Rollladen – Eigenbau oder Fachmann beauftragen?

Rollladen – Eigenbau oder Fachmann beauftragen?

Heimwerker lieben es, in ihrem Haus selbst Hand anzulegen. Ob Streichen, schleifen oder hämmern – es gibt zahlreiche Handgriffe, die im Eigenheim eigenständig übernommen werden können. In Sachen Rollladen ist das jedoch gar nicht so einfach. Auch hier gibt es Möglichkeiten, selbst aktiv zu werden. Man sollte jedoch eine gewisse handwerkliche Begabung vorweisen können, damit das Projekt Rollladen auch wirklich von Erfolg gekrönt wird. Besonders gut geht das mit einem sogenannten Vorsatzrollladen. Worauf Sie achten müssen, wie es funktioniert und in welchen Fällen es möglicherweise doch ratsamer ist, eine Fachfirma zu beauftragen, erfahren Sie hier.

Rollläden nachträglich anbringen – was spricht dafür?

Verfügen Ihre Fenster bisher über keinen Außenschutz, kann sich die Investition in die Nachrüstung lohnen. Insbesondere in dicht besiedelten Wohngebieten, beispielsweise in Innenstädten, erfüllen sie gleich mehrere Funktionen. So dienen sie beispielsweise als Sichtschutz gegen neugierige Blicke aus der Nachbarschaft und können bei tiefstehender Sonne dafür sorgen, dass Sie nicht geblendet werden.

Auch zur Wärme- sowie Schalldämmung kann ein nachgerüstetes Rollladensystem eine gute Wahl sein. Darüber hinaus stellen sie einen gewissen Einbruchschutz dar. Zwar werden Rollläden geschickte Einbrecher kaum daran hindern, ins Haus zu gelangen, dennoch erfüllen sie zumindest eine gewisse Abschreckung.

Wer partout keinen Rollladen nachrüsten möchte, kann auf andere Möglichkeiten, wie beispielsweise Jalousien umsteigen. Diese gibt es zum Beispiel in Baumärkten zu kaufen und lassen sich sehr leicht einbauen. Allerdings sind sie weniger stabil und werden kaum auf die gleiche Weise abschrecken wie Rollläden es tun.

Welcher Rollladen eignet sich für den nachträglichen Einbau?

Zum nachträglichen Einbau eignet sich eine Variante besonders gut: Der Vorbau- oder Vorsatzrollladen. Dieser muss nicht aufwändig in den Fensterstutzen eingelassen werden, sondern kann am äußeren Mauerwerk über dem Fenster montiert werden. Er kann entweder in die Fassade integriert werden und dabei fast „unsichtbar“ erscheinen, oder aber als optischer Hingucker angebracht werden.

Rollladensysteme von WG Sonnenschutz haben gleich mehrere Vorteile: Sie haben ein modernes Design und sind in zahlreichen Farben verfügbar. Zudem bieten sie individuelle Kastenformen – da ist für jeden Kunden das Passende dabei.

Achten Sie beim Kauf darauf, dass Ihnen eine ausführliche Montageanleitung zur Verfügung steht, damit bei der Installation keine Fragen aufkommen. Außerdem sollten Sie darauf achten, dass alle benötigten Komponenten im Bausatz enthalten sind. So können Sie direkt starten.

Warum ist eine Fachfirma möglicherweise die bessere Wahl?

Auch wenn die hohen Kosten einer Fachfirma Sie möglicherweise im ersten Moment abschrecken könnten, gibt es einige Gründe, die dafür sprechen, den Profi ranzulassen. Gerade bei der Montage und Installation elektrischer Rollläden sind Sie mit der Routine eines Experten in vielen Fällen besser beraten.

Der Gewährleistungsvorteil zeichnet sich dabei besonders stark ab. Bemerken Sie kurz nach der Montage Fehler oder Mängel, können Sie reklamieren und eine Nachbesserung verlangen. Haben Sie selbst Hand angelegt, lässt sich nach einer fehlerhaften Montage nicht mehr viel machen. Im schlimmsten Fall müssen Sie eine Fachfirma beauftragen, die Ihre Fehler behebt und bezahlen dann doppelt.

