Terrassenplatten aus Naturstein

Terrassenplatten aus Naturstein

Wer seine Terrasse anlegen möchte, der überlegt vorab, welches Material dafür verwendet wird. Wird auf den traditionellen Baustoff Holz zurückgegriffen oder darf der Stein durch seine Langlebigkeit überzeugen? Hier hat der Handwerker die Wahl zwischen Beton- und Naturstein. Nicht jeder Terrassenbelag ist auch für jede Terrasse gleich gut geeignet, aber wer einen mediterranen und unverkennbaren Stil auf seiner Terrasse anbringen möchte, der muss sich für Terrassenplatten aus Naturstein entscheiden.

Wer seine Wohnkultur im Innen- und Außenbereich vervollständigen möchte, der vergisst auf keinen Fall auf den Einsatz von Natursteinen. Denn die Wünsche nach Materialien mit Charakter rücken bei der Hausgestaltung immer mehr in den Vordergrund. So werden Materialen angebracht, zu denen eine Verbindung besteht. Im Besonderen im eigen Lebens- und Freizeitraum. Das Gefühl der Echtheit wird vorrangig von Terrassenplatten aus Naturstein geprägt.

Terrassenplatten aus Naturstein sorgen für eine individuelle Gestaltung

Diese Terrassenplatten sind in ihrem Erscheinungsbild sehr natürlich und edel. Kein Naturstein gleicht dem anderen. Alle Terrassenplatten aus Naturstein weisen eine besondere Farbgebung auf, manche Platten verfügen sogar über eigene Schattierungsmuster. Die richtigen Terrassenplatten für die Terrasse zu finden ist oft gar nicht einfach, denn die Auswahl ist facettenreich und die Farbechtheit der einzelnen Natursteine ist verblüffend. Auch beim Verlegen der einzelnen Terrassenplatten sind wahrlich keine Grenzen gesetzt. Anhand der Natursteine bekommt jede Terrasse ihren eigenen Charakter, der durch natürliche Materialien und durch einzigartige Verlegemuster geprägt ist. Die individuelle Gestaltung darf mit den Terrassenplatten aus Naturstein vervollständigt werden.

Was muss bei den Terrassenplatten Naturstein berücksichtigt werden?

Nicht alle Natursteine eignen sich für die Terrasse. Da nicht alle dem Frost trotzen und sie sich oft sehr glatt und weich gestalten. Das heißt, bei Nässe können Natursteine sehr rutschig werden. Darum ist es wichtig den richtigen Oberflächenschutz aufzutragen. Dieser Oberflächenschutz trägt zu einer längeren Lebensdauer der Terrassenplatten aus Naturstein bei.

Wie werden Terrassenplatten Naturstein gereinigt?

Ein Eimer mit klarem, sauberem Wasser, eine pH-neutrale Seife oder ein pH-neutraler Reiniger und eine Brüste reichen aus, um die Terrassenplatten aus Naturstein wieder sauber zu bekommen. Auch bei starker Verschmutzung gestaltet sich die Reinigung mit einfachen Mitteln wie diesen.

Wie teuer sind Terrassenplatten aus Naturstein?

Da sie als optisches Highlight dienen und als sehr hochwertig eingestuft werden, sind sie auch in ihrer Anschaffung teurer als Terrassenplatten, die aus Beton gefertigt wurden. Da es die Terrassenplatten aus Beton meist in standardisierten Größen (40 x 40 cm, 50 x 50 cm oder 40 x 60 cm) gibt. Natursteine weisen in der Regel keine einheitlichen Größen auf, sie verfügen über unregelmäßige Kanten und ihre Höhe variiert. Das hat zur Folge, dass sich die Verlegung etwas schwieriger gestaltet als bei Terrassenplatten aus Beton.
Aber der Naturstein gilt als traditionelles und altbewährtes Material für Wege, Terrassen, Treppen oder Mauern. Auch wenn für die Verlegung etwas mehr Zeit in Anspruch genommen wird.

Bei Natursteinen handelt es sich um gebrochenes Baumaterial, das heißt mit unterschiedlichen Höhen und unregelmäßigen Kanten muss gerechnet werden. So muss Stein für Stein mit der Wasserwaage angepasst und verlegt werden. Aber die Arbeit zahlt sich aus, eine optisch effektvolle Terrasse ist das Ergebnis, die sich durch die Langlebigkeit des Terrassenbelages hervorhebt.

Wie werden Terrassenplatten aus Naturstein verlegt?

Der Untergrund wird instruiert

Dafür muss eine Fundamentplatte aus Beton vorbereitet werden. Diese Fundamentplatte dient als fester Untergrund. Das Erdreich wird dafür circa 30 cm angehoben, der Boden wird verdichtet, eine Schalung aus Holzbrettern wird angerfertigt. Die Höhe der Schalung muss mit der Betonplatte plan sein.

