Marktchancen von Massivhäusern: Warum sie sich gut verkaufen lassen

Marktchancen von Massivhäusern: Warum sie sich gut verkaufen lassen

Studien belegen, dass die Wertentwicklung eines Eigenheims von vielen Gründen abhängig ist. Auf der Angebotsseite kommen Faktoren wie Baulandpreise und Baukosten infrage. Nachfrageseitig spielen die Demografie, finanzielle Rahmenbedingungen sowie die Veränderung des Einkommens eine große Rolle. Die relativen Preise von Objekten in vergleichbarer Lage lassen sich mit Analysen nicht ermitteln. Diese Preise werden vielmehr von der Wertschätzung von potenziellen Käufern, individuellen Ausstattungsmerkmalen und anderen Faktoren des Sachwerts der Immobilie bestimmt.

Interessant für diesen Artikel sind drei Punkte: Die Ausstattung und geforderten Eigenschaften der Immobilie, die Unterkellerung sowie die verwendeten Energiesysteme.

Geforderte Eigenschaften eines Massivhauses

Ein- und Zweifamilienhäuser werden im Prinzip in zwei Arten errichtet: Als Massivhaus oder als Leicht-/Fertigbauweise. Beide Bauweisen haben angesichts der Gebäudetechnik, Dauer der Herstellung und Art der Vermarktung viele Vor- und Nachteile. Für zukünftige Bauherren entscheiden nicht nur die technischen Eigenschaften, Lebensdauer des Hauses und Kosten für den Bau, sondern auch der Wert im Falle des Wiederverkaufs.

Wir leben in einer Gesellschaft, in der Mobilität eine große Rolle spielt. Wandelnde Lebensweisen und alternative Formen des Lebens sind Dinge, die jeder Mensch beim Kauf oder Bau seines Hauses beachten muss. Auch der Platzbedarf, nachdem die Kinder ausgezogen sind, spielen eine bedeutende Rolle. Bauherren und Käufer von Immobilien planen also langfristig für die Zukunft.

Die nachfolgenden Eigenschaften fordern Bauherren von Bauunternehmen, die ihnen ihr zukünftiges Massivhaus errichten sollen:

  • hoher Werterhalt
  • guter Wärmeschutz
  • lange Lebensdauer
  • hoher Schallschutz
  • gute Wärmespeicherung
  • geringe Betriebskosten
  • niedrige Instandhaltungskosten
  • angenehmesRaumklima
  • ökologische Bauweise
  • hoher Brandschutz

Unterkellerung beim Massivhaus: Ein wichtiges Kaufkriterium

Beim Neubau eines Massivhauses stellt sich jeder Bauherr die Frage, ob ein Keller ausgehoben werden soll oder die Immobilie direkt auf einer Bodenplatte errichtet wird. Ein Keller kostet natürlich mehr, hat aber auch den Vorteil, dass er eine zusätzliche Nutzfläche bietet. Zudem lässt sich mit einem Keller bei identischer Grundstücksgröße eine größere Nutzfläche realisieren.

Im Regelfall ist die zusätzliche Wohnfläche nicht als Wohnraum gedacht, jedoch als praktischer Stauraum oder Heizungsraum. Gründe gegen eine Unterkellerung sind höhere Investitions- und Instandhaltungskosten sowie regionale Besonderheiten wie etwa Hochwassergefahren.

Beim Wiederverkauf kann sich die Entscheidung für den Keller zum Vorteil entfalten: Laut den befragten Experten ist die Vermarktung gebrauchter Massivhäuser mit Unterkellerung einfacher als ohne Keller.

Heizung & Energie: Die primäre Heizungsart ist entscheidend beim Massivhaus

Die steigenden Kosten für Energie, insbesondere im Bereich Heizung, wo Hausbesitzer die Qual der Wahl haben, spielt die primär genutzte Heizungsart in einem Massivhaus eine große Rolle beim Wiederverkauf. Alternative Energieträger unterliegen immer wieder politischen Einflüssen, zudem gibt es bei ihnen eine große Unsicherheit bei der zukünftigen relativen Kostenbelastung.

Auch der rapide technische Fortschritt ist keine große Hilfe: Immer wieder werden neue Systeme vorgestellt, die eine noch effizientere und kostengünstigere Nutzung möglich machen. Aus diesem Grund spielen innovative Energieträger und Systemflexibilität eine große Rolle.

Auf der Suche nach einem neuen Massivhaus fragen immer mehr Menschen nach erneuerbaren Energien wie Solarthermie und Geothermie beziehungsweise Erdwärme. Ebenfalls beliebt sind Wärmepumpen und Holzpelletheizungen. Herkömmliche Lösungen wie Öl- und Elektroheizungen sind als neutral bis nachteilig zu betrachten.

Ebenfalls beliebt ist eine zweite Feuerstätte in Form eines Kaminofens, Kachelofens oder einem offenen Kamin. Die zweite Feuerstätte hat weniger etwas mit der Kostenersparnis zu tun, sondern mit einer größeren Behaglichkeit und einem Bedürfnis für Komfort.

Artikelbild: © Pavel L Photo and Video / Shutterstock

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1 Kommentar

  1. Andreas Becker 17.04.2020 08:00 Uhr

    Danke für diesen Überblick, welche Eigenschaften eines Massivhauses Bauherren von Bauunternehmen fordern. Mir ist ebenfalls ein hoher Werterhalt, ein guter Wärmeschutz und eine lange Lebensdauer wichtig. An Brand- und Schallschutz habe ich noch gar nicht gedacht, aber das ist in der Tat auch sehr wichtig. Meine Frau und ich würde auch gerne ein Massivhaus bauen lassen, sind aber noch ganz am Anfang unserer Planungen.

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