Gesundheitsrisiko: Finger weg von Weichspülern

Gesundheitsrisiko: Finger weg von Weichspülern

Weichspüler dienen dazu, die Wäsche schön kuschelig und weich zu machen. Außerdem verleihen sie den Kleidungsstücken einen frischen, angenehmen Duft. Viele Verbraucher wissen jedoch nicht, dass neben kritischen Duftstoffen auch Rinderfett und weitere tierische Bestandteile Verwendung finden, um Weichspüler herzustellen. Verbraucherschützer warnen daher immer häufiger vor dem Einsatz von Weichspülern. Sie sind nicht nur schädlich für die Umwelt, sondern stellen auch ein Gesundheitsrisiko dar.

Weichspüler können die Gesundheit gefährden

Weichspüler werden zusätzlich zum Waschmittel eingesetzt, um die Gewebefasern zu glätten. Dadurch werden sie weicher und es wird verhindert, dass Textilien sich statisch aufladen. Außerdem nutzen viele Verbraucher wegen des angenehmen Dufts gerne Weichspüler. Doch es gibt auch Nachteile: Aufgrund der enthaltenen Chemikalien schädigen sie nicht nur die Umwelt, sondern können auch die Gesundheit beeinträchtigen. Die verwendeten Duft-, Konservierungs- und Farbstoffe können zu Hautreaktionen führen:

  • Juckreiz
  • Hautrötungen
  • Trockene Haut

Auch allergische Reaktionen sind denkbar. Deshalb rät Tristan Jorde von der Verbraucherzentrale Hamburg e.V. auch dazu, von Weichspülern die Finger zu lassen. Einige Inhaltsstoffe werden sogar verdächtigt, eine krebserregende Wirkung zu haben.

Oft sorgen tierische Bestandteile für weiche Wäsche

Darüber hinaus enthalten viele Weichspüler einen Inhaltsstoff mit Ekelfaktor: Nicht selten wird Rindertalg verwendet.

Wenn Sie auf dem Weichspüler den Begriff „Dihydrogenated Tallowoylethyl Hydroxyethylmonium Methosulfate“ lesen, enthält er Rinderfett. Dieses Fett legt sich als Film um die Fasern des Gewebes, wodurch das kuschelige Tragefühl entsteht.

Aber auch andere Tierfette kommen zum Einsatz. Verbraucher haben oft keine Chance, anhand der Inhaltsstoffe zu erkennen, welche tierischen Bestandteile ein Weichspüler enthält. Dafür müsste jeder einzelne Begriff nachgeschlagen werden, worauf jedoch die wenigsten Verbraucher Lust haben. Und das wissen die Hersteller. Deshalb ist es auch gar nicht so selten, dass tierische Bestandteile in Waschmitteln und Pflegeprodukten enthalten sind. Sie entstehen beim Schlachten als Abfallprodukte und sind sehr preiswert. Genau deshalb sind sie für viele Hersteller attraktiv. Auf der sicheren Seite sind Sie, indem Sie beim Kauf auf das Vegan-Siegel achten, denn dann sind sicher keine tierischen Produkte enthalten.

Weichspüler bieten Bakterien eine gute Nahrungsgrundlage

Das ist aber längst noch nicht alles, was gegen die Verwendung von Weichspüler spricht. Verbraucherschützer kritisieren, dass der Weichspüler die Fasern verklebt, sodass Bakterien schneller wachsen können. Wenn die Wäsche nach einiger Zeit anfängt zu riechen, kann also der Weichspüler schuld daran sein.

Dadurch, dass der Weichspüler einen Schutzfilm auf der Wäsche bildet, kann Wasser bei zukünftigen Wäschen schlechter eindringen. Die Reinigung wird schwieriger.

Das heißt im Umkehrschluss: Wenn Sie Weichspüler einsetzen, benötigen Sie für die gleiche Reinigungswirkung mehr Waschpulver. Zudem können sich Rückstände in der Waschmaschine ablagern, die eine perfekte Brutstätte für Bakterien und Keime darstellen.

Vollwaschmittel reicht völlig aus

Für frische und saubere Wäsche reicht es laut den Experten, ein Vollwaschmittel zu verwenden. Schon bei 40 Grad Celsius sind sehr gute Waschergebnisse möglich.

Waschen Sie hin und wieder bei 60 Grad Celsius, damit Pilze und Bakterien in der Trommel abgetötet werden. So vermeiden Sie, dass die Wäsche nach dem Waschen unangenehm riecht und sparen sich den Einsatz des schädlichen Weichspülers.

Hartnäckige Flecken bekämpfen Sie am besten mit einem Fleckensalz.

Zusammenfassung

Viele Verbraucher nutzen Weichspüler gern, weil er die Wäsche so schön weich macht. Allerdings wissen die wenigsten, dass er umweltschädlich ist und ein Risiko für die Gesundheit darstellt. Er kann zu Juckreiz, trockener Haut und allergischen Reaktionen führen, weshalb Verbraucherschützer empfehlen, die Finger von Weichspüler zu lassen.

Artikelbild: VadimGuzhva / Bigstock.com

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