Es ist wichtig, ein Gefälle vom Haus weg einzuplanen. Dieses umfasst 1 bis 2 %. So muss keine zusätzliche Dränage gelegt werden.

Eine dicke Schicht aus Kies wird aufgefüllt, sie sollte etwa 3 cm betragen. Diese Schicht wird mit einer Bewehrungsmatte aus Stahl samt Folie abgedeckt. Danach folgt die Betonschicht. Sie sollte in der Regel eine Dicke von 15 cm aufweisen und diese Schicht wird über die Schalung übergezogen. Der Beton muss nun aushärten. Erst nach einer Woche des Härtens kann er weiter verarbeitet werden und das Legen der Natursteine kann beginnen.

Der Zuschnitt der Natursteine

Der Zuschnitt der Natursteinplatten für die Terrasse erfolgt in der Regel mit einem mechanischen Werkzeug. Ein Winkelschleifer eignet sich dafür sehr gut. Er kann mit diversen Aufsätzen bestückt werden, somit kann er jeden Naturstein durchschneiden. In der Regel reicht eine Trennscheibe aus Stein für diverse Arbeiten aus. Eine Trennscheibe aus Diamant ist hochwertiger in der Beschaffenheit und der Zuschnitt gelingt besser. Wer beim Schneiden Staub vermeiden möchte, der verwendet für den Zuschnitt einfach ein Nassschneidegerät.

Terrassenplatten aus Naturstein verlegen

Befinden sich alle Terrassenplatten in der richtigen Länge, wird der Mörtel für Natursteine in der Mörtelwanne angerichtet. Das Verlegen der einzelnen Natursteine nimmt seinen Lauf. Dabei wird jeder Stein mit einer dicken Schicht Verlegemörtel bestrichen und dann vorsichtig mit dem Gummihammer in das Mörtelbeet geschlagen. Mit der Wasserwaage muss ständig kontrolliert werden, ob die Natursteine eben und in gleichmäßiger Höhe verlegt werden. Da nicht alle Natursteine gleich beschaffen sind, macht es durchaus Sinn, einzelne Platten bzw. Steine tiefer in das Mörtelbett zu verlegen. An der Hauswand wird mit der Verlegen der Terrassenplatten begonnen. Zu viel Mörtel wird mit der Mauerkelle entfernt. Nachdem die Verlegearbeiten beendet sind, darf mit klarem Wasser und Schwamm sauber gemacht werden.

Erst nach einem Tag ist die Terrasse, die mit Platten aus Naturstein verlegt wurde, begehbar.

Zusammenfassung

Terrassenplatten aus Naturstein, egal um welches Material es sich handelt, bringen sich formschön in die Gestaltung des äußeren Wohnbereiches ein. Sie überzeugen durch ihre einzigartige Schönheit und durch ihre Langlebigkeit. Aber dennoch sind nicht alle Natursteine frostsicher und müssen mit einer Oberflächenbehandlung versehen werden. Die Verlegearbeiten gestalten sich etwas aufwendig, dafür dürfen einzigartige Verlegemuster erschaffen werden.

Artikelbild: © kenkuza / Bigstock.com

3 Kommentare

  1. Marlene 18.07.2017 14:07 Uhr

    Vielen Dank für den ausführlichen Artikel!
    Ich bin auch ein großer Fan von Naturstein und denke auch, dass dieser sich als Terrassenboden sehr gut macht. Sieht meiner Meinung nach auch viel schöner aus als simple Betonplatten. Wobei man auch dazu sagen muss, dass es nicht ganz einfach ist, solche Natursteinplatten zu verlegen. Da sollte man handwerklich zumindest nicht ganz unbegabt sein. ich persönlich würde es mir nicht zutrauen und da eher einen Profi ran lassen. Der Artikel zeigt mir, dass es doch mehr zu beachten gibt, als man auf den ersten Blick denkt. Aber von der Pflege her ist so ein Boden wirklich sehr angenehm und macht nicht viel Arbeit. Noch ein Punkt, der für einen Naturstein-Boden spricht.

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  2. Christoph Dastig 05.03.2018 09:46 Uhr

    Vielen Dank für den Blog zu dem Thema! Meine Eltern haben auch im Garten Natursteinplatten gewählt als sie sich für eine Terrasse entschieden haben. Am besten ist es sich von einem Profi beraten zu lassen.

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  3. Nina 25.09.2018 12:18 Uhr

    Meine Mutter möchte in ihrem Garten einen breiten Plattenweg anlegen lassen. Da sie ein riesengroßer Fan der Toskana ist, werde ich ihr mal den Tipp weiterleiten, dass Naturstein diesen Stil am besten repräsentiert. Auch scheint dies Material ja leicht zu reinigen sein.

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