Sicherheit in der Garage erhöhen: So rüsten Sie Ihre Garage einbruchsicher nach

Sicherheit in der Garage erhöhen: So rüsten Sie Ihre Garage einbruchsicher nach

Eine Garage ist ein großartiger Ort, um Ihr Hab und Gut zu lagern, aber sie ist auch ein bevorzugtes Ziel für Einbrecher. Wenn Ihre Garage an Ihr Haus angeschlossen ist, ist es besonders wichtig, sie vor Einbrüchen zu schützen. Eine Möglichkeit, dies zu tun, ist die Installation eines Sicherheitssystems mit Sensoren an den Garagentoren und Fenstern. Sie sollten auch darauf achten, dass die Türen und Fenster aus soliden Materialien bestehen, die nur schwer zu durchbrechen sind. Außerdem ist es eine gute Idee, Wertsachen außer Sichtweite aufzubewahren, damit Einbrecher nicht so leicht in Versuchung geführt werden. Wenn Sie diese Vorsichtsmaßnahmen treffen, können Sie Einbrecher abschrecken und Ihr Eigentum in Sicherheit bringen.

Wenn eine Garage unzureichend gegen Einbrüche geschützt ist, befindet sich meist nicht nur das Fahrzeug in Gefahr, sondern auch die Wohnung. Das gilt speziell für Garagen, die einen direkten Anschluss an den angrenzenden Wohnraum haben. Über die Verbindungstüren verschaffen sich Eindringlinge ganz leicht Zugang zum Wohnhaus. Aber auch die eigentlichen Garagen stehen im Zentrum der Aufmerksamkeit von Einbrechern. Dort werden nicht selten Wertsachen wie Autos, Fahrräder, Reifen oder elektrische Geräte entwendet.

Das Problem: Die Hausratversicherung gilt nicht immer für die Garage. Schwierigkeiten gibt es insbesondere dann, wenn die Garage zu weit von der eigentlichen Wohnung entfernt ist. Das ist ärgerlich, denn der Schaden des Diebstahls ist meist groß. In fast der Hälfte aller Einbrüche liegt er zwischen 500 und 5.000 Euro. Wir verraten Ihnen, mit welchen Maßnahmen es Ihnen gelingt, die Sicherheit Ihrer Garage zu erhöhen und wie Sie sich besser vor unwillkommenen Gästen schützen können.

Maßnahmen für die Verbesserung des Einbruchschutzes in der Garage

Prinzipiell gilt: Einbrüche lassen sich verhindern. Mehr als ein Drittel aller versuchten Einbrüche bleiben laut Angaben der Polizei ohne Erfolg.

Zeitgewinnung ist ein wichtiges Sicherheitsprinzip. Die einbruchhemmenden Maßnahmen dienen deshalb dazu, eventuellen Einbruchsversuchen so lange wie möglich standzuhalten. Dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass der Einbrecher Angst vor Entdeckung hat und flieht.

Viele Einbrecher geben auf, wenn sie bemerken, dass eine Garage mit sicherungstechnischen Einrichtungen versehen ist. Sobald sie länger als ein paar Minuten benötigen, um in die Garage einzudringen, brechen sie ihr Vorhaben oftmals ab. Die Maßnahmen, mit denen Sie den Einbruchschutz in Ihrer Garage erhöhen, betreffen insbesondere das Garagentor, den Torantrieb, die Garagentür und die Garagenfenster.

1. Schwachstellen des Garagentors beseitigen

Veraltete Garagentore lassen sich nachträglich kaum noch einbruchsicher ausbauen. Es ist nur mit einem hohen Arbeits- und Kostenaufwand möglich, das erforderliche Sicherheitszubehör wie versenkt eingebaute und kopiergeschützte Schlosszylinder, einen Schutz gegen das Aufhebeln oder robustere Beschläge nachträglich einzubauen.

Deshalb sollten Sie das veraltete Tor Ihrer Garage durch ein modernes, einbruchhemmendes Garagentor ersetzen. Ein Beispiel dafür sind die Normstahl Garagentore von Entrematic, die dank der äußerst stabilen Bauweise gut vor Einbrüchen schützen. Bei Bedarf kann zusätzlich ein geprüfter Einbruchschutz nach NEN 5096 integriert werden. Für einen erhöhten Schutz und ein Maximum an Sicherheit sorgen bei Garagentoren zum Beispiel auch:

  • Abgedeckte Laufschienen, Zugfederkästen und Laufrollen
  • Federbruchsicherung
  • Aufschiebeschutz
  • Hinderniserkennung
  • Fingerklemmschutz

Wichtig ist, dass das Garagenschloss sicher ist. Der Schließzylinder sollte widerstandsfähig sein. Außerdem darf die Montage nur durch einen Fachmann durchgeführt werden. Nur dann ist für ein hohes Maß an Sicherheit gesorgt.

