Pflanzen, die kaum Licht brauchen

Pflanzen, die kaum Licht brauchen

Der Großteil der Zimmerpflanzen wünscht sich einen sonnigen oder zumindest halbschattigen Standort, um blühen und gedeihen zu können. Leider sind diese Plätze in einer Wohnung sehr begrenzt und daher schnell mit Pflanzen vollgestellt. Schattige Plätzchen bleiben hingegen leer, weil die Zimmerpflanzen dort oft nur einen kümmerlichen Wuchs zeigen.

Dabei wünscht man sich gerade für dunkle Ecken der Wohnung ein paar natürliche grüne Farbtupfer. Im Prinzip ist das auch kein Problem, denn man muss nur die richtigen Pflanzen auswählen. Zum Glück gibt es einige Zimmerpflanzen, die nicht viel Licht benötigen und obendrein auch noch recht pflegeleicht sind. Wir verraten heute, welche Pflanzen das sind!

Der Klassiker für schattige Standorte: Die Schusterpalme

Die Schusterpalme gilt als absoluter Klassiker für Standorte, die nur selten vom Sonnenlicht erreicht werden. Schusterpalmen sind eine Palmenart, die in Südamerika beheimatet ist. Sie sind aufgrund ihres exotischen Aussehens und ihrer einfachen Pflege eine beliebte Zimmerpflanze. Sie wächst zwar besser, wenn sie hin und wieder etwas Licht abbekommt, gedeiht aber auch bei ausgesprochen schlechten Lichtverhältnissen recht gut.

Mit direkter Sonneneinstrahlung kommt sie hingegen überhaupt nicht klar. Die Grünpflanze hat zudem noch einen weiteren Vorteil, denn sie muss nur sehr selten und wenig gegossen werden. Die ansonsten recht robuste Pflanze ist gegenüber von Stauwasser sehr anfällig, da ihre Wurzeln dadurch schnell verfaulen. Man sollte bei der Schusterpalme daher stets darauf achten, die Erde nur minimal feucht zu halten.

Es gibt jedoch ein paar potenzielle Probleme, die bei Schusterpalmen auftreten können. Überwässerung ist das häufigste Problem, da sie zu Wurzelfäule und Pilzerkrankungen führen kann. Es ist wichtig, die Erde zwischen den Wassergaben vollständig austrocknen zu lassen.

Ein weiteres Problem, das auftreten kann, ist das Braunwerden der Blätter, das in der Regel durch zu viel direktes Sonnenlicht verursacht wird. Wenn die Blätter anfangen, braun zu werden, sollten Sie die Pflanze an einen schattigeren Ort stellen. Mit der richtigen Pflege können Schusterpalmen gesunde und langlebige Zimmerpflanzen sein.

Die Schusterpalme ist außerdem relativ leicht zu vermehren. Eine Möglichkeit, die Schusterpalme zu vermehren, besteht darin, ihre Samen zu sammeln. Die Samen können in Töpfe oder in die Erde gepflanzt werden und keimen normalerweise innerhalb von 6-12 Wochen. Sobald die Sämlinge eine Höhe von etwa 6 Zoll erreicht haben, können sie in größere Töpfe oder in die Erde verpflanzt werden.

Eine andere Möglichkeit, eine Schusterpalme zu vermehren, ist die Entnahme von Stammstecklingen. Die Stammstecklinge sollten von jungen, gesunden Bäumen stammen und in einen mit sandiger Erde gefüllten Topf gesteckt werden. Sobald die Stecklinge Wurzeln geschlagen haben, können sie in größere Töpfe oder in die Erde verpflanzt werden. Indem Sie Schusterpalmen vermehren, können Sie ihre Vorteile mit anderen teilen und dazu beitragen, diese wertvolle Ressource zu erhalten.

Die Schusterpalme ist keine schnell wachsende Pflanze, aber sie kann bei richtiger Pflege Jahrhunderte alt werden. Der Preis für eine Schusterpalme variiert je nach Größe und Art des Baumes. Kleinere Bäume können bis zu 50 Euro kosten, während größere Exemplare mehrere hundert Euro kosten können. Schusterpalmen sind in vielen Baumschulen und Landschaftsbaubetrieben erhältlich.

