstecken, auch der Abfluss bietet einen hervorragenden Unterschlupf. Fensterlose Bäder sind besonders als Heimat der Silberfischchen beliebt, da hier die Feuchtigkeit von Bad, Dusche und Co nicht direkt entweichen kann. Aufgehängte feuchte Handtücher und Badematten begünstigen das zudem. Zu entdecken sind die kleinen Tierchen nur, wenn sie überrascht werden: beim Betreten des Bades am Abend oder in der Nacht, indem man das Licht plötzlich anschaltet.

Silberfischchen im Schlafzimmer

Ein weiteres beliebtes Zimmer dieser Krabbler ist das Schlafzimmer. Denn hier wird gerade bei kälteempfindlichen Bewohnern selten gelüftet und die Lieblingsbedingungen der Tiere geschaffen. Zahlreiche Ritzen und Nischen bieten die besten Verstecke und Haare und Co sorgen für ein reichliches Nahrungsangebot. Gerade in Möbeln mit Polstern, Matratzen und Co sind auch oft Hausstaubmilben vorhanden, die mit Vorliebe auf dem Speiseplan von Silberfischchen stehen. Bücher, Fotos und der Kleiderschrank runden das Angebot ab.

Silberfischchen im Bett

In manchen Fällen sind die Silberfischchen auch im Bett zu finden. Denn hier sind Milben und Schuppenresten oft ein Schlaraffenland für die kleinen Insekten. Gerade wenn Bettzeug nicht oft gewechselt wird oder die Matratze nur wenig Lüftung erfährt, fühlen sich die kleinen Krabbler hier wohl. Ihre Anwesenheit im Bett ist nicht gefährlich. Doch die Vorstellung ekelt zahlreiche Bewohner und an ein Wohlfühlen im gemütlichen Bett ist meist nicht mehr zu denken. Gegenmaßnahmen sind angesagt. Es sollten unbedingt die Bedingungen für die Silberfischchen abgeschafft werden: Lüften, Wechsel der Bettwäsche, Reinigung der Matratze. Auch kann es helfen, die Wände und Tapete auf feuchte Stellen zu untersuchen und diese zu entfernen.

Silberfischchen bekämpfen und endgültig los werden

Wer Silberfischchen in der Wohnung hat und sie entfernen möchte, hat mehrere Methoden zur Auswahl. Die einen bekämpfen nur die Symptome, also die Tierchen selbst, die anderen gehen auch an die Ursachen heran! Wer die kleinen Krabbler effektiv beseitigen will, sollten immer mit an die Ursachen denken. Ob Hausmittel, Köderdosen oder Lockfallen – die endgültige Entfernung gelingt nur, wenn auch die Bedingungen für die Silberfischchen nicht mehr optimal sind. Zur Verfügung stehen:

  • diverse Hausmittel
  • Spray (unterschiedlicher Hersteller)
  • selbstgebaute Fallen
  • Köderdosen
  • Klebefallen
  • Lüftung zur Vermeidung
  • vorbeugende Maßnahmen

Hausmittel

Es gibt zahlreiche Hausmittel, die bei der Beseitigung von Silberfischchen behilflich sein können. Sie heißen auch „Zuckergast“ – süßes lockt die kleinen Tierchen an. Daher lassen sie sich hervorragend mit feuchten Tüchern fangen, auf denen ein wenig Zucker, Puderzucker oder Mehl verstreut ist. Ein Papierstreifen mit Honig darauf funktioniert ebenso als Köder. Gekochte Kartoffeln in einer Schale locken die Tiere auch an. Wichtig ist, diese „Fallen“ am Morgen aufzustellen. Dann kommen die Insekten in der Nacht aus den Verstecken gekrochen und können am Morgen mit der Falle entsorgt werden. Ein weiteres Hausmittel soll Lavendel sein. Denn die kleinen Insekten sollen den Geruch nicht mögen. Daher kann gerade im Schlafzimmer ein Lavendel-Säckchen hervorragend helfen. Im Kleiderschrank und unterm Bett sorgen sie für eine insektenfreie Zone.

Spray

Neben zahlreichen Produkten sind im Handel auch zahlreiche Insektensprays erhältlich, die auch gegen Silberfischchen wirksam sind. Der Vorteil der Sprays: Sie haben einerseits exakt wirkende Pestizide, die Silberfischchen töten. Zum anderen können sie direkt auf Stellen gesprüht werden, in denen die Silberfischchen sich tagsüber verstecken. Das Spray kommt somit in Ritzen, Ecken, verteilt sich durch das Sprühen hinter Kanten und Leisten sowie Ränder der Decken. Ein weiterer Vorteil dieser Bekämpfungsmethode: Das Spray ist gebrauchsfertig zu erstehen und leicht anzuwenden.

