Was kostet Kies? Mit diesen Kosten müssen Sie rechnen

Was kostet Kies? Mit diesen Kosten müssen Sie rechnen

Kies ist ein universeller Baustoff, der sich aus runden Körnern zusammensetzt. Diese haben eine Korngröße zwischen zwei und 63 Millimetern. Dabei ist Kies vielseitig einsetzbar: Als Zuschlagstoff für Zement wird er ebenso verwendet wie für Ziergeröll, das zuvor gewaschen wird.

Demzufolge gibt es viele verschiedene Kiessorten, die sich durch unterschiedliche Preise auszeichnen und die für eine Vielzahl an Zwecken eingesetzt werden können. In diesem Artikel verraten wir Ihnen, mit welchen Kosten Sie für Kies rechnen müssen. Außerdem haben wir ein paar Tipps zur Kiesauswahl für Sie zusammengestellt.

Kies kommt für viele funktionale Aufgaben in Frage

Die zahlreichen im Handel erhältlichen Kiessorten können grob in zwei Gruppen eingeteilt werden: Zunächst gibt es Kiese, die für funktionale Aufgaben verwendet werden – wie etwa, um die Stabilität zu erhöhen oder um Hohlräume aufzufüllen. Zu dieser Art von Kies gehören zum Beispiel der preiswerte Füllkies, der als Zuschlag für Zement genutzte Estrichkies und der Drainagekies, der meist gewaschen ist.

Auch Betonkies kann der Gruppe der funktionell ausgerichteten Kiessorten zugeordnet werden. Er zeichnet sich ebenfalls durch einen günstigen Preis aus.

Von besonders hoher Bedeutung ist im Bauwesen natürlich der Frostschutzkies. Damit lassen sich Bodenplatten, Wegbefestigungen und Mauern vor Kälte schützen.

Häufig ist Kies ein optisches Gestaltungsmittel

Die zweite wichtige Hauptgruppe von Kies wird hauptsächlich für optische und gestalterische Zwecke eingesetzt. Dazu gehört insbesondere der mehrfarbig sortierte Zierkies. Er ist je nach Attraktivität und Zusammensetzung meist durch höhere Preise gekennzeichnet als ein Funktionskies. Besonders hoch ist der Preis für Kies, der Steine aus Halbedelsteinen enthält.

Flusskiese lassen sich nicht eindeutig zuordnen

Insbesondere beim Rheinkies ist es etwas schwierig, ihn einer der beiden Hauptgruppen zuzuordnen. Der Rheinkies wurde nach seinem Fundort – also dem Rhein – benannt. Dasselbe gilt für weitere Flusskiese wie den Mainkies oder den Weserkies. Diese Kiese zeichnen sich dadurch aus, dass sie sowohl für funktionelle als auch für gestalterische Zwecke eingesetzt werden können.

Es gibt viele verschiedene Kiessorten

Die einzelnen Kiessorten grenzen sich von Splitt und Schotter dadurch ab, dass ihre Kornformen abgerundet sind. Sie entstehen in der Regel durch fließende Gewässer, die oftmals auch bereits ausgetrocknet sind. Anhand der Körnungsgrößen lässt sich Kies wie folgt in Klassen einteilen:

  • Feinkies: Körnungsgrößen von 2 bis 6,6 Millimetern
  • Mittelkies: Körnungsgrößen von 6,3 bis 20 Millimetern
  • Grobkies: Körnungsgrößen von 29 bis 63 Millimetern

Die Sortierungen mehrerer Sande überschneiden sich mit den Korngrößen von Kies, weshalb man ihn sowohl als Sand als auch als Kies bezeichnen kann.

Typischer Estrichsand etwa hat eine Körnung von null bis acht Millimetern, wodurch die größten Elemente in die Klasse des Mittelkieses eingeordnet werden können. Je nach Anbieter ist es daher möglich, dass die gleichen Produkte als Estrichkies oder Estrichsand angeboten werden.

