Selbstversorger: Lässt sich ein Haushalt autark machen?

Selbstversorger: Lässt sich ein Haushalt autark machen?

Wer einen eigenen Garten oder ein entsprechend großes Grundstück zur Verfügung hat, überlegt sich manchmal, den Haushalt möglichst autark zu gestalten. Das bringt schließlich zahlreiche Vorteile mit sich, vor allem angesichts der stetig steigenden Preise für Energie und Lebensmittel.

Das Prinzip der Selbstversorger verspricht demnach maximale Sorgenfreiheit, aber auch Kostenersparnisse und Transparenz, wenn es beispielsweise um die Qualität von Lebensmitteln geht. Allerdings stellt sich in diesem Rahmen die Frage, welche Voraussetzungen dafür gegeben sein müssen – und ob es überhaupt möglich ist, einen Haushalt zu 100 Prozent autark zu machen. Die Antwort folgt hier.

Selbstversorgung: Diese Grundbedingungen müssen gegeben sein

Sich ein Stück weit selbst zu versorgen, ist prinzipiell immer möglich – egal, ob Mietwohnung oder Eigenheim. Sogar in Innenräumen können schließlich Kräuter oder gewisse Gemüsesorten angepflanzt werden und kleine Solaranlagen passen auf jeden Balkon.

Vollständig autark zu leben, das bleibt hingegen für die meisten Menschen ein Traum. Es fehlt ihnen dafür schlichtweg an den Grundvoraussetzungen. Denn Autarkie erfordert in erster Linie ausreichend Platz, ebenso wie eine Menge Know-how und die rechtlichen Möglichkeiten, um entsprechende (bauliche) Maßnahmen zu ergreifen. Oftmals scheitert diese also bereits an folgenden Grundbedingungen:

Ein eigenes Haus

Wer vollständig autark leben möchte, muss ein ganzes Haus mit entsprechend großem Grundstück zur Verfügung haben. Dieses muss beispielsweise ausreichend Platz für eine Solaranlage bieten, für Beete und Obstbäume im Garten, vielleicht sogar für eigene Felder oder die Haltung von Nutztieren. Das macht zugleich deutlich, weshalb es sich in der Regel um Wohneigentum handeln sollte, denn nur selten erlauben Vermieter eine entsprechende Tierhaltung oder beispielsweise die Installation einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach.

Wer also vollständig autark leben möchte, kauft sich bestenfalls ein eigenes Grundstück, entweder mit bereits bestehender Bebauung oder für ein eigenes Bauprojekt. Letzteres bringt den Vorteil mit sich, dass die geplante Autarkie schon beim Bau berücksichtigt werden kann, beispielsweise hinsichtlich der Energieeffizienz oder bei der Einteilung der Außenflächen. Im Optimalfall ist das Haus sogar etwas außerhalb, sprich nicht direkt im Ort gelegen, damit sich keine Nachbarn durch Tiere & Co gestört fühlen.

Zudem müssen die rechtlichen Rahmenbedingungen stimmen, denn nicht überall ist beispielsweise die Nutztierhaltung erlaubt. Der Besitz beziehungsweise Erwerb eines geeigneten Grundstücks ist daher die wichtigste Grundvoraussetzung, um den Traum von der vollständigen Autarkie zu verwirklichen – und oftmals auch die größte Herausforderung.

Notwendige Arbeits- und Anbaufläche ringsherum

Felder, Gewächshäuser, Obstbäume, Gemüsebeete – autark zu leben, bedeutet einen gewissen finanziellen und arbeitstechnischen Aufwand.  Vor allem aber muss erst einmal ausreichend Fläche vorhanden sein. Allein, um beim Gemüse und Obst komplett autark zu sein, werden schon rund 50 Quadratmeter pro Person benötigt. Eingerechnet sind dann aber noch kein Getreide und keinerlei tierische Lebensmittel, die zusätzliche Fläche benötigen.

Wer in die Höhe baut, kann zumindest etwas Platz sparen, beispielsweise durch die Installation von Hochbeeten. Doch je weniger Platz geboten ist, desto geringer ist auch die Vielfalt an Lebensmitteln, die selbst produziert werden kann. Vielfalt ist demnach das A und O, um sich ausgewogen sowie gesund zu ernähren.

