Oleander düngen: Tipps und Tricks für eine gute Nährstoffversorgung

Oleander düngen: Tipps und Tricks für eine gute Nährstoffversorgung

Der Oleander ist eine schöne und vielseitige Pflanze, die jedem Garten einen Hauch von Eleganz verleihen kann. Trotz seines zarten Aussehens ist der Oleander eigentlich recht robust und verträgt sogar einige Trockenperioden. Der Oleander ist auch dafür bekannt, dass er Schädlinge abwehrt, was ihn zu einer idealen Wahl für diejenigen macht, die eine umweltfreundliche Alternative suchen. Darüber hinaus ist der Oleander relativ pflegeleicht und muss nur gelegentlich beschnitten und gegossen werden.

Mit seinen attraktiven Blüten und der kräftigen Wuchsform ist der Oleander eine gute Wahl für alle, die ihrem Garten ein wenig Flair verleihen möchten. Er ist durch seine Herkunft aus der Mittelmeerregion eigentlich an karge Böden gewöhnt. Und dennoch gehört der Oleander (wissenschaftlich „Nerium oleander“ genannt) zu den wenigen mediterranen Pflanzen, die hierzulande zusätzlich mit Nährstoffen versorgt werden müssen. Der Oleander ist ein Starkzehrer – richtiges Düngen ist für sein Gedeihen ein Muss.

Die Grundbedürfnisse von Oleander

Die sonnenverwöhnte Pflanze wird auch Rosenlorbeer genannt, da sie mit besonders schönen Blüten den Garten oder die Terrasse bereichert. Der Oleander aus dem Mittelmeerraum ist nicht jedoch winterhart. Daher wird er hierzulande oft im Kübel gehalten und verbringt die kalte Jahreszeit in einem frostfreien Winterquartier. Diese Haltung braucht jedoch viel Pflege. Neben dem Gießen ist der Oleander auch auf die Gabe von Nährstoffen angewiesen. Ohne Dünger strahlt die Pflanze nicht.

Der Oleander braucht eine ausgewogene Kombination von Nährstoffen. Ein guter Dünger sollte folgende Zusammensetzung der Makromineralien haben:

  • 15 % Stickstoffverbindungen
  • 10 % Phosphat
  • 15 % Kaliumoxid

Zudem braucht der Oleander auch sekundäre Nährstoffe unter den Makromineralien. Sie sind normalerweise ausreichend in der Erde vorhanden. Aber der Starkzehrer verbraucht diese schnell, vor allem, wenn der Gärtner ihn im Kübel hält. Der Oleander braucht Nachschub von:

  • Schwefel
  • Magnesium
  • Kalzium

Zuletzt muss die Pflanze auch mit Spurenelementen versorgt werden – den sogenannten Mikromineralien. Diese braucht der Oleander für das Wachstum. Dazu zählen unter anderem:

  • Mangan
  • Chlorid
  • Kupfer
  • Eisen
  • Zink
  • Bor
  • Molybdän

Der richtige Dünger: Mineralisch und organisch

Beim Oleander ist es grundsätzlich möglich, sowohl mit Kunstdünger als auch mit organischem Dünger zu arbeiten. Wichtig ist, dass die notwendigen Stoffe im Dünger vorhanden sind. Der Handel hält hier einige verschiedene Produkte vorrätig, die jedoch nicht sofort vom Namen erkennbar sind, dass sie für den Oleander geeignet sind. Ein Blick auf das Kleingedruckte ist beim Kauf notwendig. Ebenso gibt es sowohl Feststoffdünger als auch flüssige Varianten.

Mögliche Produkte sind beispielsweise:

Der Mineraldünger hat den Vorteil, dass er zielgerichteter und schneller wirkt. Das macht seinen Einsatz beim Oleander effektiver. Jedoch sind solche Produkte oft kostenintensiv. So mancher Gärtner greift daher auf organische Dünger zurück, die er selbst herstellen kann. Für den Oleander eignen sich hier:

    • Gartenkompost

-und Hornmehl

  • getrockneter Hähnchenmist
  • Tee- und Kaffeesatz

Der Nachteil des organischen Düngers ist die spätere Wirkung. Die Nährstoffe müssen erst im Boden aufgeschlossen werden, bevor die Pflanze sie aufnehmen kann. Gerade Exemplare mit kurzer Wachstumsperiode haben oft nicht die Zeit dafür.

Je nach verwendetem Dünger muss in längeren oder kürzeren Abständen nachgedüngt werden. Beim Flüssigdünger ist dies sehr häufig notwendig. Der vergessliche Gärtner kann beim Oleander jedoch auch hervorragend einen Langzeitdünger verwenden. Diese wirken zwischen drei und zwölf Monaten – somit reicht oft eine einmalige Gabe.

