Garagendach Kosten: Mit welchen Preisen ist hier zu rechnen?

Garagendach Kosten: Mit welchen Preisen ist hier zu rechnen?

Irgendwann trifft es jeden Garagenbesitzer. Die Rede ist von einem neuen Garagendach. Je nach Ausführung des Garagendachs und ob es sich um eine Einzelgarage oder eine Doppelgarage handelt, variieren die Kosten. Maßgeblich für spätere Kosten ist es auch, ob man eine individuelle Garage erbaut hat oder sich für eine Fertiggarage entschieden hat.

Was kostet ein Garagendach?

In den meisten Fällen wird das Garagendach in Flachbauweise realisiert, weshalb die Kostenfaktoren und weitere Informationen sich in erster Linie mit dem Flachdach beschäftigen.

Garagendach in Eigenleistung auf bestehendem Fundament errichten:

Kostenfaktoren Preis
Materialkosten für Flachdach im Rohzustand 800 Euro
Dachrand errichten 150 Euro
Entwässerungssystem installieren 250 Euro
Dachrandabdichtung und Abschlussprofile 150 Euro
Gesamtpreis: 1.350 Euro

Preiswert wird ein Garagendach, wenn man es in Eigenleistung errichtet. Jedoch sollte dem Heimwerker klar sein, dass er das Garagendach ordentlich abgedichtet hat, damit es nicht zu Wasserschäden kommt. Nur so ist es sinnvoll, das Garagendach in Eigenleistung zu errichten.

Plant man seine bestehende Garage mit einem Flachdach zu erneuern, sollte man im Vorfeld prüfen, ob das Aufschweißen von neuen Schweißbahnen nicht ausreichend wäre. Ist dies nicht der Fall, helfen die nachstehenden Maßnahmen das Bauprojekt einzuordnen und zu überlegen, ob sich die Erneuerung des Garagendachs lohnt.

  • Alte Dachauflagen und den Dachrand entfernen
  • Dachkonstruktion abreißen
  • Bauschutt entsorgen
  • neue Unterkonstruktion erstellen
  • Dachfläche errichten
  • Dachrand bzw. die Attika installieren
  • Voranstrich
  • neue Schweißbahnen verlegen und verschweißen
  • Entwässerungssystem anlegen
  • Abschlussprofile verlegen
  • Kiesschüttung verteilen

Für den Rückbau des alten Garagendachs muss man mit Kosten von 500 bis 700 Euro rechnen. Das neu gebaute Garagendach für eine Einzelgarage in üblicher Größe kostet geschätzt zusätzlich zwischen 1.000 und 1.500 Euro.

Verschiedene Garagendachformen

Das Garagendach wirkt sich massiv auf das äußere Erscheinungsbild aus. Sowohl für die Fertiggarage wie auch für die individuell erstellte Garage gibt es unterschiedliche Dachformen.

  • Bei einem Flachdach muss man sehr gut auf die Abdichtung achten.
  • Bei einer Dachbegrünung muss im Vorfeld die Statik geprüft werden.
  • Bei einem Satteldach oder einem Pultdach hat man die freie Wahl des späteren Aussehens.

Das Flachdach

Das klassische Flachdach kommt meist bei einer Fertiggarage aus Beton oder Stahl zum Einsatz. Üblich sind hier Dachbahnen oder Schindeln aus Bitumen sowie Kunststoffbahnen bzw. Flüssigkunststoff. Jedes Material hat seine Vor- und Nachteile.

Material Vorteile Nachteile
Schindeln aus Bitumen sehr wetterbeständig, unproblematisch bei der Nachbearbeitung, gute Isolierung, Schutz vor mechanischen Einflüssen, günstig in der Anschaffung Schwächen in den verschiedenen Temperaturbereichen
Kunststoffdachbahnen schnelle und einfache Verarbeitung, hohe thermische und mechanische Belastbarkeit, günstig in der Anschaffung keine
Flüssigkunststoff naht- und fugenlose Verarbeitung, hochelastisch, für alle Untergründe geeignet, einfache Verarbeitung teuer in der Anschaffung

Fachgerechte Verarbeitung durch einen Fachmann sowie eine ausreichende Überlappung der Bahnen und dichte Anschlüsse garantieren langfristig eine dichte Dachfläche beim Garagendach Flachbauweise.

Die Dachbegrünung

Gerade das Flachdach eignet sich sehr gut zur Dachbegrünung. Das Garagendach wird hierbei mit Gräsern, Moosen und Kräutern bepflanzt, die anspruchslos sind. Sind die Pflanzen einmal angewachsen, benötigen sie kaum noch Pflege. Eine zusätzliche Bewässerung ist nicht erforderlich.

