Einen eigenen Strandkorb im Garten? So setzen Sie das Küstenkind in Szene

Einen eigenen Strandkorb im Garten? So setzen Sie das Küstenkind in Szene

Der Strandkorb gilt schon lange als Wahrzeichen der Ost- und Nordsee. Seit einiger Zeit wird die Sitzgelegenheit nun auch immer beliebter als Gartenmöbel. Spielen Sie auch mit dem Gedanken, sich das Urlaubsfeeling direkt in die Heimat zu holen? Wir zeigen Ihnen, wie!

Aufbau und Funktion

Im Laufe der Jahre hat sich eine wahre Bandbreite an Strandkörben entwickelt, die sich in Design, Größe und Aufbau leicht unterscheiden. Der Klassiker verfügt allerdings über die Maße 1,60 m x 1,20 m und besitzt ein unglaubliches Gewicht von 80 kg! Seine Bestandteile sind:

  • Der Bock: Die hölzerne Konstruktion, auf welcher der Strandkorb basiert. Üblicherweise bestand sie aus Kiefer oder Fichte. Heute werden meist Schichtholzplatten, Mahagoni, Birke, afrikanischer Iroko oder asiatisches Teakholz verwendet.
  • Die Seitenwände: In Verbindung mit dem Bock stehen die Seitenwände. In der Regel sind sie mit einem Tragegriff versehen, welcher den Transport erleichtert.
  • Die Haube: Sie bildet aus zwei bis drei Metallschlaufen und Stoff das bewegliche Rückteil des Strandkorbes. Die Lehne ist individuell verstellbar und lässt sich durch eine Rückholfeder oder Gasdruckfederung ohne Anstrengung wieder in die Ausgangslage stellen.
  • Das Flechtwerk: Sowohl die Seitenteile als auch die Haube sind zur Verstärkung mit einem Flechtwerk umhüllt. Diese Konstruktion besteht häufig aus Kunststoff. Unternehmen, die auf Naturmaterialien setzen, bevorzugen Rattan oder Bambus.
  • Der Stoffbezug: Zum Schutz und zum optischen Vergnügen wird der Strandkorb mit einem textilen Stoff ausgekleidet. Es handelt sich normalerweise um imprägnierten Markisenstoff, der wasserabweisend, äußerst robust und wetterbeständig ist. Mittlerweile wird auch häufig auf textilähnliche PVC-Folie ausgewichen. Zudem verfügt der Stoff über eine Schaumstoff- oder Kokosmatten-Fütterung.
  • Ausstattung: Dazu gehören ausziehbare, gepolsterte Fußkästen, Seitentische, Armlehnen, ausklappbare Sonnenmarkise und ein Holzgitter zur Verriegelung des Strandkorbes.

Der Strandkorb wurde vorrangig für die Strände der Ost- und Nordsee entwickelt. Er dient als Sitzgelegenheit und soll die Besucher zugleich vor Wind und Wetter schützen. So fungiert der Strandkorb nicht nur als Sonnenschutz, sondern hält auch Sandkörner, Windböen und Regen ab.

Wer hat den Strandkorb erfunden?

Als Erfinder des heutigen Strandkorbes wird Wilhelm Bartelmann angesehen. Der Korbmacher hatte die Konstruktion 1882 umgesetzt, um Elfriede von Maltzahn, einer an Rheuma erkrankten älteren Dame, den Strandaufenthalt zu erleichtern. Aus diesem Exemplar entwickelte sich dann recht schnell der allseits bekannte Zweisitzer.

Strandkorbmodelle: Der Strandkorb kommt in vielen Formen und Farben

Die Nachfrage nach Strandkörben wird immer größer, weswegen es die Sitznischen mittlerweile in verschiedenen Designs gibt. Während die Ostsee vor allem auf runde und weiche Formen setzt, spezialisieren sich Strandkörbe an der Nordsee auf die kantige, eckige Form. Darüber hinaus unterscheidet man auch noch Halb- und Volllieger. Ersterer lässt sich um 55 Grad nach hinten verstellen. Im Gegensatz dazu ermöglicht der Volllieger eine Absenkung um 90 Grad.

Bei Strandkorb-Hanse erhalten Sie einen Überblick über die verschiedenen Modelle.

Was kostet ein Strandkorb?

Die Preise der Strandkörbe sind vom Material und der Größe abhängig. Preisgünstige Zweisitzer sind bereits ab 400 Euro erhältlich. Für einen hochwertigen Fünfsitzer muss jedoch mit einer Summe im hohen vierstelligen Bereich gerechnet werden.

Wie wird ein Strandkorb geliefert?

