Mauerrisse reparieren leichtgemacht: Schritt für Schritt zur perfekten Fassade

Mauerrisse reparieren leichtgemacht: Schritt für Schritt zur perfekten Fassade

Mit der schönen Fassade steht und fällt der erste optische Eindruck Ihres Hauses und repräsentiert Ihr persönliches Wohlbefinden ebenso wie den baulichen Zustand des Objekts. Doch ein intaktes Mauerwerk mit perfektem Verputz bedeutet neben der Schönheit auch eine optimale Wärmeregulierung, die für den Haushalt unverzichtbar ist.

Wenn jedoch durch Feuchtigkeit oder durch massive Klimaunterschiede wie Hitze und Kälte kleine Mauerrisse auftauchen, die unschön aussehen, entstehen oft sogenannte „Wärmebrücken“, durch die kostbare Heizungsluft nach Draußen entweichen kann.

Schnelle Sanierung spart Kosten: Warum Mauerrisse sofort repariert werden sollten

Es hat ökonomische und ästhetische Gründe, weshalb man mit der Sanierung von Rissen im Mauerwerk so schnell wie möglich beginnen sollte, damit sich der Schaden begrenzen lässt. Denn wenn unschöne Risse auftauchen, ist es mit der „heilen Fassade“ schnell vorbei und man verschwendet Geld zum Heizen, welches nicht dem Innern des Hauses zu Gute kommt. Wir zeigen Ihnen im Folgenden Schritt für Schritt, wie Sie Ihr Mauerwerk bei Rissen sanieren, welche Werkzeuge und Materialien Sie brauchen und wie Sie schnell zum Profi beim Reparieren werden.

Wehret den Anfängen! Mauerrisse sind anfangs eine Kleinigkeit, können sich jedoch schnell vergrößern und dann sowohl für das Auge, als auch für den Geldbeutel zur Belastung werden. Umso wichtiger ist es deshalb, zur Verhinderung von Wärmeverlust und Schimmel Rissen in der Wand zeitnah zu beseitigen.

Innenbereich des Hauses: Das richtige Füllmaterial für Risse in der Wand

Risse können durch thermische Veränderungen grundsätzlich jederzeit und sowohl im Innen- als auch im Außenbereich des Hauses entstehen. Wir arbeiten uns jetzt systematisch von Innen nach Außen vor und schauen uns zunächst die Beseitigung von Rissen im Innenbereich an und dann das Reparieren von Mauerrissen außen an der Fassade.

Risse in Innenwänden verputzen und verspachteln – kleiner Aufwand, große Wirkung

Unschöne Risse an der Küchenwand oder ein kleiner „Sprung“ in der Wand zwischen Flur und Bad? Hier ist in kurzer Dauer Abhilfe zu schaffen mit einem Ratgeber fürs sachgerechte Sanieren von Rissen. Sie beginnen mit dem Ausmessen der Mauerrisse mit dem Zollstock oder Maßband, um ein Gefühl für die Proportion und dem Umfang ihrer Sanierung zu bekommen.

Dann wählen Sie das geeignete Füllmaterial für das Schließen und Verspachteln des Risses, damit dieser perfekt abgedeckt wird. Hierzu gibt es im Baustoffhandel und im Baumarkt verschiedene „Füller“: Spachtelmasse, PU-Schaum, Haftgrund, Acrylmasse und Fugenfüllprofile. Sie messen zuerst den Riss in der Wand aus und schneiden ein Fugenfüllband derselben Größe aus, das Sie im Riss befestigen und ihn mit PU-Schaum befestigen.

Der PU-Schaum muss zügig aufgetragen werden, da er schnell trocknet und bereits nach 10 Minuten fest wird. Fugenfüllprofile sind meist recht schmal (um 5 Zentimeter) und eignen sich deshalb ideal zum Auffüllen und Verputzen von schmalen Rissen in Innenwänden.

Leider passt die tatsächliche Breite des Risses in der Wand in der Praxis nicht immer zu den marktüblichen Fugenfüllprofilen. Profi-Heimwerker kennen da einen Trick: den Riss in der Mauer kann man einfach durch einen Winkelschleifer weiten, bis die Breite des nächstgrößeren Fugenfüllbands erreicht ist.

Wenn Sie den PU-Schaum im Mauerriss aufgetragen und das Fugenfüllband eingefügt haben, müssen Sie die Ränder des Risses abkleben, damit der Haftgrund halten kann – das geschieht am besten mit Malerkrepp, der überall verfügbar ist. Haftgrund ist ein Vermittler zwischen dem Mauerwerk und der Acrylmasse, die Sie erst zum Schluss auftragen, um den Riss in der Wand vollständig zu schließen.

