Der Herbst steht vor der Tür: 5 Tipps zum Heizkosten sparen

Der Herbst steht vor der Tür: 5 Tipps zum Heizkosten sparen

Kaum sinken die Temperaturen im Herbst drehen die Deutschen die Heizung an. Ohne die künstliche Wärme kühlen die Hauswände ab und machen die Wohnungen unbewohnbar kalt. In den vergangenen Jahren sorgten allerdings steigende Energiekosten für ein zögerliches Verhalten. Die Heizung wurde immer später und immer sparsamer angedreht. Dennoch gab es trotz Einsparungen immer wieder böse Überraschungen bei der anschließenden Abrechnung der Heizkosten. Damit die nächste Abrechnung nicht für schlechte Laune sorgt, haben wir an nachfolgend einige Tipps und Tricks zum Thema Heizkosten senken zusammengestellt.

1. Dämmung

Energie ist in unserer heutigen Zeit alles andere als günstig: Sowohl Strom als auch Gas wird zunehmend teurer. Glücklicherweise kann man bei der Wärmeversorgung mit wenig Aufwand die Heizkosten senken. Eine zusätzliche Dämmung an der Wand hinter dem Heizkörper bewirkt wahre Wunder. Denn hier ist die Außenwand häufig wesentlich dünner, sodass wertvolle Wärme verloren geht. Eine simple und kostengünstige Lösung bieten Dämmplatten oder elastische Dämmtapeten. Den Dämmstoff inklusive Kleber gibt es für rund 15 bis 20 Euro für zwei Quadratmeter Heizungsnische. Das Material wird mit einem Teppichmesser zugeschnitten und anschließend mit Styroporkleber an der Wand befestigt. Für die Montage wird definitiv kein Profi benötigt. Wichtig: Die Dämmstoffe müssen fest an die Wand gedrückt werden, damit keine Hohlräume entstehen.

2. Rolladenkästen

Rollladenkästen sind eine weitere energetische Wachstelle. Auch sie könnten, gerade in alten Gebäuden, eine zusätzliche Wärmedämmung vertragen. Heimwerker können auch hier selbst Hand anlegen. Für den Ausbau geeignet ist Polystyrol oder Kork. Entscheidend ist es, die zum Zimmer hin gerichteten Seiten zu dämmen.

3. Heizung nicht ausschalten

Viele kennen das Problem: Tagsüber scheint die Sonne, das Haus erwärmt sich. In diesem Fall wird die Heizung gerne ausgeschaltet und erst später wieder eingeschaltet. Das ist ein großer Fehler! Durch diese Temperaturschwankungen geht Wärme verloren, denn die Wände kühlen in der Zwischenzeit ab und müssen später wieder erwärmt werden. Ideal ist der Einsatz einer effizienten Temperaturregelung. Diese reguliert die Temperatur automatisch und bringt große Einsparungen mit sich: Eine um lediglich ein Grad abgesenkte Raumtemperatur kann die Heizkosten um bis zu sechs Prozent senken. In einer 50 Quadratmeter großen Wohnung können die Besitzer mit einer Absenkung um zwei Grad bereits 80 Euro im Jahr sparen.

4. Zugestellte Heizkörper

Ein weiteres Problem, das vielen Menschen völlig unbekannt zu sein scheint, sind zugestellte Heizkörper. Gerne werden sie mit Möbeln und anderen Dingen zugestellt. Die Wärme kann in diesem Fall natürlich nicht richtig im Raum zirkulieren. Möbel oder Gardinen können bis zu 40 Prozent der teuren Heizenergie schlucken. Haus- und Wohnungsbesitzer mit frei zirkulierender Warmluft können je nach Größe der Wohnung mehr als 250 Euro im Jahr sparen.

5. Lüften

Wer morgens gerne gekippt lüftet, für den wird es gleich doppelt teuer: Zum einen ist diese Art der Lüftung keineswegs effizient, denn es findet kein kompletter Luftaustausch statt, zum anderen kühlt die Wohnung aus und muss wieder erwärmt werden. Es gibt aber ein weiteres Problem: Schimmelgefahr. Durch die Kipplüftung verbreitet sich Schimmel im Haus, was für die Immobilienbesitzer teuer wird. Der schlimmste Fehler: Die Heizung während des Kipplüftens eingeschaltet lassen. Wie richtig gelüftet wird, haben wir in diesem Artikel bereits ausführlich erklärt.

Artikelbild: © Kzenon / Shutterstock

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