Terrassenplatten Holzoptik

Terrassenplatten Holzoptik

Die Zwickmühle bei der Terrassengestaltung ist nicht unlösbar: Soll die Terrasse in Holz erstrahlen, aber Holz nicht verwendet werden? Weder Feinsteinzeugplatten noch Terrassenfliesen in Natursteinoptik konnten so richtig überzeugen? Dann eignen sich Terrassenplatten mit einer Holzoptik, die jedoch aus anderen Materialien bestehen. Die Platten sind aus Keramik, Kunststoff oder Beton und doch wirken sie, wie aus Holz gemacht. Der Pflegeaufwand ist gering, weiterhin sind die Terrassenplatten aus Holzoptik rutschhemmend, witterungsbeständig und frostsicher. Wie das geht? Das ist einfach erklärt.

Holzoptik und doch kein Holz

Gerade auf der Terrasse schreckt so mancher Häuslebauer vor dem Einsatz von Holz zurück, weil Regen und Schnee dem Material intensiver zusetzen könnten und Verschmutzungen das Holz bald unschön werden lassen. Dennoch muss nicht auf den Look des Naturmaterials verzichtet werden. Der Kompromiss ist eine Terrassenplatte, die mit einer Holzoptik versehen wird. Einerseits ist hier die klassische Keramikfliese (Feinsteinzeug oder Naturstein) zu finden, die für den Außeneinsatz geeignet ist, aber auch Kunststoffplatten können mit der Holzoptik versehen werden.

Ebenso gibt es klassische Terrassenplatten aus Beton, die mit der Holzoptik ausgestattet sind. Bei diesen Platten wird der Look des Holzes quasi aufgedruckt. Die Terrassenplatten sehen optisch täuschend echt aus, doch spätestens, wenn der Heimwerker mit nackten Füßen über die Platte läuft, stellt er den Unterschied fest.

Variante 1 – Keramik mit Holzoptik

Inzwischen können Keramikfliesen mit Holzoptik Parkett und Dielenboden optisch das Wasser reichen. Mit dem Auge ist kaum noch ein Unterschied festzustellen. Denn hier sind praktisch alle Muster möglich: Stäbchenlook, Fischgrätenmuster oder edle Maserungen von edlen dunklen Hölzern.

Variante 2 – Kunststoff und Holzoptik:

Bei diesen Platten bestehen sie aus dem Verbundwerkstoff WPC (Wood-Plastic-Composite). In vielen Fällen werden sie auch als Fliesen bezeichnet, da sie auch wie diese verlegt werden könnte. Doch auch ein Klick-System ist bei diesen rutschhemmenden Terrassenfliesen möglich. Der Werkstoff ist feuchtigkeits- und witterungsbeständig. Zudem macht ihm UV-Licht nichts aus.

Variante 3 – Betonplatte mit Holzoptik:

Dieses Material ist klassisch für die Terrasse. Dennoch können auch Betonplatten mit einer Holzoptik ausgestattet werden. Sie sind meist speziell versiegelt und so für den Außenbereich einsetzbar. Die Holzoptik glänzt dadurch.

Es gibt auch die Verbindung von Kunststoff und Echtholz. Der Kunststoff dient bei diesen Platten als Unterbau, oben auf befinden sich verschiedene Echtholzsorten. Auch die Platten können auf die Terrasse verlegt werden.

Vor- und Nachteile des vorgetäuschten Holzes

Wer zu diesem Kompromiss greift, hat zahlreiche Vorteile auf seiner Seite, aber auch einige Nachteile bringen Terrassenplatten in Holzoptik mit sich. Zum einen werden die positiven Eigenschaften von Keramik (oder Kunststoff oder Beton) mit denen des Holzes verbunden. Die Platten strahlen eine Wärme aus, die Holz besitzt. Die Keramik bringt Wärme leitende Eigenschaften mit sich. So ist der Verbund besonders langlebig und robust. Dadurch ist es möglich, auch unter der Terrasse eine Fußbodenheizung zu installieren. Die Strapazierfähigkeit der Terrassenplatten in Holzoptik ist recht hoch.