Die Sansevieria ist pflegleicht und für dunkle Ecken geeignet

Eine weitere sehr pflegeleichte Zimmerpflanze, die auch für düstere Bereiche in der Wohnung in Frage kommt, ist die Sansevieria. Sie ist auch unter folgenden Namen bekannt:

  • Metzgerpflanze
  • Schwiegermutterzunge
  • Bogenhanf
  • Bajonettpflanze

Ihre ausgefallenen Namen verdankt sie ihren interessanten schwertförmigen Blättern, welche dafür sorgen, dass die Sansevieria bei so vielen Menschen beliebt ist. Zudem ist sie sehr genügsam und muss nur einmal in drei Wochen mit Wasser versorgt werden. Übrigens sagt man der Pflanze auch positive Wirkungen auf das Raumklima nach: Sie soll die Luft reinigen, den Sauerstoffgehalt erhöhen und somit trockene Heizungsluft ganz natürlich ausgleichen.

Es gibt etwa 70 verschiedene Arten von Sansevieria, die in einer Vielzahl von Formen und Größen vorkommen. Die häufigste Sansevieria-Art ist die Schlangenpflanze mit ihren langen, schlanken Blättern, die oft grün und weiß gestreift sind. Andere beliebte Sansevieria-Arten sind die Vogelnestpflanze mit dichten Blattrosetten und die Seesternpflanze mit breiten, flachen Blättern, die strahlenförmig von der Mitte ausgehen.

Obwohl sie normalerweise nicht gegessen werden, glauben einige Menschen, dass der Verzehr von Sansevieria-Blättern oder -Saft gesundheitliche Vorteile mit sich bringt. Einige Befürworter behaupten, dass Sansevieria das Immunsystem stärken, die Verdauung verbessern und Entzündungen lindern kann.

Es gibt jedoch keine wissenschaftlichen Beweise, die diese Behauptungen stützen. Außerdem enthalten Sansevieria-Blätter Saponine, die in großen Mengen zu Magenverstimmungen führen können. Es ist daher ratsam, vor dem Verzehr eines Teils der Pflanze einen Arzt zu konsultieren.

Obwohl sie im Allgemeinen pflegeleicht sind, kann es manchmal schwierig sein, sie zu vermehren. Mit ein wenig Geduld und den richtigen Bedingungen ist es jedoch möglich, eine Sansevieria-Pflanze erfolgreich zu vermehren. Die beste Zeit für die Vermehrung von Sansvierias ist der späte Frühling oder der frühe Sommer. Wählen Sie zunächst ein gesundes Blatt von der Pflanze und schneiden Sie es in 2 bis 3 Zoll große Stücke.

Legen Sie die Stücke dann in einen mit feuchtem Sand oder Blumenerde gefüllten Behälter. Achten Sie darauf, dass die Erde feucht bleibt, aber nicht nass wird. Stellen Sie das Gefäß an einen warmen, sonnigen Ort und warten Sie, bis die Blätter Wurzeln schlagen. Sobald sich die Wurzeln entwickelt haben, können Sie die neuen Pflanzen in einzelne Töpfe verpflanzen. Mit ein wenig Pflege werden Ihre neuen Sansvierien bald prächtig gedeihen.

Zu den häufigsten Problemen mit Sansevieria gehören Wurzelfäule, braune Blätter und Wollläuse. Wurzelfäule wird durch zu viel Feuchtigkeit verursacht und kann verhindert werden, indem Sie die Erde zwischen den Wassergaben austrocknen lassen. Braune Blätter sind oft ein Zeichen für zu viel Sonne und können vermieden werden, indem Sie die Pflanze an einen schattigeren Platz stellen.

Eine wichtigste Überlegung ist außerdem der Preis. Sansevieria-Pflanzen können je nach Art und Größe zwischen ein paar Euro und mehreren hundert Euro kosten. Bei der Auswahl einer Pflanze ist es wichtig, sowohl die Anschaffungskosten als auch die laufenden Kosten für die Pflege zu berücksichtigen.

Größere Pflanzen können zum Beispiel in der Anschaffung teurer sein, erfordern aber weniger häufiges Gießen und Düngen als kleinere Pflanzen. Letztendlich ist die beste Pflanze für Sie diejenige, die sowohl zu Ihrem Budget als auch zu Ihrem Lebensstil passt.

Wollläuse sind kleine weiße Insekten, die sich von Pflanzensaft ernähren. Sie lassen sich durch regelmäßige Anwendung von Insektiziden bekämpfen. Wenn Sie sich dieser häufigen Probleme bewusst sind, können Sie dafür sorgen, dass Ihre Sansevieria auch in den kommenden Jahren gesund bleibt und gut gedeiht.

