Das Charleston-Kleid – warum es in Ihrem Kleiderschrank nicht fehlen sollte

Das Charleston-Kleid – warum es in Ihrem Kleiderschrank nicht fehlen sollte

Obwohl die goldenen Zwanziger mittlerweile bereits 100 Jahre her sind, reicht ihr Einfluss bis in die Gegenwart. Die 20er-Jahre waren eine Zeit des Umbruchs, denn ein schreckliches Jahrzehnt war zu Ende gegangen und alle Menschen sehnten sich nach ausgelassenem Spaß, wilden Festen und ganz viel Glamour. Deshalb entstand zu jener Zeit auch eine Mode, die äußerst spektakulär und prägend war.

Ein Beispiel dafür ist das Charleston-Kleid, das ausgesprochen sexy wirkt und mit seinem einzigartigen Stil auch heute noch die Herzen höherschlagen lässt. Kein Wunder, dass sich nach wie vor viele modebewusste Frauen dafür entscheiden, wenigstens ein Charleston-Kleid in ihrem Kleiderschrank zu haben. Doch was genau ist eigentlich ein Charleston-Kleid? Was macht es aus? Wie lässt es sich kombinieren? Und zu welchen Anlässen passt es am besten? Antworten auf diese Fragen liefert der folgende Artikel.

Was genau ist eigentlich ein Charleston-Kleid?

Um die Entstehung des Charleston-Kleides nachvollziehen zu können, ist es hilfreich, die Hintergründe und Ereignisse der Goldenen Zwanziger genauer zu beleuchten. Wie im Magazin von gladrags.de genauer beschrieben ist, ließen die Menschen mit Beginn des neuen Jahrzehnts schwere Zeiten hinter sich. Doch gerade für die Frauen brachte das neue Jahrzehnt auch viele erfreuliche Wendungen: Nach dem Ende des Krieges konnten zahlreiche Frauen erstmals in die Arbeitswelt einsteigen.

Das verbesserte ihr Selbstbewusstsein enorm. Die zurückhaltenden Damen von einst wurden wilder und freizügiger. Sie trauten sich immer mehr und fuhren in der Öffentlichkeit Rad, trugen verruchtes Make-up und hatten keine Scheu mehr, sich mit Zigarettenspitzen zu zeigen. Typisch für jene Zeit war auch, dass sich viele Frauen ganz bewusst von ihrer langen Mähne trennten und sich beispielsweise einen Bubikopf schneiden ließen.

Charleston – der typische Tanz der 20er

Auch die Kleider wurden immer kürzer: Der lange Rock blieb nun im Schrank. Stattdessen trugen die Frauen Kleider mit viel Beinfreiheit, denn sie wollten Spaß haben und tanzen – beispielsweise zum schnellen Charleston. Und es war genau dieser Tanz, der den glamourösen Hängerchenkleidern ihren Namen gab. Der Charleston ist ein amerikanischer Gesellschaftstanz, der ebenfalls in den Zwanzigern entstand. Er geht auf die Jazz-Melodie „The Charleston“ zurück, die vom Komponisten und Pianisten James P. Johnson komponiert wurde.

Die Melodie wurde populär, weil sie Bestandteil des Broadway-Musicals „Running Wild“ war. Es handelt sich beim Charleston um einen sehr schnellen Tanz, der bis zu 75 Takte pro Minute hat. Der Tanz basiert auf alleinstehenden Bewegungen: Die einzelnen Körperteile werden separat von den anderen im Takt der Musik bewegt. Ganz charakteristisch für den Tanz sind die O- und X-Beine oder das Rudern der Arme.

Charakteristische Merkmale eines Charleston-Kleides

Um den Charleston perfekt tanzen zu können, ist ein Charleston-Kleid die optimale Wahl. Ein solches Kleid besteht in aller Regel aus einem samtigen Stoff, der in Rot, Lila oder Schwarz gehalten ist. Typisch sind die Fransen, die die schwungvollen Bewegungen der Tänzerin unterstreichen. Statt eng wie eine zweite Haut zu sitzen, umspielt das Kleid die Figur schmeichelhaft und bietet daher viel Bewegungsfreiheit. In der Regel sind Charleston-Kleider ärmellos und enden kurz unter dem Knie.