Zudem ist es gegenüber echtem Holz preiswerter sowie pflegeleichter, der Pflegeaufwand ist äußerst gering. Die Platten können sowohl im Innen- als auch im Außenbereich eingesetzt werden – die Betonplatten sind meist nur im Außenbereich zu finden. Zu den Nachteilen gehören, dass die Haptik echtem Holz gegenüber deutlich unangenehmer ist. Der nackte Fuß fühlt sich hier nicht immer wohl. Die Terrassenplatte mit Holzoptik ist deutlich kälter als die echte Holzplatte.

Größen, Kosten und Kalkulationen

In vielen Shops gibt es unterschiedliche Platten in Holzoptik für die Terrasse. In manchen Fällen werden diese rechteckig und lang gezogen gehalten (Dielenformat), sodass der einzigartige Charakter von Parkett und Co unterstützt wird. Gängige Formate sind hier unter anderem:

  • 15 x 61 Zentimeter
  • 30 x 60 Zentimeter
  • 40 x 60 Zentimeter
  • 13 x 80 Zentimeter
  • 20 x 80 Zentimeter
  • 15 x 100 Zentimeter
  • 20 x 100 Zentimeter
  • 25 x 131 Zentimeter

Aber auch die quadratischen und typischen Terrassenplatten sind erhältlich. Hier gibt es Terrassenplatten unter anderen in den Größen:

  • 10 x 10 Zentimeter
  • 30 x 30 Zentimeter
  • 40 x 40 Zentimeter
  • 60 x 60 Zentimeter
  • 100 x 100 Zentimeter

Die Kosten der Terrassenplatten in Holzoptik richten sich hier je nach Größe und Material. Es lohnt sich, verschiedene Angebote zu vergleichen. Keramikfliesen können schon zu kleinen Preisen ab 4 Euro pro Stück im Internet gefunden werden. Die Varianten aus WPC sind oft ebenfalls zum kleinen Preis zu erstehen. Für Beton können etwa 30 bis 40 Euro pro Quadratmeter eingerechnet werden.

Verlegen von Terrassenplatten

Das Verlegen der Terrassenplatten richtet sich ebenfalls nach dem Material. WPC-Terrassenplatten können oft einfach mit einem Klicksystem verlegt werden, weiterhin gibt es die Stelzlager-Verlegung. Keramikplatten können gelegt, gefliest oder auch mit Fugenkreuzen oder Plattenlager verlegt werden. Den meisten Aufwand machen Betonplatten mit Holzoptik. In den meisten Fällen sind folgende fünf Schritte notwendig.

  1. Vorbereitung
  2. Unterbau
  3. Verlegung
  4. Fugen
  5. Reinigung

Bei der Vorbereitung sollte die zu verlegende Fläche abgemessen und entsprechend Platten gekauft werden. Sind die vor Ort, gilt es, sie auf Schäden zu überprüfen, da gerade bei schweren Varianten oft eine Lieferung erfolgt. Ist alle ordnungsgemäß, kann mit dem Unterbau begonnen werden. Der Untergrund von Terrassenplatten aus Beton sollte tragfähig und frostsicher sein. Ein Splittbett aus Kies in Verbindung mit Sand eignet sich dazu hervorragend.

Danach erfolgt die Verlegung mit oder ohne Verlegemuster. Hier empfiehlt es sich, an der Hauswand zu beginnen, um nicht Reste zuschneiden zu müssen. Wer will, kann eine Fuge dabei einarbeiten – mittels Fugenkreuze. Diese sorgen für die Gleichmäßigkeit. Sind alle Platten an Ort und Stelle, können sie festgeklopft werden und die Fugen mit Quarzsand aufgefüllt werden. Danach erfolgt Reinigung mit dem Besen.

Wer Fugen einfügt, bietet so den Terrassenplatten Platz zur Ausdehnung. Aber auch Pflanzen können hier gern durchwachsen. Daher empfiehlt es sich, diese mit Pflasterfugenmörtel (Naturstein-Kleber) zu befüllen, um das Wachstum zu verhindern.