Es lohnt sich deshalb, auch große Lagerräume einzuplanen, um die Lebensmittel haltbar zu machen. So kann zwischen verschiedenen Sorten gewechselt werden, was für den Boden ohnehin wichtig ist. Vor allem aber steht dann eine größere Auswahl an Lebensmitteln ganzjährig zur Verfügung, selbst wenn diese vielleicht nur wenige Wochen pro Jahr geerntet werden können.

Autark zu leben, erfordert also die Bereitschaft, auf so manche Lebensmittel zu verzichten und andere haltbar zu machen, beispielsweise durch das Einkochen oder Trocknen. Zudem kann es einfacher sein, als Selbstversorger vegetarisch oder vegan zu leben, ansonsten wird – wie bereits erwähnt – natürlich auch eine Nutztierhaltung notwendig, die noch mehr Platz erfordert.

Wer nicht ausreichend Fläche zur Verfügung hat oder bei der Ernährung auf keinen Komfort verzichten möchte, für den ist die Autarkie nur teilweise möglich. Andernfalls lässt sie sich mit der notwendigen Arbeits- und Anbaufläche sowie entsprechenden Maschinen und Lagermöglichkeiten zumindest bei den Lebensmitteln durchaus umsetzen.

Energie, Zeit und Wille

Der Wille spielt eine große Rolle, denn Autarkie bedeutet nicht nur Verzicht auf der einen, sondern auch viel Arbeit auf der anderen Seite. Gleichzeitig müssen aber deutlich geringere Kosten gestemmt werden, beispielsweise für die Ernährung oder Energie. Damit ist sie eine Art (Neben-)Job, der sich durchaus refinanziert, wenn ein entsprechender Aufwand betrieben wird. Wer vollständig autark leben möchte, kann diese daher kaum neben einem Vollzeitjob bewerkstelligen.

Eigene Lebensmittel anzubauen und Nutztiere zu halten, bedeutet einen hohen Zeit- und Arbeitsaufwand, der nicht unterschätzt werden sollte.

Die meisten Menschen entscheiden sich deshalb erst für dieses Lebensmodell, wenn sie finanziell ausgesorgt haben oder ihre Arbeitszeit zumindest reduzieren können. Es sollte also ausreichend Zeit sowie auch Energie vorhanden sein, um die Tätigkeiten rund um Lebensmittelanbau, Tierversorgung und Instandhaltung zu stemmen.

Selbstversorgung: Die wichtigsten Positionen im Überblick

Den Begriff der Autarkie verbinden die meisten Menschen vor allem mit der Ernährung und der Energie, wie an dieser Stelle bereits deutlich wurde. Ziel ist also, zumindest die lebensnotwendigen Dinge wie Wärme, Wasser oder Essen zu sichern – sodass ein Überleben auch dann möglich wäre, wenn die öffentliche Infrastruktur nicht mehr funktionieren würde. Dazu gehören in erster Linie folgende Punkte:

Das Thema Strom

Wenn es um den Strom geht, ist die Autarkie dank moderner Technologien vergleichsweise einfach zu erreichen. Dabei wird vor allem auf erneuerbare Energien aus Solar- oder Windkraft gesetzt, aber auch ein Blockheizkraftwerk erfreut sich großer Beliebtheit. Erneut müssen also für jeden Fall gewisse Voraussetzungen erfüllt werden.

Die häufigste Wahl ist die Photovoltaik-Anlage, die zumeist auf dem Hausdach installiert wird – ebenso sind Anlagen auf Freiflächen auf einigen Grundstücken möglich. Die Solarkraft bringt etwa den Vorteil mit sich, dass sie mit der Solarthermie verbunden werden kann, um auch die Wassererwärmung autark zu bewerkstelligen.

Allerdings muss die Anlagengröße auf den eigenen Bedarf abgestimmt werden, damit sie wirtschaftlich ist. Schließlich fallen erst einmal eine Reihe an Kostenpunkten an, ehe sich die Ausgaben nach und nach amortisieren. Dazu gehören Investitionskosten für die einzelnen Bestandteile der Anlage. Zum Beispiel empfiehlt es sich, die Solaranlage mit einem Speicher zu kombinieren, damit die Stromversorgung auch dann gesichert ist, wenn gerade nicht die Sonne (mit ausreichender Kraft) scheint. Dazu kommen Betriebskosten für die Wartung und Versicherung der Anlage.

