Geräteschuppen diese Kosten kommen auf Sie zu

Geräteschuppen diese Kosten kommen auf Sie zu

Gartenbesitzer, die keine Garage oder einen Abstellraum für ihre Gartengeräte besitzen, kommen um den Kauf oder Bau eines Geräteschuppens nicht herum. Es ist die kleine, praktische und platzsparende Alternative zum Gartenhaus, welches nicht in jeden Garten passt oder benötigt wird. In einem Geräteschuppen finden alle Gartengeräte Platz, stehen jederzeit zur Verfügung und werden zudem vor Wind und Wetter geschützt, sodass sie länger halten.

Als Gartenbesitzer macht man sich natürlich Gedanken darüber, was ein solcher Gartenschuppen kostet. Zwar ist er kleiner als Gartenhäuser, dennoch sollte man seine Kosten nicht unterschätzen. Sie orientieren sich an verschiedenen Faktoren, die wir im Anschluss erklären.

Was kosten Geräteschuppen?

In der folgenden Tabelle finden Sie einige Kostenbeispiele für verschiedene Arten von Geräteschuppen:

Art des Geräteschuppens Kosten
Geräteschuppen aus Stahlblech, 213 x 130 x 173 cm ca. 160 Euro
Geräteschuppen aus Stahlblech, 277 × 191 × 192 cm ca. 300 Euro
Geräteschuppen aus Holz, 180 x 145 cm x 210 cm ca. 350 Euro
Geräteschuppen aus Blockbohlen, 130 x 235 cm ca. 500 Euro
Geräteschuppen aus Kunststoff, 188 x 102 x 225 cm ca. 400 Euro
Geräteschuppen aus Kunststoff, 185 x 230 x 217 cm ca. 450 Euro

Ein geeignetes Material für den Geräteschuppen wählen

Geräteschuppen werden inzwischen aus den verschiedensten Materialien angeboten. Die Wahl des Materials ist nicht zu unterschätzen, denn dieses entscheidet unter anderem, wie viel der Schuppen am Ende kosten wird. Das Material ist aber auch ein Indiz dafür, wie leicht die Pflege und wie gut die Haltbarkeit sein wird – beide Faktoren beeinflussen den Langzeitpreis, schließlich kostet auch die Instandhaltung Geld.

Metall

Das Material Metall ist äußerst vielfältig. Für Geräteschuppen kommt in erster Linie der Werkstoff Stahl infrage. Eine Alternative ist Aluminium, welcher sehr gute Eigenschaften besitzt. Dieser Rohstoff ist allerdings relativ teuer und deshalb für einen Geräteschuppen eher ungeeignet.

Stahlbleche hingegen besitzen eine hohe Festigkeit, selbst wenn das Material an sich dünn ist. Für Gartenbesitzer entsteht der Vorteil dadurch, dass sie relativ wenig Material dieses Werkstoffes benötigen, um einen Geräteschuppen herzustellen. Gleichzeitig gehen sie aber sicher, dass der Geräteschuppen eine hohe Stabilität besitzt.

In puncto Wind und Wetter ist Stahlblech relativ unempfindlich. UV-Strahlung kann dem Material keinen Schaden zufügen. Problematisch sind hingegen Regen, Schnee und Eis: Das Material wird durch diese Elemente feucht und kann rosten, wenn sie nicht lackiert werden. Einige Stahlbleche werden mit einem rostfreien Metall beschichtet, was die teurere aber auch dauerhaftere Alternative ist.

Plastik

Geräteschuppen aus Kunststoff besitzen eine hohe Lebensdauer, selbst bei hoher Feuchtigkeit. Das einzige Problem, mit dem dieses Material zu kämpfen hat, sind UV-Strahlen. Inzwischen gibt es aber Kunststoffe, die UV-resistent sind.

Holz

Der größte Vorteil des Naturmaterials Holz ist, dass es ein regenerativer Rohstoff ist. Bei seiner Verwertung gibt es nur die Schadstoffe ab, die es im Laufe seines Lebens aufgenommen hat. Holz fügt sich mit seiner ansprechenden Optik aber auch gut in den Garten ein. Die Herstellung, Entsorgung sowie Verarbeitung sind unproblematisch. Der einzige Nachteil ist, dass der Geräteschuppen regelmäßige Pflegemaßnahmen benötigt. Dazu gehört unter anderem die Imprägnierung, damit das Holz vor Wind und Wetter aber auch Insekten geschützt ist.