Spezifisches Gewicht und Dichte

Wie hoch das spezifische Gewicht von Kies ist, lässt sich aus der Dichte ableiten. Sie liegt im Durchschnitt bei 1,5 Tonnen pro Kubikmeter. Anhand dieser Werte ergeben sich die Kosten, die Ihnen für den Kies entstehen. Das Gewicht kann durch die Sortierung der Körnungsgrößen ebenso variieren wie – insbesondere bei Kies, der nicht zuvor gewaschen wurde – durch zusätzliche Feinteile aus Ton, Sand und Lehm.

Es handelt sich bei Kies um ein Sedimentgestein, das in vielen verschiedenen Farben wie Gelb, Grau oder Weiß erhältlich ist. Er hat sich über lange Zeitspannen hinweg auf natürlichem Weg gebildet. Die Kiessorten werden durch Gläser, Mineralien und versteinerte organische Stoffe gebildet. Glanz, Textur und Farbgebung hängen davon ab, ob und welche Gesteine eingeschlossen sind – wie bei Quarzkies etwa Quarze. Auch Olivin, Karbonate, Glimmer und Spate können die Eigenschaften von Kies verändern und den Namen der Kiessorte bestimmen.

Kies wird nach seinen Aufgaben benannt

Gerade im Bauwesen benennt man die Kiessorten nach den Aufgaben, für die sie gedacht sind. Es gibt beispielsweise Baukies, Zierkies, Rollkies oder Drainagekies. Kiessorten, die der Mittel- und Grobklasse zugeordnet werden können, bezeichnet man auch als Kieselsteine.

Bei Baukies kann man wiederum nach den konkreten Anwendungszwecken unterscheiden: Es gibt zum Beispiel Frostschutzkies für den Wege- und Hausbau, Betonkies oder feinen Estrichkies als Zuschlag und Filterkies für sickerfähige Grundlagen bei Zisternen und Brunnen. Je nach Anwendungsfall werden nämlich andere Körnungen von Baukies benötigt. Um eine Kiesfläche oder Kieseinfahrt zu bauen, benötigt man hingegen Rollkies.

So teuer sind unterschiedliche Kiessorten

Die durchschnittlichen Preise für verschiedene Kiessorten können Sie der folgenden Tabelle entnehmen:

Kiessorte und Menge Korngröße Art der Lieferung Durchschnittlicher Preis
1 Tonne Betonkies 0 bis 8 Millimeter Schüttgut 27 €
1 Kubikmeter (m³) Betonkies 0 bis 16 Millimeter Schüttgut 30 €
1 Tonne Betonkies 0 bis 32 Millimeter Schüttgut 22 €
1 Tonne Donaukies 4 bis 8, 8 bis 16 oder 16 bis 32 Millimeter Schüttgut 95 €
1 Kubikmeter (m³) Drainagekies 0 bis 32 Millimeter Schüttgut 35 €
1 Kubikmeter (m³) gewaschener Drainagekies 0 bis 32 Millimeter Schüttgut 30 €
1 Kubikmeter (m³) Estrichkies 0 bis 8 Millimeter Schüttgut 30 €
1 Kubikmeter (m³) Drainagekies 0 bis 32 Millimeter Schüttgut 35 €
1 Kubikmeter (m³) Tarifa Zierkies 9 bis 12 Millimeter Im BigBag 159 €

Mitunter ist es möglich, einen Kies, der nicht spezifisch für Ihr Vorhaben ausgewiesen ist, aber trotzdem über die entsprechenden Eigenschaften verfügt, deutlich günstiger zu erhalten.

Erkundigen Sie sich daher vor dem Kauf darüber, welche Kiessorten für Ihr Bauvorhaben in Frage kommen.