Alternativ zur Solaranlage kann durch eine Kleinwindkraftanlage eigener Strom erzeugt werden. Grundvoraussetzung hierfür ist, dass in der Region ausreichend Wind herrscht und ein geeigneter Standort vorhanden ist. Ansonsten kann über ein Blockheizkraftwerk nachgedacht werden, das jedoch einen Brennstoff wie Kohle, Gas, Öl oder Holzpellets benötigt. Daher ist es weniger umweltfreundlich und erlaubt keine tatsächliche Autarkie – einzige Ausnahme ist der Betrieb mit Biomasse, beispielsweise dem hauseigenen Biomüll.

Allerdings reicht dieser Brennstoff nur selten aus, um vollständig autark zu sein. Wer das Glück hat, dass sich durch das eigene Grundstück ein fließendes Gewässer schlängelt, kann zudem ein eigenes Wasserkraftwerk installieren, sofern dafür eine Genehmigung erwirkt wird – was aber alles andere als einfach ist. Um bei der Energie autark zu werden, ist daher für viele Menschen die Solarenergie die einzige oder beste Möglichkeit. Zumeist in Kombination mit einer Wärmepumpe, um mit dem Strom auch zu heizen.

Um bezüglich der Energieversorgung autark zu werden, ist nicht nur die Erzeugung, sondern auch der Verbrauch wichtig. Diesen zu reduzieren, macht das Ziel der Autarkie also deutlich einfacher. Das Haus sollte daher so energieeffizient wie möglich sein und das Sparen von Strom empfiehlt sich, wo immer es möglich ist.

Obst und Gemüse

Bei der Ernährung sollte für Menschen, die autark leben möchten, vor allem Obst und Gemüse ganz oben auf dem Speiseplan stehen. Es ist nicht nur gesund, sondern es lässt sich auch vergleichsweise einfach sowie umweltfreundlich selbst anbauen. Wie bereits erwähnt, muss dafür aber eine ausreichend große Fläche vorhanden sein. 50 Quadratmeter pro Person gelten dabei als absolutes Minimum, doch je mehr, desto besser. Dann kann nämlich mehr Abwechslung auf den Speiseplan und die Ernte reicht auch in Jahren für Autarkie beim Obst und Gemüse aus, in denen die Bedingungen nicht optimal sind.

Damit die Versorgung das ganze Jahr über sichergestellt ist, müssen die Erzeugnisse zudem haltbar gemacht werden. Das funktioniert zum Beispiel, indem sie direkt weiterverarbeitet werden, beispielsweise zu Marmelade oder Fruchtmus. Ziel sollte sein, so wenige Nahrungsmittel wie möglich ungenutzt zu lassen. Auch Obst, Gemüse und Kräuter, die nicht geeignet sind, um sie roh zu essen, können nämlich in den meisten Fällen sinnvoll verarbeitet werden. Autarkie bedeutet also stets auch ein Minimum an Verschwendung – schließlich sind die Ressourcen ohnehin begrenzt.

Bei der Ernährung wird zudem das Kompostieren relevant, schließlich wird bei echter Autarkie auch der Müll nicht abgeholt. Reste von Lebensmitteln sowie biologische Abfälle werden deshalb selbst entsorgt, und zwar mittels Komposts. Dieser bringt zugleich den Vorteil mit sich, dass nährstoffreiche Erde entsteht, die als Dünger für den Anbau genutzt werden kann. Auch ein ausreichend großer sowie geeigneter Platz für den hauseigenen Kompost sollte daher von Beginn an eingeplant werden, wenn eine vollständige – oder auch teilweise – Autarkie das Ziel ist.

Frisch- und Abwasser

Wasser ist ebenfalls ein wichtiges Thema, wenn es um Lebensnotwendiges geht. Das gilt einerseits für die Frischwasserversorgung, andererseits muss eine Lösung für das Abwasser gefunden werden, um tatsächlich autark zu sein. Das würde nämlich bedeuten, vollständig auf Wasserleitungen jeder Art zu verzichten.