Folgende Holzarten sind laut dem Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten gut für einen Geräteschuppen geeignet:

  • Lärche: Ein mäßig hartes und schweres Holz, welches relativ fest und leicht zu bearbeiten ist. Leider ist es nur bedingt imprägnierbar.
  • Douglasie: Ein mittelschweres, vergleichsweise hartes Holz mit guten Festigkeits- und Elastizitätseigenschaften. Es ist gegen Insekten und Pilze ziemlich resistent.

Zwar erwähnt das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten die Fichte nicht, dennoch handelt es sich um ein gutes Bauholz. Es ist das mit Abstand am meisten verwende Konstruktions- und Bauholz im Tief- und Hochbau. Sein Vorteil ist, dass es in Deutschland reichlich erhältlich ist, sodass die Beschaffung dieser Holzsorte in guter Qualität zu einem günstigen Preis kein Problem sein sollte.

Über die Optik entscheiden unter Umständen Dritte

Die Wahl des Materials ist nicht immer eine Sache des persönlichen Geschmacks und Budgets. Wie wir in einem unserer Artikel „Genehmigung für einen Geräteschuppen“ bereits erwähnt haben, kann die Stadt oder Gemeinde gewisse Einschränkungen bezüglich eines Geräteschuppens anordnen. In einem Fall (Aktenzeichen 8 A 10594/12.OVG) wurde eine Frau gezwungen, ihren Gartenschuppen aus Metall abzureißen, weil dieser nicht nur illegal erbaut wurde, sondern sein Erscheinungsbild (Metallbau) nicht zum Landschaftsbild passte.

Bevor sich Gartenbesitzer somit auf ein Material festlegen, sollten sie zunächst prüfen, ob die gewünschte Wahl auch von der Gemeinde akzeptiert wird.

Größe, Untergrund und Ausstattung festlegen

Das Material ist nur die halbe Rechnung, die für den Geräteschuppen anfällt. Drei weitere Faktoren sind zu berücksichtigen, die über den Preis entscheiden:

  1. Größe: Die Größe des Schuppens ist einer der wichtigsten Punkte für seine Konstruktion. Wie groß er ausfällt, hängt davon ab, was er alles beinhalten soll. Anhand einer Liste können Gartenbesitzer ihren Bedarf ermitteln. Sie können mit ihr alle aktuellen und unter Umständen zukünftigen Geräte auflisten:
  2. Ausstattung: Was erwartet man von seinem Geräteschuppen? Ist es lediglich ein kleiner Bau mit vier Wänden, einem Dach und einer Tür? Soll eventuell ein Fenster eingebaut werden? Dient er im Notfall als Aufenthaltsraum? Für einen Schuppen eignet sich meist eine kleine Öffnung oder ein Fenster. Die meisten Modelle besitzen in der Regel aber kein Fenster.
  3. Boden: Der Boden des Geräteschuppens ist ein wichtiger Faktor, der bei der Kostenermittlung zu berücksichtigen ist. Den Schuppen kann man durchaus direkt auf die Erde errichten, was die günstigste Methode ist. Wer jedoch einen festen Untergrund benötigt, muss eine Bodenplatte, unter Umständen samt Fundament, konstruieren. Folgende Möglichkeiten gibt es für den Boden (geordnet nach teuerstem Unterfangen):
    • Betonfundament: Auf verdichtetem Schotter wird eine Bodenplatte aus Beton gegossen. Optimale Stabilität wird erzeugt, indem der Beton mit Stahl bewehrt wird.
    • Betonplatten: Wer kein Beton gießen möchte, kann auf fertige Betonplatten zurückgreifen. Diese werden auf ein Kiesbett gelegt. Darüber kommt eine Sandschicht, damit die Betonplatten gerade liegen.
    • Bodenrahmen: Die günstigste Alternative ist der Bodenrahmen. Dieser muss lediglich im Boden verankert werden, damit das Gerätehaus sturmsicher ist. Als Untergrund reicht eine dünne Kiesschicht aus.

Zusammenfassung

Wie aus diesem Artikel ersichtlich wird, hängt die Kostenermittlung für einen Geräteschuppen von vielen verschiedenen Faktoren ab, die wichtigsten sind die Bauart und das verwendete Material. Beim Eigenbau haben Bauherren große Freiheit, was den finalen Preis beeinflusst. Sie können das gewünschte Material, den Untergrund und andere Dinge wählen – je nachdem, welches Budget sie sich festgelegt haben.

Artikelbild: © pwrmc / Shutterstock

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