Die richtige Kiessorte auswählen

Bei der Entscheidung für eine Kiessorte spielen viele unterschiedliche Kriterien eine Rolle. Verschiedene Kiese und Splitte kommen für andere Anwendungsbereiche in Frage, weshalb Sie vor dem Kauf genau wissen sollten, was Sie mit dem Kies vorhaben.

Die Kiesfarbe ist wichtig

Grundsätzlich unterscheiden sich die Kiese und Splitte durch ihre Eigenschaften voneinander. Meist handelt es sich hierbei um Naturprodukte, die auch nur durch natürliche Prozesse geformt und gefärbt werden. Da es in den verschiedenen Regionen auch andere Mineralgehalte gibt, sind Kiese je nach Herkunftsort auch anders gefärbt.

Basaltkies etwa ist wegen seiner schwarz-gräulichen Färbung sehr beliebt. Er wirkt neutral und eignet sich daher für beinahe jede Umgebung. Besonders schön kommt er im Garten zur Geltung, wenn er mit einem weißen Haus ergänzt wird. Wenn Sie südliches Flair in Ihren Garten bringen möchten, sind Sie hingegen mit dem Taunuskies besser beraten, der durch seine natürlich abgerundete Form überzeugt.

Auf die Körnung kommt es an

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#steinreich #kies #workathome #overloaded #selfmade

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Durch das Sieben in den Kiesgruppen entsteht die einzigartige Körnung der Produkte. Sie spielt eine wichtige Rolle für die Funktionen des Kieses, weshalb die Körnung immer auf den Einsatzzweck abgestimmt werden muss. Ein Kies mag zwar sehr gut zu seiner Umgebung passen, allerdings wird es bei einer zu kleinen Körnung sehr unangenehm sein, barfuß darauf zu gehen, weshalb er sich nicht als Gehweg oder Terassenbelag eignet. Dafür kommt also eher ein Kies mit einer gröberen Körnung in Frage.

Wo kann man Kies kaufen?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um Baukies oder Zierkies zu kaufen. Sie können natürlich zum Kieshandel oder Baumarkt vor Ort fahren, dort Kies bestellen und sich gegebenenfalls selbst um den Kiestransport kümmern. Das ist zwar aufwendig, erspart Ihnen aber die Transportkosten. Alternativ liefern viele Kieshändler den Kies auch direkt an.

Selbstverständlich ist es in der heutigen Zeit auch möglich, Kies bequem in einem Onlineshop zu bestellen. Dann müssen Sie sich um nichts weiter kümmern und erhalten den Kies bis an die Haustür geliefert. In diesem Fall haben Sie außerdem den Vorteil, dass Sie online die Preise vergleichen und einen besonders günstigen Anbieter auswählen können.

Zusammenfassung

Der Preis für Kies hängt vor allem davon ab, welche Kiessorte man wählt: Baukies wie Beton-, Drainage- und Quarzkies ist vergleichsweise günstig. Im Vergleich dazu muss man für Zierkies viel tiefer in die Tasche greifen. Auch Flusskies wie Donau- oder Rheinkies ist eher teuer, weil er sowohl für funktionelle Zwecke als auch für gestalterische Aufgaben eingesetzt werden kann.

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2 Kommentare

  1. Toni Krause 14.05.2019 07:34 Uhr

    Meine Frau möchte in unserem Garten ein Beet mit Kies und Schotter anlegen. Danke für den Tipp, bei einem weißen Haus Basaltkies zu verwenden. Der Kontrast vom schwarz-grauen Kies zu unserem weißen Haus könnte sehr schön aussehen.

    direkt antworten
  2. Estefania Garosz 04.11.2019 06:09 Uhr

    Wir werden für die Gartengestaltung und für unsere einfahrt einiges an Schuttgütern benötigen. Ihre Tabelle zu den verschiedenen Kiessorten und den Preisen, sowie derer Körnung hat mir sehr geholfen. Vielen Dank für Ihren Beitrag zur Auswahl der richtigen Kiessorte!

    direkt antworten

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