Gift

In den unterschiedlichen Produkten zur Bekämpfung der Silberfischchen sind oft Gifte enthalten, die die Insekten abtöten. Eines der meist verwendeten Wirkstoffe ist „Imiprothrin“. Dies ist ein Kontaktgift, dass auf die Nerven der Insekten wirkt und zum Tod führt. Ein weiterer Wirkstoff ist „Cypermethrin“. Dieses Gift gehört der Gruppe der „Pyrethroiden“ hat, ist ebenfalls ein Kontaktgift und wirkt auch auf das Nervensystem. Es blockiert und verändert die Nervenzellen, was letztendlich zum Absterben der Silberfischchen führt. Ein weiterer Wirkstoff ist „Spinosad“, ein Gemisch, das durch Fermentation aus dem Bakterium „Saccharopolyspora spinosa“ erhältlich ist. Dieser Wirkstoff greift die Oberfläche der Insektenkörper an und sorgt für ein Austrocknen der Tierchen. In manchen Präparaten finden sich auch ein rein pflanzlicher „Pyrethrum“-Extrakt, der aus den Blüten verschiedener Chrysanthemen-Arten gewonnen wird. Es sollte im Dunkeln angewandt werden, da dieser natürliche Giftstoff sich bei Licht schnell abbaut. Das macht diesen Extrakt besonders anwenderfreundlich. Der Wirkstoff ist ebenfalls als Kontaktgift wirksam, ruft erst starke Erregung, dann Koordinationsstörungen, Lähmungen und Tod bei den Insekten hervor. Oft dauert es nur wenige Minuten, bis die Tiere abgestorben sind.

„Aeroxon“

Einer der Produktanbieter, um Silberfischchen zu vernichten, ist die Marke „Aeroxon“. Dahinter verbirgt sich ein Familienunternehmen aus Baden-Württemberg, das seit 100 Jahren Mittel zur Schädlingsbekämpfung herstellt. Rund 30 verschiedene Produkte sind hier im Angebot, die auf die Vernichtung von Fliegen, Käfer, Ameisen, Silberfischchen, Motten und anderen Insekten abzielen. Gegen die Silberfischchen findet sich hier eine Köderdose im Angebot, die bis zu drei Monate lang wirksam sein soll. Es arbeitet mit dem Wirkstoff „Spinosad“.

„Norax“

Eine weitere Marke zur Bekämpfung von Silberfischchen ist „norax“. Dahinter verbergen sich patentierte Spezialprodukte zur Beseitigung der Insekten in Haus und Garten. Diese Präparate arbeiten ebenfalls mit einem Kontaktgift, das direkt auf die Insekten oder auf deren Laufwege und mögliche Nistplätze. Die Tiere tragen dann das Gift in den Nistplatz, wo sie auch andere Insekten damit infizieren. Die Produkte dieser Marke versprechen eine Wirkungszeit von bis zu sechs Wochen, seien geruchslos, nicht ätzend und hinterlassen keine Flecke.

„Effect“

Die dritte Marke im Bunde, wenn um die Bekämpfung von Silberfischchen geht, ist „Effect“. Auch hier verbirgt sich ein Spray dahinter, das mit dem Wirkstoff „Cypermethrin“ arbeitet. Der Hersteller betont hier vor allem wie Wirkung auf Wasserbasis, keine Verstärker oder Alkohole seien notwendig, um eine verstärkte Wirkung zu erhalten. So wird das Gift durch die Atmungsorgane der Tiere aufgenommen. Zusätzlich wirkt das Präparat auch als Kontaktgift. Es sei geruchslos, hinterlasse keine Flecke und würde die Umwelt nicht belasten – verspricht der Hersteller.

Backpulver

Ein völlig von Chemie freies Produkt, das in jedem Haushalt zu finden ist, ist Backpulver. Dieses natürliche Mittel lockt die Silberfischchen durch die Zugabe von Zucker an. Verzehren die Krabbler das süße Gemisch, dann lässt das Backpulver die Tiere innerlich aufquellen und letztendlich auch sterben.

Silberfischchen-Fallen

Wer kein Gift in seiner Wohnung versprühen will, der kann Fallen aufstellen. Es gibt Möglichkeiten, ohne großen Aufwand selbst welche basteln. Eine einfache Falle besteht beispielsweise aus einem Glas und Klarsichtfolie. Das Glas muss lediglich mit der Folie umwickelt werden. Dann einen süßen Köder (Zucker, Wasser, Mehl) ins Glas hinein und fertig ist die Silberfischchen-Falle. Die Insekten klettern angelockt von der Süße an der Folie das Glas hinauf, die Folie sorgt für guten Halt. Doch oben angekommen fallen die Tierchen ins Glas. Im Mehl vertrocknen sie, im Wasser ertrinken die Insekten.

Köderdose

Im Handel gibt es auch sogenannte Köderdosen, die einsatzbereit nur aufgestellt werden können. Der Vorteil dieser Dosen: Der Köder ist geschützt im Inneren der Dose, so dass Haustiere und Kleinkinder nicht aus Versehen mit schädlichen Produkten in Kontakt kommen. Sie sind einfach anzuwenden und besonders hygienisch. Meist müssen die Dosen nur geöffnet und dann in Ecken aufgestellt werden. Die Insekten kriechen angelockt vom Köder in die Dosen, fressen sich satt und sterben meist zurück im Versteck am enthaltenden Gift. Eine solche Köderdose kann bis zu drei Monaten im Einsatz sein.