2. Auf den Torantrieb kommt es an

Von Vorteil sind automatische Torverriegelungen, die sich in der Antriebsschiene des Garagentors befinden. Sie vermeiden, dass das Garagentor gewaltsam aufgehebelt werden kann. Da sie mechanisch wirken, erfüllen sie ihren Zweck auch bei einem Stromausfall. Für eine erhöhte Sicherheit sorgt zudem ein elektrischer Garagenöffner. Dann lässt sich das Garagentor nur über die Eingabe eines Codes, mittels Fingerprint-Leser oder via Funk-Fernbedienung öffnen.

3. Auch die Garagenfenster gut sichern

Hinsichtlich der Garagenfenster gibt es ebenfalls ein paar Dinge, die Sie berücksichtigen sollten.

Die Sicherheitskette ist immer nur so effektiv wie das schwächste Glied. Ein modernes Garagentor schützt Sie nicht vor einem Einbrecher, wenn das Garagenfenster unzureichend gesichert ist. Deshalb sollten alle Schwachstellen in der Garage gleichermaßen aufgerüstet werden.

Alle Fenster sollten so geplant werden, dass sie vom öffentlichen Bereich aus nicht sichtbar sind. Ein Gitter vor den Fenstern ist ebenfalls von Vorteil. Dabei sollten Sie darauf achten, dass das Gitter stabil und fachgerecht eingebaut wird. Zudem sollten alle Garagenfenster mit zusätzlichem Sicherheitszubehör versehen werden. Dazu gehören beispielsweise Zusatzriegel, Scharniersicherungen und abschließbare Fenstergriffe.

4. Garagentüren müssen einbruchgeschützt sein

Die Garagentür ist in puncto Einbruchschutz häufig der Schwachpunkt einer Garage. Sie muss genauso sicher sein wie Ihre Haustür. Das gilt speziell dann, wenn es von der Garage aus einen Zugang zum Wohnhaus gibt. Die Tür sollte so eingebaut werden, dass sie nicht direkt vom öffentlichen Bereich aus sichtbar ist. Das Schloss muss sicher und widerstandsfähig sein. Bei Standardtüren lässt sich das Türschloss meist problemlos aufhebeln. Es kann jedoch ohne hohen Aufwand gegen ein Schloss ausgetauscht werden, das einer höheren Bohrschutz- und Sicherheitsklasse entspricht. Meist zahlen Sie dafür nur etwa 100 Euro pro Schloss.

Eine Sicherheitstür ist eine Art von Tür, die mit Stahl oder einem anderen harten Material verstärkt ist, so dass sie viel schwerer zu durchbrechen ist. Außerdem sind Sicherheitstüren oft mit Mehrfachschlössern ausgestattet, die es Einbrechern noch schwerer machen, ins Haus zu gelangen. Viele Hausbesitzer entscheiden sich für den Einbau von Sicherheitstüren zusätzlich zu anderen Sicherheitsmaßnahmen wie Einbruchmeldeanlagen und Bewegungsmelder. Durch solche Maßnahmen können Hausbesitzer ihr Risiko, Opfer eines Einbruchs zu werden, erheblich verringern.

Im Idealfall wählen Sie eine hochwertige Sicherheitstür. Solche Türen gibt es in sechs verschiedenen Sicherheitsklassen. Die Widerstandsklasse einer Tür wird dadurch bestimmt, wie gut sie einem gewaltsamen Eindringen standhält. Je nach der Sicherheitsklasse verfügt die Tür über Veränderungen am Beschlag oder spezielle Türaufbauten. Genauere Informationen über die verschiedenen Sicherheitsklassen der Sicherheitstüren können Sie der folgenden Liste entnehmen:

  • Widerstandsklasse 2:
    • Widerstandszeit: Drei Minuten
    • Standardsicherung
    • Bei Wohnungs- und Garagentüren mit normalem Risiko für Einbrüche
  • Widerstandsklasse 3:
    • Widerstandszeit: Fünf Minuten
    • Für Privathaushalte mit erhöhtem Risiko für Einbrüche
    • Im Gewerbebereich bei normalem Einbruchsrisiko
  • Widerstandsklasse 4:
    • Widerstandszeit: Zehn Minuten
    • Für öffentliche Gebäude mit hohem Einbruchsrisiko
  • Widerstandsklasse 5:
    • Widerstandszeit: 15 Minuten
    • Nur im Hochsicherheitsbereich
  • Widerstandsklasse 6:
    • Widerstandszeit: 20 Minuten
    • Nur im Hochsicherheitsbereich

Auch bei Sicherheitstüren ist der fachgerechte Einbau von hoher Bedeutung, da andernfalls der Einbruchschutz reduziert werden kann.