So mancher Gärtner düngt Oleander auch mit Blaukorn, der die Pflanze mit Stickstoff versorgt. Doch hier ist Vorsicht geboten, denn eine Überdüngung ist nicht ausgeschlossen. Dann bildet die Pflanze zwar vermehrt Triebe aus, aber keine Blüten. Bleiben diese aus, ist das ein Anzeichen für zu viel Stickstoff.

Für die Winterfestigkeit empfehlen Gartenexperten auch Kalidünger, der zum Ende der Wachstumsperiode den Austrieb noch einmal unterstützt. Wer mit Langzeitdünger arbeitet, kann Kalidünger und auch Kalk zudem im Frühjahr einmal geben – der Oleander wird sich darüber freuen.

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Zeitpunkt und Menge: So düngen Sie richtig

Egal, für welchen Dünger sich der Gärtner entscheidet, eines ist bei allen Produkten gleich: Die erste Düngung erfolgt erst nach dem Winterquartier. Der Oleander braucht die Nährstoffe in der Wachstumszeit, denn in der kalten Jahreszeit ist die Pflanze nicht aktiv.

Daher beginnt der Gärtner mit der Düngung im Frühjahr. Grundsätzlich dauert der Düngezeitraum von Anfang März bis Ende September – je nach Wetterlage. Experten raten, die Freilandsaison erst bei einer Tagesdurchschnittstemperatur von 15 Grad Celsius zu beginnen. Das kann so manches Jahr und mancherorts auch erst im April oder Mai der Fall sein.

Ein weiteres sicheres Anzeichen für den ersten Düngezeitpunkt sind kräftige und dunkelgrüne Blätter an der Pflanze. Diese zeigen, dass sie aktiv ist. Gegen Ende der aktiven Zeit muss der Gärtner das Düngen wieder einstellen, damit die Pflanze im Winterquartier nicht neu austreibt. Dies ist oft zwischen Mitte August und Ende September.

Menge und Häufigkeit der Düngung hängen vom gewählten Produkt ab. Ein Langzeitdünger muss nur einmal für den wirksamen Zeitraum gegeben werden, der Flüssigdünger empfiehlt sich wöchentlich. Beim mineralischen Düngen stehen Menge und Zeitpunkt oft auf der Verpackung.

Der organische Dünger empfiehlt sich vor allem beim Umtopfen, da er tief in die Erdschicht gemischt werden sollte. Die Gabe muss in regelmäßigen Abständen wiederholt werden – der Gärtner sollte jedoch an die langsame Wirkungszeit denken!

Die schönen Blüten täuschen oft darüber hinweg, aber alle Pflanzenteile des Oleanders sind giftig. Daher sollte der Gärtner beim Pflegen dieser Pflanze immer Handschuhe tragen, um nicht mit dem austretenden Saft in Berührung zu kommen. Dieser kann Hautreizungen verursachen.

Anzeichen einer falschen Düngung

Ungeübte Hände können leicht etwas falsch machen. Dem Oleander sieht man jedoch schnell an, wenn die Pflege nicht stimmt. Eine Überdüngung ist eher selten möglich, aber auch nicht unmöglich. Sind die Feinwurzeln der Pflanze durch die Nährstoffe zu sehr belastet, reagiert der Oleander mit braunen Blatträndern.

Werden die Blätter hingegen gelb, fehlt es dem Starkzehrer an Nährstoffen. Dann sollte unbedingt gedüngt werden. Allerdings sollte der Gärtner dies nicht mit der altersbedingten Gelbfärbung der Blätter im Sommer verwechseln. Bleibt die Blüte aus, kann dies auch ein Zeichen für zu wenig Nährstoffen sein. Jedoch ist auch Sonnenlichtmangel oder eine Überversorgung mit Stickstoff ebenfalls Auslöser dafür.

Wie wird Oleander richtig eingepflanzt?

Bevor Sie Oleander pflanzen, sollten Sie einen Standort wählen, der vollsonnig ist und einen gut durchlässigen Boden hat. Die Pflanze braucht auch Platz, um sich auszubreiten. Achten Sie also darauf, dass zwischen ihr und anderen Pflanzen oder Gebäuden mindestens ein Abstand von einem Meter besteht. Sobald Sie einen geeigneten Standort gewählt haben, graben Sie ein Loch, das doppelt so breit wie der Wurzelballen und genauso tief ist.

