Typische Maßangaben für Rasengittersteine

Typische Maßangaben für Rasengittersteine

Üblicherweise werden Rasengittersteine auf Flächen verlegt, die befestigt werden sollen, ohne dass man dabei auf den natürlichen Rasen verzichten möchte. Im Vergleich zu anderen Baustoffen wie etwa Pflastersteinen bietet ein Rasengitter die Möglichkeit, den Boden einerseits zu befestigen und somit eine begeh- oder befahrbare Fläche herzustellen, und andererseits trotzdem für eine grüne, natürliche Optik zu sorgen. Auch aus ökologischer Sicht sind Rasengittersteine immer eine gute Idee, weil sie den Wasserkreislauf im Gegensatz zu versiegelten Untergründen nicht stören.

Dank der rechteckigen Form bieten Rasengittersteine Ihnen viele Vorteile: Sie sind einfach zu verlegen und passen auch ohne umständliche Sägearbeiten auf nahezu jede übliche Fläche. Außerdem kann der Transport unkompliziert in praktischen Gebinden oder auf Europaletten erfolgen. Bevor Sie sich jetzt jedoch Rasengittersteine kaufen und mit dem Verlegen beginnen können, sollten Sie den heutigen Ratgeber weiterlesen, um sich einen Überblick über die typischen Maße und die Stärken von Rasengittersteinen zu verschaffen. Mit unseren Tipps finden Sie ganz sicher die Steine, die zu Ihrem Bauvorhaben passen.

Die Standardmaße für Rasengittersteine im Detail

Rasengittersteine bestehen entweder aus Beton oder aus Kunststoff. Je nach Material, Größe und Gewicht können sich die Preise zum Teil erheblich unterscheiden.

Wenn Sie den Preis für Ihre Rasengittersteine vor dem Kauf kalkulieren möchten, sollten Sie auch die Nebenkosten in Ihre Rechnung aufnehmen. Wenn Ihre befestigte Fläche befahrbar sein soll, müssen Sie eine entsprechende Unterkonstruktion bauen, für die Sie zusätzliches Zubehör benötigen.

Denken Sie auch daran, die Kosten für die Materialien und die Werkzeuge sowie den Transport einzurechnen. Die Standardgröße, in der die Rasengittersteine von fast allen Herstellern produziert werden, lautet wie folgt:

  • Länge: 60 Zentimeter
  • Breite: 40 Zentimeter

Diese Angaben beziehen sich auf die Außenmaße. Die Toleranz liegt bei den verschiedenen Unternehmen bei fünf Millimetern. Bei fast allen Rasengittersteinen ist bereits ein Abstandshalter an den Längsseiten eingegossen. Dabei handelt es sich um Betonprofile, die nur wenige Millimeter stark sind und etwas überstehen. Durch diese gleichmäßigen Ausbuchtungen fällt es Ihnen leicht, die Rasengittersteine, die Stoß auf Stoß verlegt werden, optimal auszurichten.

Unterschiede gibt es je nach Hersteller bei der Stärke der Streben der Betongitter. Deshalb entstehen abhängig von den gewählten Rasengittersteinen auch unterschiedliche, jedoch stets gleichförmige Lochgrößen.

In diesen Erdkammern wächst später einmal der Rasen. Je nachdem, für welche Steine Sie sich entscheiden, liegt der Grünflächenanteil bei 30 bis 45 Prozent der Gesamtoberfläche. Das hat für Sie den Vorteil, dass Sie das Grundstück rund um Ihr Einfamilienhaus begrünen und somit in einer natürlichen Umgebung wohnen können, aber trotzdem eine befestigte Fläche zur Verfügung stehen haben. Durch die Randfugen entsteht ein Versiegelungsgrad von knapp 50 Prozent auf einer vollständig mit Rasengittersteinen gepflasterten Fläche. Die meisten Kommunen definieren diesen Versiegelungsgrad aber nicht als Bodenversiegelung. Liegt der Grünflächenanteil zum Beispiel bei 42 Prozent, so weisen die acht quadratischen Erdkammern ein Seitenmaß von 8,5 Zentimetern auf.

Rasengittersteine gibt es in verschiedenen Stärken

Die Länge und die Breite von Rasengittersteinen sind zwar auf eine einheitliche Größe standardisiert, allerdings gibt es durchaus Unterschiede in den Stärken der einzelnen Steine. Üblicherweise werden die Betonsteine in einer Stärke von acht, zehn oder zwölf Zentimetern produziert. Zahlreiche Hersteller bieten für Rasengittersteine mit den Stärken von zehn oder zwölf Zentimetern auch die Möglichkeit, eine leicht gewellte Oberfläche zu erhalten. Sie können eine Wellentiefe von maximal fünf Millimetern aufweisen.

Darüber hinaus gibt es einige spezialisierte Betonwerke, die Rasengittersteine für viel befahrene Parkflächen oder andere Großpflasterprojekte für gewerbliche Kunden herstellen. Sie produzieren auch Rasengittersteine mit einer Stärke von 15 oder gar 18 Zentimetern. Generell steigt mit der Stärke auch die Belastbarkeit des fertigen Rasengitters. Gleichzeitig lässt eine höhere Dicke der Steine natürlich auch den Preis in die Höhe klettern.

Sparen Sie nicht an der falschen Stelle! Sofern die Fläche, auf der Sie die Rasengittersteine verlegen möchten, später häufig mit dem Auto befahren wird, sollten Sie eine Stärke von zwölf Zentimetern wählen, damit die Steine der hohen Beanspruchung standhalten können.

Auch die Ansprüche an den Unterbau nehmen mit steigender Stärke des Rasengitters zu: Reicht bei acht Zentimeter dicken Rasengittersteinen in der Regel ein Erdaushub von 25 Zentimetern voll und ganz aus, so müssen Sie bei einer Stärke von zwölf Zentimetern die Erde mindestens 40 Zentimeter tief ausheben. Außerdem nimmt mit der Stärke der Rasengittersteine auch das Gewicht zu: Pro Zentimeter Stärkendifferenz wird das Rasengitter je Quadratmeter etwa 20 Kilogramm schwerer. Dieses zusätzliche Gewicht schlägt sich meist auch in den Transportkosten nieder.

Zusammenfassung

Rasengittersteine aus Beton gibt es in der Standard-Größe von 60 Zentimetern Länge und 40 Zentimetern Breite, wobei die Toleranz der verschiedenen Hersteller bei fünf Millimetern liegt. Auch bei der Stärke gibt es Unterschiede, denn die Rasengittersteine sind wahlweise mit einer Stärke von acht, zehn oder zwölf Zentimetern erhältlich. Einige Betonwerke produzieren für den gewerblichen Einsatz sogar Rasengittersteine mit einer Dicke von 15 oder 18 Zentimetern.

Artikelbild: © scubaluna / Shutterstock

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