Experten, beispielsweise vom Bundesverband Rollladen + Sonnenschutz e.V., raten dazu, sich spätestens dann einen Fachmann an die Seite zu stellen, wenn eine elektrische Variante eingebaut werden soll. Außerdem bringt es einige Vorteile mit sich, eine Fachfirma zu beauftragen:

  • Fachfirmen finden den passenden Sonnenschutz für jeden Kunden
  • Fachfirmen haben nicht nur Standardgrößen, sondern können den Fensterschutz den Gegebenheiten vor Ort anpassen
  • Gute Fachfirmen liefern Qualitätsprodukte, die lange halten

Für richtig viel Komfort sorgen Rollladensysteme in Verbindung mit Elektromotoren und Steuerung. Durch eine Zeitschaltuhr oder einen Wettersensor bewegen sie sich automatisch und sind daher eine gute Ergänzung für das Smart-Home-System, können aber – je nach Ausführung – auch mit Wandschalter, Fernbedienung oder Smartphone betätigt werden.

Für Heimwerker: Die richtige Ausstattung ist entscheidend

Verfügen Sie über genügend technisches Know-How, so können Sie sich auch selbst an die Installation eines Rollladens wagen. Damit der Einbau gelingt, benötigen Sie nicht nur den vollständigen Bausatz – Sie sollten auch einige Werkzeuge parat haben. Ansonsten könnte die Installation schwierig werden. Achten Sie außerdem darauf, dass alle einzelnen Komponenten miteinander kompatibel sind, bevor Sie mit der Montage starten.

    • Rollladenkasten
    • Rollladenwelle
    • Rollladenpanzer (Lamellen)
    • Führungsschiene
    • Rollladengurt
    • Rollladengurtwickler
    • Maßband und/oder Maßstab
    • Bohrmaschine und Bohraufsätze
    • Eventuell Steinbohrer

Schritt-für-Schritt-Anleitung für Ihren neuen Vorbaurollladen

  1. Bevor es losgeht: Je nach Modell und Bausituation können Vorbaurollläden entweder vor oder in der Fensterlaibung montiert werden. Denken Sie daran, dass es beim Einbau innerhalb der Fensterlaibung unter Umständen zu einer Beschattung der oberen Fensterfläche kommen könnte.
  2. Fensterlaibung ausmessen: Um ein genau passendes Ergebnis zu erzielen, müssen Sie die Fensterlaibung im Vorfeld genau ausmessen. Messen Sie die Breite am besten an mindestens drei und die Höhe an mindestens zwei Stellen. So erhalten Sie die richtigen Maße.
  3. Befestigungslöcher vorbohren: Schauen Sie sich die Führungsschienen genau an. Manche sind bereits mit Befestigungslöchern ausgestattet, andere haben noch keinen. Ist Letzteres der Fall, müssen Sie diese vor der Montage vorbohren.
  4. Führungsschiene aufstecken: Im nächsten Schritt stecken Sie die Führungsschienen auf den beiden Stutzen am Rollladenkasten auf.
  5. Optional – Öffnung in Mauerwerk und Fensterrahmen: Viele Modelle werden entweder mithilfe eines Gurtzuges oder elektrisch betrieben. Je nachdem, wofür Sie sich entscheiden, müssen Sie eine Öffnung in das Mauerwerk oder den Fensterrahmen für den Gurt oder Stromanschluss einlassen. Ist die Öffnung nach Montageanleitung hergestellt, können Sie den Vorbaurollladen aufstellen. Folgen Sie zur Befestigung dabei genauestens den Herstellerangaben.
  6. Gurtumlenkung bei handbetriebener Variante: Installieren Sie einen Rollladen, der nicht elektrisch läuft, müssen Sie in einem nächsten Schritt die Gurtumlenkung oben am Gurteinlass und den Gurtwickler unter dem Einlass montieren.
  7. Elektrische Variante: Je nach Modell erfolgt die Steuerung entweder über einen Handsender oder ein fest eingebautes Bedienelement. Die Anfangs- und Endposition des Rollladenpanzers können Sie dabei fest programmieren.

Es ist empfehlenswert die Anschlüsse bei einem elektrischen Rollladen von einem Fachmann prüfen zu lassen.

Zusammenfassung

Wer handwerklich begabt ist, kann sich an das Projekt Rollladensystem wagen. Eine ausführliche Montageanleitung erklärt Schritt für Schritt, wie es geht. Wer sich die eigenhändige Montage nicht zutraut, ist mit dem Hinzuziehen eines Fachmanns hingegen bestens bedient.

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