Nehmen Sie den Oleander vorsichtig aus dem Behälter und lösen Sie alle verhedderten Wurzeln. Setzen Sie die Pflanze so in das Loch, dass die Oberseite des Wurzelballens auf gleicher Höhe mit der umgebenden Erde ist. Füllen Sie das Loch wieder mit Erde auf und stampfen Sie sie dabei leicht fest. Gießen Sie gründlich, damit sich die Wurzeln in ihrem neuen Zuhause einnisten können. Oleander sind trockenheitstolerant, sobald sie sich etabliert haben. Sie müssen also nur während längerer Trockenperioden gegossen werden. Mit der richtigen Pflege wird Oleander viele Jahre lang gedeihen.

Oleander regelmäßig zurückschneiden

Der Frühling ist die Zeit des Neubeginns, und das gilt auch für Ihren Oleanderstrauch. Oleander sind schnell wachsende Sträucher, die schnell langbeinig und überwuchert werden können, wenn sie nicht richtig beschnitten werden. Mit ein wenig Mühe können Sie jedoch dafür sorgen, dass Ihr Oleander ordentlich und gepflegt aussieht.

Schneiden Sie zunächst das gesamte Wachstum der letzten Saison zurück. Entfernen Sie dann alle toten oder beschädigten Zweige. Bringen Sie schließlich die verbleibenden Zweige in Form, um ein attraktives Profil zu schaffen. Mit der richtigen Pflege wird Ihr Oleander viele Jahre lang gesund und schön bleiben.

In welchen Farben ist Oleander erhältlich?

Oleander ist eine wunderschöne blühende Pflanze, die in einer Vielzahl von Farben erhältlich ist. Die häufigsten Oleanderfarben sind rosa, weiß und rot, aber die Blüten können auch lila, gelb oder pfirsichfarben sein. In einigen Fällen haben Oleanderpflanzen mehrfarbige Blüten. Die Farbe einer Oleanderblüte hängt von der Pflanzensorte ab, wobei einige Sorten eher Blüten in bestimmten Farben hervorbringen.

Der Fresno Red Oleander zum Beispiel ist eine rosa blühende Sorte, während der Hardy Pink Oleander eher weiße oder blassrosa Blüten hervorbringt. Oleander werden für ihre auffälligen Blüten und ihre Fähigkeit, Farbe in jeden Garten zu bringen, geschätzt.

Ist Oleander giftig?

Oleander ist eine wunderschöne blühende Pflanze, die häufig in der Landschaftsgestaltung verwendet wird. Oleander ist jedoch auch giftig, und alle Teile der Pflanze gelten als giftig. Die giftigen Verbindungen im Oleander können zu Magen-Darm-Beschwerden, Herzrhythmusstörungen und sogar zum Tod führen. Schon die Einnahme einer kleinen Menge Oleander kann tödlich sein, und es gibt kein bekanntes Gegengift.

Daher ist es wichtig, beim Umgang mit dieser Pflanze Vorsicht walten zu lassen, vor allem wenn Sie Kinder oder Haustiere zuhause haben. Wenn Sie den Verdacht haben, dass jemand Oleander verschluckt hat, ist es wichtig, dass Sie sofort einen Arzt aufsuchen. Oleander mag zwar schön anzusehen sein, aber seine Gefahren sollten nicht unterschätzt werden.

Zusammenfassung

Der Oleander ist relativ einfach zu pflegen. Er verträgt Trockenheit und schlechte Bodenverhältnisse und ist gegen die meisten Schädlinge und Krankheiten resistent. Außerdem bildet der Oleander wunderschöne Blütentrauben in einer Vielzahl von Farben, was ihn zu einer beliebten Wahl für die Landschaftsgestaltung macht. Auch wenn der Oleander eine vielseitige Pflanze ist, sollten Sie beim Anbau ein paar Dinge beachten. Die Blätter und Stängel der Pflanze sind giftig, wenn sie verschluckt werden, daher ist es wichtig, sie von kleinen Kindern und Haustieren fernzuhalten.

Außerdem kann die Pflanze invasiv sein, wenn sie nicht regelmäßig zurückgeschnitten wird. Der mediterrane Oleander ist ein Starkzehrer und braucht daher in hiesigen Gefilden eine gute Nährstoffversorgung. Daher ist Düngen beim Oleander für den Gärtner ein Muss. Infrage kommen sowohl mineralische als auch organische Dünger. Regelmäßige Düngung oder auch Langzeitdüngung ist während der Wachstumsperiode möglich. Mit ein wenig Pflege kann der Oleander jedoch eine schöne und pflegeleichte Ergänzung für jeden Garten sein.

Artikelbild: LUMIKK5555 / Bigstock.com

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1 Kommentar

  1. Doris Becker 01.06.2022 14:26 Uhr

    Welche Mineralien der Oleander benötigt.
    Was die Blätter Aussagen über Nährstoffmangel usw.

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