Waschbetonplatten verlegen – Eigenschaften, Vorteile und Anleitung zum Verlegen

Waschbetonplatten verlegen – Eigenschaften, Vorteile und Anleitung zum Verlegen

Ein Baustoff der besonders in der Vergangenheit vielfach verwendet wurde, gleichzeitig aber relativ unauffällig wirkt, ist Waschbeton. In dieser Form werden möglichst gleichmäßig geformte Platten hergestellt, die verschiedene Nutzungen erlauben. Die speziellen Eigenschaften liegen in der Herstellung und erlauben vielfältige Verwendungsmöglichkeiten.

Welche Eigenschaften Waschbeton aufweist und wofür Waschbetonplatten genutzt werden können, wird in der Folge dargestellt.

Darum handelt es sich bei Waschbeton

Waschbeton ist eine Verarbeitungsform von Beton, bei der relativ grobe Gesteine die Oberfläche bilden. Genau wie herkömmlicher Beton auch, wird der Waschbeton dadurch geprägt, dass er künstlich hergestellt wird und sich dementsprechend Formen lässt. Der Unterschied liegt aber darin, dass die Oberfläche später speziell behandelt wird, um die typische Form zu erschaffen.

Zur Herstellung werden daher grobe Gesteine mit einer Größe von mehreren Zentimetern zusammen mit feinem Zement verarbeitet. Dazu kommen dann noch Mittel, die das Aushärten etwas verzögern. Somit kann der Beton, sobald er leicht gehärtet ist, mit Wasser besprüht werden, um die oberste Schicht Zement loszuwerden. Was übrig bleibt ist eine Außenschicht aus den groben Steinen, die die typische Form wiederspiegeln.

Obwohl Waschbetonplatten künstlich aus Beton hergestellt werden, ist jede Platte unterschiedlich. Im Gegensatz zu Natursteinplatten sind diese Unterschiede aber nicht auf die Form bezogen, sondern lediglich auf die Oberfläche.

Verwendung von Waschbetonplatten

Die künstliche Herstellung erlaubt es die Platten in verschiedenen Größen herzustellen. Als Bodenbelag kamen und kommen die Platten besonders im Außenbereich vor. Im privaten Bereich können sie besonders gut für Terrassen und für Gehwege auf dem eigenen Grundstück verwendet werden. Auch die Nutzung als Ausgangsmaterial auf Balkonen ist möglich.

In größeren Gebäuden kommen Waschbetonplatten in anderer Form vor. Eine häufige Nutzung gibt es in Form einer Fassadenverkleidung. Dabei hilft erneut die dünne Form, die das Auftragen erleichtert. Die robuste Oberfläche ist recht ergiebig gegenüber Wettereinflüssen. Der Einsatz für Treppenhäuser oder große Terrassen ist auch bei großen Gebäuden keinesfalls ungewöhnlich.

Vorteile von Waschbetonplatten

Die Vorteile der Waschbetonplatten sind besonders praktischer Natur. Die Herstellungsmethode ist relativ günstig, da die groben Steine keine besonders große Weiterverarbeitung benötigen. Das macht die Platten an sich recht günstig. Darüber hinaus können die Platten sogar selbst von Heimwerkern hergestellt werden. Das macht die genaue Anpassung an die benötigte Größe möglich.

Somit sind Waschbetonplatten besonders als flexibler Bodenbelag von Vorteil. Dafür spricht ebenfalls, dass die grobe Oberfläche auch bei Feuchtigkeit und Nässe noch trittfest ist, was auch der Hauptgrund für die Verwendung im Außenbereich ist. Die verwendeten Materialien lassen sich auch farblich anpassen. Dazu dient beispielsweise Buntkies.

Vorbereitungen des Bodens vor dem Verlegen

Bevor Betonplatten erfolgreich im Garten oder vor dem Haus verlegt werden können, muss zunächst einmal der darunter liegende Boden vorbereitet werden. Vorteile liegen darin, dass die Platten kein festes Bett aus Beton benötigen. Ein einfaches Bett aus Kies oder Splitt kann daher als Fundament dienen. Dieses muss zunächst einmal ausgehoben werden. Danach kann die erste relativ dicke Schicht von bis zu zehn Zentimetern verlegt werden. Anschließend wird sie verdichtet, bevor der Prozess noch zwei weitere Male wiederholt wird.

Der Kies bzw. Splitt sollte weitestgehend eben sein, damit die Platten sich nicht zu sehr verschieben. Allerdings ist es nicht so tragisch, wenn an vereinzelten Stellen mal ein bisschen Kies etwas höher liegt. Dafür gibt es zwei Gründe. Zum einen ist die raue Oberfläche der Waschbetonplatten relativ anpassungsfähig und kann kleine Unregelmäßigkeiten ausgleichen. Zum anderen lässt sich der Kies durch vorsichtiges Rütteln auch bei bereits verlegten Platten so anpassen, dass sich die Platten eben verlegen lassen. Je feinkörniger das Material ist, desto weniger Probleme gibt es in diesem Bereich.

Das Begradigen der obersten Schicht des Bettes lässt sich mit einer Harke ganz einfach durchführen. Dabei ist allerdings Vorsicht geboten, damit keine zu tiefen Löcher im Bett entstehen. Gespante waagerechte Bänder können als Orientierung dienen.

Verlegen der Waschbetonplatten

Das Verlegen der Waschbetonplatten ist vom Prinzip her relativ einfach. Dazu sollte immer in einer Ecke begonnen werden. Von dort ausgehend kann dann eine Bahn entlang einer Seite verlegt werden, bevor die nächste Bahn direkt daneben verlegt wird. Vorsichtiges und lasches Festklopfen mit einem Gummihammer kann eine erste Verfestigung bringen und den Fugenabstand reduzieren.

So können die Platten verlegt werden, bis das gesamte Bett ausgefüllt ist. Das Verfugen kann ganz einfach mit Quarzsand erfolgen.

Um Materialverschleiß zu verhindern, kann die Fläche vor dem Verlegen ausgemessen werden. Entsprechende Randsteine können dann gezielt eingekauft oder selbst zugeschnitten werden.

Zusammenfassung

Waschbeton ist eine spezielle Verarbeitungsform von Beton, bei der grobe Elemente in den Zement eingemischt werden und die spätere Oberfläche bilden. Daraus entsteht ein sehr robustes Material, das bei Nässe rutschfest ist. Für das Verlegen im Außenbereich muss zunächst ein Bett aus Kies oder Splitt bereitgestellt werden, in das die Platten dann verlegt werden.

Artikelbild: Kasia Bialasiewicz / Bigstock.com

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