Vordächer für Haustüren: Der schnelle Kniff für mehr Stil am Eigenheim

Vordächer für Haustüren: Der schnelle Kniff für mehr Stil am Eigenheim

Das Eigenheim ist nach wie vor der größte Traum der Deutschen – und die eigene Immobilie stellt auch zugleich für die meisten Bundesbürger die größte Investition ihres Lebens dar, die als Altersabsicherung oder zum Vererben eine bedeutende Rolle spielt. Die eigenen vier Wände stellen jedoch auch psychologisch vor allem eine Oase der Gemütlichkeit dar sowie Frieden und Behaglichkeit dar in einer Zeit, die nicht immer einfach ist, und sie repräsentieren zudem auch den persönlichen Geschmack des Besitzers.

Der letzte Faktor, die Repräsentanz der eigenen Werthaltung, ist entscheidend bei allen Arbeiten rund ums Haus, bei Sanierungen und Ergänzungen von Elementen, denn hier geht es um die Visitenkarte des Besitzers, die durch den Stil der Immobilie ausgemacht ist. Die Haustüre spielt dabei eine wichtige Rolle, denn sie soll sowohl einladend wirken, als auch zum übrigen Stil des Hauses passen und diesen noch steigern und ergänzen.

Die Wahl des richtigen Vordach-Modells

Hier gibt es heute viele Möglichkeiten, die Tür zum einladenden und repräsentativen Blickpunkt des ganzen Hauses zu machen – von extravaganten modernen Tür-Designs mit Stahl und Glas bis hin zum eleganten Vordach für Haustüren, was heutzutage für Viele das „Tüpfelchen auf dem I“ darstellt. Dabei gibt es heute im lokalen Fachhandel – und oft auch schon online zum Bestellen – eine große Vielfalt an Modellen zum Selbsteinbau.

Doch wie soll man sich im weitgefächerten Sortiment der verschiedenen marktüblichen Vordächer zurechtfinden und das passende Modell fürs Eigenheim finden? Harmonie oder Kontraste – soll das Vordach die Einrichtung und die Architektur ergänzen oder kontrastieren? Und wie baut man ein solches Vorbau fachgerecht ein? Diese Fragen wollen wir im Folgenden detailliert beantworten, mit einem zusätzlichen Blick auf die Kriterien zur Auswahl des besten Preis-Leistungs-Verhältnisses bei den Modellen.

Ein Vordach über dem Hauseingang hatte in den Fünfziger und Sechziger Jahren eher eine praktische Funktion – Wetterschutz. In den Siebzigern und Achtzigern kam man meist von diesem Wohn-Trend ab, da es als moderner galt, auf Vordächer bei Haustüren zu verzichten, und stattdessen das Design der Tür an sich wirken zu lassen. Profitieren Sie heute von einer Trendwende und informieren Sie sich über die formschönen neuen Angebote von Vordächern.

Harmonie oder Kontraste?

Wer ein Vordach installieren möchte, sollte sich im Fachhandel zuerst über die möglichen Angebote informieren und eine erste Bilanz ziehen, bevor er zum Kauf schreitet. Spontan-Entscheidungen sind hier oft nicht zielführend! Besser ist es, und auch sicherer für eine Entscheidung, an der Sie langfristig Freude haben, wenn Sie mit Bedacht und unter Beachtung verschiedener Möglichkeiten auf dem Markt vorgehen.

Es gibt für Ihre Haustür sicherlich nicht nur ein mögliches Vordach, sondern mehrere Optionen, die passen könnten, je nachdem, ob Sie Ihren Stil ergänzen oder verändern wollen. Um Fehlkäufe zu vermeiden, sollten Sie sich daher schon im Vorhinein überlegen, ob Sie stilistisch eher ein Freund von Harmonie oder Kontrasten sind. Die marktüblichen Modelle von Vordächern sind entweder aus Glas und Metall (meist Edelstahl oder Aluminium) und transparent, oder aus Holz im eleganten oder rustikalen Stil. Hierbei muss man überlegen, welche Material-Art wo eingesetzt werden soll, damit das Endergebnis optimal wirkt.

Ein adrettes Holz-Vordach sieht natürlich an einem Holzhaus fantastisch aus, doch an einer modernen Stadtvilla wirkt es deplatziert. Ein modernes Vordach aus geprägtem Glas mit Alu-Befestigungen sieht hingegen repräsentativ aus an einem Geschäftshaus oder einer futuristischen Villa, doch es passt stilistisch kaum zum traditionellen Einfamilienhaus.

Wenn jedoch Dimension, Farbe und Material des Vordachs mit der allgemeinen Architektur Ihres Hauses harmonieren und diese stilsicher ergänzen, haben Sie mit Sicherheit eine gute Entscheidung getroffen.

