Dachpappe kaufen: Darauf solltet ihr achten

Dachpappe kaufen: Darauf solltet ihr achten

Nichts ist dem Wetter so ausgeliefert, wie das Dach. Um dieses dichtzumachen, eignet sich für den Heimwerker die Verwendung von Dachpappe – als zweite Schicht oder Abdeckung auf Gartenlaube und Co. Doch hier gibt es verschiedene Varianten und der clevere Heimwerker sollte einige Aspekte beim Kauf beachten.

Was kostet Dachpappe?

PositionKosten pro m²
Dachpappe einfachca. 1 Euro
Dachpappe zweifach beschiefertca. 2,50 – 3,00 Euro
Bitumen-Schweißbahnca. 3,00 – 6,00 Euro

Die Preise für die verschiedenen Dachpappen variieren sowohl durch das Material, aber auch durch die Technik bei der Anbringung. Einfach Dachpappe, die mit Nägeln aufs Dach gebracht wird, ist im Handel schon ab zwei Euro pro Quadratmeter erhältlich. Produkte mit Glasvlies liegen im Preis um die zehn Euro pro Quadratmeter. Sie wird meist in zehn Meter langen Rollen verkauft. Dachpappe zum Verschweißen beginnt meist bei 20 Euro pro Quadratmeter.

Die teuerste Variante ist die selbstklebende Dachpappe. Hier ist das Material ab 25 Euro pro Quadratmeter zu bekommen. Bei dieser Variante müssen jedoch kaum weitere Materialien in den Einkaufswagen gelegt werden. Bei den anderen Anbringungen kommen Nägel, Kleber und die Miete für einen Gasbrenner oder anderer Schweißgeräte hinzu.

Dachpappe als Schutz gegen Regen und Wind

Das Dach kann mit Schindeln oder Dachziegel gedeckt werden. Unterstützung bietet hier Dachpappe – eine Mischung aus Pappe und Pech. Gerade für das Gartenhaus in der heimischen grünen Oase wird sie oft verwendet, denn hier braucht es meist keine Dachziegel. Bei Wohnhäusern kann Dachpappe als zweite Schicht wertvolle Dienste bei der Abdichtung leisten.

In der Vergangenheit wurde dieser Belag unter anderem mit Teer hergestellt. Heute kommt vielmehr Bitumen zum Einsatz – ein Gemisch aus verschiedenen organischen Stoffen, das aus Erdöl gewonnen wird. Das macht die Dachpappe robust, stabil und widerstandsfähig. Ebenso sind einige Varianten wasserdicht und Bitumen gegenüber der herkömmlichen Herstellung gesundheitlich unbedenklich.

In Dachpappe findet oft grobkörniger Sand oder feiner Kies verwendet. Aber auch Schiefersplitter werden eingewalzt. Die Produkte werden dann meist als „besandet“ oder „bekiest“ bezeichnet. Sie bieten zusätzlich Widerstand gegen UV-Strahlen, aber auch die Abriebfestigkeit wird so verstärkt.

Die Anbringung: Verschiedene Versionen

Wenn Gartenhaus, Geräteschuppen oder Bungalow mit Dachpappe gedeckt werden soll, hat der Handwerker vor dem Kauf die Auswahl zwischen verschiedenen Varianten, die sich vor allem in ihrer Wasserdichtheit unterscheiden. Zur Verfügung stehen:

  • Dachpappe zum Nageln
  • Dachpappe zum Verschweißen
  • Dachpappe zum Kleben
  • selbstklebende Dachpappe

Hammer, Nagel und Dachpappe sind die am meisten verbreitete Variante. Diese Anbringung ist jedoch nicht immer wasserdicht, da durch die Nägel auch Löcher in die Schutzschicht gebracht werden. Sicher geht der Heimwerker, wenn er die Dachpappe verschweißt. Durch diese Anbringung kann meist kein Wasser mehr eindringen, die auch oft „heiß verkleben“ genannt wird. Dachpappe kann jedoch auch mit „kalten“ Varianten verklebt werden.

Hier wird entsprechender Bitumenkleber (auch Kaltkleber genannt) verwendet. Der Handel bietet aber auch selbstklebende Dachpappe – ein Art Klebefolie. Diese Variante ist jedoch nicht überall geeignet und auch in der Dichtheit nicht sehr sicher. Ihre Haltbarkeit ist geringer und die Anbringung muss extrem präzise durchgeführt werden.

Unter Kaltkleber ist ein Fertigprodukt zu verstehen, der streichbar zu verarbeiten ist. Ein Erhitzen entfällt. Er hält auf alter Dachpappe, Beton oder Estrich. Auf Holz kann Kaltkleber jedoch nicht aufgetragen werden, hier bedarf es vorher eine weitere Schicht.

Verschiedene Trägermaterialien: Bedingungen wissen

Vor dem Gang in den Baumarkt sollte der Heimwerker also genau wissen, wozu die Dachpappe dienen soll. Er dann kann die richtige Variante gewählt werden. Weitere unterschiedliche Bestandteile sollten hier jedoch ebenfalls unter die Lupe genommen werden – das Trägermaterial. Billige Dachpappen haben beispielsweise eine integrierte Rohfilzeinlage, die Wasser aufnimmt und aufquellen kann.

Glasvlies als Trägermaterial hat den Vorteil, dass keine Falten gebildet werden. Dieses Material verrottet nicht. Dachpappe mit Polyesterfaservlies ist besonders dehnbar. Die unterschiedlichen Bestandteile beeinflussen auch die Haltbarkeit. Wer sich unsicher ist, sollte die Beratung im Fachmarkt suchen.

Nicht nur der Fachmarkt bietet Dachpappe

Ist der Heimwerker sicher und braucht keine fachgerechte Beratung, kann er auch beim Kauf von Dachpappe den Schritt ins Internet wagen. Online stehen ebenfalls zahlreiche Varianten zur Verfügung, die nur wenigen Klick gekauft werden können und mit Lieferung bis nach Hause kommen. Die Preise unterscheiden sich meist gar nicht bis minimal.

Schnäppchenjäger können auch nach Restbeständen Ausschau halten. Heimwerker, die sich verkalkuliert haben, bieten oft in Foren oder Kleinanzeigen ihre übrig gebliebene Dachpappe an. Hier können Rollen schon ab fünf Euro erstanden werden. So mancher Heimwerker verschenkt auch seine Reste.

Zusammenfassung

Dachpappe kann wertvolle Dienste auf dem Gartenhaus oder dem Geräteschuppen liefern. Jedoch sollte der Heimwerker vor dem Kauf wissen, welches Trägermaterial wichtig ist. Auch die Anbringung der Schutzschicht beeinflusst den Preis. Hier kosten die Rollen unterschiedlich, teilweise muss beim Kauf Zubehör eingeplant werden.

Artikelbild: © hans.slegers / Shutterstock

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