Prinzipiell stehen dafür zwei Möglichkeiten zur Verfügung: Das Sammeln von Regenwasser oder das Bohren eines Brunnens. Letztere erfordert jedoch eine Genehmigung und erneut ist diese nicht immer einfach zu bekommen. Regenwasser allein reicht aber oftmals nicht aus, da das Wasser vielfältige Einsatzzwecke hat – das Trinken, Duschen, Bewässern der Pflanzen oder Kochen sind nur die wichtigsten Beispiele. Eine Aufbereitungsanlage, um Regenwasser und auch jenes aus einem eventuellen Brunnen in Trinkwasser umzuwandeln, darf daher keinesfalls fehlen.

Noch schwieriger wird es beim Abwasser, schließlich darf dieses nicht einfach in die Natur, beispielsweise in einen Bach oder See, geleitet werden. Das Abwasser auf ein Minimum zu reduzieren, ist deshalb ein erster sinnvoller Schritt. Das funktioniert durch die Installation einer Trenntoilette sowie einer Pflanzenkläranlage, die wiederum ausreichend Platz und eine gewisse Erstinvestition erfordern.

Dadurch kann das Abwasser aber um etwa 95 Prozent reduziert werden und das gereinigte Wasser lässt sich in vielerlei Hinsicht wiederverwenden, beispielsweise für die Bewässerung. Für das verbleibende Abwasser ist entweder ein Anschluss an die öffentlichen Leitungen notwendig oder eine eigene Kleinkläranlage.

Brennholz

Zuletzt kann als Selbstversorger auch Brennholz genutzt werden, um beispielsweise im Winter für zusätzliche Wärme zu sorgen oder für den Fall, dass die Energie durch Solaranlage und ähnliche Maßnahmen manchmal nicht ausreicht. Brennholz selbst zu produzieren, ist vergleichsweise einfach möglich.

Allerdings kommen dabei meist eher kleinere Mengen zusammen, immerhin ist Geduld gefragt, bis ein Baum groß genug gewachsen ist – und es darf nicht zu viel auf einmal gefällt werden. Gewisse Grundkenntnisse in der Forstwirtschaft sowie ausreichend Platz, um einen eigenen kleinen Wald (auch) für Brennholz anzulegen, sind daher in diesem Fall unverzichtbare Voraussetzungen.

Selbstversorgung: Weitere Positionen und Ideen

Autarkie bedeutet aber nicht nur, in Ausnahmesituationen das eigene Überleben sichern zu können. Stattdessen ist das Ziel in vielen Fällen, vollständig unabhängig von gewerblichen Angeboten zu leben, um beispielsweise Geld zu sparen oder besonders nachhaltig zu leben.

Das bedeutet, dass neben den bereits vorgestellten, lebensnotwendigen Maßnahmen noch viele weitere Lebensbereiche betroffen sind. Wer eine vollständige Selbstversorgung anstrebt, muss sich daher beispielsweise auch mit folgenden Themen auseinandersetzen:

Nutztierhaltung

Wer nicht vegan, aber dennoch autark leben möchte, kommt um die Haltung von Nutztieren nicht herum. Dazu zählen beispielsweise Hühner, Kühe oder Schweine. Das bedeutet aber einen gewissen Kosten- sowie Zeitaufwand, der den angehenden Selbstversorgern bewusst sein sollte. Zudem sind einige Fragen zu klären, wie jene nach dem notwendigen Platz für Ställe, Weiden & Co oder jene nach der Herkunft der Futtermittel.

Auch diese müssen bei einer vollständigen Autarkie schließlich selbst produziert werden, wodurch noch mehr Anbau- oder Weideflächen notwendig sind. Während die Haltung von Hühnern in einem artgerechten Stall vergleichsweise einfach und fast überall erlaubt ist, wird es bei größeren Nutztieren also bereits deutlich komplizierter.

Jagd und Fischfang

Eine andere Möglichkeit, um die eigene Ernährung als Selbstversorger sinnvoll zu ergänzen, sind die Jagd sowie der Fischfang. In diesen Fällen sind aber Genehmigungen notwendig und nicht jeder kann sich mit dem Gedanken abfinden, Tiere töten zu müssen. Zudem müssen die Tiere anschließend verarbeitet werden, was erneut gewisses Know-how und für manche Menschen eine echte Überwindung notwendig macht.

Auch deshalb entscheiden sich viele Selbstversorger dafür, nur wenige oder überhaupt keine tierischen Lebensmittel zu konsumieren. Eine Möglichkeit sind die Jagd und der Fischfang aber in jedem Fall, wenn die rechtlichen Rahmenbedingungen berücksichtigt werden und in der Nähe des eigenen Wohnorts entsprechende Möglichkeiten bestehen.