Die marktübliche Vielfalt an Vordächern lässt sich im Grunde sehr leicht kategorisieren: nach Material. Glas, Metall, Kunststoff, Holz – wer sich sicher ist, welches Material er bevorzugt, und welches Material an seinem Hauseingang optisch am besten wirkt, hat sicherlich schon einen guten Kauf getan. Am besten passt man das Material des Vordachs dem Material der Haustür an – eine Holztür mit Holz-Vordach, eine Glastür mit Glas-Vordach und so weiter.

Alles in einem Guss – Wie das Vordach mit Fenstern und Türen harmoniert

Wir haben schon erwähnt, dass das Vordach der Haustür mit dieser selbst harmonieren sollte. Ein weiterer Trick von Architekten – und findigen Bauherrn – ist es, das Vordach stilistisch auch den Fenstern des Hauses anzupassen, damit die Fassade des Hauses „wie aus einem Guss“ wirkt. Wenn die Fenster beispielsweise modern sind und sichtbare Leisten aus Aluminium haben, ebenso die Eingangstür, sollte die Wahl eines Aluminium-Vordachs, vielleicht in Pultdach-Form, leicht fallen.

Wenn die Türen und Fenster aus Holz oder mit Holzrahmen versetzt sind, ist ein Vordach aus Holz passend – idealerweise aus demselben Holz und in dem gleichen Farbton, den der Rest der Elemente aufweist. So sieht ein rustikales Haus aus Holz oder im Fachwerkstil mit einem Vordach im skandinavischen Stil einfach zum Träumen aus – wie aus einem Astrid-Lindgren-Roman.

Doch auch das aktuelle Pultdach aus Edelstahl, das derzeit so beliebt ist, kann ganz hervorragend aussehen, wenn es zum Stil des Hauses, der Haustür und den Fenstern aus Edelstahl oder Aluminium passt. Mit dem geeigneten Vordach erweitern Sie Ihr Haus architektonisch um ein weiteres schmückendes Element – manche Ästheten sagen, Sie spielen damit eine höhere Oktave der Baukunst.

Preiswert, aber nicht billig, denn die Stil-Erweiterung wertet Ihr Haus auf

Wenn es um die Kosten von Vordächern geht, spielt das Material eine entscheidende Rolle – ebenso die Größe und die Frage, ob man eine bekannte Marke kaufen möchte oder lieber ein formschönes Produkt ohne großen Namen. Zuletzt spielt es natürlich auch eine erhebliche Rolle, ob man es selbst installieren möchte oder ein Unternehmen beauftragt, das natürlich für Handwerkerkosten sorgt.

Doch bei den meisten handelsüblichen Modellen von Vordächern aus Holz oder Edelstahl ist die Aufbauanleitung gleich dabei und das Do-it-yourself-Verfahren derart selbsterklärend, dass auch ungeübte Handwerker sich an der Montage versuchen können. Ausnahmen: Vordächer, die ein sehr hohes Gewicht oder auch ungewöhnlich große Dimensionen haben (z.B. für eine Doppeltür) – hier braucht man mindestens einen freundlichen Helfer zum Anhalten der Elemente, wenn nicht einen Fachmann zum Einbau! Die leichteren, kleinen Pultdächer aus Aluminium und Glas sind meist im Alleingang einbaubar.

Die Kosten von Vordächern im Vergleich

Art des Vordaches Kosten
Einfaches Pultvordach aus Polycarbonat Dachplatten 70 – 150 €
Pultvordach aus Aluminium und Glas 150 – 300 €
Design-Vordach aus Edelstahl und Glas 300 – 450 €
Holz-Vordach, teils mit Dachschindeln ab 400 €
Rechteckvordach aus Edelstahl oder Aluminium 400 – 900 €

Einfaches Pultvordach aus Polycarbonat Dachplatten

In der ersten Kategorie „einfache Pultvordächer aus Polycarbonat Dachplatten“ finden sich viele Angebote, die einfach und preiswert zu erwerben sind. Stilistisch ist es ein Pultdach oder Rundbogenvordach, das eine leicht geschwungene einfache Wellenform aufweist und sich harmonisch den meisten Haus-Typen anpasst. Allerdings ist Polycarbonat nicht das dauerhafteste und beste Material, so dass nach einigen Jahren Beeinträchtigungen oder auch Verfärbungen beim Material auftreten können. Doch für eine formschöne und sehr preiswerte Übergangslösung am Haus, die vielleicht später ersetzt wird, ist das Pultvordach aus Polycarbonat sicher eine gute Idee.

Pultvordach aus Aluminium und Glas

Das „Pultvordach aus Aluminium und Glas“ ist die zweitgünstigste Kategorie im Baumarkt, die noch immer zum geringen Preis eine sehr wertige optische Aufmachung Ihres Hauses erlaubt. Hier gibt es viele Varianten und unterschiedliche Designs, die zu Ihrem Architektur-Stil passen sollten und sich im Idealfall auch mit Fenstern und Türen gut ergänzen. Allerdings sind bei diesen marktüblichen Angeboten die Glasstärken zu beachten, denn diese sind nicht immer gleich. Tipp: am besten ein Vordach mit stärkerem Glas kaufen, damit das Wetter (Wind, Schnee, Regen) sicher abgewendet werden kann.