  • Leichtdachbegrünung – 50 kg/Quadratmeter
  • Extensivbegrünung – 80 bis 170 kg/Quadratmeter
  • Intensivbegrünung – mehr als 300 kg/Quadratmeter

Schaut man sich diese Zahlen an, wird klar, dass im Vorfeld die Tragfähigkeit des Garagendachs geprüft werden muss.

Je nach Form der Dachbegrünung ist eine zusätzliche Höhe von 6 bis 15 cm mit einzuplanen. Bei der Garagenplanung muss eine solche Aufkantung bereits eingeplant werden.

Entwässerung des Garagenflachdaches

Gerade bei einem Flachdach ist die Entwässerung extrem wichtig. Stehendes Niederschlagswasser führt zu einer Durchfeuchtung und zu Schäden an der Dachabdichtung. Bei einem Garagendach in Flachbauweise wird meist eine innenliegende Entwässerung gewählt. Dies bedeutet, dass die Dachfläche einen Dachablauf sowie einen Notablauf benötigt. Die Anschlüsse müssen fachgerecht ausgeführt werden. Deutlich kostengünstiger und weniger anfällig gegen Schäden sind Dachrinnen zur Entwässerung. Durch ein Gefälle wird das Niederschlagswasser in die angebrachte Regenrinne geleitet und fließt dann in den Untergrund oder in ein Regenfass.

Das Satteldach oder Pultdach

Individuell und optisch ansprechend beim Garagendach ist das Satteldach oder auch das Pultdach. Auf die gemauerte Garage wird die entsprechende Konstruktion für das Satteldach oder Pultdach aufgebracht. Die Dachform bzw. die Dacheindeckung des Garagendachs passen bei dieser Bauweise meist zum Wohnhaus. Neben dem Satteldach oder Pultdach kann man auch ein Walmdach oder ein Krüppelwalmdach als Garagendach wählen. Die Dachanschlüsse, der Dachrand, die Neigung sowie die Trauf- und Ortgangüberstände können individuell gewählt werden.

Viele Fertiggaragenhersteller bieten mittlerweile unterschiedliche Dachformen für das Garagendach an. Diese sind zwar manchmal teurer als eine Betondecke oder als Teerpappe, sind aber in der Regel weniger selten zu erneuern, da sie nicht so leicht undicht werden. Für solch ein Garagendach muss meist ein Bauantrag gestellt werden. Im Übrigen sollte die Dacheindeckung durch einen Dachdecker erfolgen. Dieser wird meist eine Pauschale anbieten. Durch Eigenleistungen kann man die Kostenfaktoren minimieren. Solch ein Garagendach ist preislich meist teurer, jedoch auf lange Sicht gesehen, rechnen sich die Mehrkosten, da seltener eine Erneuerung des Garagendachs anfallen wird.

Garagendach sanieren oder erneuern?

Hierbei kommt es auf den Zustand des Garagendaches an. Ist es undicht, dann reicht es oft schon, das Garagendach zu sanieren. Ein altes oder baufälliges Garagendach sollte man besser komplett erneuern. Das Garagendach muss auch komplett erneuert werden, wenn gesundheitsschädliche Materialien in der Vergangenheit verwendet wurden. Dazu zählen asbesthaltiger Eternit oder auch sehr alte Teerpappe. Manchmal ist es auch sinnvoll, die Garage komplett abzureißen und inklusive Garagendach neu aufzubauen.

Kosten für das Erneuern des Garagendachs

Hier kann keine pauschale Aussage getroffen werden, denn die Kosten hängen eng mit der Dachform sowie den möglichen Schäden zusammen. Im günstigsten Fall kostet die Erneuerung des Garagendachs zwischen 40 und 50 Euro pro Quadratmeter. Läuft es dagegen ungünstig, sind auch Kosten von 200 und mehr Euro pro Quadratmeter möglich.
Kostenbeispiel

Kostenfaktoren Preis
Rückbau der alten Dachabdichtung 550 Euro
Schweißbahnen (Material und aufbringen) 840 Euro
Dachrandabdichtung 729 Euro
Gully erneuern 176 Euro
Diverse Kleinarbeiten 360 Euro
Anfahrt 38 Euro
Gesamtkosten 2.693 Euro
Kosten pro Quadratmeter 180 Euro pro Quadratmeter

Welche Faktoren entscheiden über die Kosten eines Garagendachs?

Es gibt viele variable Faktoren, die über die endgültigen Kosten für ein Garagendach entscheiden.

  • Art des Garagendachs
  • kompletter Neubau oder Sanierung des Garagendachs
  • Ausmaß der Schäden am Garagendach
  • Welche Arbeiter müssen von einem Dachdecker ausgeführt werden

Welche Rolle hat die Art des Garagendaches für die Kosten?

Auch wenn die gebräuchlichste Form des Garagendaches das Flachdach ist, gibt es auch andere Dachformen, wie zum Beispiel das Satteldach oder das Pultdach. Einige Garagendächer bestehen aus Wellblech oder einem anderen Material, sodass die Sanierung immer unterschiedlich vonstattengeht.