Der Strandkorb hat sich in die Herzen der Deutschen geschlichen und hat mittlerweile auch den Absprung vom Strand geschafft. Er wird gerne auf Terrasse, im Garten oder auf dem Balkon platziert. Er fungiert als Wohlfühloase, die zu entspannten Stunden im Freien einlädt. Durch die ausladende Größe und das hohe Gewicht des Strandkorbes ist es den meisten Menschen jedoch unmöglich, den Strandkorb selbstständig ins eigene Zuhause zu schaffen. Aus diesem Grund bieten Unternehmen häufig an, das Möbelstück direkt vor die Haustüre zu liefern.

Achten Sie bei der Bestellung auf versteckte Kosten. Es kann sein, dass Unternehmen für den Transport eine zusätzliche Gebühr erheben. So werden häufig die Transportpalette und die Verpackung in Rechnung gestellt. Zudem verpflichten Sie manche Unternehmen ebenfalls dazu, eine Versicherung für die Lieferung abzuschließen. Die Kosten können sich auf bis zu 100 Euro belaufen!

Den Garten mit dem Strandkorb gestalten

Der Strandkorb ist ein wahrer Blickfang im Garten! Seine Farbgestaltung und die Naturmaterialien stellen die perfekte Ergänzung zu dem Farbenspiel der Natur dar.

Ihrer Kreativität wird generell keine Grenzen gesetzt. Dennoch sollten Sie bei der Standortauswahl bedenken, dass es sich beim Strandkorb um eine massive Konstruktion handelt, die ein hohes Eigengewicht besitzt. Aus diesem Grund kann der Strandkorb nicht ständig umpositioniert werden, sondern sollte einen festen Platz besitzen. Die Rollen des Strandkorbes eignen sich zudem nicht wirklich gut, um über Gras oder Erde zu fahren.

Häufig ahmen die Besitzer die Konditionen des Strandes nach. Der Sand zieht sich jedoch leicht mit Feuchtigkeit voll und macht auch Unkraut nicht den Garaus. Außerdem können Unebenheiten im Boden nur schwer ausgeglichen werden. Es wird daher empfohlen, einen Untergrund aus Kies zu schaffen, der mit Fleece unterlegt ist.

Wer über handwerkliches Geschick verfügt, kann dem Strandkorb einen soliden Untergrund bauen. Aus Ziegelsteinen, Bodenplatten oder Holzdielen lässt sich schnell ein Sockel konstruieren, welcher dem Strandkorb einen festen Stand garantiert und gleichzeitig das Material schützt.

Deko-Ideen: Was passt zum Strandkorb?

Der Strandkorb an sich ist schon ein absoluter Augenschmaus und ist kaum noch auf Dekoration angewiesen. Wer die maritime Sitzgelegenheit dennoch in Szene setzen möchte, kann auf Lichtelemente setzen: Windlichter, Lichterketten und Laternen sind schöne Accessoires, welche das Design des Strandkorbes hervorheben. Auch Pflanzen und Blumen jeder Art umschmeicheln dem Küstenkind.

So wird der Strandkorb gepflegt

Auch wenn die Materialien des Strandkorbes generell als wasserfest und wetterbeständig ausgewiesen werden, muss die Oberfläche zusätzlich geschützt werden. Eine regelmäßige Behandlung mit Holzpflegemittel bietet sich an. Alle paar Jahre sollte die Holzkonstruktion zudem mit einer Holzlasur bearbeitet werden, um das Material zusätzlich zu stärken. Das Flechtwerk sollte mit Leinöl eingerieben werden, um dem Rattan / Bambus Feuchtigkeit zuzuführen.

Wie lange hält ein Strandkorb?

Der Strandkorb ist eine Anschaffung fürs Leben. Er ist so konstruiert, dass er mehrere Jahrzehnte ohne Probleme übersteht. Dennoch ist die Lebensdauer des Strandkorbes natürlich auch immer vom Besitzer abhängig. Die Sitzgelegenheit ist den Wetterbedingungen ausgeliefert und benötigt somit eine intensive und regelmäßige Pflege. Darüber hinaus ist es wichtig, den Strandkorb in den kalten und regnerischen Monaten in ein Winterquartier zu bringen. Sollte sich in den Sommermonaten Regen und Sturm ankündigen, wird dazu geraten, den Strandkorb mit einer passenden Schutzhülle abzudecken.

Strandkörbe aus Holz gelten generell als robuster und langlebiger als die Modelle aus Kunststoff. Zwar zeichnet sich die Variante aus Holz häufig durch einen höheren Preis aus, doch dafür profitieren Sie auch länger von Ihrem Strandkorb!

Zusammenfassung

Strandkörbe sind schon lang nicht mehr auf die Ost- und Nordsee beschränkt. Die schöne Gestaltung, der Komfort und Funktionsweise sind bestens dafür geeignet, dem heimischen Garten das gewisse Extra zu verleihen.

Artikelbild: gefrorene_wand / pixabay.com

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