Die Sicherheitstüren dürfen nur in Garagen aus Mauerwerk oder Beton eingebaut werden. Bei Stahlgaragen oder Garagen mit Trockenwänden ist es nicht sinnvoll, eine Sicherheitstür zu integrieren.

Lassen Sie sich am besten vor dem Kauf beraten, welche Sicherheitstür für Ihre Garage in Frage kommt.

5. Installieren von Bewegungsmeldern

Eine der vielen Möglichkeiten, Ihre Garage vor Einbrechern zu schützen, ist die Installation eines Bewegungsmelders. Bewegungsmelder sind Geräte, die Bewegungen innerhalb eines bestimmten Bereichs erkennen und dann einen Alarm auslösen. Dies kann eine äußerst wirksame Abschreckung für Einbrecher sein, da es Sie auf Bewegungen aufmerksam macht, auch wenn Sie nicht zu Hause sind. Ertönt darüber hinaus auch noch ein Alarm, können Sie fast sicher sein, dass der Einbrecher schnell das Weite suchen wird.

Darüber hinaus können Bewegungsmelder auch zum Auslösen von Überwachungskameras verwendet werden, die im Falle eines Einbruchs wertvolle Beweise liefern können. Achten Sie bei der Auswahl eines Bewegungsmelders darauf, dass er für die Größe Ihres Hauses und das gewünschte Schutzniveau geeignet ist. Mit ein wenig Planung kann ein Bewegungsmelder Ihnen die Gewissheit geben, dass Ihre Garage vor Einbrechern sicher ist.

6. Kameras sichtbar positionieren

Es gibt eine Vielzahl verschiedener Sicherheitssysteme auf dem Markt, aber eines der effektivsten ist unter anderem auch die richtige Überwachungskamera. Eine Überwachungskamera kann Einbrecher abschrecken, indem sie deren Aktivitäten visuell aufzeichnet. Zudem gibt es Sicherheitskameras, die mit einem Sicherheitsdienst verbunden wird, welcher bei fraglichen Aktivitäten sofort reagiert.

Darüber hinaus sind viele Kameras heute mit Funktionen ausgestattet, die es Hausbesitzern ermöglichen, ihr Eigentum aus der Ferne zu überwachen. Das bedeutet, dass Sie auch dann ein Auge auf Ihr Eigentum haben können, wenn Sie nicht zu Hause sind. Wenn es um den Schutz Ihres Hauses geht, ist eine Überwachungskamera eine wertvolle Investition. Oft werden Einbrecher auch nur durch das Vorhandensein einer Kamera abgeschreckt.

Fazit

Hausbesitzer treffen viele Vorkehrungen, um ihre Häuser vor Einbrüchen zu schützen, übersehen dabei aber oft die Garage. Die Garage kann jedoch ein Hauptziel für Einbrecher sein, da sie in der Regel wertvolle Autos, Werkzeuge und Geräte enthält. Zum Glück gibt es bereits ein paar einfache Maßnahmen, die Hausbesitzer ergreifen können, um potenzielle Diebe abzuschrecken.

Vergewissern Sie sich erstens, dass alle Garagentore und Fenster sicher verschlossen sind. Zweitens sollten Sie erwägen, bewegungsaktivierte Lampen in der Garage zu installieren. Diese Lichter gehen an, wenn jemand die Garage betritt, und erschweren es dem Dieb, sich zu verstecken. Und schließlich sollten Sie Wertsachen außer Sichtweite halten, indem Sie sie in einem verschlossenen Schrank oder Lagerraum aufbewahren. Mit diesen grundlegenden Vorsichtsmaßnahmen können Hausbesitzer dazu beitragen, dass ihre Garagen vor Einbrüchen geschützt sind.

Zusammenfassung

Gerade bei Garagen, die unmittelbar mit der Wohnung verbunden sind, spielt der Einbruchschutz eine wichtige Rolle. Mit einigen Maßnahmen können Sie für mehr Sicherheit vor Einbrechern sorgen, wobei der gesamte Schutz jedoch nur so effektiv ist, wie das schwächste Glied in der Kette. Ein gut gesichertes Tor und Sicherheitstüren sind deshalb wenig sinnvoll, wenn die Fenster nicht die notwendigen Sicherheitsanforderungen erfüllen.

Artikelbild: © holbox / Shutterstock


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