In einem Gewächshaus ganzjährig frisches Gemüse ernten

In einem Gewächshaus ganzjährig frisches Gemüse ernten

In regelmäßigen Abständen taucht Gemüse in den Schlagzeilen auf, so wie es kürzlich der Feldsalat tat. Gemeint sind keine positiven Berichte, sondern jene von der negativen Sorte. ÖKO-TEST ermittelte, dass viele Feldsalate mit Schadstoffen belastet sind. Ausgerechnet die Biosorten blieben von den Problemen nicht verschont. Dann fragt man sich als Verbraucher, ob man den Gemüseanbau nicht in die eigene Hand nehmen soll.

Der Supermarkt hat uns verwöhnt. Das ganze Jahr über findet man hier Köstlichkeiten aus aller Welt: Artischocken, Pak Choi, Kurkuma, violette Kartoffeln und Zitronengras, um nur einige zu nennen. Doch der Import der Gemüsesorten hat auch einige Nachteile. Die Bauern können der wachsenden Nachfrage nur noch gerecht werden, wenn sie mit Pestiziden und anderen Chemikalien arbeiten. Greenpeace zufolge verwendet die deutsche Landwirtschaft 30.000 Tonnen Pestizid-Wirkstoffe pro Jahr.

Der Einkaufsratgeber von Greenpeace Essen ohne Pestizide (PDF) informiert Verbraucher darüber, wie sie Obst und Gemüse ohne Pestizide im Handel finden können. Doch lohnt sich der Aufwand und die ständige Recherche? Wer diese Frage mit nein beantwortet, der sollte seine Lebensmittel im eigenen Garten anbauen.

Gemüse in einem Gewächshaus anbauen

Wer sich teilweise oder überwiegend mit frischem Gemüse aus dem Garten ernähren möchte, für den ist das Gewächshaus ein Muss. Darin lassen sich Pflanzen unter idealen Bedingungen ganzjährig kultivieren. Soll heißen: Man kann Tomaten auch im Winter anbauen, was unter normalen Bedingungen nicht möglich wäre.

Die Funktion eines Gewächshauses ist immer dieselbe: Durch seine Glasflächen strahlt Sonnenlicht, welches das Innere der Konstruktion aufheizt, da keine oder kaum kühle Außenluft dem Gewächshaus zugeführt wird. Es entsteht ein Ofeneffekt, sodass die Temperaturen im Gewächshaus weitaus höher als draußen sind – ideale Voraussetzungen für das Pflanzenwachstum.

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Das Sonnenlicht ist natürlich auch für das Wachstum der Pflanzen verantwortlich, welches von der Fotosynthese angetrieben wird.

Das geeignete Gewächshaus wählen

Gewächshäuser gibt es in verschiedenen Formen und Ausführungen. Man kann im Grunde zwischen zwei Arten unterscheiden:

  1. Freistehendes Gewächshaus: Dieses Modell ist die flexibelste, aber auch teuerste Lösung. Es ist aus dem Grund flexibel, weil es in puncto Form und Größe dem Platzangebot, Budget und den persönlichen Anforderungen angepasst werden kann. Möglich sind massive Konstruktionen mit Stahl-, Aluminium- beziehungsweise Holzrahmen oder simple Foliengewächshäuser.
  2. Anlehngewächshaus: Immobilienbesitzer mit kleinen Gärten sollten sich mit dem Anlehngewächshaus befassen. Es wird direkt an ein bestehendes Gebäude (Haus, Garage) gebaut, sodass es sehr stabil und sturmsicher ist. Sein großer Vorteil ist der geringe Energiegebrauch, wenn es neben einem im Winter beheizten Raum gebaut wird.

Unabhängig von der gewählten Art sollten Immobilienbesitzer bei der Qualität ihres Gewächshauses nicht sparen. Auch der Aufbau sollte einem Profi überlassen werden. Doch wie erkennt man Anbieter von Gewächshäusern, bei denen Qualität oberste Priorität hat? Die Profis gfp-international.com verkaufen und montieren nicht nur Gewächshäuser, sie stehen ihren Kunden auch nach den Arbeiten mit Rat und Tat zur Seite.

Das perfekte Klima im Sommer

Nachdem man sich für ein Gewächshaus entschieden hat und dieses im heimischen Garten steht, muss man nur noch ideale Bedingungen für die Pflanzen schaffen. Im Sommer lässt man der Natur freien Lauf, denken Anfänger: Sonnenlicht strahlt den ganzen Tag über auf das ideal positionierte Gewächshaus und das Gemüse gedeiht. Falsch! Zu viel Sonnenlicht kann schnell zum Problem werden, denn die Pflanzen benötigen eine bestimmte Temperatur, welche nicht überschritten werden darf.

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An heißen Sommertagen ähnelt das Klima im Gewächshaus bei geschlossenen Fenstern schnell einem sonnigen Tag im Nahen Osten – mit Temperaturen jenseits von 50 Grad Celsius.

Pflanzen benötigen Wachstumstemperaturen von 20 bis 30 Grad Celsius.

Um dem Hitzestau im Gewächshaus entgegenzuwirken, sollte man Ventilatoren montieren. Diese wirken nicht nur kühlend, sie bewahren die Blätter auch vor dem Austrocknen.

Wie auch bei der Wohnimmobilie darf ein guter Sonnenschutz nicht fehlen: Bringen Sie auf Ihrem Gewächshaus ein Schattiernetz oder Matten aus Schilfrohr an, damit die Sonne nicht direkt auf die Pflanzen strahlt.

Gemüse auch im Winter ernten

Die Hochsaison für Gemüse läuft von Frühling bis Herbst. Besitzer eines Gewächshauses können einige Gemüsearten aber auch im Winter gedeihen lassen.

  • Chinakohl ist ein guter Kandidat für das Gewächshaus. Bei eisig kalten Temperaturen, bei denen der Boden einfriert, deckt man Chinakohl mit Vlies ab und erntet ihn nach und nach, sobald er reif ist.
  • Auch der bereits genannte Feldsalat fühlt sich im Gewächshaus gut; ohne Pestizide ist er auch komplett unbedenklich.
  • Was wäre der Salat ohne Tomaten? Auch diese Gemüsesorte gedeiht im Winter im Gewächshaus. Wie auch den Chinakohl muss man sie aber mit Vlies vor Frost schützen.

Wer seinem Gewächshaus im Winter eine Pause gönnt, kann ihn auch zu einem temporären Geräteschuppen umfunktionieren.

Zusammenfassung

Gartenbesitzer, die sich gesund ernähren und die Qualität ihres Gemüses kontrollieren wollen, sollten sich für ein Gewächshaus entscheiden. Pflanzen gedeihen hier unter idealen Bedingungen, selbst im Winter kann man Salat, Tomaten und anderes Gemüse ernten.

Artikelbild: © svetlanais / Bigstock.com

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