Kosten für ein komplett neues Satteldach

Es handelt sich hier nur um ein Beispiel, denn die Kosten für ein Satteldach variieren von Garage zu Garage. Für den Dachstuhl muss man mit etwa 60 Euro pro Quadratmeter rechnen. Die Dacheindeckung fällt mit 50 bis 80 Euro pro Quadratmeter Dachfläche ins Gewicht. Im Einzelfall kann es zu weiteren Kostenfaktoren kommen.

Klassisches Flachdach immer das günstigste Garagendach?

Die Antwort auf diese Frage lautet ganz klar NEIN. Bei einem klassischen Flachdach muss man immer mit Folgekosten rechnen. Die Rede ist hier von Abdichtungen, Reparaturen und Ausbesserungsarbeiten. Auf lange Sicht gesehen kann dies teuer werden.

Betondecke als Garagendach?

Sicherlich ist die Betondecke eine von vielen Möglichkeiten für das Garagendach. Für eine Betondecke muss man mit Kosten von 150 Euro pro Quadratmeter rechnen. Ist jedoch eine besonders hohe Tragkraft erwünscht, weil man hohe Schneelasten befürchtet oder weil man das Garagendach begrünen möchte, steigen die Kosten für das Garagendach an. Des Weiteren hängen die Kosten für die Betondecke wesentlich vom Fundament der Garage ab. Im konkreten Fall ist es wichtig, ob neben dem Garagentor, eine zusätzliche Tür oder auch ein Fenster mit verbaut werden soll.

Kosten für die Sanierung eines Garagendaches

Diese hängen in erster Linie vom Zustand und den Schäden des Garagendaches ab. Bei einem Flachdach muss entweder nur ein kleiner Teil repariert werden oder es ist ein kompletter Neuaufbau des Daches erforderlich. Bei kleinen Schäden reicht oft das Aufbringen von einzelnen Schweißbahnen. Schweißbahnen kosten pro Quadratmeter zwischen 8 und 14 Euro. Für das Aufbringen muss man mit zusätzlichen Kosten von 15 bis 20 Euro pro Quadratmeter rechnen. Muss eine Abdichtung erfolgen, dann rechnen Dachdecker meist mit Kosten von 45 bis 65 Euro pro laufendem Meter. Das Flachdach wird selten an der Dachhaut undicht, sondern eher an anderen Stellen.

Wie oft muss ein Garagendach abgedichtet werden?

Diese Frage kann nicht pauschal beantwortet werden. Jedoch sollte man einmal jährlich das Garagendach nach auf Dichtigkeit und andere Schäden kontrollieren. Wasser an der Garagendecke kann ein erstes Zeichen für eine Undichtigkeit sein. Bei größeren Schäden muss das Garagendach meist komplett saniert oder erneuert werden.

Kosten für das Abdichten des Garagendachs

Müssen umfassende Arbeiten zum Abdichten des Garagendaches durchgeführt werden, muss man mit Kosten von 100 bis 150 Euro je Quadratmeter rechnen. Eine punktuelle Reparatur ist meist günstiger. Jedoch sollte man wissen, dass der Schaden nicht immer an der Stelle ist, an der man das Wasser an der Garagendecke sieht. Die schadhafte Stelle kann sich ganz woanders befinden. Aus diesem Grund sollte man das komplette Dach mit Schweißbahnen abdichten.

Garagendach – Geld sparen durch Eigenleistung?

Das Sanieren oder das Erneuern eines Flachdaches in Eigenleistung ist nicht ratsam. Man benötigt das Fachwissen eines Dachdeckers, um ein Garagendach in Flachbauweise zu sanieren oder zu erneuern. Andere Dachformen des Garagendaches kann man durchaus in Eigenleistung sanieren oder erneuern. Es ist möglich einzelne Dachziegel oder auch Schindeln aus Bitumen auszutauschen.

Jedoch sollte man sich nicht an Arbeiten im Dachstuhl in Eigenleistung wagen, denn hier sind statische Grundkenntnisse vonnöten. Bereits beim Bau einer Garage kann man langfristig dafür sorgen, dass man Geld beim Garagendach spart. Man sollte sich im Vorfeld Gedanken über die Dachform machen und nicht automatisch das Flachdach wählen.

Zusammenfassung

Bereits beim Bau einer Garage sollte man sich Gedanken über die Dachform der Garage machen. Das Flachdach ist bei der Anschaffung oftmals die günstigste Variante, jedoch fallen im Laufe der Jahre viele Reparaturarbeiten an. Andere Dachformen wie das Satteldach oder das Pultdach erfordern möglicherweise einen Bauantrag, sind später jedoch günstiger in der Unterhaltung, da sie selten undicht werden.

Artikelbild: style-photographs / Bigstock.com

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