Treppen-Sicherheit: Sicher von Stockwerk zu Stockwerk

Treppen-Sicherheit: Sicher von Stockwerk zu Stockwerk

Seit vielen Generationen bilden Treppen die Verbindung zwischen zwei Stockwerken in unserem eigenen Haus sowie vielen anderen Gebäuden. Auch wenn die Treppe in zahlreichen Immobilien unersetzbar ist, muss bereits beim Hausbau überlegt werden, wie man sie möglichst sicher gestaltet. Nicht nur für Kinder und ältere Menschen kann die Treppe ein Sicherheitsrisiko sein, auch bei gesunden Menschen reicht eine kleine Unachtsamkeit aus, um einen verheerenden Unfall herbeizuführen. Wie Sie Ihre Treppe sicher machen, zeigen wir in diesem Artikel.

Allgemeine Sicherheit: Treppe rutschfest machen

Das größte Sicherheitsrisiko einer Treppe sind seine glatten Stufen. Groß und Klein können mit Leichtigkeit ausrutschen und sich schwer verletzen. Glücklicherweise gibt es mehrere Möglichkeiten, die Treppe rutschfest zu machen.

Wer sich dazu entscheidet, eine neue Treppe in seinem Haus einzubauen beziehungsweise diese im Zuge des Hausbaus einsetzen lässt, der kann die Stufen mit einem speziellen Pulver aus Kunststoffgranulat ölen oder lackieren lassen. Das im Lack befindliche Granulat verleiht der Oberfläche eine leicht raue Struktur, die sie nicht mehr glatt und rutschig macht. Dieser Strukturlack lässt sich nicht nachträglich aufbringen, sodass er bei einer Treppenrenovierung nicht infrage kommt. Alte und bestehende Treppen lassen sich mit Anti-Rutsch-Profilen ausstatten. Diese werden eingefräst und mit Streifen aus PVC oder Metall ausgestattet. Diese Arbeit ist relativ aufwendig, muss von einem Fachmann ausgeführt werden und ist dementsprechend kostspielig.

Eine günstige Alternative für den Heimwerker sind Klebebänder aus dem Baumarkt. Die Klebebänder sind sowohl in schwarz als auch fluorisierende Farben erhältlich, welche im Dunkeln leuchten und somit zusätzliche Sicherheit gewährleisten. Die Bänder haben jedoch den Nachteil, dass man Hausschuhe tragen muss. Die Anti-Rutschbänder haben eine Schmirgelpapier artige Oberfläche, die Socken kaputtmachen. Wem die fluorisierenden Rutschbänder zu auffällig sind, kann eine transparente Variante nutzen.

Treppengeländer für maximale Sicherheit

Das Treppengeländer bietet einen zusätzlichen Schutz bei jeder Treppenform. Es kann Kinder aber auch alle anderen Menschen davor schützen, versehentlich die Treppe zu betreten oder gar herunterzufallen. Für den nachträglichen Einbau eignen sich flexible Geländersysteme von www.treppen-intercon.de. Sie sind in Modulen erhältlich, welche sich beliebig verlängern oder kürzen lassen. Die Verbindungselemente sind universell und lassen sich in verschiedenen Winkeln von 90 bis 270 Grad frei einstellen.

Ein Treppengeländer ist übrigens auch ideal für Familien mit kleinen Kindern: Wenn die Kleinen damit beginnen, die Wohnung zu erkunden, erlaubt ihnen das Geländer, dies zu tun, ohne Gefahren ausgesetzt zu sein.

Zum Wohle der Kinder: Sichere Treppen für den Nachwuchs

Für Kinder stellen Treppen ab einem bestimmten Alter kein Hindernis mehr dar. Sie beginnen, das Haus zu erkunden und schrecken nicht vor den großen Stufen zurück. Was eigentlich eine gewünschte Aktivität ist, kann schnell gefährlich werden. Kinder stolpern in ihren jungen Jahren häufig, die kleinen Wehwehchen sind meist schnell vergessen. Auf einer Treppe kann der kleine Stolperer schnell lebensgefährlich werden.

Der Studie „Sturzunfälle bei kleinen Kindern (< 5 Jahre)“ (PDF; 349 KB) vom Landesgesundheitsamt Brandenburg zeigt, dass der Nachwuchs beginnend mit dem Kleinkindalter diversen häuslichen Gefahren ausgesetzt ist:

  • Sitz- oder Schlafgelegenheit (23,4 Prozent)
  • Treppen oder Stufen (8,7 Prozent)
  • Hochbett (8,5 Prozent)
  • Wickeltisch (4,9 Prozent)
  • Baby- oder Kinderartikel (1,2 Prozent)

Eltern können die Gefahr, die von Treppen ausgeht, mit einigen Tricks einschränken:

  • die Treppen sollten nicht zu steil sein
  • die Wendelung sollte gleichmäßig sein
  • gleichmäßige Stufenabstände (maximal 12 Zentimeter)
  • Stäbe und Handläufer sollten guten Halt bieten
  • keine scharfkantigen Materialien

Ist bereits eine Treppe im Haus vorhanden, dessen Stufenabstand sehr groß ist, können Eltern nachträglich Baurechtleisten einbauen. Diese verhindern das versehentliche Hindurchrutschen der Kleinen und können später, wenn der Nachwuchs ein entsprechendes Alter erreicht hat, wieder entfernt werden.

Altersvorsorge: Stürze auf der Treppe im hohen Alter vermeiden

Mit zunehmendem Alter wird jeder Schritt schwieriger – sogar in den eigenen vier Wänden. Auch wenn man sich wieder wie ein Kleinkind fühlt, sollte man dafür sorgen, dass gewisse Gefahren ausgeschlossen sind:

  • Geländer: An jeder Treppe sollte sich ein Handlauf befinden, an dem man sich beim Hinauf- und Hinuntergehen festhalten kann. Bei vielen Treppen ist der Handlauf an der Innenseite zu finden, wo die Treppen klein und ohnehin gefährlich sind. Handläufe sind am besten an der Wand anzubringen.
  • Rutschfest: Wie bereits im ersten Abschnitt beschrieben, sollten die Stufen alle rutschfest sein. Ob man die Treppen mit einem Teppich bezieht oder Klebebänder aus dem Baumarkt nutzt, bleibt jedem selbst überlassen.
  • Beleuchtung: Deckenlampen reichen in vielen Situationen nicht aus, um Stufen gut zu beleuchten. Kleine Strahler sind weitaus besser geeignet. Zusätzlich sollte sowohl am Anfang als auch am Ende der Treppe ein im Dunkeln leuchtender Lichtschalter zu finden sein.
  • Stolperfallen: Blumen, Vasen und Windlichter sind schöne Designobjekte, sie können aber auch eine Stolperfalle für Senioren darstellen. Räumen Sie auch das vom Enkel vergessene Spielzeug regelmäßig weg.

Artikelbild: © HamsterMan / Shutterstock

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