Einblatt und Pfeilblatt blühen sogar bei wenig Licht

Zwei Pflanzen, die in dunklen Ecken sogar Blüten zeigen, sind Einblatt und Pfeilblatt. Das Einblatt ist auch unter dem Namen Spathiphyllum bekannt und begeistert viele Menschen mit seinen dunkelgrünen Blättern und den außergewöhnlichen Blüten. Die Blütenkolben sind sehr hell und von einem weißen Hochblatt umgeben. Dadurch wirkt das Einblatt sehr edel. Beim Gießen kommt es hier auf Fingerspitzengefühl an, denn die Pflanze möchte weder zu viel noch zu wenig Wasser.

In den Wintermonaten sollten die Blätter hin und wieder mit Wasser besprüht werden, denn das Einblatt liebt eine hohe Luftfeuchtigkeit. Aus diesem Grund wird das Spathiphyllum auch gern in dunklen Badezimmern zur Dekoration verwendet. Mit direktem Sonnenlicht kommt die Pflanze aber gar nicht zurecht. Die Sonne bleicht die Blätter aus und sorgt dafür, dass sie verwelken.

Die Blüte der Alocasie, die auch als Pfeilblatt bezeichnet wird, ähneln den Blüten des Einblattes sehr. Allerdings sind die Blätter beim Pfeilblatt noch markanter. Im Halbschatten fühlt sich diese Pflanze am wohlsten, gedeiht aber trotzdem auch in dunkleren Zimmerecken.

Auch das Pfeilblatt bevorzugt eine hohe Luftfeuchtigkeit und ist daher gut für Feuchträume wie Küche oder Badezimmer geeignet. Alternativ kann auch diese Pflanze hin und wieder mit ein wenig Wasser besprüht werden, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen.

Die Kentia-Palme gedeiht ebenfalls im Schatten

Die Kentia-Palme zählt ebenso zu den Pflanzen, die nur wenig Licht benötigen. An einem halbschattigen Standort gedeiht sie am besten und kann dort sogar bis zu drei Meter groß werden. Sie eignet sie sich zwar auch für sehr schattige Plätzchen, wird dort aber nicht ihre volle Höhe erreichen können. Wichtig ist, dass die direkte Sonneneinstrahlung immer vermieden wird.

Kentia-Palmen besitzen saftig grüne Fiederblätter, welche sich an langen Stielen befinden. Durch den dichten, gleichmäßigen und vor allem üppigen Wuchs ist diese Palme ein beliebter Blickfang für die Wohnung. Viel Pflegeaufwand ist hingegen nicht notwendig, um die Pracht der Pflanze zu erhalten. Es genügt, die Kentia-Palme einmal wöchentlich zu gießen. Bei einer angemessenen Pflege kann die Kentia-Palme viele Jahre alt werden.

Die Kentia-Palme muss zwar nicht regelmäßig gedüngt werden, aber ein- bis zweimal pro Jahr mit einem Palmendünger ist gut für sie. Achten Sie darauf, die Anweisungen auf der Düngerpackung zu befolgen, da zu viel Dünger die Wurzeln der Kentia-Palme schädigen kann. Mit der richtigen Pflege wird Ihre Kentia-Palme gut gedeihen und Ihnen jahrelang Freude bereiten.

Es überrascht nicht, dass die Kentia-Palme heute eine der beliebtesten Zimmerpflanzen auf dem Markt ist. Obwohl die Preise je nach Größe und Zustand der Pflanze variieren können, ist ein gesundes Exemplar in der Regel für etwa 60 Euro zu haben. Angesichts ihrer Schönheit und Vielseitigkeit ist die Kentia-Palme ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Zamioculcas ist nahezu unverwüstlich

Schließlich darf auch die Zamioculcas als Pflanze für dunkle Standorte nicht unerwähnt bleiben. Sie erfreut sich aufgrund ihrer Stiele, die mit dekorativen Blätterpaaren bestückt sind, bei vielen Menschen einer großen Beliebtheit. Sie blüht zwar nur sehr selten, ist dafür aber pflegeleicht.

Sie braucht nur wenig Licht und selten Wasser. Es gibt fast keine Bedingungen, unter denen die Zamioculcas nicht gedeihen kann. An hellen Standorten wächst sie sehr schnell und zeigt helle Blätter. Im Schatten hingegen ist ihr Wuchs langsamer, während die Blätter ein sehr dunkles und kräftiges Grün aufweisen. Sie ist also ebenso eine gute Wahl.

Artikelbild: © Horiyan / Shutterstock


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