Der Haftgrund (oder auch Tiefengrund) trocknet langsamer als der PU-Schaum und benötigt etwa eine halbe Stunde, bis er trocken ist und die Mauer weiterbearbeitet werden kann. Nach der Trocknung des Haftgrundes tragen Sie Acrylmasse auf, um die Fugen abzudecken. Zum Schluss ziehen Sie die Acrylfuge mit einem Abzieher glatt, damit kein Übergang an der Wand mehr sichtbar ist. Danach überstreichen Sie die Acrylfuge mit Wandfarbe.

Risse in der Außenwand: Wie Sie Ihr Mauerwerk retten und sachgemäß reparieren

Gravierender als Risse im Innenbereich sind oft Defekte im Mauerwerk an der Außenseite, die hierdurch die Wärmeregulierung und Stabilität des ganzen Hauses nachhaltiger beeinträchtigt werden kann als durch einen unschönen „Sprung“ im Interieur. Beim ersten Anzeichen eines Risses im Mauerwerk außen heißt es deshalb, zur Sicherheit schnell mit der Reparatur zu beginnen. Wir stellen jetzt die richtigen Schritte zum Sanieren einer Außenwand mit Rissen vor, das geeignete Werkzeug und Tipps zum Verspachteln.

Clevere Handwerker schauen heute auch auf Youtube, wie man Mauerrisse in der Außenfassade schnell und einfach repariert. Es gibt bereits Schritt-für-Schritt-Anleitungen auf Video, die nachvollziehbare Tipps zum Do-it-yourself-Verfahren vorstellen.

Schritt für Schritt zur Sicherheit: Verputzen von Rissen in der Außenwand wie ein Profi

Wenn Sie die Fassade bei Rissen neu verputzen wollen, brauchen Sie zwei Arten von Putz: den Unterputz sowie auch den eigentlichen Verputz (Oberputz), der danach aufgetragen wird, sowie eine Maurerkelle und eine Kartätsche zum Auftragen und einen Mörteleimer. Als Vorputz empfiehlt sich ein Ansetzmörtel oder Putzmörtel, den Sie in einem Mörtelkübel, wie Sie ihn beim Bauen verwenden, im richtigen Mischverhältnis (laut Packungsangabe) ansetzen.

Bevor Sie den Riss verputzen, müssen Sie ihn jedoch sauber abbürsten, damit kein Schmutz mehr vorhanden ist. Dann tragen Sie den Vorputz mit einer Maurerkelle auf den Riss auf. Hier gibt es zwei Techniken: manche Heimwerker tragen den Verputz mit der Kelle genau auf den Riss auf, andere nutzen die „Spitzwurftechnik“, indem sie in kleinen Abständen von Unten nach Oben den Riss mit Mörtel besprengen und diesen dann glattziehen.

Vom Vorputz zum Oberputz: rasch arbeiten und trocknen lassen

Immer muss beim Auftragen von Vorputz sehr rasch gearbeitet werden – erfahrene Handwerker nennen diese Vorgehensweise „nass auf nass“ verputzen, denn der Mörtel darf zwischendurch nicht trocknen. Zum Schluss ziehen Sie den Auftrag der Mörtelmasse mit einer Kartätsche glatt, damit der mit Füllmaterial überzogene Riss in der Außenwand perfekt an das umliegende Mauerwerk angeglichen wird.

Wenn der Vorputz getrocknet ist – die Dauer beträgt je nach Putzsorte einen bis zwei Tage – können Sie mit dem Oberputz beginnen und damit die Risse in der Mauer beseitigen. Der Oberputz ist dünner als der Unterputz und dient der Versiegelung der Oberfläche nach dem Verspachteln des Untergrunds im Riss, das der Sicherheit und dem Thermo-Schutz dient. Als Oberputz zum Schließen des Risses stehen Ihnen verschiedene Materialien zur Verfügung: Kratzputz, Filzputz, Rillenputz und Rauputz.

Ästheten finden im Baustoffhandel oder Baumarkt neben üblichem Putz auch sogenannten Glanzputz, der die Fassade nicht nur schützt, sondern auch schmückt. Es ist eine Sache des Geschmacks und auch der Kosten, ob man anlässlich einer Reparatur von Mauerrissen die Chance nutzt, zu dekorieren.

Zusammenfassung

Mauerrisse im Innen- oder Außenbereich des Hauses reparieren ist eine Arbeit, für die man Zeit, Werkzeug, Material und das richtige Know-how benötigt. Mit der richtigen Anleitung zum Reparieren von Rissen, die es heute auch als praktisches Video auf Youtube gibt, kann man Schritt für Schritt vorgehen. Die Kosten für den Putz sind mit Sicherheit überschaubar, wenn man zeitnah mit der Reparatur beginnt, und zudem auch eine vernünftige Investition in die Zukunft, denn durch das Reparieren von Mauerrissen können Folgeschäden durch Wärmeverlust oder Schimmelbildung vermieden werden, was wiederum die Instandhaltungskosten und Betriebskosten senkt und dadurch viel Geld spart.

Artikelbild: CatherineL-Prod / Bigstock.com

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