Klebefallen

Mit klebrigen Fallen lassen sich Silberfischchen ebenso gut fangen und vernichten. Eine Variante ist der Papierstreifen mit Honig aus der Hausmittelabteilung. Hier werden die Tiere vom süßen Honig angelockt, bleiben aber an ihm auch hängen. Im Handel gibt es auch gebrauchsfertige Präparate, die nach dem gleichen Prinzip funktionieren. Diese arbeiten mit unterschiedlichen Lockstoffen und meist ohne Insektizide. Der Vorteil der Falle: Sie kann direkt in die Zimmer aufgestellt werden, die von den Insekten befallen sind. Die Insekten verfangen sich dann ohne weiteres Zutun. Die Falle muss nur wöchentlich kontrolliert werden, ob noch genügend freie Fläche für weitere Tiere vorhanden ist.

Natürliche Feinde

Eine letzte Möglichkeit, Silberfischchen ohne Chemie zu bekämpfen, ist die Ansiedlung von natürlichen Fressfeinden. Gerade wenn die Insekten sich in Abflüssen verstecken, können hier Spinnen und Ohrwürmer Abhilfe schaffen. Diese Tiere bieten sich auch an, in Keller- und Abstellräumen die Silberfischchen zu bekämpfen. Gerade Ohrwürmer lassen sich leicht anlocken – sie brauchen nur ein Heim. Ein umgedrehter, mit Stroh gefüllter Blumentopf reicht da völlig aus.

Richtiges Lüften

Manchmal reicht es jedoch nicht, die Silberfischchen zu entfernen. In den meisten Fällen ist es besonders wichtig, die Ursachen für den Insektenbefall ebenfalls zu beseitigen. Häufig reicht es schon, die Lüftungsmethode zu ändern. Wenn die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung verringert wird, fühlen sich Silberfischchen nicht mehr wohl. Hier bietet sich Stoßlüften an – zwei- bis dreimal täglich sollte das Fenster für circa zehn Minuten vollständig geöffnet werden. Fünfminütiges Querlüften ist ebenfalls ratsam. Dauerlüften durch gekippte Fenster hingegen ist nicht zu empfehlen. Denn bei dieser Variante dauert der Luftaustausch zu lange.

Vermeidung

Weitere Hilfe bietet die Veränderung von Gewohnheiten, die zum Befall von Silberfischchen führen können. So sollte in den betroffenen Räumen keine feuchte oder nasse Wäsche zum Trocknen aufgehangen werden, wenn kein Fenster vorhanden ist. Am besten sollte Wäsche im Freien getrocknet werden. Aber auch das Abdichten von Fugen und Rissen kann Silberfischchen vorbeugen. Sie finden so kaum Verstecke. Wird Feuchtigkeit in der Wohnung durch bauliche Mängel verursacht, dann sollte der Eigentümer informiert und die Mängel behoben werden. Denn diese können auch zu gefährlicher Schimmelbildung führen. Auch die Reinigung von Abflüssen sollte regelmäßig vorgenommen werden: heißes Wasser vermeidet Verunreinigungen und Silberfischchen gleichzeitig.

Kammerjäger

Helfen all diese Maßnahmen nicht, ist manchmal der letzte Ausweg der Profi: Ein Kammerjäger muss her. Der professionelle Schädlingsbekämpfer besprüht die gesamte Wohnung mit seinem Insektenschutzmittel. Dadurch werden alle Tiere auf einmal getötet. Der Nachteil ist jedoch, dass die Räume für einen gewissen Zeitraum nicht betreten werden können, da die Chemie erst wieder entweichen muss.

Auch wenn der Profi alle Tiere mit einem Schlag entfernt hat, sollten danach unbedingt alle Risse, Fugen, Ritzen und Spalten abgedichtet werden, um einen Neubefall zu verhindern.

Zusammenfassung

Silberfischchen sind kleine Insekten, die sich in den menschlichen Wohnungen sehr wohl fühlen. Sie sind nicht schädlich, übertragen keine Krankheiten und hinterlassen lediglich kleine Lochfraßschäden an Tapete, Bücher und Co. Ebenso können diese Insekten als Indikator für schädliche Erscheinungen wie Schimmel dienen. Doch so mancher findet ihre Anwesenheit unhygienisch und bevorzugt die Beseitigung. Hier stehen verschiedene Mittel zur Verfügung, die entweder mit Gift, Ködern und Klebefallen oder vorbeugende Maßnahmen die Insekten vertreiben.

1 Kommentar

  1. Sabine 25.10.2017 04:29 Uhr

    Silberfischchen los werden ist wirklich ein Problem. Am besten ist wirklich der Einsatz von Klebefallen, damit können die Tiere eingesammelt werden.
    Einsatz von Sprays und anderen Insektizieden würde ich meiden, da diese auch für Menschen gesundheitsschädlich sein können.

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