Nützliche Gerätschaften

Um autark zu leben, sind gewisse Investitionen in Maschinen, Lagerräume oder Gerätschaften erforderlich. Das gilt beispielsweise für Maschinen, um eigene Felder zu bewirtschaften. Genauso müssen elektrische Geräte oder Werkzeuge erst einmal gekauft werden, um beispielsweise Bewässerungssysteme, Ställe, Gewächshäuser oder Zäune zu bauen. Um alles intakt zu halten oder laufende Arbeiten wie den Anbau von Obst und Gemüse zu stemmen, braucht es ebenfalls Gerätschaften.

Zu Beginn erfordert der Wunsch nach Autarkie also stets gewisse Investitionen, was beispielsweise für eine Solaranlage gilt. Bis sich diese amortisieren, können durchaus einige Jahre vergehen. Daher handelt es sich um keine spontane und kurzfristige Entscheidung. Wer als Selbstversorger leben möchte, sollte dieses Lebensmodell vielmehr für viele Jahre planen.

Dann sind die Ersparnisse für Energie, und andere Dinge früher oder später größer als die (anfänglich) anfallenden Kosten. Da aber Maschinen, Werkzeuge, Solaranlagen oder andere notwendige Gerätschaften in aller Regel nicht selbst gebaut werden können, zeigt dieser Punkt zugleich die Grenzen der Autarkie auf.

Kleidung und Stoffe

Dasselbe gilt, wenn es beispielsweise um Kleidung und Stoffe geht. In der Theorie müssten diese als Selbstversorger vollständig selbst hergestellt werden, was bereits bei den Fasern beginnt. Doch kaum jemand verfügt dafür über die Ressourcen, das Know-how und auch die notwendige Zeit.

In der Regel versuchen Menschen, die autark leben möchte, daher zumindest, diesbezüglich nachhaltig einzukaufen und so vieles wie möglich wiederzuverwenden. Grundkenntnisse im Schneidern sind daher in jedem Fall hilfreich und was gekauft werden muss, kann günstig auf Flohmärken oder in „Second-Hand-Shops“ erstanden werden. Diesbezüglich muss jeder selbst entscheiden, wie weit die Autarkie reichen kann und sollte.

Zusammenfassung

Selbstversorgung bedeutet, in einer auf Konsum ausgerichteten Welt als Privatmensch die Kontrolle über Güter zurückzubekommen. Dadurch hat das Selbstversorgerleben viele Merkmale früherer (Semi-)Subsistenzwirtschaft, wie sie bis weit ins 20. Jahrhundert hinein auch hierzulande praktiziert wurde – und klingt in den Ohren zahlreicher Menschen nach grenzenloser Freiheit. Durchaus lässt sich durch ein hohes Maß an Autarkie eine Menge Geld sparen und das Leben als Selbstversorger kann viel Spaß bereiten.

Es hat allerdings auch Grenzen, denn es lässt sich oft nur schwer neben einem herkömmlichen Job bewerkstelligen und nicht alles bis hin zu den Maschinen oder der Kleidung kann selbst hergestellt werden. Es handelt sich daher nicht um ein Hobby, das nebenbei betrieben werden kann, sondern die Autarkie ist ein Lebenskonzept, das alle Bereiche umfasst.

Die Selbstversorgung ist ein anstrengendes Unterfangen. Wer jedoch den Willen hat, kann zumindest einen überdurchschnittlich nachhaltigen sowie unabhängigen Lebensstil erreichen. Zudem muss es bei diesem Thema nicht immer „ganz oder gar nicht“ sein. Stattdessen ist es vollkommen in Ordnung und bereits ein großer Schritt in die richtige Richtung, zumindest ein Stück weit autark zu leben.

Es lohnt sich also, mit kleinen Veränderungen zu beginnen oder beispielsweise Investitionen wie jene in eine Solaranlage abzuwägen. So lässt es sich langsam an ein immer höheres Maß der Autarkie herantasten. Selbst mit kleinen Veränderungen wohnt es sich zumindest mit einem besseren ökologischen Gewissen und deutlich geringeren Fixkosten – aber ohne Verzicht.

 

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