Zusammenfassung

Wer Holz auf seiner Terrasse haben möchte, aber sich nicht an die Verwendung von Echtholz wagt, kann Terrassenplatten mit Holzoptik verwenden. Diese bestehen aus den unterschiedlichsten Materialien und ahmen Holz optisch täuschend ähnlich nach. Sie sind vor allem robust, langlebig und wetterresistent. Ebenso bieten sie einen geringen Pflegeaufwand und sind äußerst pflegeleicht.

FAQ

Was für Terrassenplatten gibt es?

Terrassenplatten gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen. Es gibt Terrassenplatten aus Beton, diese sind meist auch am günstigsten. Weiterhin gibt es Natursteinimitate aus Beton, die optisch etwas auffälliger gestaltet sind. Dann gibt es Natursteinplatten, die aus Marmor, Granit, Basalt, Muschelkalk, Travertin oder Sandstein bestehen. Diese Platten sind etwas teurer in der Anschaffung als Terrassenplatten aus Beton. Zu guter Letzt gibt es noch Terrassenplatten aus Kunststoff, Holz oder Feinsteinzeug. Terrassenplatten sind in zahlreichen Mustern, Farbnuancen oder sogar in Holzoptik erhältlich.

Wo fängt man mit der Verlegung von Terrassenplatten an?

Als erstes wird die Fläche abgesteckt, auf der man die Terrasse bauen möchte. Im nächsten Schritt wird der Boden in der markierten Fläche ausgehoben und die Randsteine befestigt. Dann wird der Untergrund eingeebnet und befestigt. Im Anschluss daran können dann die Terrassenplatten verlegt werden.

Wer verlegt Terrassenplatten?

Handwerker, Fliesenleger und Profis können Terrassenplatten verlegen. Jedoch kann ein geschickter Heimwerker die Verlegung von Terrassenplatten im Splittbett auch in Eigenregie übernehmen. Hierfür sind nicht unbedingt Fachkenntnisse erforderlich.

Was wiegen Terrassenplatten?

Je nach Material sind Terrassenplatten unterschiedlich schwer. Während Terrassenplatten aus Kunststoff meistens sehr leicht sind, können beispielsweise Platten aus Feinsteinzeug oder Beton auch 10 bis 20 kg pro Platte wiegen.

Wo kann man Terrassenplatten kaufen?

Terrassenplatten sind vor Ort in Baumärkten oder Fachgeschäften erhältlich. Auch online können Terrassenplatten erworben werden.

Wie schneidet man Terrassenplatten?

Zum Schneiden von Terrassenplatten eignen sich mehrere Geräte. Ein Winkelschleifer mit Steinscheibe (Flex) eignet sich beispielsweise sehr gut, weiterhin ist auch ein Nassschneider zu empfehlen. Der Nassschneider ist auch die beste Wahl, wenn man Granit schneiden möchte. Für starke Platten ist der Steinknacker oder ein Benzin-Trennschleifer das passende Utensil. Solche Geräte können auch in vielen handelsüblichen Baumärkten ausgeliehen werden.

Wie werden Terrassenplatten gereinigt?

Terrassenplatten aus Stein können beispielsweise mit einem Reiniger auf Seifenbasis gereinigt werden, während bei Terrassenplatten aus Holz Soda die beste Wahl für eine Reinigung ist. Soda hilft auch gegen Beläge aus Moos oder Algen auf Holz. Am besten werden die Terrassenplatten mit einem Schrubber oder einer Bürste gesäubert. Von einem Hochdruckreiniger wird eher abgeraten, da dieser die Platten und Fugen durch den starken Druck mitunter auch beschädigen kann.

Was kommt unter die Terrassenplatten?

Meist werden Terrassenplatten in einem Splittbett verlegt, dieses sollte auf jeden Fall wasserdurchlässig sein. Der Untergrund sollte weiterhin frostsicher sein. Eine weitere Möglichkeit ist die Verlegung auf ein Plattenlager oder direkt ins Mörtelbett.

