Beim Leuchtmittel wechseln: Vorsicht bei Energiesparlampen

Beim Leuchtmittel wechseln: Vorsicht bei Energiesparlampen

Die normalen, klassischen Glühbirnen werden innerhalb der EU mittlerweile nicht mehr verkauft respektive vertrieben. Auf dem Markt befinden sich nun eine Reihe sehr spezieller Leuchtmittel, wie etwa Energiesparlampen. Diese weisen dieselbe Leuchtkraft auf, verbrauchen jedoch oftmals weniger als 80 Prozent der dafür bei Glühbirnen sonst nötigen Energie in Form von Watt. In ihnen enthalten ist Quecksilber, wodurch das Auswechseln mit besonderen Gefahren verbunden ist.

Wir geben in diesem Beitrag Anleitungen zum Austausch von Energiesparlampen, genauso wie für Halogenspots oder Leuchtstoffröhren.

Schadstoffe sind jeweils dosiert enthalten

Quecksilber ist nachweislich in entsprechender Dosis in Energiesparlampen enthalten, sodass man beim Austausch grundsätzlich die nötige Vorsicht walten lassen muss. Dennoch führte die Panikmache in den Medien dazu, dass man einer ganz davon absieht und nun stark beanspruchte Leuchten installiert hat. Nach Untersuchungen des Umweltbundesamtes, in welchen Energiesparlampen zerbrochen wurden und damit eine alltägliche Situation simuliert wurde, besteht zunächst keine große Gefahr. Lediglich dann kann von einer Dauerbelastung gesprochen werden, wenn Bruchstücke nicht vollständig entfernt oder länger dort liegen geblieben sind und die Lüftung im betreffenden Raum mangelhaft war. Wichtig ist in diesem Zuge also, die Konzentrationen an Quecksilber schlichtweg dadurch einzuschränken und zu vermeiden, wenn Bruchstücke ordnungsgemäß beseitigt werden. Anschließend sollte der Boden gründlich gereinigt und der ganze Raum mehrere Male gelüftet werden, sodass die Konzentrationen verflüchtigen können.

Vorteilhaft ist hier die normale Raumtemperatur, womit sich eine Verdampfung von flüssigem Quecksilber nur schwerlich fortbilden kann. Allerdings empfiehlt es sich, die Bruchstücke dicht zu verschließen und dafür etwa auf ein Konservenglas zurückzugreifen.

So werden Energiesparlampen ausgewechselt

  • Nehmen Sie eine Tüte zur Hand, etwa einen Gefrierbeutel oder eine Einkaufstasche, und stülpen diese über die Lampe. Nun gebrauchen Sie Handschuhe und verringern damit das Risiko eines Bruchs. Beim Herausdrehen ist es wichtig, den Druck gleichmäßig zu verteilen und auch die Bewegung nicht ruckartig umzusetzen.
  • Vorher sollte vorsichtshalber das Stromnetz gekappt werden, sodass die Gefahr eines Stromschlags ausbleibt. Gönnen Sie der Energiesparlampe einige Zeit zum Auskühlen, um sie anschließend am Sockel zu fassen und wie oben aus der Fassung zu drehen.
  • Entsorgt werden Energiesparlampen im Regelfall über den Sondermüll, je nach Lage in Ihrer Gemeinde. Häufig gibt es diese Möglichkeit auf Schadstoffhöfen, teilweise erreichen Sie auch die Schadstoffmobile der Stadt oder des Kreises.
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Vorgehensweise bei Halogenspots

Halogenspots gehören mittlerweile zur klassischen Produktpalette der Leuchtmittel und haben ähnliche Vorteile gegenüber der klassischen Glühbirne, wie das bei der Energiesparlampe beispielsweise durch eine längere Haltbarkeit und einen deutlich verbesserten Wirkungsgrad bei gleichzeitig geringerem Energieverbrauch der Fall ist.

  • Zunächst wird bei GU5.3-Fassungen ein spezieller Saugnapf benötigt, generell ist das Wechseln abhängig von der jeweiligen Fassung. Ist die Verbindung zum Stromnetz gekappt und das Gerät ausgeschaltet, geht es an die Methodik einer jeden Fassung.
  • Die als Hochvoltalogenleuchtmittel bezeichneten GU10-Fassungen weisen die Form einer Bajonettfassung auf, sodass man die Lampe leicht mit einer Drehung arretieren kann. Hierbei dreht man zunächst die Birne, bis der Widerstand ausklingt und sie entnommen werden kann.
  • GU5.3-Fassungen benötigen wie gesagt einen Saugnapf, da sie eingesteckt werden. Hierzu fixieren Sie den Saugnapf gerade auf dem Spot und ziehen ihn gleichmäßig raus, wobei der Druck nur gering ausfallen darf, anderenfalls verbiegen sich die Spots.
  • Alle anderen Fassungen weisen die Steckfassung auf, sind also einfach herauszuziehen.

Trick anwenden bei Leuchtstoffröhren

Die gemeinhin beliebten Neonröhren, gerne in Büros und Ausstellungsflächen eingesetzt, sind mithilfe eines Tricks sehr einfach auszuwechseln.

  • Ist das Stromnetzgekappt und das System ausgeschaltet, muss man die Leuchtstoffröhre gleichmäßig von beiden Seiten herausziehen. Dabei darf man unter keinen Umständen die Plastikhalterungen verbiegen oder diese rausnehmen, sie sind fest montiert.
  • Die Leuchtstoffröhre ist durch eine Drehung fixiert, die Plastikhalterung hat hierbei keine Wirkung. Bauen Sie daher zunächst mögliche Verkleidungen ab. Nun machen Sie eine Vierteldrehung (90 Grad) nach vorne, wobei Widerstand mit leichtem Ruck gebrochen werden kann. Zapfen und Schlitz müssen senkrecht zueinander stehen, damit sie nun aus der Fassung genommen werden kann.
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Zur Sicherheit empfiehlt es sich auch hier, auf Arbeitshandschuhe zu setzen.

Artikelbild: © StockLite / Shutterstock

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