Wenn es draußen ungemütlich ist: Leseecke einrichten

Wenn es draußen ungemütlich ist: Leseecke einrichten

Der Sommer neigt sich jedes Jahr irgendwann zu Ende und die dunkle Jahreszeit steht wieder vor der Tür. Gegen die womöglich aufkommende Trostlosigkeit an grauen und nassen Abend hilft es, sich eine gemütliche Leseecke einzurichten. Doch einige Aspekte sind dabei zu beachten.

Der richtige Ort

Die Leseecke kann theoretisch in jedem Raum der Wohnung entstehen. Der wichtigste Aspekt ist dabei, dass an diesem Ort der Bewohner zur Ruhe kommen kann. Wer Lesen will, muss sich konzentrieren können. Ein Durchgangszimmer, durch das die Familie regelmäßig laufen muss, ist eher ungeeignet. Großes Wohnzimmer? Dann kann mit einem Paravent oder hohem Regal ein kleiner Bereich zum Lesen abgegrenzt werden. Hervorragend eignet sich auch ein Platz am Fenster: Nicht frontal aber seitlich zu Außenwelt ausgerichtet, denn sonst würde unschöner Schatten auf die Seiten fallen.

Wer statt Bücher lieber ein E-Book verwendet, sollte bei der Auswahl des Ortes auch darauf achten, dass eine Steckdose in der Nähe ist.

Der richtige Sitz

Auf einem harten Holzstuhl liest es sich nicht angenehm. Auf die richtige Sitzgelegenheit kommt es an. Der eine bevorzugt einen Lesesessel, der mit seiner Rückenlehne gemütlichen Halt liefert. Ein Hocker sollte jedoch hinzugefügt werden, damit die Leseratte ihre Füße auch hochlegen kann. Ein Schaukelstuhl ist der richtige Sitz für dessen Liebhaber. Andere wollen lieber ein kleines Sofa in ihrer Leseecke. Auch Sitzsäcke sind eine gemütliche Alternative. Diese lassen sich hervorragend auf dem Boden zu anderen Accessoires (siehe Kamin) kombinieren. Meist ist ein Sack kostengünstiger in der Anschaffung als ein Sessel. Ein Sitzkissen kann aber auch gemütlich einladen. Hier werden Erinnerungen an die Tage in Kinderzeiten wach, an denen man stundenlang auf dem Boden gelegen und in Büchern geschmökert hatte.

Das wichtigste Kriterium für den Sitz der Leseecke ist das lange Ausharren. Wer Rückenprobleme hat, sollte immer eine Variante wählen, bei dem eine Lehne dabei ist. Denn hier sind die Alternativen auf dem Boden nicht die Besten.

Die Leselampe

Das richtige Licht ist genauso wichtig in der Leseecke wie das richtige Buch. Kerzen bieten zwar meist eine gemütliche Atmosphäre, aber für manche sind sie einfach zu dunkel. Daher sollte immer eine Lampe aufgestellt werden. Ein Stehleuchter ist besonders gut geeignet. Er bietet die Möglichkeit die Lichtintensität zu wählen und hat meist auch eine kleine Leselampe integriert. Ein Lampenständer kann sich vor allem optisch sehr gut an die Einrichtung der Leseecke anpassen. Hier sollten jedoch Schirm und Ständer flexibel ausgerichtet werden können.

Eine kleine Nachttischlampe kann auch genügend Licht spenden, doch das kommt meist von zu niedriger Höhe. Wer keine große Lampe aufstellen kann, der kann auch die Lichtquelle direkt am Buch anbringen. Es gibt kleine batteriebetriebene Lampen, die mit einem Clip direkt am Schmöker befestigt werden kann. So fällt das Licht genau da hin, wo es gebraucht wird – auf die Buchstaben.

Das Drum herum

Ist Ort, Sitz und Licht gewählt, fehlt der Leseecke nur noch eins: Flair: Der Ruheort wird erst mit den richtigen Accessoires gemütlich. Hier steht dem Einrichter die Gestaltung frei nach Kreativität und Vorlieben. Eine Leseecke könnte unter anderem mit folgenden Dingen gemütlicher werden:

  • Bücherregal
  • Beistelltisch
  • Zeitschriftentasche
  • Kissen
  • Decken
  • Teppich
  • Tapete
  • Kamin

Jede Schmökerecke braucht ein Bücherregal. Ob groß und breit oder schmal und klein – hier kann jedes Modell gewählt werden, das passt. Lesebrille, Lesezeichen und die Tasse Tee wollen in einer Leseecke auch mal abgelegt werden. Daher ist ein kleiner Beistelltisch wichtig. Auch Kekse, Notizhefte und andere Bücher finden hier Platz. Wer gern in Zeitschriften schmökert, sollte an eine Tasche für die ausgelesenen Exemplare denken. Denn nichts wirkt ungemütlicher, als ein Stapel wild durcheinander fliegender Zeitungen. Kissen und Decken sind für so manchen fast eine Selbstverständlichkeit – vor allem für Frostbeulen. Mit dem Teppich kann die Leseecke nochmals optisch vom Rest des Raumes abgegrenzt werden.

Wer ein Lesekissen oder einen Sitzsack für den Boden wählt, hat hier nicht direkt den kalten Boden unter sich. Im Handel gibt es Fototapeten, die auch Bücher oder gar ein ganzes Regal zeigen. Eine Bahn dieser Tapete auf die Wand tapeziert, kann ein besonderes Flair verbreiten. Zuletzt sollte noch ein Gedanke an einen Kamin verwendet werden. Dieser bringt Wärme und Gemütlichkeit in den Raum.

Wer keinen Holzkamin in der Wohnung aufstellen kann, sollte zu Alternativen mit Öl und Ethanol greifen. Hier gibt es Modelle im Handel, die sich kaum von „echten“ Kaminen unterscheiden.

Zusammenfassung

Lesen braucht Ruhe. Wer sich in der dunklen Jahreszeit gern einem Buch widmet, sollte dies am besten in einer gemütlichen Leseecke tun können. Die lässt sich schnell einrichten: Ort finden, Sitzgelegenheit aufstellen, für Licht sorgen und das Ganze atmosphärisch dekorieren.

Artikelbild: © racorn / Shutterstock

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