Welche Vorteile haben Terrassenplatten aus Beton?

Terrassenplatten aus Beton zeichnen sich durch eine hohe Belastbarkeit und Langlebigkeit aus. Sie sind preisgünstig in der Anschaffung, robust und frostsicher. Betonplatten gibt es mit Versiegelung oder Imprägnierung und ohne. Werden die Platten ohne Versiegelung oder Imprägnierung erworben, ist dieser Arbeitsschritt auf jeden Fall zu empfehlen, da hierdurch auch der Pflege- und Reinigungsaufwand enorm minimiert wird.

Welche Vorteile haben Terrassenplatten aus Naturstein?

Terrassenplatten aus Naturstein erlauben zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten und unterschiedliche Muster. Die Platten aus Naturstein sind frostsicher, langlebig und äußerst robust. Weiterhin punkten die Natursteinplatten mit einer großen Witterungsbeständigkeit und sie sind noch dazu umweltfreundlich und nachhaltig.

Welche Vorteile haben Terrassenplatten aus Keramik?

Terrassenplatten aus Keramik sind sehr widerstandsfähig und robust und widerstehen sämtlichen schädlichen Umwelteinflüssen. Außerdem sind sie frostsicher und UV-beständig und bleichen daher auch nach mehreren Jahren nicht aus. Dank der porenfreien Oberfläche ist bei diesen Platten auch keine Imprägnierung oder Versiegelung notwendig und die Reinigung gestaltet sich äußerst einfach. Weiterhin sind Terrassenplatten aus Keramik kratzunempfindlich und meistens etwas günstiger als Platten aus Naturstein.

Was ist bei der Verlegung von Terrassenplatten zu beachten?

Bei der Verlegung von Terrassenplatten gibt es ein paar Dinge, die der Handwerker beachten sollte. Beispielsweise sollten die Platten frostsicher bzw. frostbeständig sein. Von Vorteil ist es auch, wenn die Oberfläche der Terrassenplatten nicht zu glatt ist, ansonsten besteht bei Nässe eventuell Rutschgefahr. Ganz wichtig ist, dass der Unterbau der Terrasse frostsicher und vor allem tragfähig ist. Weiterhin sollte unter den Terrassenplatten keine Staunässe entstehen, das Wasser muss abfließen können. Hierbei hält man sich am besten an ein Gefälle von 2 – 3 Prozent. Die Terrassenplatten müssen waagerecht ausgerichtet werden und zwischen den Fugen sollte ein Abstand von ca. 3 mm sein. Am besten arbeitet der Handwerker hier mit Fugenkreuzen, falls die Form der Terrassenplatten das zulässt.

Ist die Verlegung von Terrassenplatten schwer?

Die Verlegung von Terrassenplatten ist nicht allzu schwer, wenn einige grundlegende Dinge beachtet werden. Die Arbeit kann auch im Do-it-Yourself-Verfahren vom Hobby-Handwerker durchgeführt werden, es ist nicht unbedingt ein Profi erforderlich. Wichtig ist nur eine sorgfältige Planung und Berechnung der einzelnen Schritte, weiterhin sind Genauigkeit und etwas handwerkliches Geschick gefragt.

Terrassenplatten mit Imprägnierung kaufen oder soll man nachträglich selbst imprägnieren?

Es gibt Terrassenplatten mit und ohne Imprägnierung zu kaufen. Eine Imprägnierung ist auf jeden Fall zu empfehlen, da diese schmutz- und wasserabweisend wirkt. Die Terrassenplatten sind somit vor Flecken und Verschmutzungen geschützt, außerdem sind sie dann auch leichter zu reinigen. Bei Terrassenplatten ohne Imprägnierung kann diese ganz einfach selbst aufgetragen werden, zum Beispiel mit einer Malerrolle. Mit einer Versiegelung bleiben Terrassenplatten auch optisch länger schön.

Artikelbild: © alexandre zveiger / Shutterstock

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