Design-Vordach aus Edelstahl und Glas

Bei dem „Design-Vordach aus Edelstahl und Glas“ handelt es sich um Vordächer, meist mit Seitenblende, die aus einer wertigen Edelstahl-Legierung und Qualitäts-Glas gestaltet sind. Die Preisspanne, die hier angegeben wird, ist jedoch nicht repräsentativ, da es gerade in dieser Kategorie viele Angebote gibt, die deutlich unter, aber auch deutlich über der genannten Preisspanne liegen – diese bildet nur den statistischen Mittelwert ab. Für ein solches Vordach entscheiden sich Puristen, die gute Qualität am Haus mit ansprechendem Design paaren wollen und dafür gern ein paar Euro mehr ausgeben.

Holz-Vordach, teils mit Dachschindeln

Das „Holz-Vordach, teils mit Dachschindeln“ ist die dritte Kategorie von Vordächern, die sich optisch wunderbar ins Ensemble einfügen kann, wenn Holzart und Farbe der Fassade angeglichen werden und gleichsam in diese übergehen. Verspielte Bauherren wollen hier gern auch seitlich kleine Dachschindeln am Vordach anbringen, was, seitlich betrachtet, den optischen Eindruck eines „zweiten Giebels“ erweckt und sehr reizvoll wirken kann. Die Kosten für ein solches Holz-Vordach rangieren im mittleren Bereich, wobei aber natürlich auch hier die individuelle Ausfertigung eine große Rolle spielt.

Weitere Varianten

Die am wenigsten kostengünstige, aber für Viele wertvollste Variante ist das „Rechteckvordach aus Edelstahl oder Aluminium“, das aus einer hochwertigen breiten Rechteckplatte besteht, die oft auch eine Regenrinne oder integrierte Beleuchtung besitzt, und direkt über das Haustür angebracht wird durch Befestigung an den Seiten.

Nicht eigens erwähnt, aber natürlich auch machbar sind Vordach-Individualanfertigungen – ein einzigartiges Design nur für Ihr Haus – sind natürlich teurer und können über 1000 Euro kosten, sind dafür aber auch so individuell, dass kein anderer dasselbe Modell haben kann und Ihr Haus wahrlich aus der Straßenreihe heraussticht. Achtung: mancherorts benötigen Vordächer eine Baugenehmigung.

Das Vordach anbringen leicht gemacht: Die Montage in wenigen Schritten erklärt

Wenn man das passende Modell gefunden hat, möchte man oft gern Geld sparen und den Einbau selbst bewerkstelligen. Kein Problem! Die meisten heutigen Produkte haben eine detaillierte Bauanleitung, die in wenigen Schritten erklärt, wie das gute Stück an der Hauswand oder Fassade angebracht werden muss. Wie schon gesagt, ist bei schwereren Modellen zumindest eine zweite Person zum Anhalten und Justieren vonnöten – ein leichtes Aluminium-Vordach kann man jedoch allein installieren.

Bei der Montage kommt es darauf an, ob das Vordach selbst an der Hauswand montiert wird, oder ob das Glas-Element durch Edelstahl- oder Aluminium-Streben „schwebend“ an der Hauswand angebracht wird. Im ersteren Fall ist eine Anbringung auf der seitlichen Fläche des Materials an der Hauswand vonnöten, im Letzteren eine Punktanbringung an den jeweiligen Stützpunkten der Träger. Auch macht es einen Unterschied, ob Ihre Mauer aus Backstein ist, aus Holzträgern oder aus einem anderen Baumaterial, da das Montage-Material entsprechend angepasst werden muss. Doch diese Unterschiede beim Bauen kann Ihnen der entsprechende Berater im Baumarkt leicht erklären, so dass einem erfolgreichen Eigen-Einbau nichts im Wege steht.

Zusammenfassung

Ein formschönes Pultvordach über der Haustür ist heute für viele Bauherren das Nonplusultra, doch es gibt auch viele andere Arten von Vordächern aus Edelstahl oder Holz, die Ihr Haus stilsicher ergänzen können. Grundsätzlich gilt, dass Vordach, Fenster und Türen sich stilistisch ähnlich sehen sollten. Die marktüblichen Preise rangieren zwischen 70 € für die einfachste Variante aus Kunststoff und 900 € für aufwändige Vordächer aus Holz oder beschichtetem Aluminium, was, zusätzlich zum leichten Anbringen der Elemente, ein Plus für Viele darstellt, die ihr Haus verschönern wollen.

Artikelbild: vladr / Bigstock.com

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