Selbst, wenn ein Charleston-Kleid nicht figurbetont geschnitten ist, wirkt es sehr weiblich. Es steht heute genauso wie damals für Selbstbewusstsein und Attraktivität.

In den 20er-Jahren entschieden sich die Damen längst nicht nur für ein Charleston-Kleid, um schön auszusehen. Damals trugen Frauen ein derartiges Outfit, um zu verdeutlichen, dass bis dahin geltende Moralvorstellungen längst überholt waren. Sie kleideten sich bewusst freizügiger, nahmen endlich auch am Nachtleben teil und trauten sich, in der Öffentlichkeit zu rauchen. Somit stand das Charleston-Kleid auch für die Emanzipation der Frau.

Gibt es heute noch Charleston-Kleider zu kaufen?

In der Tat ist das Charleston-Kleid auch heute noch nicht aus der Abendmode wegzudenken. Die Frau von heute benötigt das Kleid natürlich nicht mehr, um ihre Unabhängigkeit und Emanzipation auszudrücken. Wenn Sie jedoch Lust auf ein luxuriöses, sinnliches und sexy Outfit haben, sind Sie mit einem modernen Charleston-Kleid auf jeden Fall richtig beraten.

Typisch für ein solches Kleid sind die exotischen Muster, die glitzernden Applikationen und die zahlreichen Pailletten. Diese Merkmale lassen die angesagten Charleston-Kleider leicht orientalisch wirken. Sehr attraktiv sind ebenfalls die Modelle, die nur eine Schulter bedecken und über einen asymmetrischen Ausschnitt verfügen.

Entscheiden Sie sich für ein Modell mit transparenten Elementen, wenn Sie ein besonders sinnliches Outfit kreieren möchten.

Alternativ haben Sie die Möglichkeit, sich ein Charleston-Kleid auszuleihen. Möglich ist das zum Beispiel bei gladrags.de, wo verschiedene 20er-Jahre-Kostüme angeboten werden. Dort fällt die Leihgebühr mit 30 bis 35 Euro für ein dreiteiliges Kleid äußerst erschwinglich aus. Dafür erhalten Sie ein Kleid, das ein echtes Unikat ist und garantiert 20er-Jahre-Gefühle aufkommen lässt. Für eine richtige Mottoparty ist ein solches Charleston-Kostüm definitiv die optimale Wahl.

Wie das Charleston-Kleid am besten kombiniert wird

Grundsätzlich gilt: Ein Charleston-Kleid ist auch ohne viele Extras und Accessoires ein wahrer Hingucker. Übertreiben Sie es mit zusätzlichem Schmuck daher lieber nicht. Zu einer echten 20er-Jahre-Party darf es hingegen gerne etwas mehr sein und Sie können Ihren Look mit einem kräftigen Make-up und passenden Accessoires wie einem Glockenhut abrunden.

Zu welchen Anlässen passt das Charleston-Kleid?

In der Tat gibt es mehr Anlässe, zu denen ein Charleston-Kleid perfekt passt, als Sie wahrscheinlich vermuten würden. Eine gute Wahl treffen Sie mit dem Kleidungsstück der Roaring Twenties beispielsweise zu folgenden Gelegenheiten:

  • bei einer 20er-Jahre-Mottoparty
  • bei einer Silvesterparty
  • an einem Abend im Casino
  • an Karneval
  • bei einer Hochzeit mit entsprechendem Dresscode
  • im Theater

Zu welchem Anlass ein Charleston-Kleid passt, hängt natürlich auch von der Ausführung des jeweiligen Modells ab. Die modernen Abwandlungen des 20er-Jahre-Klassikers lassen sich zu beinahe jeder Festlichkeit tragen, während ein allzu prunkvolles und glamouröses Kostüm wohl am besten zu einer richtigen 20er-Jahre-Party passt.

Zusammenfassung

Das Charleston-Kleid stammt ursprünglich aus der Zeit der goldenen Zwanziger, erfreut sich aber auch heute noch einer großen Beliebtheit. Am besten passen Charleston-Kleider natürlich zu 20er-Jahre-Mottopartys. Sie können aber auch zu vielen anderen festlichen Anlässen getragen werden.

Artikelbild: AnnekaS / Bigstock.com

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