Luftzirkulation bei klassischer Garage

Luftzirkulation bei klassischer Garage

Die Entwicklungen auf dem Markt für Garagen, insbesondere die Weiterentwicklungen der modernen Carports, versprechen eine immer bessere Integration der Installation in die bestehende Kulisse. Klassische Garagen haben gegenüber Carports den enormen Vorteil, dass sie wesentlich mehr Sicherheit für hochwertige Fahrzeuge bieten – mittlerweile sind diese Systeme auch multifunktional aufgebaut, sodass man auf kleinem Raum möglichst viele Elemente unterbringen kann.

Wir erläutern Ihnen in diesem Beitrag die Grundlagen des Systems, erklären die Bedeutung der Luftzirkulation und geben Hinweise zur Baugenehmigung.

Feuchtigkeit aus dem System holen

Moderne Garagen müssen nicht zwangsläufig aus Beton bestehen, vor allem die Konstruktionen aus Aluminium und Stahl haben sich bewährt. Sie sind einerseits flexibler einsetzbar, was individuellere Formen und Gestaltungen ermöglicht, andererseits sind sie dazu zeitgleich sehr robust und lange haltbar. Nachteilig ist jedoch, dass von den Fahrzeugen ausgehende Feuchtigkeit nur bedingt nach außen dringt – im Extremfall greift sie über Jahre die Substanz der Verkleidung an, was in älteren Exemplaren schon zu stark porösen Stellen führte. Aus diesem Grunde ist es wichtig, auf moderne Systeme mit intelligenter Luftzirkulation zu setzen, was durch mehrere Elemente gelingt. Zunächst sind kleine Gucklöcher im hinteren Teil angebracht, die elektrisch oder manuell geregelt sind und so Stoßlüften je nach Bedarf ermöglichen. Andererseits gibt es zweckmäßige Garagentore, die neben einer formschönen Verglasung und einer Wärmedämmung auch eine Luftzirkulation ermöglichen – der Erwerb eines guten Garagentors sollte daher, da es sich dabei ohnehin um das wichtigste Verschleißteil handelt, die erste Wahl zur Modernisierung darstellen.

Unterschiedliche Bautypen für jeden Zweck

  • Sogenannte Fertiggaragen, also vorgefertigte Exemplare zum alleinigen Aufbau bestimmt, stellen die kostengünstige Variante dar. Im Gegensatz zu gemauerten Garagen haben sie den Vorteil, dass beim Auslassen der Stützen eine größere Breite angesetzt werden kann – hierdurch lässt sich Stauraum für Gartengeräte und ähnliches einbringen, ohne dass hohe Zusatzkosten in Kauf genommen werden müssten. Sie gibt es mittlerweile auch mit Pult- oder Satteldach, was gegenüber dem klassischen Flachdach eine weitere, individuell anpassbare Komponente darstellt.
  • Doppelgaragen sind dann angebracht, wenn Sie den äußeren Bereich möglichst effektiv nutzen möchten und eventuell einen Zugang zum Haus oder zum Keller einzubringen gedenken. Hier kommt oftmals Aluminium oder auch Stahl zu Einsatz, weniger setzt man auf Holz. Überlegen Sie bei der Planung, ob je ein separater Durchgang nötig ist oder ob es ein Schwingtor vielleicht auch machen würde.

Informationen zur Baugenehmigung

Grundsätzlich handelt es sich bei Garagen um bauliche Veränderungen auf dem Grundstück, die dem Grunde nach der Erlaubnis des örtlich zuständigen Bauamtes unterliegen. Es gab bereits und gibt regelmäßig Fälle, in denen fertig errichtete Garagen wieder abgerissen oder abmontiert werden müssen. Die Gründe dafür liegen häufig im Bereich des Nachbarschaftsrechts, denn dieser darf dadurch nicht unzulässig beeinträchtigt werden. Ebenso zu beachten gilt es, dass grundsätzlich jedes Bundesland andere Regelungen und Vorschriften hierzu erlassen hat. In einigen Fällen kann daher von einem Bauantrag abgesehen werden, sofern gewisse Voraussetzungen erfüllt sind.

Um unnötige Kosten, Bußgelder oder möglicherweise gar rechtliche Auseinandersetzungen zu vermeiden, empfiehlt sich einige vorherige Anfrage beim Stadtplanungsamt. Denn auch wenn die Voraussetzungen für ein genehmigungsfreies Bauen vorliegen, was häufig bei einer Fläche unter 30 Quadratmetern der Fall ist, kann im Bezug auf die mittlere Wandhöhe zum Beispiel eine Überschreitung der zulässigen Grenzwerte gegeben sein. Bauvorlagen, inklusive der statischen Berechnungen (bei Fertiggaragen häufig vom Installationsbetrieb übernommen), ein Lageplan des Grundstücks sowie ein Grundriss plus gegebenenfalls eine Bauzeichnung sind dann einzureichen.

Es wird außerdem eine Flurkarte im Maßstab 1:500 erforderlich sein, wobei diese im Regelfall nicht älter als sechs Monate sein darf. Um das Prozedere insgesamt zu beschleunigen, sollten allfällige Fragen bezüglich möglicher Anpassungen im Voraus angefragt werden – rufen Sie einfach mal beim zuständigen Sachbearbeiter an, um nicht direkt einen amtlichen Vorgang auszulösen.

Artikelbild: © FreshPaint / Shutterstock

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