Unterschätzte Gefahr: Woran Sie eine sichere Steckdosenleiste erkennen

Unterschätzte Gefahr: Woran Sie eine sichere Steckdosenleiste erkennen

In nahezu jedem Haushalt kommen mehrere Steckdosenleisten vor, weil die Anzahl der festinstallierten Steckdosen einfach zu knapp bemessen ist. Allerdings bleiben gerade bei günstigen Produkten oft die Qualität und somit auch die Sicherheit auf der Strecke. Wir erklären Ihnen, worauf Sie als Verbraucher achten sollten, wenn Sie sich neue Steckdosenleisten kaufen.

Diese Kriterien gewährleisten eine sichere Steckdosenleiste

Das Angebot an Steckdosenleisten ist groß und umfasst viele verschiedene Preisklassen. Greifen Sie dennoch niemals zum günstigsten Produkt. Achten Sie beim Kauf auf die folgenden Kriterien, um eine sichere Steckerleiste auszuwählen:

  • Sind Prüfzeichen wie VDE- oder GS-Siegel vorhanden?
    • Solche Siegel sind ein Merkmal für ein sicheres Produkt
    • Gefälschte Siegel sind keine Seltenheit
    • Überprüfen Sie, ob beim GS-Siegel eine Prüfstelle genannt wird
  • Steht die Adresse des Herstellers oder Händlers auf der Leiste oder der Verpackung?
    • Bei vertrauenswürdigen Produkten ist mindestens eine Adresse angegeben
  • Wie stark ist das Kabel?
    • Dünne Kabel sind ein Indiz für eine minderwertige Qualität
  • Wie gut ist das Kabel isoliert?
    • Führen Sie eine Pressprobe durch
    • Die Qualität ist mangelhaft, wenn sich das Kabel leicht zusammendrücken lässt
  • Ist eine Kindersicherung integriert?
    • Sie sollte alle stromführenden Kontakte abdecken
    • Nicht nur in Haushalten mit Kindern ein Muss

Sofern Sie bei einem dieser Aspekte Zweifel haben, sollten Sie lieber die Finger von der jeweiligen Steckdosenleiste lassen.

Was bedeutet die IP-Schutzart?

Beim Kauf einer neuen Steckerleiste sollte Ihr Augenmerk außerdem ganz besonders auf der IP-Schutzart liegen. Sie gibt Auskunft darüber, für welches Umfeld die Leiste überhaupt geeignet ist.

Die erste Ziffer steht für den Schutz vor Berührung und Fremdkörpern. Dabei bedeutet die „0“ so viel wie „kein Schutz“ und die „6“ steht für „staubdicht und vollständiger Berührungsschutz“. Die zweite Ziffer gibt an, wie hoch der Wasserschutz ist. Eine „0“ bedeutet, dass „kein Schutz“ vorhanden ist, während die „9“ auch gegen „Wasser aus dem Hochdruckreiniger“ schützt.

Eine Steckdosenleiste, die mit der Schutzart IP44 gekennzeichnet ist, schützt gegen Spritzwasser sowie gegen die Berührung mit Werkzeugen, die einen Durchmesser von einem Millimeter haben. Diese Schutzart ist bei Steckerleisten erforderlich, die im Außenbereich oder in Feuchträumen eingesetzt werden. Für Wohnräume reicht die Schutzart IP20.

Die richtige Nutzung für eine hohe Sicherheit

Die Belastungsgrenze liegt bei den meisten Steckdosenleisten bei 3600 Watt. Bei der Nutzung der Leiste muss darauf geachtet werden, dass diese Grenze nicht überschritten wird.

Wird die Belastungsgrenze überschritten, erhitzt sich die Mehrfachsteckdose stark. Im schlimmsten Fall kann die Steckdosenleiste dadurch in Brand geraten. Diese Gefahr besteht auch bei teuren und hochwertigen Produkten.

Die korrekte Nutzung der Steckdosenleisten ist für eine hohe Sicherheit daher extrem wichtig. Betreiben Sie Geräte, die sehr viel Energie benötigen, am besten nur über festinstallierte Wandsteckdosen. Des Weiteren sollten Sie niemals mehrere Steckdosenleisten hintereinander in Reihe schalten oder die Leisten verdeckt verlegen, um die Brandgefahr zu minimieren.

Zusammenfassung

Man sollte bei der Anschaffung von Steckerleisten nicht nur auf den günstigsten Preis achten. Wichtig ist, dass Prüfzeichen wie das GS- oder VDE-Siegel vorhanden sind. Eine hohe Bedeutung spielt aber auch die IP-Schutzart, die angibt, für welches Umfeld die Leiste geeignet ist. Für Wohnräume reicht die Schutzart IP20, während es im Außenbereich oder in Feuchträumen mindestens die Schutzart IP44 sein sollte. Auch die korrekte Nutzung erhöht die Sicherheit von Steckdosenleisten natürlich enorm.

Artikelbild: © Kordik / Shutterstock

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