Das sind die heimlichen Stromfresser im Haushalt

Das sind die heimlichen Stromfresser im Haushalt

Es gibt in nahezu jedem Haushalt die sogenannten Stromfresser. Sie verbrauchen unnötig viel Energie und treiben die Stromrechnung dadurch in die Höhe. Wir verraten Ihnen, woran Sie diese Stromfresser erkennen und was Sie tun können, um Strom und Geld zu sparen.

Sparpotenzial beim Kühlschrank nutzen

Der Kühlschrank ist ein konstanter Stromverbraucher in jedem Haushalt. Selbstverständlich kann er nicht einfach abgeschaltet werden. Dennoch bietet er ein großes Potenzial zum Sparen.

Bei neuen Geräten ist eine Temperatur eingestellt, die oftmals viel zu niedrig ist. Der Kühlschrank muss nicht permanent auf 0 Grad Celsius kühlen, weil auch sieben bis acht Grad ausreichen. Stellen Sie die Temperatur daher etwas höher und sparen Sie so wertvolle Energie.

Außerdem hilft es, die eigenen Gewohnheiten anzupassen:

  1. Stellen Sie keine warmen Lebensmittel in den Kühlschrank, weil dann viel Energie verbraucht wird, um die Speisen herunter zu kühlen:
    • Lassen Sie heiße Suppen erst auf Zimmertemperatur abkühlen, bevor sie in den Kühlschrank kommen.
    • Entnehmen Sie Butter, Aufschnitt und Käse nur kurz und stellen Sie die Lebensmittel dann schnell wieder zurück in den Kühlschrank, damit sie nicht zu warm werden.
  2. Überlegen Sie sich erst, was Sie aus dem Kühlschrank brauchen, und öffnen Sie dann die Tür:
    • Mehrmaliges Öffnen und Schließen der Kühlschranktür verbraucht viel Energie.
    • Außerdem sollte die Tür nicht zu lange geöffnet bleiben.

Auf diese Art und Weise können Sie beim Dauerverbraucher Kühlschrank viel Strom sparen.

Wäschetrockner eher sparsam einsetzen

Der Wäschetrockner ist gerade im Winter ein gern genutztes Haushaltsgerät. Bei Nieselwetter oder eisigen Temperaturen trocknet die Wäsche schließlich nur schlecht an der frischen Luft. Dennoch sollten Sie den Wäschetrockner nur im äußersten Notfall einsetzen, denn er verbraucht viel Strom. Nutzen Sie stattdessen den Trockenraum im Keller oder auf dem Dachboden, um Ihre Wäsche zu trocknen. Falls Sie nicht auf den häufigen Einsatz des Wäschetrockners verzichten können, sollten Sie in einen Kondenstrockner mit Wärmepumpe investieren. Der deutlich höhere Anschaffungspreis macht sich schnell bezahlt, denn er benötigt nur die Hälfte an Energie im Vergleich zum normalen Trockner.

Geschirrspüler statt Handwäsche

Nicht immer ist es aber preiswerter, sich für die Handarbeit zu entscheiden: Die Geschirrspülmaschine etwa erleichtert Ihnen nicht nur die Arbeit, sondern ist energieeffizienter als das Aufwaschen per Hand. Sparsame Geräte benötigen für einen Abwasch etwa 30 Cent, wenn das Automatikprogramm gewählt wird. In einem sparsamen Programm schaffen es energieeffiziente Modelle sogar noch preiswerter. Wichtig ist, dass Sie die Spülmaschine immer erst anschalten, wenn sie wirklich voll ist, um so sparsam wie möglich zu spülen.

Heimliche Stromfresser: Standby-Modus und Ladegeräte

Nicht zu unterschätzen sind auch die sogenannten heimlichen Stromfresser. Dazu gehören zum Beispiel die Ladegeräte für Smartphones, Tablets und Laptops. Sie werden oftmals gar nicht von der Steckdose abgezogen, auch wenn gerade gar kein Gerät geladen wird.

Beim Anfassen eines solchen Ladegeräts werden Sie merken, dass es sich ganz warm anfühlt. Das ist der Beweis dafür, dass trotzdem kontinuierlich Strom verbraucht wird.

Daher gilt für alle Ladegeräte von Smartphones und Tablets ebenso wie für Ladestationen von Zahnbürsten, Kameras und Rasierern: Sobald der Akku vollgeladen ist, muss das Ladegerät von der Steckdose abgezogen werden.

Ein weiterer heimlicher Stromfresser ist der Standby-Modus, der gerade bei älteren Geräten nicht unerheblich ist. Die alte Stereoanlage treibt die Stromrechnung pro Jahr etwa um 20 Euro in die Höhe, weil sie über zehn Watt im Standby-Betrieb benötigt. Seit 2013 dürfen neue Geräte im Standby-Modus jedoch nur noch ein halbes Watt verbrauchen.

Energiesparmodi von Computern und Laptops nutzen

Auch bei Ihrem Computer oder Laptop können Sie Strom sparen. Die meisten modernen Geräte verfügen über einen sogenannten Stromsparmodus, der die Leistung ein wenig herunter fährt und dadurch weniger Strom verbraucht. Dieser Modus wird oft automatisch angeschaltet, wenn der Akku des Laptops zur Neige geht. Er kann aber auch manuell eingestellt werden, wenn der Computer mit der Steckdose verbunden ist.

Darüber hinaus können Sie mit folgenden Tipps Strom sparen, wenn es um die Verwendung smarter Geräte geht:

  1. Programmieren Sie für Ihren Router eine Nutzungszeit, sodass er nur läuft, wenn er wirklich benötigt wird.
  2. Schalten Sie beim Smartphone unnötige Funktionen wie Bluetooth, GPS oder WLAN ab, damit der Akku länger hält und das Gerät nicht so häufig aufgeladen werden muss.

So senken Sie Ihren Stromverbrauch, ohne verzichten zu müssen.

Zusammenfassung

Um Strom zu sparen, sollten Sie die typischen Stromfresser in Ihrem Haushalt kennen. Dazu gehört neben dem Kühlschrank auch der Wäschetrockner. Außerdem sollten Sie heimliche Stromfresser, die Ihre Stromrechnung unnötig in die Höhe treiben, aufspüren und beseitigen.

Artikelbild: © Alex Yeung / Shutterstock

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