Trauermücken im Blumentopf? Die Mikrowelle kann helfen!

Trauermücken im Blumentopf? Die Mikrowelle kann helfen!

Trauermücken halten sich gerne in der feuchten Erde von Zimmerpflanzen auf, weil sie dort optimale Brutbedingungen finden. Sie erkennen einen Befall daran, dass nach jedem Gießen ein kleiner Schwarm aufsteigt. Ein Trauermücken-Weibchen kann 100 bis 200 Eier ablegen, aus denen nach ungefähr sieben Tagen die Larven schlüpfen. Sie ernähren sich von organischem Material wie den Wurzeln der Pflanzen. Das kann gerade für junge Pflanzen verheerende Folgen haben. Trauermücken sind also nicht nur lästig und eklig, sondern auch gefährlich für Ihre Zimmerpflanzen. Wo sich die kleinen Insekten einmal wohlfühlen, wird man sie jedoch leider nur schwer wieder los. Wir verraten Ihnen, wie Ihnen die Mikrowelle gegen Mücken im Blumentopf helfen kann und welche Maßnahmen noch sinnvoll sind, um das lästige Ungeziefer zu beseitigen.

Sieben Tipps gegen Trauermücken im Blumentopf

Die folgenden sieben Strategien haben sich im Kampf gegen Trauermücken in der Blumenerde bewährt:

Nachfolgend verraten wir Ihnen, wie Sie bei der Bekämpfung der Trauermücken im Einzelnen vorgehen sollten.

Tipp 1: Klebesticker gegen leichten Befall

Wenn der Trauermücken-Befall noch leicht ist, sich also nur wenige Mücken beim Gießen zeigen, ist der perfekte Zeitpunkt zum Einschreiten. Verwenden Sie am besten handelsübliche Gelbsticker. Die gelbe Farbe zieht die Mücken an und der Klebstoff sorgt dafür, dass sie hängen bleiben. So ist den Mücken eine weitere Vermehrung unmöglich.

Tipp 2: Streichhölzer töten Mückenlarven in der Erde

Ein perfektes Hausmittel gegen die Trauermücken in der Blumenerde sind Streichhölzer. Stecken Sie mehrere Hölzer kopfüber in den Blumentopf. Die schwefelhaltigen Bestandteile des Streichholzes werden dadurch an die Erde abgegeben und die Larven sterben ab.

Die Streichhölzer müssen alle paar Tage ausgetauscht werden, da sie andernfalls ihre Wirksamkeit verlieren.

Zusätzlich sollten Klebefallen eingesetzt werden, um auch die umherfliegenden Mücken schnell abzutöten.

Tipp 3: Trauermücken in der Mikrowelle vernichten

Auch mit Ihrer Mikrowelle können Sie sich von den Trauermücken befreien. Das funktioniert aber nur, wenn Sie vor dem Pflanzen schon merken, dass sich die Mücken in der Erde eingenistet haben. Erwärmen Sie die Erde einfach zwei bis fünf Minuten in der Mikrowelle, damit die Plagegeister absterben.

Tipp 4: Mücken mit Nematoden bekämpfen

Nematoden sind eine natürliche Methode, um Trauermücken zu bekämpfen. Es handelt sich dabei um kleine Fadenwürmer, die die Larven der Trauermücken als Parasiten befallen und abtöten. Sie können beispielsweise online bestellt und mit dem Gießwasser in die Erde gebracht werden. Es dauert ein paar Wochen, bis der Trauermücken-Befall der Vergangenheit angehört.

Tipp 5: Nikotin ist wirksam gegen Trauermücken

Nikotin ist ebenfalls geeignet, um die Larven zum Absterben zu bringen. Füllen Sie ein Marmeladenglas mit Zigarettenstummeln und geben Sie Wasser hinzu. Anschließend muss das Glas eine Woche stehen bleiben. Diese Flüssigkeit nutzen Sie dann zum Gießen der betroffenen Pflanzen. Alternativ kann der Tabak auch direkt auf die Erde gegeben werden.

Tipp 6: Das Allround-Talent Backpulver hilft auch gegen Trauermücken

Backpulver bekämpft neben vielen anderen Insekten auch Trauermücken. Es reicht, die Erde mit dem Pulver zu bestäuben und anschließend leicht anzufeuchten. Die Larven sterben dann nach und nach ab.

Tipp 7: Bei starkem Befall ist ein Austausch der Erde sinnvoll

Falls diese Tipps nicht zum gewünschten Erfolg führen, kann ein Austausch der Erde erfolgen. Kaufen Sie hochwertige Erde und verwenden Sie möglichst neue Blumentöpfe, um einen erneuten Befall zu vermeiden. Wenn Sie gebrauchte Töpfe weiterverwenden möchten, sollten Sie sie heiß auswaschen und mit Essig behandeln.

So beugen Sie einem Befall mit Trauermücken vor

Wenn Sie die Trauermücken einmal besiegt haben, ist es wichtig, einem erneuten Befall vorzubeugen. In erster Linie sollten Sie darauf achten, die Zimmerpflanzen nicht zu stark zu wässern, damit die Erde nicht permanent feucht ist. Es ist besser, häufiger in kleinen Mengen zu gießen, als den Topf auf Vorrat zu wässern.

Prüfen Sie immer, wie feucht die Erde ist, bevor Sie die Pflanzen gießen und passen Sie die Wassermenge entsprechend an.

Im Idealfall bauen Sie eine Drainage in die Blumentöpfe Ihrer Zimmerpflanzen:

  1. Decken Sie das Ablaufloch im Blumentopf mit einer Tonscherbe ab.
  2. Darüber geben Sie eine Schicht aus Blähton, grobem Sand oder Kies.
  3. Nun folgt die eigentliche Erde.

Auf diese Weise verhindern Sie, dass sich Staunässe bildet, weil das überschüssige Wasser jederzeit ablaufen kann.

Zusammenfassung

Trauermücken sind lästig und für Jungpflanzen gefährlich, weil die Larven die Wurzeln anfressen. Bekämpft werden die Plagegeister am besten mit Klebestickern, Streichhölzern, in der Mikrowelle oder mit Nematoden. Gegen einen erneuten Befall hilft es, die Erde nicht zu feucht zu halten.

Artikelbild: © dolgachov / Bigstock.com


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